[Suche Hilfe] Netzwerk Verstärken od. Zugangspunkt?

RuntimeX

дурань
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Hallo - Ich habe das Problem, das bei meinen Schwiegereltern die Wlan Abdeckung lücken hat. Mein Schwiegervater hat sich jetzt einen TL-WR940N geholt um dem abhilfe zu schaffen und die Funklücke zu schließen.

Am Kabelanschluß hängt als MainRouter ein FB6490 von Vodafone wo auch TV und Telefon drüber laufen.

Die Butze ist zu ca. 3/4 gut abgedeckt doch gibt es in einem Raum ständig Funkaussetzer was sehr nervig ist.

Jetzt bitte ich euch mir erstmal die Begriffe Repeater, Range Extender und Accesspoint zu erklären, was da wofür gut ist und was und wie ich einstellen muss.

Wenn jemand nen link hat weil schon irgendwo gut erklärt ist nehm ich den gerne.

Ich bin hier echt am verzweifeln und würde am liebsten sagen ruf bei vodafone an und lass nen techniker kommen, darf ja aber nichts kosten und bei Schwiegerpapa kann man auch schlecht nein sagen.
 
Jetzt bitte ich euch mir erstmal die Begriffe Repeater, Range Extender und Accesspoint zu erklären, was da wofür gut ist und was und wie ich einstellen muss.

Easy: Repeater und Range Extender sind dasselbe. Diese bauen eine Funkbrücke zum Access Point (in dem Falle der Vodafone-Router) auf und spannen eine zweite Funkzelle auf, zu der dann die Clients verbinden. Das halbiert die Datenrate mindestens, eher ist sie danach für Clients, die mit dem AP verbinden, ein Drittel.

Ein Access Point ist per Kabel an das Netzwerk angebunden und spannt ein WLAN auf, verbindet also das W mit dem LAN.

Der Unterschied ist also die Anbindung der zusätzlichen Funkzelle an das restliche Netzwerk: Beim Repeater per Funk, beim AP per Kabel.

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Ein kabelgebundener AP ist einem Repeater immer vorzuziehen, wenn das logistisch möglich ist.

Die Frage ist also: Kannst du ein Kabel zum zweiten AP verlegen? Wenn nicht, würde ich eher die Vodafone-Box als Modem/Router nutzen, das WLAN der VF-Box deaktivieren und den gekauften Router als AP nutzen und an einer strategisch günstigen Stelle aufhängen.
 
Das, was phre4k sagt, sonst noch ein paar Ergänzungen:

Ein access point ist, wie der Name schon sagt, zunächst mal nur ein Zugangspunkt. Wie dieser geartet ist, ist nicht unbedingt klar. In der Regel meint man damit kabellose Zugangspunkte, also wireless access points. Zu einem Zugangspunkt kannst du dich mit einem Endgerät, zum Beispiel deinem Smartphone, verbinden. Der Zugangspunkt selbst stellt dann wieder den Zugang zu einem Netz. Dies könnte beispielsweise das Internet sein. In deinem Fall ist der access point die FB6490, welche sowohl Router, als auch DSL Modem erhält und das Heimnetzwerk mit dem Internet verbindet.

Ein Range Extender ist, auch wenn ich den Begriff bisher noch nicht gehört habe, nichts anderes, als ein Repeater. Vermutlich sagt der Begriff Range Extender dem Kunden mehr, als Repeater. Im Prinzip sind diese Geräte dazu da die Reichweite eines wlan-Signals bzw. eines Netzwerks zu erweitern. Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten.
Ein Repeater kann entweder per Kabel oder aber auch per Funk mit einem Zugangspunkt verbunden sein. Im Normalfall besteht zwischen Repeater und Zugangspunkt ebenfalls seine Funkverbindung. Es ist natürlich vorzuziehen den Repeater mit einem Kabel mit dem AP zu verbinden. Einerseits wird dabei die Störanfälligkeit reduziert, andererseits sind damit deutlich bessere Übertragungsgeschwindigkeiten (Bandbreite) möglich.

phre4k schrieb:
Ein kabelgebundener AP ist einem Repeater immer vorzuziehen, wenn das logistisch möglich ist.
Durch eine AP == Repeater == Endgerät Verbindung werden Bandbreite / Latenz stets beeinflusst. Das liegt an der zusätzlichen Distanz die zurück gelegt werden muss, genauso wie an der Hardware/ Software, die für die Verarbeitung der Signale notwendig ist. In der Regel ist die zwischengeschaltete Hardware stärker ausschlaggebend als die zusätzliche (physische) Distanz.
 
