Soll/darf sich Deutschland am Einsatz in Syrien beteiligen?

Mir persönlich wäre es lieber unsere Soldaten befassen sich mit Aufgaben innerhalb der deutschen Landesgrenze.

Ernsthaft? Das ist ja noch schlimmer..... Oo
Wenns so weitergeht wirst du das aber wohl bald bekommen... die schießen dann aber auf dich. Sei dir dessen bewusst.
 
Entschuldigung. Mit Aufgaben meinte ich natürlich nur Verteidigung des Landes. Habe mich missverständlich ausgedrückt.
 
Die Amerikaner haben den etablierten Dikatator aus dem Amt gebombt und das Machtvakuum führte zum totalen Bürgerkrieg.

Der Diktator hatte faktisch längst seine Macht verloren, erst dann haben die USA zugelangt.

Sonst wäre die Geschichte ausgegangen wie in Vietnam.

Was könnte Araber besser zusammenschweißen, als eine US-Intervention?

Die Geschichte von den Diktatoren, die angeblich Ruhe und Frieden garantieren, ist reiner Blödsinn. Alle Diktatoren, nicht nur Hitler, sind der Untergang dessen, was sie repräsentieren.
 
Keine. ....später starte ich eine Petition.
Ich meine das schon Ernsthaft.
Seit der Wiedervereinigung, ganz konkret ab 1999, erkennt man doch einen sehr krassen Bruch in unserer Bundeswehr. War sie nicht eigentlich eine Armee des Grundgesetzes (Artikel 26 GrundGesetz)?
NATO Verteidigungsbündnis contra Souveränität. Wobei ein Verteidigungsbündnis nichts schlechtes sein muss aber kann man es noch Verteidigung nennen, was da seit 1999 stattfindet?

Das Verhalten der Regierung lässt doch gewisse Zweifel daran...
 

Der "krasse Bruch" ist eigentlich sogar nachvollziehbar und liegt eben in der Zeitgeschichte begründet. Die Bundeswehr wurde wegen des kalten Kriegs aufgestellt. Zur Landesverteidigung ggü dem roten Feind aus dem Osten. Seit dem es diesen nicht mehr gibt (jedenfalls nicht mehr in der damaligen Form) mussten andere Aufgaben her. In Sarajevo, später Kosovo wollte man sich eben nützlich machen. Spätestens nach 2001 dann hatte man die Chance ganz vorne mitzuspielen.

Da wird dann eben auch gerne mal der eigentliche Zweck vergessen....
 
Die Geschichte von den Diktatoren, die angeblich Ruhe und Frieden garantieren, ist reiner Blödsinn. Alle Diktatoren, nicht nur Hitler, sind der Untergang dessen, was sie repräsentieren.

Genau das.

Ich meine das schon Ernsthaft.
Seit der Wiedervereinigung, ganz konkret ab 1999, erkennt man doch einen sehr krassen Bruch in unserer Bundeswehr.
Weil die Welt um sie herum sich geändert hat vielleicht?

War sie nicht eigentlich eine Armee des Grundgesetzes (Artikel 26 GrundGesetz)?
NATO Verteidigungsbündnis contra Souveränität. Wobei ein Verteidigungsbündnis nichts schlechtes sein muss aber kann man es noch Verteidigung nennen, was da seit 1999 stattfindet?
Schau dir mal den Art. 24 II GG an. Ich kann sie nicht mehr hören, die Mär vom unsouveränem fremdbestimmtem armen unterdrücktem Deutschland...
 
Objektschutz im Inland neeeeeiin!, geht gar nicht klar. Lieber weiter terroristische Anschläge gegen Heime ignorieren.... .

Aber hey 1200 Mann mit veralteter Technik für "Aufklärungskampagnen" zu entsenden ist voll ok!? Hoffentlich stürzen die Tornados durch engine failure nicht ab :)
 
Man setzt doch nicht Menschenleben und Material ein, ohne damit ein militärisches Ziel zu verfolgen, sollte man meinen.

Ach Gott, die angestrebten und die tatsächlich erreichten Ziele hatten noch nie besonders viel miteinander zu tun. Darum macht man doch Kriege, nämlich weil man nicht von vornherein weiß, wer gewinnt.

Alles schreit "Feuer, Feuer", aber es geht nicht nur darum die Scheune nicht zu vergessen, sondern das Feuer bekämpfen ist nur dann sinnvoll, wenn man auch das letzte Glutnest eliminiert hat.

Das Feuer ist nur dann bis zum "letzten Glutrest eleminiert", wenn alle Menschen tot sind.

Da schießt die Friedensstifterei ein wenig über das Ziel hinaus.
 
Weil die Welt um sie herum sich geändert hat vielleicht?
Hat Deutschland sich gewehrt oder angegriffen? Nur eine dumme Frage von mir. Vielleicht bekommt man dann ja ein Gespür dafür, was sich in der Welt aufeinmal geändert hat.

Schau dir mal den Art. 24 II GG an. Ich kann sie nicht mehr hören, die Mär vom unsouveränem fremdbestimmtem armen unterdrücktem Deutschland...
Jammern hilft doch auch nicht weiter.:D
Ein Historiker hat das ganze mal aufgearbeitet und ich denke jeder sollte sich mal seine anschauen.
So überzeichnet, wie du es gerne darstellst, ist es natürlich nicht. Muss es auch nicht. Es ist halt kein Hollywood, sondern einfach nur unsere Geschichte.

