[Diskussion] - billig vs teuer - Konsumverhalten in der heutigen Zeit

badboyoli

only a bad old bastard
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Re: Reportage/Werbung/Kontrollbehörde

Das hier hat schon ein Umdenken bei den Kiddies erreicht.

Zur Zeit ist hier in Deutschland allerdings tauschen und gebraucht ver- und ankaufen angesagt.
Eine Mutter aus unserem Familienkreis wird laufend genötigt bei Kleiderkreisel und ähnlichen Plattformen für ihren Teenager
Klamotten von Hollister u.ä. zu erwerben, loszuwerden und zu tauschen. Scheint wohl irgendwie ein Wettbewerb zu sein :rolleyes:
 
Re: Reportage/Werbung/Kontrollbehörde

Das hier hat schon ein Umdenken bei den Kiddies erreicht.

Zur Zeit ist hier in Deutschland allerdings tauschen und gebraucht ver- und ankaufen angesagt.

Stimmt, es gibt ja z.B. auch diesesn Hipster-Trend, bei dem Textilien wohl gern second hand gekauft werden. Ob das bei anderen Artikeln aber auch so ist? Wenn ich mir da mal so die Umsätze der letzten Jahre von der Supergroup und Beats Electronics ansehe... Irgendjemand hat dieses Zeug in den letzten Jahren zuhauf gekauft, damit diesse Konzerne Milliardenumsätze machen.
 
Re: Reportage/Werbung/Kontrollbehörde

Wie heißt das Sprichwort? Wer billig kauft, kauft zwei mal? Von dem her eher bedingt ;) Ich kauf z.B. NIE MEHR billige Hosen. Hatte ein mal eine für 20€ aus dem H&M, nach 5 oder 6 mal war die schon durch an den Oberschenkeln (wie das auch immer gehen soll :confused:). Gescheite Jeans für 60 oder 70€ halten dafür 25 Jahre.
 
Re: Reportage/Werbung/Kontrollbehörde



Die wenigsten (vor allem die Mädels ;)) wollen aber heute noch 25 Jahre mit der selben Jeans rumlaufen.

Die werden ja meist schon aus modischen Gründen nach 1-2 Jahren ausgemustert, obwohl zustandsmäßig noch voll in Ordnung.

Das ist so ählich wie Möbel, die Leute wollen keinen masiven Eichenschrank für 6000 € der dann 20 Jahre da steht.

Die wollen lieber alle ~5 Jahre eine Designumstellung und neu einrichten, da müssen die Möbel nicht länger halten.
Meine Frau würde am liebsten alle 3 Jahre neu einrichten. Da sind die billgien Ikea & Co. Möbel doch grade recht für.
 
Re: Reportage/Werbung/Kontrollbehörde

Mag sein das dem so ist. Nichtsdestotrotz finde ich eine solche Einstellung eher weniger i.O. da engstirnig und egoistisch gedacht. Da nimmt man dann halt doch Niedriglöhne bewusst in kauf nur weil man dann alle 3 Jahre ne neue Wohnzimmerwand hinstellen kann? Und die Alte schön in den Müll drücken (also Wohnzimmerwand! :D).

Naja, ich bin da wohl etwas anders. Aber als Mann ist man ja auch eher praktisch veranlagt :D Ich würde mir z.B. nie mehr was vom IKEA kaufen, das Zeug ist einfach nur der letzte Dreck aus Presspappe. Lieber echte Möbel, dafür aber halt nur sehr selten.
Ährm, wir driften glaub etwas ab :coffee:
 
Gerade Klamotten kaufe ich gerne etwas teurer und fairtrade seit einiger Zeit. Habe jetzt erstmal mit Pullies und Shirts angefangen.
Das hat sich insofern gelohnt als das mich etliche auf meine coolen Shirts angesprochen haben, wo man die findet was die kosten etc.
Leider sind die wenigsten bereit bis zu 40Euro für ein Shirt auszugeben, was verständlich ist bei der durch Kinderarbeit etc. verschobenen subjektiven Wahrnehmung was ein angemessener Preis für ein Shirt ist.

