Regierungen und Bevölkerungen durch Flüchtlingswelle überfordert?

Ich wette, Du tust eine ganze Menge, um Dein Leben zu erhalten.
Lies den Nachtrag und sei still!

Du driftest ab, von der sachlichen auf die persönliche Ebene

Weder drifte ich ab noch werde ich persönlich - ich schränke nur "Leben" nicht auf "menschliches Leben" ein. Ein Hund, der mir lieb und teuer ist, ist für mich mehr wert als ein Mensch, der mich gerade "Arschloch" geschimpft hat. Das ist nur natürlich, der Wert des Lebens selbst ist nicht einmal annähernd über Null. Leben ist ein biologischer, chemischer und physikalischer Prozess in einem Universum, das unendlich viele dieser Prozesse am Laufen hält. Einer mehr oder weniger ist irrelevant.

Um genau zu sein werde ich mehr über eine überfahrene Katze vor meiner Haustüre trauern als über zehn tote Kinder im Busch von Afrika. Das ist nicht schön, aber Realität.
 
Bitte! Wir reden über Flüchtlinge, nicht Selbstmörder.


So klang es aber nicht.

Bei den Flüchtlingen ist klar, dass sie leben wollen. Sie zeigen es, indem sie Strapazen inkauf nehmen, unter denen unsereiner zusammenbrechen würde.

Diese Lebenswille ist unbedingt zu respektieren und zu unterstützen.
 

Ich glaube ihr beide werdet da nicht weiter kommen:
Zorg geht es um eine objektive Wertigkeit des Lebens per Se.

Dir geht es um ein subjektives Empfinden/Verleihen eines Wertes.

Objektiv ist mein Leben genau so viel Wert wie deins.
Subjektiv tut es mir leid, werde ich meins Vorziehen - wenn es hart auf hart kommt.

Ich denke, dass unser Hobby da aber viel zu dieser Ansicht beigetragen hat.
Das man da etwas schmerz befreiter drüber denkt.
 
Um genau zu sein werde ich mehr über eine überfahrene Katze vor meiner Haustüre trauern als über zehn tote Kinder im Busch von Afrika. Das ist nicht schön, aber Realität.

Ich bin ziemlich verwirrt über deine Ansichten. Nun bedeuten mir Katzen nicht sehr viel,..

Mich hat das wirklich bewegt, und ich bin zum Schluß gekommen, dass du ein Arschloch bist :unknown:
 
Du musst verrückt sein!

Verrückt genug, um für Unbekannte mein Leben zu riskieren. Ja, bin ich. Sie sind nichts wert, deshalb kann ich auch gut schlafen, wenn ich den Unbekannten nur noch als Leiche bergen kann. Deal with it.

Wie Seedy schon sagt: Mein Hobby hat viel dazu beigetragen, Leben als das zu sehen, was es ist. Vergänglich und nur dann etwas wert, wenn das persönliche Befinden dem Individuum einen Wert zuweist. Ja, ich würde auch die lebenserhaltenen Maschinen abschalten, wenn mich der Patient darum bittet. Seine persönliche Einschätzung des Wertes des eigenen Lebens ist weit gewichtiger als meine Einschätzung - daher schätze ich auch nur Persönlichkeiten wert, nicht die darunter liegende Maschine, die sich "Körper" nennt. Wertschätzung bedeutet nämlich auch, dem Willen der Person zu entsprechen. Wie gesagt, das Thema ist komplex, und ein Dogma a la "Das Leben ist unendlich wertvoll" ist Bullshit, wars schon immer und wirds immer sein.

--- [2016-04-02 14:42 CEST] Automatisch zusammengeführter Beitrag ---

Mich hat das wirklich bewegt, und ich bin zum Schluß gekommen, dass du ein Arschloch bist :unknown:

...ein Arschloch, von dem vielleicht in ein paar Tagen dein Überleben abhängt. Ich kann damit leben - das Leben wird mir an dieser Stelle recht geben. Du übrigens auch, also quasi alle 5 Sekunden (du trauerst nicht, warum denn nicht, gerade ist wieder ein Kind in Afrika verhungert...)
 
