Frage zu Partitionen/Festplatte

Hartman

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MBR basierte Partitionierungskonzept kennt die primaere (max. 4 ), erweiterte und logische Partition. Wobei die erweiterte Partition nur ein "Pool" ist, um mehrer logische Partitionen anzulegen.

Jetzt die Frage:

Beim Logical Volume Manager (LVM) spricht man von 3 Ebenen.

1. Physical Volume
2. Volume Group
3. Logical Volume

sind diese analog zu verstehen wie die in MBR? und sind die logical Volume separiert in der Partitionen auch die Software RAID-0,1,...welches auch immer... notwendig um diese miteinander logisch zu verbinden?

und noch: BIOS ist auf dem Mainboard gespeichert? ROM? und EFI oder UEFI auf der Festplatte?
 
BIOS ist auf dem Mainboard gespeichert?
Ja

ROM?
Read Only Memory
Also nicht wiederbeschreibbar

und EFI oder UEFI auf der Festplatte?
Nein, das sind Bios-Nachfolger, die sind auf dem Mainboard.


1. Physical Volume
Hardware

2. Volume Group
-

3. Logical Volume
Partition

Der MBR ist der Master Boot record, ein Partitionsindex unter anderem.
 
  • Thread Starter Thread Starter
  • #3
Im Buch steht der Bootloader Grub 2.0 wird im EFI-Modus in die EFI-Partition installiert. Ein Mainboard hat aber glaub ich keine Partitionen?

Was mich auch etwas verwirrt ist, wenn ich "fdisk -l" mache, kommt /dev/sda1 und /dev/sda2 aber nicht /dev/sda3 (erweiterte Partition fehlt?) sondern /dev/sda5 (die erste logische Partition, aber die tut doch /dev/sda3 vorraussetzen wenn ich MBR habe, sonst musste es GPT/GUID sein?).
 
Zuletzt bearbeitet:
Im Buch steht der Bootloader Grub 2.0 wird im EFI-Modus in die EFI-Partition installiert. Ein Mainboard hat aber glaub ich keine Partitionen?

Die EFI-Partition ist auf der HDD. Genau wie beim MBR-Schema die Bootpartition. Wenn man etwas in den MBR installiert, muss dennoch irgendwo anders ein Bootloader liegen. Bei Linux ist das historisch gesehen auch beim MBR getrennt vom restlichen OS auf einer separaten Partition, bei Windows ist's in der Regel auf der Systempartition (ntldr, bootmgr).

Beim Logical Volume Manager (LVM) spricht man von 3 Ebenen.

1. Physical Volume
2. Volume Group
3. Logical Volume

sind diese analog zu verstehen wie die in MBR?
LVM ist ein Volume Manager, MBR und GPT sind Partitionierungsschemata. Das hat erst mal nicht zwangsweise was miteinander zu tun, in der Regel nutzt man ein GPT-Schema mit einer LVM-Partition, in der dann VG und LV drin sind.

Das Physical Volume ist die Partition oder das Gerät (=Festplatte), auf der der LVM-Aufbau "drauf sitzt". Die Volume Group kann ein Zusammenschluss aus mehreren oder auch einem einzelnen PV sein, das Logical Volume ist dann das, was das Betriebssystem anspricht. Vielleicht macht das diese Grafik hier deutlicher:

 
Zuletzt bearbeitet:
  • Thread Starter Thread Starter
  • #5
Ich verstehe nicht genau, warum von primaere, erweitert und logisch gesprochen wird in Zusammenhang mit MBR. Wenn die Logik gleich ist wie beim LVM. Das verwirrt mich.

Noch die Frage weiter oben..

RAID braucht es nur bei hinzukommenden "Physical Volumes" oder ist RAID auch "aktiv" bei logical Partition innerhalb der Volume Group, wenn man eine Installation machte welche /home /var etc. trennt?

und wenn das BIOS encrypted ist, muss dann GRUB auch encrypted sein oder reicht BIOS weil: BIOS -> GRUB -> Dateisystem?
 
Ich verstehe nicht genau, warum von primaere, erweitert und logisch gesprochen wird in Zusammenhang mit MBR. Wenn die Logik gleich ist wie beim LVM. Das verwirrt mich.
Es ist eben nicht gleich wie beim LVM. Der Grund, warum es primäre, erweiterte und logische Partitionen im MBR gibt ist, dass die Partitionstabelle im MBR nur maximal 4 Partitionen mit jeweils 16 Byte aufnehmen kann (maximal 64 Byte).

