NSA-Direktor: Anschläge von Paris wären „ohne Verschlüsselung nicht passiert“


NSA-Direktor Michael Rogers

NSA-Direktor Michael Rogers äußerte sich in einem Interview (durchgeführt vom Yahoo-News-Korrespondenten Michael Isikoff) sehr kritisch zum Thema Verschlüsselung. Er betonte, ohne verschlüsselte Kommunikation hätten die Terroranschläge von Paris – bei denen im November 2015 über einhundert Menschen starben und zahlreiche weitere verletzt wurden – nicht stattgefunden, da die USA in diesem Fall die Franzosen rechtzeitig hätten warnen können. Rogers‘ Darstellung widerspricht allerdings der der französischen Behörden.


Ohne Verschlüsselung wären die Anschläge „nicht passiert“


Die in den Anschlag verwickelten Terroristen, so Rogers, hätten zumindest teilweise verschlüsselte Kommunikation verwendet. Deswegen hätten die Geheimdienste der USA „die Erkenntnisse nicht rechtzeitig gehabt. Klar ist, hätten wir [die USA] es gewusst, wären die Anschläge nicht passiert“, sagte der NSA-Chef.


Verschlüsselung: ein kontroverses Thema in den USA


Rogers‘ Äußerungen kommen – wohl nicht zufällig – zu einem Zeitpunkt, zu dem das Thema Verschlüsselung in den USA ohnehin sehr kontrovers diskutiert wird. Die Äußerungen zahlreicher einflussreicher Personen und vor allem haben die Diskussion darüber, ob alle Verschlüsselungs-Lösungen Hintertüren für die Ermittlungsbehörden enthalten sollten, angeheizt. Diese sogenannten „Crypto Wars“ dürften auch noch eine Weile weiter toben – und durch Äußerungen wie die Rogers‘ neuen Zündstoff erhalten.


Rogers: Verschlüsselung ist „Grundstein der Zukunft“


Rogers selbst möchte den Entschlüsselungs-Gegnern nach eigener Aussage keine neue Munition liefern. Er sagte im Interview, Verschlüsselung sei „der Grundstein unserer Zukunft“ und die Debatte über Hintertüren sei „Zeitverschwendung“. Es müsse aber festgehalten werden, dass Verschlüsselung die Arbeit der Geheimdienste und Ermittlungsbehörden massiv erschwere.


Französische Ermittlungsbehörden widersprechen


Die französischen Behörden allerdings stellen den Fall anders dar, als Rogers es tut. Nach einer IT-forensischen Unetrsuchung der Geräte einiger Verdächtiger hatten sie Behauptungen von US-Agenten, die Islamisten hätten verschlüsselt kommuniziert, als unbegründet eingestuft. Nach Aussage der Franzosen verwendeten die Attentäter kein Instant Messaging, um zu kommunizieren – schon gar kein verschlüsseltes – sondern herkömmliche SMS.




Autor: Annika Kremer
 
Wars nicht sogar so, dass einer oder mehrere von denen sich auf so einer Jihad-Website ganz offen darüber unterhalten hatten? Und es hieß auch, irgendwer hätte die Chat-Funktion irgendwelcher Konsolennetzwerke benutzt. Aber vielleicht verwechsel ich das auch.
 
Eine Organisation, deren Zweck das Lügen, Betrügen und die Falschinformation ist, die selbst den Kongress belogen haben und die ein sehr starkes Interesse an der Aushebelung von Verschlüsselung haben, die erzählen uns nun die schonungslose Wahrheit.
Alles klar. :D

Die französischen Behörden allerdings stellen den Fall anders dar, als Rogers es tut. Nach einer IT-forensischen Unetrsuchung der Geräte einiger Verdächtiger hatten sie Behauptungen von US-Agenten, die Islamisten hätten verschlüsselt kommuniziert, als unbegründet eingestuft.
Sapperlot, da lügt doch einer der Geheimdienste. Skandal! ;)
 
„ohne Verschlüsselung nicht passiert“?

Das Niveau ist etwa "Ohne Straßenverkehr gäbe es keine Verkehrstoten" oder "ohne AKW kein Fukushima Daiichi-Desaster".

Ohne Leben kein Risiko.
 
Was wäre eigentlich, wenn die Terroristen plötzlich wieder auf die gute alte Snail-Mail wechseln würden? Chaos? Anarchie? Weltuntergang?
 
