[Technik] Linux wird 25 Jahre alt

Am 25.08.1991 hat der Finne Linus Torvalds in der Newsgroup comp.os.minix mit den Worten "I'm doing a (free) operating system (just a hobby, won't be big and
professional like gnu)" ein neues Betriebssystem .

Aus diesem Hobby ist das Betriebssystem entstanden, dass landläufig als Linux bekannt ist. 25 Jahre später kann man nur sagen, dass Torvalds sich ziemlich geirrt hat. So läuft heute auf den meisten Supercomputern Linux. Auf den Servern im Internet ist Linux inzwischen auch eine feste Größe. Für viele Unternehmen ist das freie Betriebssystem auch zu einem festen Standbein geworden. So konnte z. B. das Unternehmen Redhat 2015 einen Umsatz von 1,79 Mrd. US-Dollar erreichen.

Seit einigen Jahren wechseln diverse Einrichtungen, Behörden, Unternehmen usw. zudem auch von Windows auf eine Linux-Distribution. Das bekannteste Beispiel in Deutschland dürfte hier die Stadtverwaltung München sein, welche 15000 Arbeitsplatzrechner sowie diverse Server mit Linux betreibt.

Auch im privaten Bereich ist Linux angekommen. So läuft das Betriebssystem meist ohne das Wissen der Nutzer auf diversen Fernsehern, Receivern und sogar auf Küchengeräten. Lediglich auf privaten Standardrechnern ist Linux eher weniger verbreitet, auch wenn hier die Nutzerzahl langsam steigt. Dies hat vor allem zwei Gründe. Linux ist im Vergleich zu Windows in der Regel nicht vorinstalliert und viele der bekannten Windowsprogramme inkl. Spiele laufen aktuell nicht oder nur über Umwege unter Linux bzw. es gibt keine vollwertigen Alternativen.

Quellen: , , der Autor
 
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  • #4
Nö. Ein paar der Politiker haben ein paar mal den Aufstand geprobt und die Rückkehr zu Windows gefordert, weil sie z. B. Skype nicht selbst auf den beruflich genutzten Notebooks installieren konnten bzw. durften.
 
Skype wollten Sie wofür haben?

Ich hoffe mal, um weltweit wichtige Konferenzen zu wichtigen, politischen Themen mit anderen Politikern abzuhalten, was den
diesen Laptop bezahlenden Bürgern ebenso hoffentlich zugute gekommen wäre :cool:
 
Alle Z/OS Systeme fallen für 2 Monate aus: der fünfte Weltkrieg
Alle Linux Systeme fallen für 2 Monate aus: der fünfte Weltkrieg
Alle Windows Systeme fallen für 2 Monate aus: Banken müssen wieder alle Schalter besetzen(in der aktuellen Situation wäre das vermutlich wirklich das einzige was der Durchschnittskonsument davon mitbekommt, von denen benutzt ja eh keiner mehr Desktopsysteme. Pokemon Go funktioniert ja weiterhin. Im Gegensatz zu Scenario 1 oder 2)
 
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  • #8
Bei mir auf den Heim-PCs hat sich Linux/Ubuntu schon 2006 verbreitet

Gerade mal nachgesehen... Bei mir dürfte es 1999 bzw. 2000 gewesen sein als ich das erste mal eine Linuxdistribution installiert habe. War Suse Linux 6.3 oder 6.4. Wie die Zeit vergeht. :eek:

Ernst bei Seite: Wo war das Problem? Skype läuft doch sogar nativ auf Linux?

Da würden mir drei mögliche Gründe einfallen.

- Skype ist in den Paketquellen von LiMux nicht vorhanden
- Die Politiker haben keine Ahnung wie die Paketverwaltung funktioniert
- Die Admins haben Ihren Job vernünftig gemacht und die Politiker haben einfach nicht die nötigen Rechte um Skype zu installieren

Von nativ kann bei Skype unter Linux aber nicht wirklich die Rede sein. Die kürzlich veröffentlichte Alpha-Version basiert auf Chrome und Skype for Web.
 
- Die Admins haben Ihren Job vernünftig gemacht und die Politiker haben einfach nicht die nötigen Rechte um Skype zu installieren
Dass die Typen auf Windows Admin-Rechte hatten und jetzt gegen vernünftige Rechteverwaltung protestieren wäre einfach zu geil :D

Von nativ kann bei Skype unter Linux aber nicht wirklich die Rede sein. Die kürzlich veröffentlichte Alpha-Version basiert auf Chrome und Skype for Web.
Als ich das letzte mal Skype nutze, war das nativ - ist aber >4 Jahre her

Ich mochte Skype noch nie weil es - im Gegensatz zu allem anderen - nicht in Pidgin funktionierte, und so viel ich weiß ist es genau so ausgestorben wie ICQ.
Da nutze ich lieber Jabber für die paar Leute mit denen ich schreibe
 
Herzlichen Glückwunsch, Linux.
Seit meiner Kindheit immer mal wieder ran gewagt, und spätestens seit meiner Jugendzeit im durchgängigen Einsatz.



