Re: Muslime gegen den Islamismus
Das mag sein. Begründet aber vermutlich den urdeutschen Schuldkomplex.
Ich z.B. bin mir durchaus bewusst, dass sich solch grauenvolle Taten, wie die im zweiten Weltkrieg (nee, eigentlich bei jeder gewalttätigen Auseinandersetzung) nicht wiederholen dürfen. Trotzdem - oder vielleicht auch gerade deshalb - erlaube ich mir aber, bspw. die Siedlungspolitik Israels zu kritisieren. Oder z.B. auch die Ermordung der mutmaßlichen Attentäter von 1972 ohne jedes rechtsstaatliche Instrument (sprich: faire Gerichtsverhandlung mit Verurteilung).
Und ich muss gestehen, dass ich von Nationalstolz ohnehin nichts halte. Es ist schließlich keine Leistung, als Deutscher geboren zu werden. Wobei man die Nationalität beliebig austauschen kann.
Apropos Kritik... Wenn der Schin Bet nach dem Motto "
" verfährt und dabei auch jede Rechtsstaatlichkeit vermissen lässt, muss er sich über Terroranschläge nicht wundern. Ebenso wie die USA in der Vergangenheit und vermutlich auch in der Zukunft. Manchmal ist man durchaus selbst der Grund dafür, dass sich Menschen radikalisieren. Von Europa ganz zu schweigen.
Würden wir weniger Geld in Waffen und Grenzen investieren, dafür aber mehr in soziale Gerechtigkeit und Zukunftsperspektiven, dürfte einigen terroristischen "Rattenfängern" deutlich der Wind aus den Segeln genommen werden.
Zufriedene Menschen, die eine Perspektive haben, setzen ihren Lebensstandard eher nicht für irgendeinen "heiligen Krieg" aufs Spiel und lassen sich nicht durch Hassprediger einwickeln.
Aber stattdessen retten wir ja lieber Banken und Bonzen und entlasten lieber Spitzenverdiener, anstatt sie zur Kasse zu bitten.
Anmerkung:
Derzeit kauft die EZB immer noch wie bekloppt Unternehmensanleihen auf, dass zu bekannt niedrigem Zinssatz. Laut
(14.06.) soll es sogar Unternehmen geben, die negative Zinsen/Rendite zahlen, also durch die Verschuldung Gewinn einfahren.
Es werden aber nur von gerateten Unternehmen Anleihen aufgekauft, der Mittelständler, der sich ein teures Rating nicht leisten kann, darf zusehen, wo er bleibt und woher er Kapital bekommt.
Und so gehen Großkonzerne mit ihrem Kapital auf Einkaufstour, vergrößern so ihre Marktmacht und kleinere Unternehmen und zukünftig vermutlich auch der Verbraucher, bleiben auf der Strecke.
Jetzt ist zum Glück nicht jeder Mittelständler ein Terrorist, es ist aber hoffentlich vorstelbar, dass es wütend machen kann, wenn Großkonzerne so bevorzugt werden, während man selbst nur dumm aus der Wäsche gucken kann.