Diese Partitionen nennt man primär. Möchte man jetzt mehr als 4 Partitionen anlegen, kann man eine oder mehrere erweiterte Partitionen anlegen, welche quasi ein "Behältnis" für weitere, logische Partitionen ist. Nur von primären Partitionen kann man booten, deswegen muss man mindestens 1 primäre Partition anlegen, wenn man ein Betriebssystem davon starten will.

Diese Beschränkung ist mit dem UEFI weggefallen. Man kann durch veränderte Betriebssystemkernel und andere Magie quasi unbegrenzt viele Partitionen anlegen, bei Windows und Linux ist derzeit meines Wissens nach bei 255 allerdings Schluss. Wenn man mehr als 255 Partitionen benötigt und kein LVM eingerichtet hat, ist sowieso was falsch.

RAID braucht es nur bei hinzukommenden "Physical Volumes" oder ist RAID auch "aktiv" bei logical Partition innerhalb der Volume Group, wenn man eine Installation machte welche /home /var etc. trennt?
Der RAID-Level kann beliebig festgelegt werden, wenn die benötigte Anzahl Partitionen vorhanden ist. Du kannst mit LVM auch einfach ein JBOD-System aufsetzen. Wenn du /home, /var und so weiter trennst, dann ist das ja auf Partitionsebene. Die Partitionen sind ja logische Volumes im Falle von LVM oder normale Partitionen im Falle eines nicht vorhandenen LVM-Setups.

wenn das BIOS encrypted ist, muss dann GRUB auch encrypted sein oder reicht BIOS weil: BIOS -> GRUB -> Dateisystem?
Welche Verschlüsselung genau meinst du und was ist das Ziel derselben?

Das BIOS wird bei Full Disk Encryption (FDE) in der Regel nicht verschlüsselt; wenn überhaupt vom Mainboardhersteller und daran kann man nichts ändern. Mit UEFI Secure Boot kannst du allerdings Bootloader signieren (!=verschlüsseln), um nur diesen einen Bootloader laden zu können. Die Schlüssel dazu werden in einem besonders gesicherten Bereich des UEFI abgelegt. Der GRUB-Bootloader darf eigentlich nicht verschlüsselt sein, da die Verschlüsselungsroutinen ja in der Regel im Bootloader oder zumindest im Kernel eingepflegt sind und dort unverschlüsselt erst mal geladen werden müssen.
 
@m6ld8ywqya: Ich bin mir unsicher, glaube aber auch, dass die Einschränkung für Grub2 nicht gilt.

Wobei es eigentlich Jacke wie Hose ist - wer geht denn bitte her und installiert die Boot-Partition irgendwo ganz hinten rein. Normalerweise ist sie die erste oder zweite.
 
  • Thread Starter Thread Starter
  • #9
"Sie brauchen nur dann eine eigene Bootpartition, wenn der Bootloader GRUB nicht
in der Lage ist, Dateien aus der Systempartition zu lesen. Das ist dann der Fall, wenn
das ganze Dateisystem verschlüsselt ist oder wenn Sie LVM, RAID oder btrfs in
Kombination mit der alten GRUB-Version 0.97 einsetzen."

und

"Der eigentlich veraltete Bootloader GRUB 0.97, der aber noch von einigen Enter-
prise-Distributionen eingesetzt wird, ist zu RAID, LVM und zu den meisten
Verschlüsselungssystemen inkompatibel. Deswegen ist eine eigene Bootpartiti-
on erforderlich, deren Daten außerhalb des durch RAID oder LVM verwalteten
bzw. außerhalb des verschlüsselten Bereichs liegen.
Debian, Fedora, openSUSE und Ubuntu verwenden schon seit einigen Jahren
GRUB 2.0, der mit RAID und LVM kompatibel ist. Diese Distributionen benötigen
also keine eigene Bootpartition für LVM- und RAID-Konfigurationen."

Steht in meinem Buch.
 
@Hartman: Gut möglich, ich verwende trotzdem /boot außerhalb des RAIDs, weil es im Notfall mir den Kernel zur Fehlerbehebung bereitstellt. Hab ich schon das ein oder andere Mal brauchen können. Bei Crypto braucht mans eh.
 
  • Thread Starter Thread Starter
  • #12
Linux - Das umfassende Handbuch, Galileo Computing von Michael Kofler.
 
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