[Kaufberatung] Wifi-Bridge gesucht

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  • #21
Hab heute mal die Zeit gefunden, das Ding einzurichten. Die ersten Eindrücke:

Ersteinrichtung
Ich hab mein Notebook hergenommen, Wlan deaktiviert und den Router per LAN-Kabel mit dem Notebook verbunden. DHCP hat mir 2 IP-Adressen gegeben (192.168.31.43 und 192.168.31.44). Warum 2 Adressen, weiß ich nicht. Dann hab ich den Browser geöffnet. Egal, was man eingibt, man landet sofort auf der Konfigurationsseite des Routers.

Dort kann man auswählen, ob man das Gerät als Wifi-Basisstation oder als Repeater verwenden will. Ich hab den Repeater-Modus verwendet. Im nächsten Schritt wählt man das Quell-WLAN aus. Danach legt man die ESSID, Verschlüsselung und Passwort für das Repeater-Wlan fest. Zum Schluss setzt man noch das Admin-Passwort. Das war's im Grunde genommen. So einfach hab ich noch nie einen Wlan-Router eingerichtet.

Eine Kleinigkeit ist dabei: Sobald man im Repeater-Modus sich zum Quell-WLAN verbindet, wechselt die IP-Adresse in dieses Subnetz. Und auch die IP der angeschlossenen Geräte landet im Subnet des Primär-WLans. Weiß nicht, ob das so Standard ist, aber ich finds gut. Die Geräte sind auch im gesamten Netz durch alle Geräte erreichbar.

Mini-Kritikpunkte
Bei der Zeitzone kann man nur stur die Greenwichabweichungen auswählen, d.h. CET±x Stunden. Sommerzeit, also CEST ist nicht auswählbar.

Reichweite + Zuverlässigkeit
Hab den Router mal ins Schlafzimmer genommen. Zwischen Fritzbox und Schlafzimmer liegen 3 Wände. Das Handy kriegt grad so die Verbindung hin. Beim Notebook ist das Wlan meist nicht mehr verfügbar. Der Xiaomi-Router lag ebenfalls in diesem Bereich. Ob die Verbindung dauerhaft zuverlässig aufrecht erhalten bleibt, werd ich erst in 2½ Wochen testen können.

Der erste Eindruck ist zumindest schon mal ganz gut.
 
Reichweite + Zuverlässigkeit
Hab den Router mal ins Schlafzimmer genommen. Zwischen Fritzbox und Schlafzimmer liegen 3 Wände. Das Handy kriegt grad so die Verbindung hin. Beim Notebook ist das Wlan meist nicht mehr verfügbar. Der Xiaomi-Router lag ebenfalls in diesem Bereich. Ob die Verbindung dauerhaft zuverlässig aufrecht erhalten bleibt, werd ich erst in 2½ Wochen testen können.
Du meinst der Xiaomi war an der Stelle plaziert wo die Fritzbox steht? Oder ist gemeint, dass die Verbindung von Fritte zum Xiaomi etwa so stark war wie zum Handy? Mir ist nicht ganz klar was du da meinst.


Wenn das Gerät dann ein anderes Subnetz hätte, wäre das meiner Meinung nach auch schlecht. Wenn Gerät A mit der Fritte verbunden ist könnte es dann nicht auf Daten von Gerät B zugreifen wenn dieses mit dem Xiaomi verbunden ist und sich in einem anderen Subnetz befinden würde. So etwas wäre nur sinnvoll bei einem "Gäste-WLAN" welches man vom eigenen Netz abschotten möchte. Das Gäste-WLAN der Fritte hat auch einen anderes Subnetz und nicht das normale 192.168.178.x

Xiaomi ist "der" Newcomer was hochwertige Billiggeräte betrifft. Bei uns relativ unbekannt und wenn nur im Zusammenhang mit Handys. Bevor ich mir ein Hama Gerät zulege (was ja nur gelabelte Billigstgeräte aus Fernost sind) kaufe ich 10 Xiaomi´s
 
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  • #24
So, mal 'ne Rückmeldung. Am Wochenende wurde das Teil in seinen eigentlichen Einsatz gebracht.

