[Netzwelt] Allianz von Technologieunternehmen will Cookie-Hinweise abschaffen

Wer kennt sie nicht? Kaum ruft man eine Internetseite auf, erscheint oft ein Hinweis wie "Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden." Diese Hinweise lassen sich in der Regel nur abnicken. Ein Ablehnen ist nicht vorgesehen. Beim Abnicken wird ein extra Cookie gesetzt. Löscht man diesen irgendwann, erhält man beim nächsten Aufruf der betreffende Seite wieder einen Hinweis. Das hat bei diversen Adblockern schon zu eigenen Listen geführt, welche solche Hinweise ausblenden.

Diese Hinweise haben ihren Ursprung in der , welche auch als Cookie-Richtlinie bekannt wurde. Bis ca. 2015 hat sich im Grunde genommen keiner für diese Richtlinie interessiert. Plötzlich hat dann Google diesen Hinweis verpflichtend für den Einsatz diverser Dienste wie AdSense gemacht. Google hat damit bei vielen Seitenbetreibern einen Nerv getroffen, so dass seit dem viele Blogs aber auch andere Internetseiten diesen Hinweis anzeigen.

Eine Allianz diverser Technologieunternehmen will nun diese Hinweise abschaffen. Aufgrund des Inkrafttreten der neuen Datenschutzverordnung (2018) sei kein zusätzlicher Schutz durch die Cookie-Richtlinie mehr nötig. Daher wurde im Rahmen einer Konsultation der EU-Kommission für eine Änderung der E-Privacy-Richtlinie 2009/136/EG vorgeschlagen.

Quelle:
 
Ist halt auch Bullshit. Kann ruhig weg.

(Mehr kann ich dazu auch nicht sagen...)
 
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  • #3
Mir sind die Hinweise so auf den Senkel gegangen, dass ich extra eine extra Filterliste (Block-EU-Cookie-Shit-List (kein Scherz)) abonniert habe. Das Schlimme an dem Ganzen ist, dass viele Seiten die Cookies, auf die sich der Hinweis bezieht, schon setzen bevor man überhaupt abgenickt hat. Ja Bullshit trifft es da ganz gut. :)
 
Der Cookie-Hinweis allein ist sowieso seltendämlicher Schwachsinn, selbst wenn man damit eine Auswahl bekäme, ob man einen Cookie gesetzt bekommen möchte oder nicht. Wobei ja eine Wahl schon ein Fortschritt wäre, werden Cookies doch so oder so gesetzt...

Wichtiger wäre es, wenn man darüber informiert werden würde, oder sogar selbst entscheiden könnte, welche Tracker einen auf dieser Seite verfolgen, und wie die Daten über mich von diesen Trackern ohne mein Wissen weiterverarbeitet werden.

Siehe diesen Screenshot der gerade ersten Nachrichtenquelle unter Google News:



So viele Dienste, die einen zurückverfolgen könnten... Da ist mir so ein beschissenes Cookie doch herzlich egal...
 
Bitte einfach rechtlich gesehen die Do Not Track-Anforderung umsetzen und diesen unsinnigen Hinweis entfernen, der bei manchen Mobilseiten nicht wegzuklicken ist und mich den Content gar nicht erst sehen lässt.

Das Internet ist so verdammt scheiße geworden.
 
Ja die Cookie Hinweise gehn einem schon aufn Sack, auch wenn ich dafür bin, dass man über Dinge informiert wird, die im Hintergrund geschehen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ein Cookie Hinweis ist halt unnötig. Es ist wie, wenn ich im Puff ein Schild aufstelle "Achtung, hier wird gebumst!"
Ach...?!
 
Irgendwie ist das, als wenn man zwingend Schilder beachten müßte wie "Werbung einwerfen verboten", aber Kameras vor der Haustür aufstellen, Telefon anzapfen und die Wohnung AV-überwachen dürfte.
 
Die dinger müssen Weg... Die informieren auch nicht wirklich sondern verwirren den Besucher und verunsichern.
Google macht doch sonst auch aus allem ein Geschäft - die sollten sonst wenigstens einen "Partner Cookie Dialog" einführen - der bei "ja ok für diese und alle anderen Google-partner-sites akzeptieren" ein Cookie setzt und auf Folgeseiten bzw. anderen Partnerseiten die z.B. die Google Webmaster-Tools nutzen etc. den Dialog dann automatisch nicht mehr anzeigen.

