DSL-Anbieterauswahl nach "Netzneutralität"

Nightangel

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Hey Leute,

mein DSL-Vertrag läuft mitte Dezember aus und bisher hatte ich eigentlich den Plan zur Telekom zu wechseln, da mein Mitbewohner dort einen sehr günstigen (25€ Hybrid) Mitarbeiter-Vertrag bekommen würde.
Nach der Abstimmung zur Netzneutralität und der sofortigen Reaktion der Telekom würde ich da jetzt aber eher ungern hinwechseln.

Mir stellt sich nur die Frage: Gibt es überhaupt eine alternative Option?
Denn:
1) Mein bisheriger Anbieter 1&1 mietet sich ja auch nur die Telekom-Leitung
2) O2 drosselt zum Beispiel
3) KabelInternet ist bei uns nicht verfügbar.

Hat jemand da eine Idee? ;)
 
Zu 1.:
Im Prinzip mietet sich jeder Provider die DTAG Leitung.
Die TALs (letzte Meile) gehören nunmal alle der DTAG, daher sind nur Kabelprovider (und FTTH) außen vor.

Ich gebe immer die Empfehlung zu lokalen Providern zu gehen, die sind im Regelfall die humansten.
 
Die TALs (letzte Meile) gehören nunmal alle der DTAG, daher sind nur Kabelprovider (und FTTH) außen vor.
Es gibt hier aber noch einen erheblichen Unterschied zwischen und Resale. Bei einer TAL wird ausschließlich die Kupferader im Telekom-Kabel durch den Fremdanbieter gemietet. Alles vor und nach der Kupferader ist eigene Technik des Anbieters. Bei Resale wird auch der Anschluss über Telekom-Technik (DSLAM, Backbone, etc.) bereitgestellt.

Um aber einen Anschluss über eine TAL bereitstellen zu können, muss aber der entsprechende Anbieter auch passende eigene Technik haben, welche an das dortige Kupfernetz der Telekom angebunden ist. In größeren Ortnetzen (größere Städte) hat man meist Glück, da dort eigene Technik aufgrund der hohen Anzahl an Anschlüssen oftmals rentabel ist. In kleineren Ortschaften wird es meist auf Resale hinauslaufen.

Nach der Abstimmung zur Netzneutralität und der sofortigen Reaktion der Telekom würde ich da jetzt aber eher ungern hinwechseln.
Nunja, noch stehen gerade überhaupt erst die Ideen dazu im Raum. Alles weitere steht ja afaik noch in den Sternen. Je nachdem, zu welchen Kündigungsfristen Du diesen Vertrag erhältst, würde ich das vorerst noch eher gelassen sehen und die guten Konditionen vom Mitarbeitertarif mitnehmen. Bin hier sowieso der Meinung, dass die ganze Sache ähnlich wie bei der Drosselung ausgehen wird.
 
Ich gehe dahin, wo ich den besten Service kriege. Das kann und darf dann auch ruhig einen 10er mehr kosten, als bei der Konkurrenz. Und, auch wenn das viele nicht gerne hören, die Telekom hat von dem Scheißsupport den die Provider allesamt liefern, noch den am wenigsten beschissenen.
Das mit der Netzneuträität als Auswahlkriterium halte ich für übertrieben. Man sollte es im Hinterkopf behalten, mehr aber jedoch nicht. Zumindest, im Moment. Als Verbraucher glaube ich nicht, dass man die nächsten 2 Jahre diesbezüglich irgendwas zum eigenen Nachteil merkt.
Da sind Kriterien wie Drosselung (was alle tun, außer die Telekom, das ist die bittere Ironie) und eben Support wichtiger.

Alternativen sind dann noch die regionalen Anbieter, das stimmt.
 
Vodafone drosselt DSL nicht, aber die übernommenen Kabelanschlüsse von KD haben immernoch ihre 10GB/Tag filesharing bla begrenzung.
 
Als Verbraucher glaube ich nicht, dass man die nächsten 2 Jahre diesbezüglich irgendwas zum eigenen Nachteil merkt.
Auf jeden Fall wohl nicht direkt. Denn benachteiligt sind ja erst mal Unternehmen und Webmaster, Freischaffende, User, die sich eine bevorzugte Durchleitung nicht kaufen können, weil das nötige Kapital fehlt.

Schwächere "Konkurrenten" werden irgendwann unweigerlich vom Markt verschwinden. Es würde wohl kaum jemand bspw. dauerruckelnde clipfish-Videos ansehen, wenn er bei youtube die selben Inhalte flüssig ansehen kann. (Wäre jetzt die Frage, ob youtube (Google) mehr Geld und Einfluss hätte als clipfish (RTL, Bertelsmann).
Das kann sich natürlich im Laufe der Zeit bemerkbar machen, denn natürlich kann man z.B. mit Medien Meinungen beeinflussen. Versucht die BILD ja tagtäglich. ;)
 
Bisher hat sich google auf solche Spielchen nicht eingelassen, wäre schön, wenn das so bleibt.

Allgemein würde ich auch erst mal den vergünstigten Tarif der Telekom beanspruchen und abwarten, wie sich das entwickelt. Wenn sie das wirklich durchziehen, werden sie sicher nicht der einzige Anbieter sein. Was bringt dann also jetzt ein Wechsel zu einem Anbieter, der sich einfach noch nicht zu der Sache geäußert hat, später aber auch mitspielt?
 
Habe die 2 Jahre als bewusste Zeitspanne gewählt, die der TE dann einen Vertrag eingehen würde. Was danach ist, muss man eben sehen.
 
Kabel Deutschland drosselt derzeit nicht ab 10GB pro Tag Filesharing obwohl es in der Klausel so steht. Die aktuelle Grenze sind 60GB.
 