Zum Thema:
Ob Deutschland sich am Krieg beteiligen darf ist ja eigentlich keine Frage mehr. Völkerrecht wird einfach umgangen mit einem Referendum, oder dem Bündnisfall, oder einfach nur so usw. da gibt es schon gar keinen Aufschrei mehr. Leuchtet auch mir ein, dass es manchmal Situationen gibt, die eine gewisse Dynamik erfordern. Trotzdem erkenne ich den Nutzen des Afghanistan-Einsatzes nicht und hier in Syrien schon gar nicht. Vielleicht kann mir mal jemand erklären, was genau damit erreicht werden soll? Genauso gut könnte man auch IS-Anhänger in Europa bombardieren. Vielleicht erkennen dann einige, was das überhaupt bedeutet von "Oben" erlöst zu werden...
 
Hat Deutschland sich gewehrt oder angegriffen? Nur eine dumme Frage von mir. Vielleicht bekommt man dann ja ein Gespür dafür, was sich in der Welt aufeinmal geändert hat.

Dumme Frage, dumme Antwort: Deutschland agiert im Rahmen seiner Bündnisverpflichungen. Schließlich existiert es in seiner augenblicklichen Form nur dank dank der Schutzmacht USA und dank der NATO. Bitte nicht gleich flennen. Das ist der Preis dafür, wenn man einen Krieg anfängt und verliert.

Ein Historiker hat das ganze mal aufgearbeitet und ich denke jeder sollte sich mal seine anschauen.
So überzeichnet, wie du es gerne darstellst, ist es natürlich nicht. Muss es auch nicht. Es ist halt kein Hollywood, sondern einfach nur unsere "nicht ganz souveräne"Geschichte.

Dafür war die Geschichte vorher umso souveräner. Auf solche Souveränität, wie das wilherminische oder das nationalsozialistische Deutschland sie besaßen, kann ich gerne verzichten.

Deutschland sich am Krieg beteiligen darf ist ja eigentlich keine Frage mehr. Völkerrecht wird einfach umgangen mit einem Referendum

Davon habe ich noch nie was gehört, also von diesem komischen Referendum.
 
Das was Steinmeier "Perfide Abschottung" nennt, hat uns seit '45 den Frieden gesichert. Ich glaube, der ist nicht ganz bei Trost. Mit welchem Recht führt er sein Volk in eine ungewinnbare Schlacht? Um dem französischen Brudervolk in der Not beizustehen: da lachen ja die Hühner, die Grande Nation soll sich mal schön selber helfen. Haben die uns in der sogenannten "Flüchtlingskrise" beigestanden? Nein, kein Stück. Aber am deutschen Wesen soll jetzt die Welt genesen. Wie weiland 1914 dem österreichischen Brudervolk geholfen wurde, was der Anfang vom Ende des letzten Jahrtausends gewesen ist und in den Killing Fields der Konzentrationslager seinen dunklen Höhepunkt fand. Damals hieß die Parole "Nie wieder Krieg!"- was eine gute Ansage war. Aber jede bekloppte Generation muß unbedingt alle Fehler wiederholen.
 
Vor allem ein Krieg gegen einen Gegner, der beim Rückschlag nicht zwischen Zivilisten und Militär unterscheiden wird - bzw. sogar wehrlose Zivilisten bevorzugen wird.

Der IS hat keinerlei Gründe, irgendwelche Kriegsethik einzuhalten.
 
"Der Westen" begeht sicher auch Kriegsverbrechen, das wahllose Abschlachten von Zivilisten ist aber trotzdem nochmal was ganz anderes
 
Das was Steinmeier "Perfide Abschottung" nennt, hat uns seit '45 den Frieden gesichert.

Unseren Frieden haben die USA und zum Beispiel Frankreich gesichert.

Die für Deutschland ungewöhnlich lange Friedenszeit war eine Folge des Umstands, dass das Land einen Angriffskrieg verloren hatte und die Siegermächte es als internationalen Player nicht zuließen.

Deshalb mussten wir einen verordneten Frieden ertragen.

Es war eine glückliche Zeit.
 
Sie müsste nicht zu Ende sein, wenn wir eine Regierung hätten, für die "Frieden" nicht nur eine hohle Phrase wäre, sondern Verpflichtung und Ziel. Es macht mich traurig, dass sich ausgerechnet nur noch Die Linke diesem Ziel verpflichtet fühlt.
 
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  • #38
Eine Oppositionspartei, die in der Vergangenheit keine Regierungsentscheidungen verantwortet hat, ist nichts und niemand verpflichtet.

Wenn die Regierung jetzt Fehler* macht, dann nicht aus Kriegsbegeisterung, sondern eher aus Kurzsichtigkeit, zu wenig Rückgrat, oder beidem

*aus einer Sicht
 
Eine Oppositionspartei, die in der Vergangenheit keine Regierungsentscheidungen verantwortet hat, ist nichts und niemand verpflichtet.

Verträge werden nicht zwischen Regierungen, sondern Staaten geschlossen.

Wenn die Regierung jetzt Fehler* macht, dann nicht aus Kriegsbegeisterung, sondern eher aus Kurzsichtigkeit, zu wenig Rückgrat, oder beidemt

Aus Weitsicht und Prinzipientreue.

Gerade Deutschland ist auf wohlwollende Unterstützung der USA und Frankreichs angewiesen, bei vielen Gelegenheiten, aber ganz besonders, wenn es um Geiselnahmen geht. Ich erinnere mich dunkel, dass die französische Armee mal einen gazen Haufen Deutscher gerettet hat, ich weiß nicht mehr, in welchem afrikanischen Staat.

Das passiert nicht auf Vertragsbasis, sondern nach dem Motto, dass eine Hand die andere wäscht. Diesen Freundeskreis zu brüskieren wäre für Deutschland ausgesprochen dämlich.
 
Sich in ein Kriegsabenteuer mit in dem IS zu begeben ist extrem dämlich. Als ob Irak und Afghanistan nicht warnende Beispiele genug wären. Weder können wir dort etwas gewinnen, noch haben wir dort etwas zu suchen.
 
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