[Politik und Gesellschaft] Deutschland gewährt den USA Überflugsrechte für "Euro Hawk" Spionagedrohnen

Für die Rückversicherungsmaßnahmen der westlichen Nato-Mitgliedstaaten für die östlichen Bündnispartner patrouillieren US-Dronen an der Rußischen Grenze. Zu diesem Zweck wurde den Amerikanern jetzt pauschal Überflugrechte für Aufklärungsdrohnen vom Typ "Global Hawk" gewährt.

Durch die hohe Flughöhe und mangels Start und Landungen auf dt. Gebiet wird auf die zivile Zulassung verzichtet. Probleme bei der Zulassung hatten das vorläufige Aus für "Euro Hawk" , die Drohne, die die Bundeswehr anschaffen wollte, bedeutet.

Damit bei den Überflügen keine Spionage gegen die Bundesrepublik durchgeführt wird, wurde den USA vom Bundesverteidigungsministerium strikt untersagt, bei den Flügen die Sensoren aktiviert zu haben. Die Einhaltung dieser Regel will man sich noch einmal extra schriftlich bestätigen lassen.

 
Damit bei den Überflügen keine Spionage gegen die Bundesrepublik durchgeführt wird, wurde den USA vom Bundesverteidigungsministerium strikt untersagt, bei den Flügen die Sensoren aktiviert zu haben. Die Einhaltung dieser Regel will man sich noch einmal extra schriftlich bestätigen lassen.
Da schau her, hat Deutschland doch noch ein No-Spy Abkommen erhalten. Dachte schon, die USA machen sowas nicht. :D
So ein Wisch mit "Wir nixe Spioage machen tun mit Flugdingens" ist echt was mit Hand und Fuß. Damit ist eine etwaige Spionage ja mehr als ausgeschlossen. Besonders, da unsere Freunde aus Übersee als total vertrausnwürdig gelten, was Spionage angeht.
Politik Kabarett ist echt was Feines!
 
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Wenn Flinten-Uschi den Schriebs in den Händen hält, dann können wir den Amis vertrauen. Sind doch schließlich unsere Freunde.
 
Ach, dieses erzwungene naive Verhalten unserer Volksvertreter. Immer wieder schön anzusehen. Kann mir doch keiner erzählen dass die wirklich davon ausgehen, dass die Sensoren abgeschaltet werden :D So Blöd kann doch keiner sein!
 
"Lebe Bolisei!

Ich tu ganz ehrlich keine Verprrechen machen tun! Lasst mich also für immer in Ruhe."

So, jetzt haben sie es schriftlich und ich bin fein raus.
 
Hm. Wenn so ein Ding dreimal im Monat über Deutschland fliegt, dann lässt man sich schriftlich davor und jedesmal zusichern, dass das Ding nicht spioniert. Aber wenn ganz Deutschland jeden Tag rund um die Uhr überwacht wird, sowohl von den gleichen Leuten, als auch von sich selbst, dann ist das alles kein Problem und wird gutgeheißen, von so albernen rhetorischen Floskeln wie "Spionieren unter Freunden geht gar nicht" mal abgesehen. Und obendrauf darf das Ding hier rumfliegen, während der eigene Blechhaufen zwar sündhaft teuer war und wird, aber bisher nicht einmal starten darf. - Glanzleistung!

Dass die USA solche Geräte haben, weiß außerdem auch jeder und wenn sie auch noch in Italien stationiert sind, dann ist die Demonstration doch erst recht überflüssig wie sonstwas.

Ob solche Drohnen nun wirklich für Spionage hierzulande eingesetzt würden, wäre interessant zu wissen. Einerseits gehen imho quasi eh schon alle Informationen an die USA und zum Rest haben sie Zugang. Bleiben evtl. irgendwelche Firme-Intranets oder sowas. Fährt man da nicht sinnvoller ganz flexibel und kostengünstiger mit einem LKW voll mit Technik vor, anstatt mit einer teuren Drohne an nur drei Tagen im Monat eine begrenzte Flugbahn abzudecken?
 
Ob die ihre Bildchen jetzt mit der Drohne schießen oder mit Satelliten, macht jetzt keinen Unterschied. Ich für mich hätte liebend gerne die Überflugkoordinaten und die passende Uhrzeit dazu, könnte ich ihnen meinen nackten Hintern als Motiv anbieten.

Eine schriftliche Bestätigung ist doch das Papier nicht wert auf dem es steht. Woher wollen sie denn Kenntnis bekommen wenn sie doch spionieren? Und selbst bei gewonnener Erkenntnis, was wollen sie denn machen - mal wieder einen Botschafter einbestellen und mit *deutlichen* Worten ihre Missbilligung ausdrücken? Pffft...
 
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Und selbst bei gewonnener Erkenntnis, was wollen sie denn machen - mal wieder einen Botschafter einbestellen und mit *deutlichen* Worten ihre Missbilligung ausdrücken? Pffft...

Bei aller Blauäugigkeit die so mancher Politiker immer wieder zur Show stellt oder zumindest vorgibt, wieso nicht mal schriftlich festhalten was passiert wenn es nicht eingehalten wird?
Wäre doch viel lustiger. Da hat man wenigstens schwarz auf weiß was dann passiert, wenn dann nicht so gehandelt wird könnte man die Regierung doch eben verklagen so zu handeln, oder nicht?
Und wenn dort geschrieben wird "wir schimpfen ganz dolle mit dem Botschafter der Vereinigten Staaten" dann kann das auch direkt öffentlich diskutiert werden. In der Privatwirtschaft gibt es doch meines Wissens nach auch oft Vertragsstrafen, bspw. jede Stunde die die Anlieferung von Teil A zu spät kommt kosten den Lieferanten 1000 Euro. Sollen sie doch sowas auch mal in der Politik anwenden, wäre gleich viel interessanter.
 
Genau genommen wurde der US Botschafter nie einbestellt, sonder zu einem Gespräch gebeten.
Eine formale Einbestellungn würde ja implizieren, dass die Regierungsfuzzis einen Arsch in der Hose haben, was in der Tat vollkommen absurd ist.
 
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