[Politik und Gesellschaft] Stockholm: Lastwagen fährt in Menschenmenge

In einer Fußgängerzone der schwedischen Hauptstadt Stockholm soll ein Lastwagen in eine Menschenmenge gefahren und in einem Kaufhaus zum stehen gekommen sein. Das berichtet das schwedische Fernsehen. Mehrere Menschen sollen verletzt sein. Wie viele Menschen verletzt sind und ob es Tote gibt, ist derzeit nicht klar.

Quellen: ,
 
Wir werden uns daran gewöhnen müssen, ob wir wollen oder nicht.

Wenn ISIS besiegt ist wird die nächste Terrororganisation ihren Platz einnehmen.
Bedanken darf man sich bei über 100 Jahren gescheiterter Nahost-Politik.
 
@Ruby:
resignieren wovor?
Ich kann mir auch einfach deine Textbausteine klauen, bringt genau so viel wie nix tun. :D
 
Sind ja fast schon israelische Zustände, nur auf größere Fläche verteilt :unknown:
Diese "israelischen Zustände" haben sich seit dem von Merkel als unwirksam bezeichneten Mauerbau in Israel dramatisch gebessert. Dort ist es inzwischen viel sicherer als in Brennpunkten der EU.
 
Dann resigniert man.

Nein. Nicht wenn man es einfach annimmt, als das, was es ist. Als ein weiteres Risiko im Alltag, dazu ein verschwindend kleines Risiko.

Resignieren könnten nur die irgendwann, die jetzt glauben, daß sich dieses Risiko durch irgendwelche Maßnahmen eliminieren ließe.

Am Donnerstag habe ich eine Reportage über "German Angst" gesehen. Da waren Untersuchung von vor dem Berlinanschlag, wonach in Deutschland die Angst vor Terror größer war, als bei den Franzosen, nach Paris und Nizza.
 
Oder heulst du auch rum wenn es mal wieder im Irak oder Syrien eine Bombe zerreißt? Sowas ist dort an der Tagesordnung.
Wenn hinter dem Balkan faktisch täglich Terroranschläge passieren, sollen sich die Leute dort gefälligst dran gewöhnen, wenn sie keine besseren Ideen haben.

Wenn hier in der Gegend (Brüssel, Paris, Nizza, London, Berlin, Stockholm) mit steigender Frequenz Terroranschläge passieren, will und werde ich mich nicht dran gewöhnen. Und da bin ich sicher nicht der Einzige.
 
was ich aber nicht verstehe warum es dann diesen Thread gibt. Ich meine jeden Tag sterben unzählige Menschen weltweit aus allen möglichen Gründen...

verstehe ich auch nicht so recht - das hat wohl was mit dem algorithmus zu tun, nach dem sich die medien nur diejenigen straftagen zum darüber berichten rauspicken, die die meiste aufmerksamkeit (= werbeeinnahmen) versprechen :unknown:.. manche gründe, aus denen menschen sterben, scheinen offenbar interessanter zu sein als andere.. ich persönlich mag ja die darwin-awards :T..

Aber den Unterschied zwischen Unfall und Anschlag weißt du schon?

natürlich: anschläge stellen ein um mehrere größenordnungen geringeres risiko dar.. war da sonst noch was relevant? ob mich ein besoffener oder ein "terrorist" plattfährt, ist dem bestatter relativ wumpe und mir erst recht :rolleyes:...
 


Verschwindend kleines Risiko oder doch zunehmend?

Dieser Verweis auf "German Angst" ist übrigens schon dreimal um die Ecke. Ich würde es eher ausgeprägten Selbsterhaltungstrieb nennen.

Keine Bange btw, hier in Deutschland gibts genug Leute, die das alles locker sehen. Da fallen die paar Leute, die sich Gedanken machen, gar nicht auf.
 
Habe hier mal durch gewischt.

Hoffe es geht ohne stumpfe Provokationen weiter...
 
In Zeiten der Globalisierung ist auch der Terror globalisiert und hat nicht mehr seine Wurzeln z.B. in Deutschland, Spanien oder Irland.
Terror ist ja nichts neues in Europa und bisher, so wie ich das weiß, ist das was wir bisher erleben vom psychologischen und faktischen Ausmaß des Terrors noch nicht auf dem selben Level wie der im Europa entstandene Terror.
Dazu ist, doch, soweit ich das verstanden habe, ISIS im wesentlichen wieder Al Quaida, der aber aus politischen Gründen recht lange in Ruhe gelassen wurde.

Das macht die Terrorakte nicht besser, aber im Kontext wirkt das dann zumindest mit etwas Distanz meiner Meinung nach deutlich anders.
 
@Meta: Die Aussage zeigt, dass du dich noch nie mit Statistik und Wahrscheinlichkeitsrechnung befasst hast.

Das Risiko, Opfer eines Anschlags zu werden, ist im Vergleich zu nahezu allen anderen Todesarten wahnsinnig gering.
 
Das macht die Opfer und deren Angehörige von Brüssel, Paris, Nizza, London, Berlin und Stockholm bestimmt sehr froh.
 
@Meta: Die Aussage oben ist allgemeingültig und ohne moralische oder sonstige emotionale Wertung. Sie ist völlig wertfrei und nüchtern, was die Grundlage einer jeden weitreichenden Entscheidung politischer und gesellschaftlicher Natur sein sollte.

Emotion verwässert, verdreht und pervertiert die Wahrheit, und die Wahrheit ist, dass es um Größenordnungen wahrscheinlicher ist, auf einem OP-Tisch bei einem Routineeingriff oder im Straßenverkehr zu sterben, als einem Terroranschlag zum Opfer zu fallen.

Im Übrigen zeigt es nur, dass deine in #33 getätigte Aussage eine Lüge ist.
 
Ist es aber nicht erstrebenswert die Toten zu minimieren, egal auf dem OP-Tisch, Straßenverkehr oder eben bei Morden und Terroranschlägen oder sollte man im allgemeinen nüchtern politisch und gesellschaftlich untätig der Natur ihren emotionalen Lauf nehmen lassen um die Wahrheit der "natürlichen" Auslesen in eine verwässerte Größenordnung zu pressen?
 


Das ist auch eine Frage von Aufwand und Nutzen. Wenn Du jetzt in Deutschland die Zahl der Polizisten verdreifachen würdest, das Briefgeheimnis abschaffst, die Unverletzlichkeit der Wohnung und wer weiß noch etwas, so senkst Du damit nicht die Möglichkeit, daß jemand mit einem Kfz irgendwo in eine Menschenmenge reinbrettert.

Gegen jährlich 90.000 Tote in der EU durch Hygieneschlamperei in Krankenhäusern kann man sich leichter etwas unternehmen, ohne Repressalien und Freiheitseinschränkungen.
 
@Metal_Warrior:
Der einzige (kleine) Fehler bei dieser Denkweise ist, dass sich die Wahrscheinlichkeiten allerdings addieren.

Natürlich ist meine Chance im Straßenverkehr zu sterben höher.
Die Chance bei einem Terror-Angriff ist ebenfalls verschwindend gering.

Allerdings trägt beides dazu bei, das die Wahrscheinlichkeit unnatürlich zu sterben sich erhöht.


Ich hab das (dein) argument ja in der Vergangenheit selber häufiger gebracht.
Es ist jedoch immer ein wenig so wie:

Warum sollte ich mich Wahle kümmern, Nashörner sind doch viel bedrohter:
Es wiegt eine Scheiße mit einer anderen Scheiße auf.
 
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