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  • #4
Ich ärgere mich auf der einen Seite gerade ein wenig, dass es für die Situation keine praktikablere Lösung gibt, doch auf der anderen Seite habe ich ein breites Grinsen im Gesicht, weil ich Schwiegervater jetzt sagen, das die einzig technisch praktikable Lösung ein 2. Anschluss ist.
 
So aussichtslos würde ich das jetzt nicht sehen. Klar kann ein Range Extender nur soviel Bandbreite weitergeben, wie sein Montageplatz zulässt. Da ein WLAN aber eher viel schneller ist, als ein Internetanschluss, muss sich die niedrigere theoretische Bandbreite hinter dem Range Extender nicht nachteilig auf dein Surferlebnis auswirken. Wenn du in einem Nachbarzimmer des Funkloches guten Empfang hast, könnte es reichen, dort einen Extender anzuschließen. Ich habe mehrmals dieses benutzt. Per WPS dauert das Setup nur Minuten: Extender ins Nachbarzimmer einstecken, WPS-Taste am Router drücken, WPS-Taste Extender drücken und nach einer Minute sollte das Funkloch abgedeckt sein. Dabei wird das vorhandene Netz erweitert und kein neues mit neuem Passwort aufgespannt.
 
Nach Möglichkeit würde ich einfach den TL-WR940N nehmen, wenn dieser schon herumliegt. Allerdings müsstest Du dazu ein Netzwerkkabel zwischen der Fritzbox und dem TP-Link verlegen (z. B. unter Randleisten). Im besten Fall ist es bereits ausreichend, wenn dieser z. B. im Nachbarraum steht.

Dem Router musst Du eine IP-Adresse aus dem selben Subnetz zuweisen (z. B. 192.168.178.2 bei Fritzbox in Standardkonfiguration, Fritzbox hat 192.168.178.1) und DHCP abschalten. Dazu eben noch WLAN entsprechend konfigurieren. Dann sollte das Gerät ganz normal als Accesspoint laufen.
 
die einzig technisch praktikable Lösung [ist] ein 2. Anschluss

Ein zweiter Internetanschluss? Öh… ich hoffe, ich habe das falsch verstanden. Netzwerkkabel legen ja, Internetanschluss nein.

Nach Möglichkeit würde ich einfach den TL-WR940N nehmen, wenn dieser schon herumliegt. Allerdings müsstest Du dazu ein Netzwerkkabel zwischen der Fritzbox und dem TP-Link verlegen (z. B. unter Randleisten). Im besten Fall ist es bereits ausreichend, wenn dieser z. B. im Nachbarraum steht.
Genau das würde ich jetzt auch empfehlen.
 
Nach Möglichkeit würde ich einfach den TL-WR940N nehmen, wenn dieser schon herumliegt. Allerdings müsstest Du dazu ein Netzwerkkabel zwischen der Fritzbox und dem TP-Link verlegen (z. B. unter Randleisten). Im besten Fall ist es bereits ausreichend, wenn dieser z. B. im Nachbarraum steht.
Vielleicht reichts schon aus ihn im selben Raum, natürlich möglichst günstig positioniert, aufzustellen und als einzigen AP zu betreiben. Bringt keine Wunder aber durch die andere Position, und m.M.n. die ganz anderen Antennen, bringt es vielleicht schon was.
Einem Bekannten hab ich einen TL-WR1043 knapp unter die Decke über seine 7330 mit den Telefonen gehängt und zumindest die Funklöcher und Aussetzer sind weg, Family Happy.
Ist vielleicht erstmal der einfachste Weg um Schwiegerpapa dann zu zeigen das das Kabel jetzt bis in den anderen Raum muss wenns so nicht reicht. Und ob das ganze unpraktikabel wird wenn man einen Range Extender einsetzt hängt ja vom Nutzungsverhalten, Internetanschluss und letztendlich auch der Hardware ab. Wenn da z.B. nur gesurft wird ist das bei einer 100.000er Leitung meistens relativ egal, usw..
 
Vielleicht reichts schon aus ihn im selben Raum, natürlich möglichst günstig positioniert, aufzustellen und als einzigen AP zu betreiben.
Ja, das hatte ich auch schon vorgeschlagen:

Die Frage ist also: Kannst du ein Kabel zum zweiten AP verlegen? Wenn nicht, würde ich eher die Vodafone-Box als Modem/Router nutzen, das WLAN der VF-Box deaktivieren und den gekauften Router als AP nutzen und an einer strategisch günstigen Stelle aufhängen.
 
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