NAS für Datensichherung und Datenbank

Nerephes

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Moin Leute,

ein Freund von mir hat sich selbstständig gemacht und hat mich was IT angeht um Hilfe gebeten.

Im Vordergrund steht grade die Datensicherung von 2 PCs die grade als Stand-Alone aufgebaut sind.

Ich würde jetzt gerne ein NAS einrichten, was die Datensicherung übernimmt. In Anbetracht dessen, dass der Mann demnächst mal ein ERP-System braucht, was beide Rechner verbindet, sollte das NAS auch die Datenbank des ERP-Systems verwalten können.

Was allerdings bedeutet das ich ein DB-System wie SQL o.Ä. installieren müsste. Hier kann ich allerdings die erforderliche Leistung schwer einschätzen, daher wende ich mir mal an euch, falls einer schon Erfahrungen mit sowas gesammelt hat.

Hat hier jemand eine Empfehlung / Idee?
 
SQL-Datenbanken gibt es so einige. Zum Teil mit deutlich unterschiedlichem Hardwarehunger. Von daher ist hier eine pauschale Empfehlung vermutlich schwer ohne genauere Informationen.

NAS von Synology sind an sich zu empfehlen. Dort kann man beispielsweise auch eine MySQL- bzw. MariaDB-Datenbank laufen lassen. Aber kommt halt darauf an, wie viele Abfragen das geplante ERP-System an die Datenbank stellt und wie komplex diese sind.

Daher wäre es eventuell sinnvoller, wenn nicht auf eine Fertiglösung sondern auf Marke Eigenbau gesetzt wird. Phre4k hatte in einem anderen NAS-Thread zum Beispiel vorgeschlagen.
 
Ich glaub, ich würde das vom verwendeten ERP-System abhängig machen. SAP erscheint mir jetzt zwar für eine Firma mit 2 PCs etwas überdimensioniert. Aber falls sowas zum Einsatz kommen sollte, wirst du mit MySQL auf 'ner ARM-basierten NAS nicht sehr weit kommen. Von daher würde ich erst mal abwarten, bis die ganze Software spezifiziert ist und anhand dieser Anforderungen die Backuplösung planen.
 
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  • #4
Jo, mein Problem ist bloß, dass die ERP-Geschichte halt erst mittelfristig Thema wird.
Das eines kommt, ist mehr oder weniger klar, nur welches hab ich mir noch keine Gedanken gemacht.

Das Thema Back-Up sollte ich jedoch kurzfristig angehen, da akutella ALLES weg ist, wenn die Festplatte abraucht.

Allerdings ist der Einwand schon richtig, im Zweifel mach ich halt erstmal eine Übergangs-Lösung per Externer HDD.
 
Bei einer Datensicherung solltest du auch an ein Offside-Backup denken. Nicht dass die Bude mal abfackelt. Dann bringt dir auch das lokale Backup nichts.
 
Gibt es zu erwartenden Wachstum der Firma in den nächsten 2-3 Jahren?
Sonst wäre evtl. wenn verkraftbar ein etwas größeres NAS etwas sowas hier zu nehmen
Dort kannst du kleine virtuelle Machinen direkt auf dem NAS laufen lassen und somit später mal auch zur not eine kleine SAP-Appliance oder einen Lexware-Server laufen lassen.

Bei beiden sollte ein verschlüsseltes Backup in eine beliebige Cloud möglich sein - bei Synology weiß ich es sicher.
 
Im Vordergrund steht grade die Datensicherung von 2 PCs die grade als Stand-Alone aufgebaut sind.

Ich würde jetzt gerne ein NAS einrichten, was die Datensicherung übernimmt.

Wurde ja schon angesprochen, aber nochmals für dich: Ein NAS ist kein BACKUP! Und wer sich darüber nicht im Klaren ist, sollte ggf. drüber nachdenken ob er wirklich für ein Unternehmen sowas einrichten will.
 
Klar kann ein NAS als Backup verwendet werden - kommt ganz darauf an wie man es nutzt und einrichtet.
 
Für kleine und mittelständische Unternehmen ist NAV stark am Wachsen und immer besser vertreten. Sollte es das werden, kann ich Dir sagen, das geht vom Hardwarehunger.
 
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  • #10
Wurde ja schon angesprochen, aber nochmals für dich: Ein NAS ist kein BACKUP! Und wer sich darüber nicht im Klaren ist, sollte ggf. drüber nachdenken ob er wirklich für ein Unternehmen sowas einrichten will.

Ein NAS ist ja wohl ausreichend um eine tägliche Datensicherung von 2(!) PCs zu erledigen.

Zudem mache ich den Quatsch nicht weil ich damit Kohle verdienen will, sondern weil es ein Freundschaftsdienst ist. Ansonsten hätte ich mir das nicht freiwillig aufgehalst.

@Honey, so wie es aussieht wird es wohl tatsächlich SAP werden. Da der Freund da Kontakte hat und wahrscheinlich 2 Lizenzen für Umme bekommt.

Naja ich werd das Thema Datensicherung jetzt erstmal über 2 externe Festplatten machen, wovon eine eine Wochensicherung ist, die mein Bekannter mit nach Hause nimmt und eine wird als Tagessicherung im Unternehmen verbleiben.

Sobald er sagt wie es mit ERP und Co. weitergeht, mach ich mir nochmal über das Thema NAS Gedanken.
 
@Honey, so wie es aussieht wird es wohl tatsächlich SAP werden. Da der Freund da Kontakte hat und wahrscheinlich 2 Lizenzen für Umme bekommt.

