2Dark: Conspiracy knackt neue Version von Denuvo


Auch die neue Version des Kopierschutzes Denuvo wurde von der italienischen Release Group geknackt, die kürzlich das PC Spiel „2Dark“ illegal . V4 galt als unüberwindbar. Allerdings soll bei „2Dark“ nicht die stärkste Fassung der Software zum Einsatz gekommen sein.
Kein guter Tag für den österreichischen Softwarehersteller. Ihr gleichnamiges Schutzsystem Denuvo wurde erneut von einem neuen PC Spiel entfernt. Diesmal betraf es das zweidimensionale Grafik-Adventure „2Dark“. Die vierte Version der Anti-Tamper-Software wurde etwa einen Monat nach Veröffentlichung des Spieles überwunden. Den Herstellern bleibt lediglich der Hoffnungsschimmer, dass die Version x86 geknackt wurde und nicht die als besser geltende Version x64.

Die PC Games „Nier: Automata“, „Dead Rising 4“ und das Update von „Mass Effect: Andromeda“ setzen Version X64 von Denuvo ein. Von daher wird es spannend zu sehen, ob es den Italienern ebenfalls so schnell gelingen wird, diese Hürde zu überwinden. Einige Publisher haben nach Erscheinen der illegalen Kopie auf den Einbau von Denuvo verzichtet. So etwa id Software im Fall von Doom, Crytek (The Climb), Dampbuster Studios (Homefront: The Revolution) und last, but not least Playdead beim Spiel „Inside“.

Den Release für insgesamt vier Wochen zu verhindern, ist unter dem Strich kein schlechtes Ergebnis. Ob das Entwicklerstudio Gloomwood, welches 2Dark schon seit Mitte März im Einzelhandel zum Verkauf anbietet, mit diesem Ergebnis zufrieden ist, ist hingegen fraglich. Wer den Crack von 2Dark installiert, kann immerhin auf die Einbindung der Internet-Vertriebsplattform Steam oder andere Einschränkungen verzichten.

Das Hase-und-Igel-Spiel zwischen Kopierschützern und den Crackern geht indes hinter den Kulissen weiter. Denuvo wird weiterhin neue Versionen veröffentlichen, die wiederum irgendwann von Conspiracy ausgehebelt werden. Davon, dass es nie wieder schwarzkopierte Spiele geben wird (siehe Grafik oben), ist sicher bis auf weiteres keine Rede mehr. Man muss sich eher fragen, ob sich die Branche nicht früher oder später aus Kostengründen komplett von Denuvo verabschieden wird, was mittelfristig das Ende des Unternehmens bedeuten dürfte.






Autor: Lars "Ghandy" Sobiraj
 
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Vermutlich, weil sie keinen (oder nur einen sehr kleinen) Festpreis zahlen und dafür pro verkaufter Einheit blechen müssen.
 
Sicher? Nein.
Trotzdem erscheint mir ein Modell wie zB "Pro verkaufter Einheit 10 Cent" durchaus möglich.
Aber das ist -wie gesagt- nur eine bloße Spekulation von mir.
 
Auf reddit hat mwl ein user denuvo angefragt sein nicht vorhandenes spiel zu schützen, um eben den preis rauszufinden. Antwort war wohl entweder festbetrag x (den weiß ich leider nimmer) oder 2500$(€?) + 15cent pro verkauftem spiel.
Ob das stimmt, keine Ahnung. Hört sich für mich aber plausibel an.
 
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