Der Router funktioniert tadellos. Die Verbindung blieb zuverlässig bestehen. Damit war die Verwendung als Wifi-Bridge erfolgreich. Vielen Dank für den Tipp.
 
Hast du auf den Xiaomi ne Custom-Rom raufgespielt wie oben vorgeschlagen oder läuft das für deinen Zweck OOTB?
Wenn OOTB, wie einfach wäre das für Laien einzustellen?
 
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  • #26
Läuft out of the box.

Grobanleitung
  1. Xiaomi Router anschalten. Alle Netzwerkverbindungen am PC/Notebook trennen
  2. Entweder per Netzwerkkabel LAN-Buchse (Xiaomi Router) oder Wlan mit dem PC verbinden. Per DHCP sollte man dann eine IP erhalten: 192.168.31.43 oder 192.168.31.44.
  3. Egal, was man dann im Browser eintippt, man landet auf der Adminseite des Routers: Login/PW: Admin - URL: miwifi.com oder IP: 192.168.31.1
  4. Nach dem Login hat man 2 Icons: Router Mode und Repeater Mode. -> Klick auf Repeater Mode
  5. Dann wählt man den Punkt: Set new network, legt ESSID, Verschlüsselung (WPA-2 personal) und Passwort fest.
  6. Connect to network: Auswahl des Source-Netzwerks

Das war's im Grunde genommen. Man landet im Subnetz des Source-Netzwerks (Fritzbox). Die an den Xiaomi-Router angeschlossenen Geräte sind somit transparent sichtbar für alle anderen Geräte im Netz.

Eine kleine Stolperfalle gibt es:
Sobald man sich mit dem Source-Netzwerk verbindet, bekommt auch der Router eine neue IP aus dem Subnet des Source-Netzwerks. Damit ist dann die Verbindung erst mal weg. Ich hab in der Fritzbox dann nachgesehen wie die neue IP des Routers ist.

Und man sollte natürlich noch das Admin-Passwort ändern.

Nachteile und Probleme
Die einfache Konfiguration hat natürlich auch zur Folge,dass es nicht sonderlich viele Einstellungsmöglichkeiten gibt.
  • An Sprachen kann man auswählen: Englisch oder Chinesisch.
  • Bei der Zeitzone gibt's keine Sommerzeit.
  • Der größte Nachteil: Der Xiaomi Router beherrscht zwar 5 Ghz, kann sich aber im Repeater-Modus nur mit 2,4 Ghz mit der Fritzbox verbinden. D.h. Fritzbox ---- 2,4 Ghz ---> Xiaomi Router ---- 5 Ghz ----> Wifi-Geräte.

Dann hatte ich noch ein Zugriffsproblem:
Ich hatte den Router bei mir zu Hause vorkonfiguriert. Dann hab ich das Ding zu meinem Vater genommen und wollte das Quellnetzwerk umstellen. Dummerweise kam ich dort nicht mehr auf die Adminoberfläche drauf, bzw. habe als IP nur eine zugewiesen bekommen, bei der ich aber keine Gegenstelle auf der Routerseite gefunden hatte. Ich musste dann den Hardware-Reset ausführen.

Positives
  • Die Bootzeit beträgt weniger als 30 Sekunden und ist damit im Gegensatz zum vorherigen Gerät (VONETS VAR11N-300) ein enormer Fortschritt.
  • Die Verbindung ist stabil. Ich konnte keinerlei Abbrüche festellen.
  • Das Teil ist relativ klein. Auf den Bildern wirkt der Router optisch größer. Außerdem ist das Ding ganz hübsch.
  • Es gibt auf der Oberfläche eine Update-Funktion. Der Router zieht sich damit die Updates aus dem Netz und installiert die. Ist so ähnlich wie bei den Fritzboxen - nur noch einfacher. Bei einem Router dieser Preisklasse ist das nicht unbedingt selbstverständlich.

Vorteile durch das Aufspielen einer Custom Firmware sehe ich für meinen Anwendungsfall nicht. Wäre nur ein unnötiger Mehraufwand gewesen.
 
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