Ganz ehrlich? Was will man mehr!? :T
Bei SAP bin ich für zukünftige Fragen allerdings raus. Viel Erfolg bei dem Kumpelprojekt.
 
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  • #12
Bei SAP bin ich für zukünftige Fragen allerdings raus.

Ich auch :D Aber von dem Kontakt von dem er die Lizenzen bekommt erhoffe ich mir genauere Infos bzgl. Anfoderungen usw.

Ich selbst hätte mehr zu einem OpenSource ERP-System geneigt, aber wenn er da jemanden kennt :unknown:
 
Ich selbst hätte mehr zu einem OpenSource ERP-System geneigt, aber wenn er da jemanden kennt :unknown:

Ich hatte in dem Unternehmen, in dem ich arbeite, mal vorgeschlagen. Von dem was ich am Markt so alles gefunden hatte, wäre das eine P/L-faire Variante. Insb. da direkt ein CRM-System integriert ist. Bei SAP oder auch Dynamics muss man das ja extra hinzu lizenzieren. Das treibt die Kosten, die ja ohnehin schon nicht ohne sind, nochmal deutlich in die Höhe. Zumal man dort sehr viele Komponenten lizenzfrei (ggf. auch als Workarround) implementieren könnte. Ferner gäbe es eine dicke Community, die teilweise open source Erweiterungen zur Verfüung stellt.

Wurde bei uns aber abgelehnt.
(Eine bessere Lösung haben wir übrigens immer noch nicht. :m)
 
SAP? Ok ich habe diesen Thread nicht gesehen und gelesen. Und geantwortet habe ich auch nicht. :D

Naja, vielleicht noch eines. Wenn ich mir die Systemanforderungen von SAP ERP so ansehe, bezweifle ich dass man mit einem NAS von der Stange weit kommt (Oracle Datenbank oder MS SQL Server zum Beispiel).

 
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  • #15


Odoo hab ich mir auch angesehen, hat einen guten Eindruck gemacht, nur das man eben nur 1 Modul kostenfrei bekommt, hat mich hier eim Vergleich zu anderen OpenSource Lösungen gestört.

Andere ERPs die ich noch mal etwas genauer testen wollte waren OpenZ, AvERP und iDempiere.

@Mathmos, jo SAP ist schon hungrig, allerdings werden andere ERP-Systeme ebenfalls DB wie MY SQL erfordern denk ich mal.
 
MySQL an sich wäre nicht das Problem. Das läuft auf den meisten NAS (offiziell oder inoffiziell). Problematisch sind hier eben nur die Anfragen (Menge bzw. Umfang).

SAP bietet aber ja nicht einmal MySQL an. Eine Oracle-Datenbank bekommt man vermutlich auf einigen NAS zum laufen, da diese Linux nutzen. Da Oracle recht resourcenhungrig ist, macht das aber keinen Sinn. Bleibt im Grunde nur ein MS SQL Server. Und der dürfte auf gar keinem fertigen NAS laufen, weil eben in der Regel Linux verwendet wird.

Ich hätte zudem auch Bedenken ein NAS für die Datensicherung zu nutzen und gleichzeitig dort auch ein Produktivsystem laufen zu lassen. Entweder oder aber nicht beides. Das gehört meiner Meinung nach getrennt.
 
Wurde bei uns aber abgelehnt.
(Eine bessere Lösung haben wir übrigens immer noch nicht. :m)

Der Klassiker :D

Wenn ich mir die Systemanforderungen von SAP ERP so ansehe, bezweifle ich dass man mit einem NAS von der Stange weit kommt (Oracle Datenbank oder MS SQL Server zum Beispiel).

MS SQL Server ist für Linux in der Beta, mit Glück kommt's offiziell unterstützt als Docker-Container raus, wenn Nerephes' Freund ein ERP braucht.

Ich würde an dieser Stelle ein etwas oder kaufen, mit Xeon. Das ist ausreichend günstig, skaliert super und man kann darauf vorerst oder FreeNAS installieren.
 
Wenn ich die Eindrücke mal zusammenfasste, würde ich zur Sicherheit das anvisierte ERP-System vordefinieren und im Anschluss den NAS auswählen. Auch wenn´s ERP erst in ein paar Monaten kommt, wäre es nicht sonderlich clever, dass nicht direkt mit zu berücksichtigen, wenn es schon absehbar ist. Im Zweifel würde ich damit argumentieren, dass ein doppelter Kauf sicherlich teurer wäre, als es gleich richtig zu machen.
 
Mich würde bei sowas durchaus auch interessieren wie die Ambitionen der Firma sind und die Wahrscheinlichkeit eines Wachstums...
*Altlasten* kosten später definitiv mehr Geld als wenn man es vorher skalierbar konzipiert und vielleicht an dinge Denkt die durchaus Interessant sind wenn man mal noch jemand für ein Sekretariat einstellt und noch einen Azubi dazu .. und dann *plötzlich* schon 4-5 Mitarbeiter sind.
Sprich eine Benutzerverwaltung, Rechtevergabe, Netzlaufwerke und ähnliches.
Je nach Unternehmens-Struktur macht bei so kleinen Betrieben sogar der Cloud-Gedanke sinn - Dann ist aber an ein Backup für die Internet-Anbindung zu denken usw.
 
MS SQL Server ist für Linux in der Beta, mit Glück kommt's offiziell unterstützt als Docker-Container raus, wenn Nerephes' Freund ein ERP braucht.

Ok, von der Portierung wusste ich ehrlich gesagt nichts. Ich kenne allerdings nicht mal einen Fall bei dem MS SQL Server überhaupt produktiv zum Einsatz kommt.
 
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