Wieso das? Briefe kann man doch auch prima überwachen.
 
Kann man schon. Macht nur momentan fast niemand in Europa. Die stürzen sich lieber wie die Geier auf elektronische Medien...
 
Wären alle Menschen in freiwilliger Sicherheitverwahrung wäre das nicht passiert, verdammte Freiheit.:(

Es wird endlich Zeit das Skynet alle Menschen einsperrt oder umbringt damit keiner mehr böse Dinge tun kann.
 
Ich dachte die kommunizierten über das Play Station Network? Lässt das überhaupt eine Verschlüsselung zu?
 
Sony benutzte zumindest für die Festplatten der PS3 eine eigene proprietäre Verschlüsselung mit einzigartigem Key auf jeder Konsole.

Ich könnte mir vorstellen das es immer noch ähnlich läuft. Die etablierten Standards ließen sich problemlos für solche Umsetzungen, auch für die Kommunikation "missbrauchen". Man könnte halt normale Verfahren benutzen aber diese auf obskure Art implementieren. Aber diese Kundschaft will diese Form von Entmündigung ja und allein deswegen die ".:unknown:

Das Ende vom Lied ist dann das man beim Konsolendefekt nichtmal mehr an seine eigenen Daten kommt.:T
 
ich wäre sogar fast geneigt zu sagen, ohne waffen wären die anschläge nicht passiert :unknown:.. und wer stellt sich ständig gegen ein waffenverbot? - na klar, die amis :m.. oh, moment, das ist garnicht im amiland passiert, sondern in paris, wo waffen eh schon verboten sind? sapperlott, da haben sich die bösen terroristen doch einfach über das verbot hinweggesetzt! (gab es nicht auch mal ein verbot, menschen umzubringen?) nur gut, dass sie sich bestimmt an ein verschlüsselungsverbot halten werden..
 
Strenge nationale Waffengesetze bringen nicht viel wenn die Landesgrenzen offen wie Scheunentore sind. Das Problem heißt schlicht und einfach "Schengen". Früher war es ein nützliches Werkzeug um eine Illusion persönlicher Freiheit zu erzeugen, heute ist es ein Relikt welches als Einfallstor für Drogenhandel, radikalen Fanatikern und organisiertem Menschenhandel dient.
 
Das Problem heißt schlicht und einfach "Schengen". Früher war es ein nützliches Werkzeug um eine Illusion persönlicher Freiheit zu erzeugen, heute ist es ein Relikt welches als Einfallstor für Drogenhandel, radikalen Fanatikern und organisiertem Menschenhandel dient.
Sag das mal den "Piefkes", die bei der Hin- UND bei der Rückfahrt in den Urlaub nach Italien in Megastaus steckten. Mann, das war früher immer ein Mimimi und Gewinsel und mit Nichten eine Illusion. Die wären froh, wenn das Relikt ein Relikt aus früheren Zeiten bleiben würde. Von den Frächtern will ich erst gar nicht sprechen, denn die sind die wirklichen Profiteure der gefallenen Grenzen.
 
Von den Frächtern will ich erst gar nicht sprechen, denn die sind die wirklichen Profiteure der gefallenen Grenzen.
Das war mal, heute haben die kaum eine Chance mit osteuropäischen Unternehmen preislich mitzuhalten - die meisten haben nur noch die Büros in Deutschland weil in Deutschland angemeldete LKWs und Löhne nach deutschem Standard niemand mehr bezahlen kann.
 
@Pleitgengeier
Deine Kritik zur Verdrängung der Frächter in "Billiglohnländer" teile ich vollumfänglich.
Jedoch ist es egal von wo die Frächter kommen, Grenzkontrollen treffen alle. Der Wegfall half allen.
Fällt Schengen dann sind das viele Milliarden an Kosten, die schon durch Berechnungen belegt sind.
 

Schon klar.
Ich wollte damit eher sagen dass sich viele von den deutschen Frächtern vermutlich die Grenzen zurückwünschen damit man wenigstens im Inland gute Preise erzielen kann.
Noch vor 20 Jahren gab es unzählige Unternehmen, vor allem kleine und mittlere - heute nicht mehr, diese Entwicklung haben eigentlich nur die ganz großen überlebt und auch die nur durch (partielle) Abwanderung und alle möglichen Steuertricks.
 
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