[Technik] Hersteller "smarter Vibratoren" wegen Tracking angeklagt

woman-506120_960_720.jpg Die kanadische Firma Standard Innovation hat mit den We-Vibe-Vibratoren ein Sexspielzeug geschaffen, dessen Einstellungen mittels Smartphone getätigt werden können. Allerdings werden diese zusammen mit den Zeiten der Benutzung und privaten Informationen des jeweiligen Nutzers an die Server von Standard Innovation übermittelt.

Das ist der Grund, weshalb eine Frau nun eine Klage bei einem Gericht in Chicago gegen die Firma eingereicht hat. Der Anwender hat dieser Art des Trackings nämlich nicht zugestimmt. Bei einem Vortrag auf der Hacker-Konferenz Defcon wurde die Frau auf dieses Tracking-Verhalten aufmerksam gemacht. Standard Innovation erklärte hierzu, dass die Daten zu Forschungszwecken anonymisiert erhoben werden und die Anwender die Möglichkeit haben, die Übermittlung zu unterbinden. Allerdings gibt es eine Voreinstellung, über die die Kunden nicht informiert wurden.

Da der Klägerin dies jedoch nicht ausreicht, wurde Standard Innovation nun wegen Betrugs, ungerechter Bereicherung, des Eindringens in die Privatsphäre und mehr angeklagt.


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Hihi :D Eindringen in die Privatsphäre :D
Ich frage mich ja, wie das auf der Hacker Con abgelaufen ist.

"Hey, nutzen sie einen Vibrator?"
"Mmmhhmmmm, oohhh, äh, ja, wieso?"
"Sie wissen aber schon, dass dieses Gerät ihr Sexualverhalten verfolgt und auswertet?"
"Was? Ich muss sofort klagen!11!!"
 
Eindringen in die Feucht... Privatspähre gibt dem Ganzen eine völlig neue Bedeutung. :D

Hat die Frau echt Glück. Kriegt ein paar Millionen für die Klage und gut ist.

Steht in der Gebrauchsanweisung eigentlich, dass die Dinger nicht bei Kindern und Haustieren anzuwenden und auch nicht für Waschmaschinen und Mikrowellen geeignet sind?
 
Ich dachte ja eigentlich, Vibratoren werden extra dafür gebaut, um in die Privatsphäre, ja sogar Intimsphäre einzudringen, aber gut ;):D

Ich werd mich wohl immer fragen, wozu alles vernetzt sein muss. Ich mein, wozu braucht der Vibrator einen Internetanschluss/eine App? Andere Leute schalten ihn einfach nur ein und haben Spaß - aber was weiß ich schon, bin ja ein Mann :p
 
Vibratoren, die übers Netz und das Smartphone steuerbar sind. Was könnte da schon schiefgehen? :o)

Man muss aber auch sagen, dass das schon schier eines der geringsten Übel der ganzen Vernetzungen und Datensammeleien ist. Ich denk, da ist einiges andere schon viel intimer und die Leute stellen es trotzdem nicht ab, bzw. nutzen es unbedarft.

Und fürs Protokoll: Das mit dem Eindringen in die Privatsphäre wollte ich auch anmerken und finde es sehr amüsant. ;-)
 
@Metal_Warrior:

Ich denke in diesem Fall soll es die Möglichkeit geben, die Partnerin über Distanz zu "lenken". Daher per App und online.

Ist sicher durchaus für Paare interessant, die regelmäßig über gewisse Zeiträume, zum Beispiel bei Geschäftsreisen, voneinander getrennt sind und sich dennoch in irgendeiner Form ausleben wollen.

Das Konzept ist daher meiner Meinung nach grundsätzlich schon okay.
 
Ich denke in diesem Fall soll es die Möglichkeit geben, die Partnerin über Distanz zu "lenken". Daher per App und online.

Ist sicher durchaus für Paare interessant, die regelmäßig über gewisse Zeiträume, zum Beispiel bei Geschäftsreisen, voneinander getrennt sind und sich dennoch in irgendeiner Form ausleben wollen.

Wieso erinnert mich das plötzlich an Die nackte Wahrheit?

 
Es hat sich etwas getan...

Smarte Vibratoren zu neugierig: We-Vibe zahlt Millionen-Entschädigung

Gegen eine Zahlung von bis zu 10.000 US-Dollar pro Kunde legt We-Vibe einen Rechtsstreit um neugieriges Sexspielzeug bei.

Die zum Steuern der Sexspielzeuge nötige We-Connect App schickte der Sammelklage zufolge heimlich Nutzungsdaten an den Hersteller – darunter auch, wie oft und wann das Gerät verwendet wurde, die Intensität der Vibration sowie die eingestellte Temperatur.

Oha, 10k abgreifen wegen irgendwelcher Daten. Ich dachte immer, die haben üüüberhaupt nichts zu verbergen. :D
 
Ist zwar ein anderer Hersteller, aber es geht noch übler...

Sexspielzeug verriet intime Daten und Passwörter

Schober hat dabei herausgefunden, dass die Kundendatenbank von Vibratissimo einfach über ein vorhandenes „.DS_STORE“-Datenbankfile und ein „phpMyAdmin“-Interface geknackt werden konnte. Das bedeutet: Die gesamten gespeicherten Daten aller Vibratissimo-App-Nutzer konnten eingesehen werden.
Im Fall des Panty Busters bedeutet das neben dem Usernamen, den Chat-Verläufen inklusive Zeitstempel und Inhalt, und den Passwörtern, die im Klartext gespeichert waren, auch den Zugang zu allen expliziten Bildergalerien, die die Nutzerinnen selbst aufgenommen und versendet hatten. Außerdem wäre es möglich gewesen auf die Freundesliste abzufragen sowie alle Informationen zum Nutzer selbst (echter Name, Adresse, etc.).

Ein Glück, dass niemand Sexfotos und derlei Dinge im Netz veröffentlichen würde. :D
WTF, wieso speichern die Honks Chatverläufe und Bilder auf deren Servern? Ach ja, alles zwecks Kundenzufriedenheit.



Das einzig Gute am Supergau war ...
SEC Consult hat den Hersteller „Vibratissimo“, der der deutschen Firma Amor Gummiwaren GmbH gehört, bereits im November 2017 über diese gravierenden Sicherheitsprobleme über das lokale CERT-Team in Deutschland informiert und auch die Rückmeldung bekommen, dass das File, mit dem Zugriff auf die Datenbank ermöglicht wurde, bereits am nächsten Tag entfernt worden sind.
 
Warum ist ein Vibrator im Internet?


"Alexa, stelle den Vibrator an" :D

Wenn mit APP und Bluetooth-Steuerung, warum nicht als Offline-APP? Na ja, ich kauf so was eh nicht.
 
Glaub ich nicht! Guck dir doch mal die geilen Weiber auf den Seiten der einschlägigen Hersteller an, die die Dinger bewerben... :p
 
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