Wann ist ein Held ein Held

Ich verstehe was du meinst, würde ich ähnlich sehen. Unbewusst ist aber das falsche Wort, denke ich. Ein besseres will mir gerade aber auch nit einfallen.
 
In meinen Augen hat Snowden etwas gutes Getan, er hat den Menschen das Ausmas der Kriese gezeigt, auch wenn es alle irgendwie hätten Wissen müssen, ist es doch mal was völlig anderes, das es aufgedeckt wird und nun auch der letzte uniformierte auch noch von den Großen Medien was darüber erfahren durfte.

Was Snowden jetzt tut? er will seinen eigenen Arsch retten und dafür muss er auch in kauf nehmen mit ein paar zwielichtigen Gestalten zu hausieren, aber wer kann es ihm verübeln?

Es gibt vor Gericht eine Klausel, das Beweise die Widerrechtlich gewonnen wurden, nicht verwendet werden dürfen.
Das soll uns davor schützen das das die Polizei bei ihren Ermittlungen einfach über Grenzen hinweg geht, nur um Beweise zu finden die vllt da sein könnten.

Tempora und Prism machen aber genau das, sie übertreten Regeln um etwas zu finden was vllt da sein könnte, sie stellen jeden Menschen unter General verdacht, damit müssen wir nun alles Offenlegen um zu beweisen das wir unschuldig sind....

Das nächste ist:
Jeder hat etwas zu verbergen, oder etwas von dem er nicht möchte das es andere mitbekommen.
Das was die mit Tempora/Prism und sonstigen dingen Machen, ist nichts anderes als Stasiarbeit in der DDR.

und wer dann noch sagt "du Brauchtest ja keine Angst vor der Stasi haben, wenn du nichts falsches gesagt hast".

Wer die Freiheit aufgibt um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren.

Wir geben grade unsere Freiheit auf, um Sicherheit vor einer irrealen Bedrohung zu gewinnen, und sehen dabei nicht das der Polizeistaat schon seine Knüppel ausgepackt hat.

Es sterben mehr Menschen durch Ärztefehler als durch Terror Anschläge.
Die USA hat mit dem Patriot unsere Menschenrechte aufgehoben, sobald wir irgendwie den verdacht erwecksen mit Terror in Verbindung zu stehen, dabei ist nicht mal genau definiert was Terror eig bedeutet.

Wir Sitzen im Netz der Spinne um und vor dem Angriff der Mücken zu verstecken....


Genug gelabert:
Ja er ist in meinen Augen ein Held, weil er genau wusste was für Probleme er haben wird, nach dem er veröffentlicht, was er veröffentlicht hat und nun ganz schön in der Shize steckt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die USA hat mit dem Patriot unsere Menschenrechte aufgehoben, sobald wir irgendwie den verdacht erwecksen mit Terror in Verbindung zu stehen, dabei ist nicht mal genau definiert was Terror eig bedeutet.

Richtig, aber wir sollten nicht darauf hoffen, dass die US-Regierung, ob mit oder ohne PATRIOT ACT, uns diese Rechte wiedergibt. Wir müssen dafür sorgen, dass unsere Regierung unsere Rechte schützt und wenn die der US-Regierung in den letzten Jahren einen Blankoscheck zur Spionage ausgestellt haben tut mir das sehr leid, aber dann müssen wir jetzt dafür sorgen, dass sie in Washington Bescheid geben, dass der Scheck geplatzt ist. Die Amerikaner werden unsere Rechte nicht schützen und ich glaube wenn bei diesen ganzen NSA-Enthüllungen nur rausgekommen wäre, dass nur Nicht-US-Bürger ausspioniert worden sind, würde in der amerikanischen Bevölkerung/Medien kein/kaum ein Hahn danach krähen.

Ich hab jetzt auch genug rumgesülzt: für mich ist Snowden ein Held.
 