Wo war das Problem? Skype läuft doch sogar nativ auf Linux?
Skype hatte lange Zeit nur ein stark veraltetes Paket für Linux zur Verfügung gestellt und soweit ich weiß war das auch noch ein deb.
Eine Installation hatte neben den Administratorrechen vermutlich noch Kenntnisse, wie man unter Linux an der Paketverwaltung vorbei installiert, erfordert. Sofern kein Linux aus der Debian/ Ubuntu - Familie zum Einsatz kam darüber hinaus noch Kenntnisse, wie man Fremdpakete unter der jeweiligen Distribution zum laufen bekommt.
Da es sich um ein hoffnungslos veraltetes Paket gehandelt hatte, waren auch nicht alle Skype-Features nutzbar.
Insgesamt also eher mau.
 
Naja, einfaches Beispiel: Es muss irgendwas dringend installiert werden weil man es für n Termin braucht - sei es jetzt bsp. Skype weil ein Call ansteht an dem man teilnehmen muss. Jetzt kannst du aber die Software nicht nachträglich installieren weil du dazu das Admin Passwort nicht kennst. Du musst also, im schlimmsten Fall, ein Ticket dafür schreiben das jemand aus dem IT Support dir Skype nachträglich installiert. Jetzt kommt allerdings der Faktor "Zeit" dazu: Wenn es schnell gehen muss und der IT Support kann grad nicht reagieren führt das zu Problemen. Deshalb will der Anwender dann doch seine Admin Rechte zurück haben und nicht jedes Mal auf einen von der IT warten müssen.

Bzgl. Skype: Gerade mit Office 365 für Firmen is Skype grad wieder im Kommen - zb mit Skype for Business, wo man sich nur mit seinem Office 365 Acc einloggen muss. Und gerade wenn man schnell irgendeinen Screen sharen muss um mit jemanden was durchzugehen, der nicht im gleichen Büro ist, ist Skype dann doch praktisch.

--- [2016-08-27 10:27 CEST] Automatisch zusammengeführter Beitrag ---

Das stimmt mit der alten Version - da die Version von 2014 noch verfügbar für Ubuntu. Sowas wie Group Calls gingen dann nicht, genauso wie Bilder versenden von einer neueren Skype Version auf die Alte - man musste sich immer über eine Seite einloggen damit man das Bild sieht.

Es gibt allerdings eine neuere Version von Microsoft, aber die muss ich mir erst anschauen.
 
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  • #12
Bei uns auf der Arbeit dominiert, von den Servern abgesehen, Windows. Neue Arbeitnehmer bekommen Rechner mit einer fest definierten Softwareausstattung zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus darf der normale Anstellter keine Software selbst installieren. Braucht dieser dann eine extra Software kann dies bei den Jungs und Mädels der EDV beantragt werden. Hier muss dann aber auch eine nachvollziehbare Begründung geliefert werden.

Das halte ich auch für absolut sinnvoll. Unabhängig vom verwendeten Betriebssystem. Nutzer haben einfach im beruflichen Umfeld nichts zu installieren. Alleine schon deswegen, weil diese oft Software aus den falschen Quellen installieren und so das System kompromittieren. Anfang des Jahres hatte z. B. unsere Fraunhofer-Projektgruppe wochenlang viel Spaß mit dem Schädling Locky und dessen Auswirkungen (1 Server und 60 Clients wurden inkl. von Kundendaten verschlüsselt). Hier haben es die Admins mit den Rechten und den Konfigurationen nicht so genau genommen.

Da würde ich es als EDVler lieber riskieren, dass ein Nutzer der auf den letzten Drücker kommt die Arschkarte zieht als dass alles den Bach runtergeht.
 
Diese Scheiße wird sich nie durchsetzen. Weiß doch jeder, dass goldene Käfige (App Stores) die Zukunft sind.

Siehe Google Play, iTunes/App Store und Windows Store. Da werden die Millionen gescheffelt.

Office 365, Skype/Lync und Co. sind ganz tolle Mittel zur Industriespionage. Hoffe, dass die dummen Firmen, die sowas einsetzen, irgendwann so richtig auf die Eier bekommen. Vielleicht gibt man Datenschützern endlich mal Gesetze und Mittel.
 