Kabel Deutschland ist generell scharchlangsam, wenn man Pech hat. Oder andersrum: Wenn man Glück hat, läuft es. Von 6 Leuten, die ich kenne, die Kabel Schland haben läuft es bei 5 absolut beschissen. Bei denen, bei denen es geht, liegts daran, dass die in einem saukleinen Kaff wohnen, wo es sonst fast keine Kabelkunden gibt.

Von Kabel-Internet kann ich diesbez. nur abraten.
 
Das kann dir bei DSL auch passieren. Kumpel von mir hat seit 3 Jahren DSL 16.000 und Abends kommen teilweise nur noch 10kb an. Spielen, surfen etc. alles unmöglich.


P.S.:
 
Dann gehört ihr zu denen, die Glück haben :p

Aber das kann eben jederzeit zu Ende sein, bei mir liefs auch 2 Jahre... dann kamen immer mehr Kunden und böms, waren es nur noch 1MBit

Bei DSL verstehe ich solche Aussagen nicht... DSL synchronisiert sich mit der Gegenstelle auf Geschwindigkeit X. Wenn das mal weniger wird, bedeutet dass, dass die Verbindung irgendwann mal gut lief, dann getrennt wurde und sich mit 10kb wieder neu verbunden hat. Während des laufenden Betriebs gibt es solche Schwankungen nicht. Wenn doch, ist das ein Fehler und muss behoben werden....?!
 
Was hat das mit Kabel zu tun? Wenn immer mehr DSL Kunden kommen kann das ja auch langsamer werden. Früher hatte ich DSL 6000 das war so lahm das teilweise nur 10kb/s an kamen. Heute wohne ich 500m Luftlinie wo anders und habe Kabel-Internet mit 5-8 MB/s (je nach Server/Quelle). Kommt auch auf die Hausinternen Kabel usw. an.

Ich kann diesbezüglich auf jeden Fall von Alice und O2 abraten was DSL betrifft. Selber habe ich mit Unitymedia keinerlei Probleme.
 
Unabhängig davon spielt bei DSL die Entfernung zum DSLAM eine nicht unerhebliche Rolle. Und wenn da wie godlike bereits anmerkte bereits alles überlastet ist, kommt eben am Abend zur Primetime auch nix mehr raus.
 
Wenn immer mehr DSL Kunden kommen kann das ja auch langsamer werden.
Die uhrzeitabhängigen Schwankungen sollten bei DSL marginal sein. Ein jeder Kunde hat hier seine komplett eigene Ader im Kabel, folglich spielt es dort eigentlich keine Rolle, wie viel die anderen Kunden auf dem selben Kabel übertragen. Das wird erst ab dem DSLAM interessant und der sollte i. d. R. über Glasfaser mit genügend Bandbreite angebunden sein. Sollte das also wirklich der Fall sein, stimmt irgendwas mit dem Anschluss nicht bzw. könnte abends auch ein DSL-Störer (z. B. defektes Netzteil) aktiv sein, welches unter Tags nicht läuft.

Früher hatte ich DSL 6000 das war so lahm das teilweise nur 10kb/s an kamen.
Kann so nicht gewesen sein. Ein (RAM-)DSL6000 fällt normalerweise spätestens dann aus, wenn die Bandbreite geringer als 2048 KBit/s (256 KB/s) ist. Folglich kannst Du die genannte Bandbreite nicht gehabt haben, wenn Du einen DSL6000 hattest. Also hattest Du vermutlich entweder einen RAM-DSL2000 oder nur DSL768 und Dein Anbieter hat Dir möglicherweise nur einen Tarif "bis DSL6000" verkauft, was aber noch lange nicht heißt, dass auch ein DSL6000 geschaltet wurde.
 
War in meiner alten WG in der ich Hauptmieter war. Von dem her bin ich mir sicher das wir da DSL 6000 hatten bzw dafur bezahlt haben. Teilweise war es auch schnell, dann ging wieder gar nix. Verbindungsabbrüche inklusive. War aber das letzte drecks Haus. Total abgefuckt. Aus der wand kamen imho 2 bis 4 blanke Drähte wo der Router dran war und 4 Telefone. Jetzt kann ich problemlos 200 Mbit haben. Am Ort liegt es definitiv nicht. Meine auch das es nch dem Wechsel zur Telekom damals auch besser war. Aber worn es damals lag kann ich auch nicht sagen.
 
Bei DSL verstehe ich solche Aussagen nicht... DSL synchronisiert sich mit der Gegenstelle auf Geschwindigkeit X. Wenn das mal weniger wird, bedeutet dass, dass die Verbindung irgendwann mal gut lief, dann getrennt wurde und sich mit 10kb wieder neu verbunden hat. Während des laufenden Betriebs gibt es solche Schwankungen nicht. Wenn doch, ist das ein Fehler und muss behoben werden....?!

Grundsätzlich bestünde auch noch die Möglichkeit, dass die Anbindung des DSLAMs an das Backbone zu Stoßzeiten überlastet ist, bei der Telekom insbesondere an auf der "alten" ATM-Plattform realisierten Anschlüssen. Bei DSLAMs/MSANs, welche per Gigabit Ethernet angebunden sind ist das eher unwahrscheinlich.

Zum eigentlichen Thema: Auch ich würde hier erstmal abwarten, wie sich das die nächsten Monate entwickelt. Niemand kann heute sagen, was am Ende bei welchem Provider für Entscheidungen fallen werden, da das ganze noch sehr frisch ist. Viele Anbieter werden sich jetzt auch erstmal bewusst zurückhalten und schauen, wie hart es die Telekom diesmal (nach dem Drossel-Shitstorm) trifft.
 
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