Natürlich ist Snowden ein Held, und alle Versuche, ihm diesen Status zu nehmen, sind durch Engherzigkeit und Kleinlichkeit diskreditiert. Snowden ist geradzu die klassische Konstellation, David gegen Goliath.

Aber nicht immer geht der Kampf so glücklich aus, es gibt auch tragische Helden. Daran, dass Snowdens Veröffentlichungen die Schnüffelei mildern oder abstellen würden, kann ich nicht glauben. Einen Mißstand öffentlich anzuprangern kann auch bewirken, dass man sich mit ihm abfindet und ihn als Normalität akzeptiert.

Vielleicht werden die Staaten in zehn Jahren dank Snowden ganz offen und vollkommen legal betreiben, was sie bislang im Geheimen und einer rechtlichen Grauzone machen mussten.
 
Vielleicht werden die Staaten in zehn Jahren dank Snowden ganz offen und vollkommen legal betreiben, was sie bislang im Geheimen und einer rechtlichen Grauzone machen mussten.

Das werden sie dann aber nicht "dank Snowden" tun, sondern dank Leuten wie dir und mir, die nichts dagegen unternommen haben.
 
@ B3n

Wenn alle so schlaff in den Seilen hängen wie Du und ich, ist es halt besser, beide Augen zuzudrücken und keine Entscheidungsschlacht herbeizuführen, weil man die verlieren wird.

Versteh mich recht: Das ist kein Vorwurf an Snowden. Er konnte das nicht vorher wissen, niemand kann das vorher wissen. Es ist einfach der Gang der Dinge.
 
Für mich sind Helden die, die selbstlos(!) was für andere tun, sei es der Tierretter in Rumänien; Walfänger-störer; der Mann, der seiner Frau seine eine verbliebene Niere schenkt; die Altenpflegerin, die für 800€ die Menschen rumhievt..... usw usw.

Alles das, wo es immer noch Menschen gibt, die das niemals machen würden.

P.S Ich empfinde Manning mehr als "Held".
 
Die Diskussion leidet bereits unter der Verwendung des Begriffs "Held", weil dieses Ungetüm immer schon von allen Machhabern seit Jahrtausenden mißbräuchlich im eigenen Sinne gebraucht wurde.

"Helden" waren immer nur die Systembewahrer und sie wurden auch gerne vom jeweiligen System als solche gefeiert; insbesondere wenn die "Helden" tot waren.

Eine mutige Tat bedarf der Bewertung, ob sie der Demokratie und der Freiheit der Menschen genutzt hat. Das bringt solche Menschen in die Geschichtsbücher und man sollte das erkennen indem man sagt "Er hat sich verdient gemacht."
 
"Helden" waren immer nur die Systembewahrer und sie wurden auch gerne vom jeweiligen System als solche gefeiert; insbesondere wenn die "Helden" tot waren.
"

das es die Systembewahrer waren ist bullshit, aber du hast dahingehend recht, das es auf die Sichtweise ankommt!
daswegen, auch für MICH ist er ein Held, da er in MEINEN Augen etwas gutes getan hat.
Das er aus sicht von Obama kein Held ist, dürfte ja klar sein.

aber wer sind den z.B. andere leute die den Titel Held tragen?
ist Staufenberg ein Held, weil versuchte Hitler umzubringen, obwohl er vorher in der Wehrmacht diente?
oder noch Krasser, ist Hitler ein Held, weil er versuchte den Nationalsozialismus/deutschland voran zu bringen?

sehr schwammiger Titel dieser Held, kommt immer auf die Perspektive an...

Für die einen ist Che Guevara ein Held, für die anderen ein Sozialistischer Terrorist.
Für die einen ist Hitler ein Held, für die anderen wie mich, ein skrupelloser ekliger menschen verachtender Diktator.
Für die einen sind Manning und Snowden Helden, weil sie die üblen Machenschaften der USA ans Licht brachten, für andere sind sie wohl Volks/Staats Verräter und Terroristen Helfer...
 