(...) Es gibt allerdings eine neuere Version von Microsoft, aber die muss ich mir erst anschauen.
Bist du sicher, dass die einen nativen Linux Client entwickelt haben? Ich dachte die hätten einen Webclient für Skype entwickelt, um damit gleich plattformunabhängig auftreten zu können. Ich kann mich natürlich auch irren, deshalb die Frage..

Office 365, Skype/Lync und Co. sind ganz tolle Mittel zur Industriespionage. Hoffe, dass die dummen Firmen, die sowas einsetzen, irgendwann so richtig auf die Eier bekommen.
Huawei hat laut eigenen Aussagen eine riesige Maschinerie zur Vermeidung von Industriespionage aufgebaut. Insbesondere um sich vor der Konkurrenz und Spionage aus den USA zu schützen. Vor einer Weile hatte ich dazu mal einen interessanten Bericht gelesen.
Ich denke aber, dass vielen anderen Konzernen das Risiko und die Gefahren gar nicht so bewusst sind.

Vielleicht gibt man Datenschützern endlich mal Gesetze und Mittel.
Wo denkst du hin? Die USA kümmern sich doch um ihre Konzerne. Unter dem Deckmantel der NSA wird private Kommunikation überwacht und gerne auch mal an einheimische Technologiekonzerne weitergereicht, wenn man glaubt, dass es deren Geschäftsinteressen entspricht. Damit werden sie wohl kaum freiwillig aufhören.
Zusätzlich tut insbesondere Deutschland doch so ziemlich alles, um die lokale IT Branche im Keim zu ersticken. Gesetze, die jeglicher Vernunft und Logik entbehren. Wenn du eine Geschäftsidee hast, dann ziehst du sowieso früher oder später mit deinem Unternehmen in die USA.
 
Naja, einfaches Beispiel: Es muss irgendwas dringend installiert werden weil man es für n Termin braucht - sei es jetzt bsp. Skype weil ein Call ansteht an dem man teilnehmen muss. Jetzt kannst du aber die Software nicht nachträglich installieren weil du dazu das Admin Passwort nicht kennst. Du musst also, im schlimmsten Fall, ein Ticket dafür schreiben das jemand aus dem IT Support dir Skype nachträglich installiert. Jetzt kommt allerdings der Faktor "Zeit" dazu: Wenn es schnell gehen muss und der IT Support kann grad nicht reagieren führt das zu Problemen. Deshalb will der Anwender dann doch seine Admin Rechte zurück haben und nicht jedes Mal auf einen von der IT warten müssen.

In wie fern ist das ein Linux-Problem?
In keiner Firma sollten irgendwelche Volldaus Admin-Rechte haben.
Aber offenbar ist das heutzutage völlig normal, schließlich sind ständig irgendwelche Unternehmen von Cryptotrojanern befallen...
 
Ein Danke an die Macher, die mir nun schon seit mehr als 15 Jahren meine Betriebssysteme zur Verfügung stellen. Habs nie bereut. Naja, die Umstellung war Anfangs von der einen, oder anderen Fluchattacke überschattet. ;)
 
Stimmt, du hast recht, das ist keine native App sondern rennt entweder direkt über Chrome oder als App, aber dann mit der Chromium Engine im Hintergrund damit sie das WebRTC Protokoll verwenden können - siehe dazu

Bzgl. Industriespionage: Da müsste man sich wirklich selbst alles entwickeln und für die entsprechende Sicherheit sorgen. Siehe beispielsweise Hearthbleed wo der Code ja, für alle, verfügbar war aber der Fehler trotzdem ewig lang nicht erkannt wurde. Genauso würde ich dann auch keine Handys bzw. irgendeine VOIP Lösung verwenden weil man ja nicht weiß, wo überall mitgeschnitten wird.

--- [2016-08-28 12:55 CEST] Automatisch zusammengeführter Beitrag ---

Natürlich hast du Recht, es ist kein Linux Problem sondern ein generelles. Ein besseres Beispiel wäre halt das fehlende Verständnis dafür, das einige Programme, die unter Windows anstandslos laufen, nicht unter zb Ubuntu laufen. Bsp. Office 365 hat die Tools zwar online, aber mMn. in abgespeckter Version. Wenn ich die jetzt runterladen will unter Windows funktioniert das Ganze ohne Probleme. Unter Ubuntu? Da schau ich durch die Finger. Ja sicher gibts LibreOffice oder OpenOffice, allerdings ist es doch auch eine gewisse Umstellung.
 