Je weiter du von Deutschland wegkommst, desto größer werden die kulturellen Unterschiede und Unzulänglichkeiten. Bei Indern rotten regelmäßig die Kochabfälle in der Spüle vor sich hin und der andere Müll wird liegen gelassen, wo er produziert wurde. Beim Großteil der Araber ist es nur wenig besser..

Deutschland, einst Land der Dichter und Denker.

Heute verstehen einige unter deutscher Kultur Mülltrennung und Dosenpfand. :rolleyes:
 
@KaPiTN: Gehört ebenso zur Kultur wie Schrift und Sprache. Ägypten war nicht allein wegen der hübschen Papyri Hochkultur, sondern halt auch wegen den Bauwerken, der Wasserversorgung, der ausdifferenzierten Landwirtschaft und dem täglichen Leben.
 
Weder drifte ich ab noch werde ich persönlich - ich schränke nur "Leben" nicht auf "menschliches Leben" ein. Ein Hund, der mir lieb und teuer ist, ist für mich mehr wert als ein Mensch, der mich gerade "Arschloch" geschimpft hat. Das ist nur natürlich, der Wert des Lebens selbst ist nicht einmal annähernd über Null.
Um genau zu sein werde ich mehr über eine überfahrene Katze vor meiner Haustüre trauern als über zehn tote Kinder im Busch von Afrika. Das ist nicht schön, aber Realität.

Die Platte kenne ich. Wenn menschliches Leben und tierisches für Dich gleichermaßen wertvoll ist, heißt das, dass Du Kannibale bist.

Würdest Du auch Menschen als Nutztiere halten und schlachten?

Wie fortschrittlch demgegenüber doch das Christentum war. Mit dem Gebot "Du sollst nicht töten" waren Menschen gemeint.
 
Zuletzt bearbeitet:


Dann kennst Du sicherlich auch die Platte "Alles für das Wachstum" denn danach wurden Menschen rangezüchtet, geschlachtet werden sie aber nicht da man daran noch kein Geld verdienen kann.
 


Das ist wohl weniger eine Frage der Kultur, als des Wohlstandes. Auch in Deutschland hat es flächendeckend fließendes Wasser erst seit etwas 50 Jahren gegeben. Eine mehr oder weniger funktionierende Müllabfuhr gibt es vielleicht seit 150 Jahren.
 
Zuletzt bearbeitet:
@Nero:

Magst du Ratten?

Hast du beim Spazieren/Einkaufen gehen schon mal gesehen, wie Rattenscharen am Tage herumlaufen?

Magst du es, wenn überall der Müll herumliegt?


Und wegen deutsche Reinlichkeit/Sauberkeit - du sollest mal nach Singapur fliegen und dort Urlaub machen und dann siehst du, was SAUBER ist.
 
@KaPiTN: Wohlstand allein bringt derartiges aber nicht zustande, es muss auch im Interesse der Gemeinschaft liegen, und dazu braucht es aufgeklärte Menschen. Nicht umsonst gilt in der KAUST in Saudi-Arabien eine völlig vom restlichen Land losgelöste Rechtsordnung.
 

Nach dem Wohlstand kommen Reformen. So dürfen in Deutschland (W) seit 39 Jahren Frauen ohne Erlaubnis des Ehemanns arbeiten.
 
Wenn man mal bedenkt, dass die Demokratie bei uns auch noch nicht so alt ist :unknown: und unser Wohlstand, den Namen eines - sagen wir Schwarzen Gitarren Verstärkers trägt...
Sollte der der Michel mal von seinem hohen Ross runter klettern...
 