Wobei das dann wieder Datenschutzprobleme mit sich bringen würde.... schöne neue Welt ;D

"Ach Gott ein Dienst speichert meine täglich rotierende ip" ... Klar über Div. Mechanismen lässt sich auch über ip's hinweg ein Profil erstellen aber das schöne ist dazu brauche ich noch nicht mal eine ip... auch kein cookie... oder kein flash oder sonst was. Und Profile in irgend einer Art hat auch schon der Bäcker von vor 50 Jahren erstellt. *irgendwie* muss sich ja auch der Hersteller am Kunden orientieren können - ist irgendwie selbstverständlich ein zweischneidiges Schwert - wie weit darf man gehen als Firma - weit weit bringt es dem Konsumenten etwas und wann ist es zu viel.
 
Google macht doch sonst auch aus allem ein Geschäft - die sollten sonst wenigstens einen "Partner Cookie Dialog" einführen - der bei "ja ok für diese und alle anderen Google-partner-sites akzeptieren" ein Cookie setzt und auf Folgeseiten bzw. anderen Partnerseiten die z.B. die Google Webmaster-Tools nutzen etc. den Dialog dann automatisch nicht mehr anzeigen.
Die Cookie-Technologie lässt eine derartige Freigabe nur schwer zu. Jede Seite, die Zugriff auf den Cookie haben soll, müsste bei der Erstellung angegeben werden. Google müsste also stets nachpatchen, welche Sites im Google-Netzwerk vertreten sind. Damit der Browser die Änderung registriert, müsste er zusätzlich stets bei google nachfragen. Schafft noch mehr Nutzerdaten, die Google speichern und analysieren kann. Nein danke.

"Ach Gott ein Dienst speichert meine täglich rotierende ip" ... Klar über Div. Mechanismen lässt sich auch über ip's hinweg ein Profil erstellen aber das schöne ist dazu brauche ich noch nicht mal eine ip... auch kein cookie... oder kein flash oder sonst was. Und Profile in irgend einer Art hat auch schon der Bäcker von vor 50 Jahren erstellt. *irgendwie* muss sich ja auch der Hersteller am Kunden orientieren können - ist irgendwie selbstverständlich ein zweischneidiges Schwert - wie weit darf man gehen als Firma - weit weit bringt es dem Konsumenten etwas und wann ist es zu viel.
Ich glaube das Problem ist weniger, dass ein Profil erstellt wird, als welches und wie das Profil erstellt wird und wie es anschließend genutzt wird.
Der Bäcker vor 50 Jahren hat sein Profil erstellt "Ach das ist schon wieder die Frau Meier, die kommt alle 2 Tage und will 7 Milchbrötchen und 3 Laugenstangen." und der Herr Müller müsste heute auch wieder vorbei kommen, der will immer ein Bauernbrot."
Google sammelt jede Bewegung. Ob du von daheim oder der Arbeit surfst, ob du am Laptop, Desktop-PC, Smartphone oder Tablet sitzt, welche Webseite du wann, wie lange und wie oft anschaust, etc. Die Daten werden online gespeichert und werden genutzt um dir personalisierte Werbung anzuzeigen, die möglichst deinen Interessen entspricht und um dich auch politische zu lenken. Suchergebnisse werden manipuliert, um dir das anzuzeigen, was google glaubt, das zu dir passt. Ein (politisch) Rechter wird mit Google mehr rechtspopulistische Inhalte zu einem Thema finden, als ein Linker. Der wiederum wird dafür mit linkspopulistischen Inhalten zum gleichen Thema überflutet etc. pp.


Grade wieder besonders penetranten Hinweis gefunden
Zumindest fällt er auf. Ich finde es nicht schlecht. Ich finde es sogar gut, wenn Nutzer durch diese Cookie-Hinweise abgeschreckt werden.
Der Hintergrund ist einfach: Cookies werden im WWW verwendet wie die Crackhure am Bahnsteig. Machen Nutzer um Seiten, die mit Cookies um sich werfen einen Bogen, sorgt dies auch für ein Umdenken bei den Betreibern und diese überlegen sich vielleicht künftig zwei mal, ob sie unbedingt für jeden Mist 20 Cookies setzen müssen.
 
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