Stimmt, du hast recht, das ist keine native App sondern rennt entweder direkt über Chrome oder als App, aber dann mit der Chromium Engine im Hintergrund damit sie das WebRTC Protokoll verwenden können - siehe dazu
Okay, dann habe ich das ja doch noch richtig in Erinnerung.

Bzgl. Industriespionage: Da müsste man sich wirklich selbst alles entwickeln und für die entsprechende Sicherheit sorgen. Siehe beispielsweise Hearthbleed wo der Code ja, für alle, verfügbar war aber der Fehler trotzdem ewig lang nicht erkannt wurde. Genauso würde ich dann auch keine Handys bzw. irgendeine VOIP Lösung verwenden weil man ja nicht weiß, wo überall mitgeschnitten wird.
Die Frage ist selbst bei eigener Software, ob diese wirklich 100% fehlerfrei ist. Gerade wenn man mal ein SSL-Modul vollständig implementieren möchte.
Auch wenn ich größere Software implementiere und über Wochen und Monate verwende, finde ich selbst nach Jahren noch kleinere Fehler, auf die ich zuvor nie gestoßen bin. Dabei halte ich mich weder für inkompetent noch gehe ich lust- und interessenlos an meine Projekte ran. Fehler sind einfach immer möglich.
Um bewusst eingearbeitete Sicherheitslücken bzw. Backdoors zu vermeiden, gebe ich dir allerdings recht, da kann selbst programmieren eine Lösung sein. Allerdings auch eine recht unkomfortabel und teuer, wenn man nicht gerade eine riesige IT hat, die sich langweilt.

Natürlich hast du Recht, es ist kein Linux Problem sondern ein generelles. Ein besseres Beispiel wäre halt das fehlende Verständnis dafür, das einige Programme, die unter Windows anstandslos laufen, nicht unter zb Ubuntu laufen. Bsp. Office 365 hat die Tools zwar online, aber mMn. in abgespeckter Version. Wenn ich die jetzt runterladen will unter Windows funktioniert das Ganze ohne Probleme. Unter Ubuntu? Da schau ich durch die Finger. Ja sicher gibts LibreOffice oder OpenOffice, allerdings ist es doch auch eine gewisse Umstellung.
Da muss man sich natürlich fragen, ob die Tippse auf der Behörde unbedingt MS Office braucht um sich möglichst komplexe Formulare scripten zu können oder ob es nicht reicht, ein beliebiges Office zu nehmen und in ein Formular 3 Felder einzufügen. Natürlich mag es Fälle geben, in denen ganz bestimmte Anforderungen von einem ganz bestimmten Office nicht erfüllt werden, aber ob diese Anforderungen immer wirklich notwendiger Weise erfüllt werden müssen oder ob man darauf nicht doch verzichten kann, ist immer so eine Sache. Das Argument der meisten Sachbearbeiter/-innen, es sei ja plötzlich alles ganz anders, weil das Icon plötzlich geringfügig anders aussieht oder die Menüführung geändert wurde, zieht halt nicht, wenn auf der anderen Seite für ein optisches Look&Feel gleich mal mehrere TEuro fällig werden.

Ich merke allerdings, dass wir uns langsam vom Thema Linux entfernen. Daher 1/4 Jahrhundert.. Ich kann mich gar nicht mehr an die Zeit vor Linux erinnern, obwohl ich sie miterlebt habe. :confused:
 
Das Argument der meisten Sachbearbeiter/-innen, es sei ja plötzlich alles ganz anders, weil das Icon plötzlich geringfügig anders aussieht oder die Menüführung geändert wurde, zieht halt nicht, wenn auf der anderen Seite für ein optisches Look&Feel gleich mal mehrere TEuro fällig werden.
Abgesehen davon dass M$ mit jeder Version die ganze GUI völlig umbaut:
Seit wann ist es eigentlich selbstverständlich, dass man sich als Angestellter die Software aussuchen darf mit der man arbeitet?

Ich bezweifle dass irgend eine Softwareschmiede eine neue IDE lizensiert nur weil irgend ein neuer Mitarbeiter eine andere gewohnt ist als das Unternehmen verwendet...
 
Seit wann ist es eigentlich selbstverständlich, dass man sich als Angestellter die Software aussuchen darf mit der man arbeitet?
*meld*
bedingt durch meinen Aufgabenbereich darf ich noch mit XP und mit Hauptbenutzerrechten arbeiten (Lapptop). Am Desktop wird mir das aber Win7 mit eingeschränkten Rechten vorgeschrieben (Intranet)
Die Kosten für MS sind oft nur Taschengeld gegen die richtigen Programme.
 
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