Re: Regierungen und Bevölkerungen durch Flüchtlingswelle überfordert?
Natürlich verringert sich der Lebensstandard, wenn man sein Hab und Gut mit anderen Menschen teilen muss. Vermutlich hast du Griechenland genau deshalb ausgeschlossen, weil es dort am deutlichsten sichtbar wird.
Das der Lebensstadard sinkt wenn man bei einer konstanten Anzahl Güter diese auf mehr Menschen verteilen muss ist so klar wie trivial, denn das ist schlicht nicht das System nach dem eine Volkswirtschaft funktioniert. Nach dieser Logik müsste man wirtschaftliche Entscheidungen immer nur anhand der kürzesten Reaktion fällen, was dazu führen würde dass niemand jemals investieren würde, da eine Investition in der Regel immer erstmal dazu führt etwas "weniger" zu haben.
Griechenland habe ich deswegen als schlechtes Beispiel für diese Diskussion bezeichnet, weil die ökonomischen Auswirkungen der Flüchtlingskriese eben einem spezifischen wirtschaftlichen Impuls entsprechen (erhöhte Staatsausgaben zur Nachfragestimulation), der eben nicht in jeder wirtschaftlichen Situation sinnvoll ist. In Deutschland haben wir historisch niedrige Zinsen, aber dazu einen relativ stagnierenden Binnenmarkt und ein rückläufiges Bevölkerungswachstum, in Griechenland nicht (um zu untertreiben), und deswegen ist Griechenland eben ein schlechtes Beispiel um die Auswirkungen der Flüchtlingskrise für z.B. Deutschland zu diskutieren.
Nein, vielmehr scheint deine Auffassungsgabe im Lauf der "Diskussionen" hier etwas gelitten zu haben. Ich habe nämlich keineswegs etwas davon geschrieben, dass die Flüchtlinge zu Rentensenkung beigetragen haben, geschweige denn die Rentensenkungen verschuldet haben.
Und doch bist du ganz besessen von Hemden spendenden Rentnern:
Aber selbst du wirst kaum abstreiten können, dass der Rentner sein letztes Hemd nur einmal spenden kann. Danach hat er es nämlich nicht mehr.
Und dabei spielt es dann auch keine Rolle, ob diese Belastungen jetzt zusätzlich zur Finanzkrise dazu kommen oder nicht.
Eben doch, siehe oben.
--- [2016-03-14 19:15 CET] Automatisch zusammengeführter Beitrag ---
Was haben diese Leute denn bitte erwartet? Der Fehler liegt nicht bei der AfD. Der Fehler liegt bei den Altparteien. Es gibt nun mal einen Prozentsatz X von Menschen in Deutschland, die die aktuelle (Flüchtlings)politk nicht gut heißen. Diese Wähler haben keine Alternative zur AfD - das muss man sich klar machen.
Der Unterschied ist doch der: Immer wieder trifft die Politik unpopuläre Entscheidungen, die möglicherweise sogar derart unpopulär sind dass die Mehrheit der Bevölkerung diese ablehnt, ohne das etwas passiert.
Aber haben diese Entscheidungen auf einmal die Aufnähme von Ausländern zum Inhalt, scheint dies bei genug Menschen einen Trigger auszulösen der sie (politisch) handeln lässt. Und dann kann man sich dann schon mal fragen, wie diese Menschen strukturiert sind, und welche Instinkte da zum Tragen kommen die für diese unterschiedliche Reaktion verantwortlich ist. Vor diesem Hintergrund finde ich es auch gut, dass die Kanzlerin heute bekräftigt hat dieser xenophoben Stimmung nicht nachzugeben, und bei ihrer Asylpolitik zu bleiben.
Unter diesem Gesichtspunkt überrascht mich das Ergebnis der AfD NULL. Einfach "Nazis!!!" zu brüllen, um bestimmte politische Lager mundtot und unwählbar zu machen hat viele Jahrzehnte lang funktioniert, nun scheinen diese Zeiten vorbei zu sein.
Ich wüsste nicht wann in den letzten Jahrzehnten in Deutschland eine Partei (rechtsextreme Parteien ausgenommen) durch solche Strategien unwählbar gemacht worden wäre.
Das einzige was mir da so halbwegs in den Sinn kommen würde wäre die Geschichte um Möllemann, aber das war auch ein Kasper sondersgleichen.
Du strickst an demselben Märchen wie die AfD, wenn du so tust als wären gerade die Menschen keine Rassisten, die man als solche bezeichnet.