Verrückt genug, um für Unbekannte mein Leben zu riskieren. Ja, bin ich. Sie sind nichts wert, deshalb kann ich auch gut schlafen, wenn ich den Unbekannten nur noch als Leiche bergen kann. Deal with it.

Leute, denen das Leben zu fad ist, klettern auf hohe Berge, reisen zum Südpol, fahren zum Bungee Jumping nach Doha oder surfen mit der Moskauer Metro. Die zu feig dazu sind werden Rettungssanitäter und machen eine Religion draus. Das kann ich akzeptieren, "Retter der Wertlosen". Solange du zwischen einem Nazileben und einem Flüchtlingsleben keinen Unterschied machst.
 

Das ist auf einem solchen Level Respektlos gegenüber allen, die in diesen Bereichen arbeiten oder freiwillig tätig sind, dass ich blank über den Tisch kotzen möchte.

Die wenigsten in diesem Bereich haben irgendwelche edlen Ziele:
Die meisten sind dort entweder rein geboren, wie ich. Haben ein Hobby gesucht, oder stehen auf Aktion.
Ich kenne wenig, die das aus Menschenfreundlichkeit tun und die werden sehr schnell desillusioniert.
Denn du wirst mehr mit schlechten Seite der Menschen konfrontiert und stellst dir mehr als einmal die Frage, wieso du deine Zeit eigentlich für diese Arschgesichter verschwendest - aber du tust es trotzdem.

Beim ersten mal nimmt es dich noch mit, wenn irgendwer drauf geht:
Es kommen die typischen Fragen - hätte ich schneller sein müssen, hab ich irgendeinen Fehler gemacht.
Es hält dich eventuell auch noch mal ne Nacht wach, oder zwei.

Beim 2 mal, interessierst du dich noch ob es Suizid, Fremd oder Eigenverschulden, Unfall oder Verbrechen war.

Beim 3 mal, schaust noch die Todesanzeige an, oder fragst nach dem Namen.

Je öfter du damit konfrontiert wirst (und glaub mir, dass war oft), desto weniger kratzt es dich.
Es seiden es trifft jemanden den du kennst, diese Dinge bleiben sehr gut und sehr intensiv hängen, wärend all die anderen langsam aber sicher verblassen, bis sie nur noch eine Nummer im Einsatzbuch sind
Dich interessiert nicht mehr, ob er Familie hatte, ob es Suizid war - ob er einen Fehler gemacht, wer Schuld hat.
Es spielt einfach keine Rolle mehr, denn am nächsten Tag geht die Sonne auf, du gehst zur Arbeit, und besteigst deine Freundin.

Du realisierst, dass dieser Mensch für dich Wertlos war, sein Leben hat dir vorher nichts bedeutet, sein Fehlen wird dir auch nichts bedeuten.
Dieser Mensch macht in dem kleinen Horizont, der sich dein Leben nennt einfach keinen Unterschied.

Für seine Freunde und Familie machte es allerdings einen.
Für sie ist er Wertvoll gewesen, für mich war er nicht existent - er hat nur 2h weniger Schlaf für mich bedeutet - ein Ärgernis.

Als Ausgleich für dieses Ärgernis darf man durch ruhigen Gewissens ein wenig Stolz empfinden, oder etwa nicht?

Wenn es dir etwas hart vorkommt:
Wann warst du das letzte mal auf der Beerdigung eines Fremden?
Ich vermute nie - den die sind für dich so wertlos wie du für sie.
 
Zuletzt bearbeitet:
Als Ausgleich für dieses Ärgernis darf man durch ruhigen Gewissens ein wenig Stolz empfinden, oder etwa nicht?
Natürlich, wie ein guter Bäcker, der morgens 4:30 Uhr aufsteht und seine Schrippen backt, damit wir was zu essen haben. Was ist das für ein toller Hecht!

PS: bitte nicht ins Board kotzen. Das vertreibt die Gäste.
 
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