Ist Dir eigentlich klar, daß Du mit dem Begriff "Held" eine bestimmte Vorstellung verbindest? :D

Seedy schrieb:
oder noch Krasser, ist Hitler ein Held, weil er versuchte den Nationalsozialismus/deutschland voran zu bringen?

Damit hast Du eigentlich bewiesen, wie beliebig der Begriff "Held" ist. :p

Und da es auf die Perspektive ankommt ist der Begriff "Held" als Norm völlig ungeeignet.

Ich könnte mir sogar vorstellen, daß einige Leute beleidigt sind, je nachdem von wem sie zu "Helden" erklärt werden.
 

War ja klar, das du dir genau den Satz rauspickst den man für sich alleine stehend missverstehen kann ;)
 
So kompliziert ist das im wirklichen Leben doch gar nicht.

Ein Held verkörpert meine Idealvorstellung von mir selbst, also wie ich gern wäre, am besten in Sagen, Filmen und Romanen.

Weil alle Menschen feige sind, sind alle Helden mutig.

Und dann kommen je nach Bedarf, Geschmack und Himmelsrichtung optinal paar andere Eigenschaften dazu.
 
Ein Held verkörpert meine Idealvorstellung von mir selbst, also wie ich gern wäre, am besten in Sagen, Filmen und Romanen.

Weil alle Menschen feige sind, sind alle Helden mutig.

Und dann kommen je nach Bedarf, Geschmack und Himmelsrichtung optinal paar andere Eigenschaften dazu.

Scheint so als ob jeder sein eigenes Heldenbild mit sich rum schleppt. :D

Seedy schrieb:
War ja klar, das du dir genau den Satz rauspickst den man für sich alleine stehend missverstehen kann. ;)

Warum schreibst Du ihn dann? :p

Geschickter wäre es: "Für manche war Hitler ein Held, weil ....

:D
 
Scheint so als ob jeder sein eigenes Heldenbild mit sich rum schleppt. :D

Passend zu Spartenfernsehen, zielgruppenspezifischer Unterhaltung und gefühlten 200 Lebensstilen.

Früher war's einfacher. Der Held war ein besonders guter Krieger wie Achilles oder ein Überlebenskünstler wie der listenreiche Odysseus. Das blieb auch eine Weile so. Daneben entwickelten sich andere Helden wie Robin Hood oder das Tapfere Schneiderlein. Dann gab es eine Heldeninflation. Held war, wer auf dem Heldenfriedhof lag. Das waren nach WK1 Millionen. Öde und langweilig, vor allem übler Schwindel, das Kanonenfutter mit Lametta zu behängen. James Bond hat das wieder in Ordnung gebracht.

Und heute weiß man gar nicht mehr, was ein Held ist. Für mache sieht er aus wie Mutter Theresa, für manche wir Karate-Kid. Damit muss man sich abfinden.
 
Deine Idealvorstellung von Dir selber ist Mutter Theresa? :eek:
 
Ich möchte auch mal in die Runde die Frage werfen, wo denn die meisten "Helden" geboren werden?

Es sind immer die Kriege, in denen von Helden die Rede ist. Und geschmückt werden sie mit Eichenlaub und Schwertern.

Es gibt doch kaum Menschen aus dem zivilen Bereich, die man als "Helden" bezeichnet. Der Begriff ist historisch dem Krieg zugeordnet und hat daher in der Zivilgesellchaft nichts zu suchen.
 
Blödsinn.

Das folgt nichmal der katholischen Soziallehre. :D

Selber Bödsinn. Dekretiert so einfach mal: "Der Begriff ist historisch dem Krieg zugeordnet und hat daher in der Zivilgesellchaft nichts zu suchen. " Erlasse verkünden ist dumm. Mogelst Dich um die Frage herum, warum der Held, obwohl ursprünglich dem Krieg zugeordnet, immer noch die Menschen begeistert. Willst sie belehren, bevor Du sie überhaupt verstanden hast. Das ist Dogmatismus.
 
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