[Politik und Gesellschaft] Köln: Linksautonomer mit Rohrbombe festgenommen

In der Kölner Innenstadt hat die Polizei einen 27-jährigen Linksautonomen, der eine funktionsfähige Rohrbombe bei sich führte, festgenommen. Der Dortmunder fiel der Polizei am Donnerstagabend auf, da er ein T-Shirt mit der Aufschrift "FCK CPS" (Fuck Cops) trug.

Bei einer Kontrolle durch die Beamten fanden sie in seinem Rucksack einen selbstgebastelten Sprengkörper in einer Plastiktüte sowie eine geringe Menge einer Partydroge. Gegen den Mann wurde Haftbefehl wegen Vorbereitung eines Explosionsverbrechens beantragt. Bei der Durchsuchung seiner Wohnung wurden weitere Beweise sichergestellt.

Bereits vor fünf Jahren wurde er wegen einer politisch motivierten Straftat auffällig.


Bild: Symbolbild via (cropped)
Quelle:
 
Es ist definitiv verboten, Nazis mit Rohrbomben anzugreifen...

Wie du von einer Sitzblockade auf dein Ergebnis kommst erschließt sich mir nicht ganz. Ich vermute ganz stark du willst mich trollen.

Nö, aber daß er Terrorist sei auch keiner.


Doch denn es wird hiermit versucht zu suggerieren

Der 27-jährige Mann aus Dortmund sei vor fünf Jahren bereits durch eine politisch motivierte Gewalttat aus dem linken Spektrum aufgefallen.

Ein einfacher Hinweis das er vorbestraft sei hätte auch genügt ohne diese reißerische Wortwahl. Hier wird Effekthascherei betrieben. Die gewünschte Wirkung ob nun von der Presse oder der Polizei blieb auch nicht aus den gestern zum Familienessen musste ich meiner Mutter und meiner Oma erklären das unser kleiner Freund hier mit seinen Blitzknaller kein Terrorist ist.
 
Das ist nicht reißerisch, sondern die Information der Polizei zu einem potentiellem Attentäter und Terroristen.
 
Für mich klingt das noch so, als hätte man den Typen mit dem Bölleräquivalent einer Kartoffelkanone erwischt.
Für mich stellt sich die Frage, ob so ein kleines Ding überhaupt geeignet ist, Menschen ernsthaft zu gefährden. "für Menschen im unmittelbaren Umfeld erhebliche Gefahr bestanden", das klingt auch erstmal für mich nach einem etwas größeren Chinaböller, welche immerhin schon Hände zerfetzt haben und ähnliches, zumal es sich hier um eine spontane, nicht auf ein Gutachten gestützte Vermutung seitens der Polizei handelt.

Wie wärs mit der nächsten Schlagzeile:
"Jugendlicher wurde mit selbstgebauter Kanone aufgegriffen. Wie die Polizei berichtet, ist die Waffe dazu geeignet, Menschen aus näherer Distanz heraus schwerste Verletzungen zuzufügen. Als Munition soll der Verdächtige ungekochte Kartoffeln vorgesehen haben, bei einer Hausdurchsung fand die Polizei eine große Menge an passender Munition. Ein terroristischer Hintergrund konnte bisher nicht ausgeschlossen werden. Der Jugendliche befindet sich in Gewahrsam, gegen ihn wurde Haftbefehl wegen Verdacht auf Planung eines terroristischen Anschlages erlassen."
 
Für das Gesetz stellt sich diese Frage aber nicht, es reicht, wenn Leib oder Leben eines anderen Menschen oder fremde Sachen von bedeutendem Wert gefährdet ist.

Mal davon abgesehen, daß eine Handgranate um ein vielfaches kleiner ist.
 
Die Gefährlichkeit stellt sich ganz sicher zentral, ebenso die Geeignetheit der Sache für einen Anschlag oder ähnliches. Eine von einem jugendlichen gebaute Kartoffelkanone ist zum Beispiel nur schwerlich für so etwas geeignet, daher mein Vergleich.
Dein Vergleich mit einer Handgranate als ein professionelles Militärprodukt hinkt hingegen, kompakte effiziente Waffen lassen sich nur sehr begrenzt einfach so mit einem Plastikrohr und ein wenig Tape herstellen.
Korrekt ist der Vergleich dahingehend, dass die Gefährlichkeit dieser 'Bombe' noch durch Gutachter festzustellen ist, die Ersteinschätzung der Polizei, die natürlich jemand ganz gefährlichen jetzt geschnappt haben will, ist absolut keine gute Orientierung. Die geringe Größe will ich aber vorerst dennoch als Indikator hernehmen.
Seedy schrieb etwas gegenteiliges, wenn er da noch ein paar gute Quellen zu angibt können wir darüber nochmal reden.
 
Die Gefährlichkeit stellt sich ganz sicher zentral, ebenso die Geeignetheit der Sache für einen Anschlag oder ähnliches.

Die Größe ist nicht entscheidend und und es ist lächerlich das Teil aufgrund eines Photos als Spielzeug abzutun.

Das Gesetzt spricht von Gefahr für Leib oder Leben eines anderen Menschen oder fremde Sachen von bedeutendem Wert.

Da steht nicht, daß jemand sterben oder ein Bein verlieren muß.

Auch der Kippenautomat reicht.
 
Wie du von einer Sitzblockade auf dein Ergebnis kommst erschließt sich mir nicht ganz. Ich vermute ganz stark du willst mich trollen.
Nein, ein Missverständnis. Ich verstehe das als "Krieg der Worte", ein Spiel, das Medien, Politiker und Behörden gerne spielen, um zu desinformieren und/oder zu manipulieren. Im syrischen Bürgerkrieg ist das schön zu beobachten, da gibt es "Aufständische", "Terroristen", "Regimegegner", "Islamisten" und was weiß ich noch alles, jeder kämpft um die Deutungshoheit.

Im selben Kontext stehen die Pressemeldungen der Polizei. Du bist halt "polizeibekannt", wenn sie dich vor 30 Jahren als 13-jährigen beim Treckerfahren erwischt haben. Das ist widerlich.
 
Der sitzt nun übrigens :

Der 27-Jährige aus Dortmund, bei dem die Polizei am Donnerstagabend in der Kölner Altstadt eine selbst gebastelte Rohrbombe sichergestellt hat, ist von einem Richter in Untersuchungshaft geschickt worden. Er folgte damit der Staatsanwaltschaft, die am Freitag Haftbefehl wegen der Vorbereitung eines Explosionsverbrechens beantragt hatte.

 
War klar, die die Beamten in aller Ruhe sein Umfeld abklappern wollen. Gibt es Räumlichkeiten, zu denen er Zugang hatte, wo eventuell Beweismaterial liegen könnte? Gibt es Zeugen, die man unter Druck setzen kann, ohne das der Verdächtige dazwischenfunkt und und und. In solchen Fällen "räumt" man auch gerne im Umfeld des Verdächtigen auf, indem man Beifänge hops nimmt.
 
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