Primark Kik u.ä. habe ich noch nie gekauft sei also außen vor gelassen aber an sich ist es egal ob man nun Hugo Boss, Hilfiger,... kauft oder etwas günstere Pullies, Jeans,... das tut sich alles nichts in der Qualität, meine 70 Euro Chino von Engbers war auch nach einem Jahr Schrott. Der Unterschied zwischen einer 60 Euro Jeans und 120 Euro Jeans ist vor allem die Produktplatzierung wenn man auf die bekannten Marken zurückgreift. Jeans im speziellen sind ja sowieso robust.
 
Es geht ja nicht um den Unterschied zwischen 60 und 120€ Jeans, eher der von 15 zu 50€ Jeans. Da merkt man die Qualität imho schon sehr. Hab hier Carhartt oder Levis Hosen die ich 2000 gekauft hab :D Genau so T-Hirts für 35€ die selbst nach 5 Jahren Gebrauch, also sehr viele Wäschen, noch die Form haben, andere, günstige, könnte ich an Prostituierte als Top verscherbeln. Und das nach einem halben Jahr! Bei Hemden und Schuhen geht das gerade so weiter.

Das da trotzdem noch viel in Kinderarbeit produziert wird ist auch klar, immerhin bestünde hier die Möglichkeit besser zu entlohnen.

Bei Möbeln ist das Ganze ähnlich. Lieber zahle ich 2500€ für meine Couch, gehe dafür aber in einen Lokalen Laden anstatt in einen anonymen Schuppen der den Hauptsitz in XYZ hat. Werde ich dieser Couch in 10 Jahren überdrüssig kann ich die wenigstens noch verkaufen. Wer will bitte ein 10 Jahre altes Poco-Sitzmöbel? Wenn das überhaupt so lange hält.
 
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  • #12
Wobei Ikea von der Qualität her auch schon besser geworden ist. Das richtige "Pressspan billig Geraffel" wo schon beim zusammenbau die Schrauben ausreißen, bekommt man bei Poco Domäne oder Roller.
 
Re: Reportage/Werbung/Kontrollbehörde

Ich würde mir z.B. nie mehr was vom IKEA kaufen, das Zeug ist einfach nur der letzte Dreck aus Presspappe. Lieber echte Möbel, dafür aber halt nur sehr selten.
Ährm, wir driften glaub etwas ab :coffee:
Wenn du dir nicht gerade deine Möbel beim Schreiner aus Massivholz fertigen lässt, dann wird das Zeug von der Konkurrenz auch nicht viel besser sein...
Und falls ersteres, legst du für die Einrichtung eines größeren Zimmers 30-50k € hin...

Bei Maschinen sehe ich das aber auch so, zB kaufe ich gerne Werkzeug das ich vermutlich in 50 Jahren noch habe: Fein, Metabo,...
Bevor man sich zB Bosch aus dem Baumarkt holt kann man auch gleich bei Aldi einkaufen, hält genau so lange und kostet einen Bruchteil
 
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Re: Reportage/Werbung/Kontrollbehörde

Wie heißt das Sprichwort? Wer billig kauft, kauft zwei mal?
Mein Opa sagte immer "Wir sind zu arm, um billig zu kaufen.".

Meine Frau würde am liebsten alle 3 Jahre neu einrichten. Da sind die billgien Ikea & Co. Möbel doch grade recht für.
Du schreibst im Konjunktiv.
Realisiert fände ich das schon krank. Billig kaufen, weil man es - aus Geschmacksgründen - eh in wenigen Jahren wieder wegschmeisst.

Da halten wir es eher wie godlike - selten, aber dann richtig.
Unser Schlafzimmer ist ~17 Jahre alt. Hat damals etwa 10kDM gekostet - musste ich echt schlucken - soviel Geld für ein Zimmer.
Aber mir gefällt es heute noch. Nichts klappert, wackelt und die Oberflächen sind immer noch top. Würde kein anderes haben wollen.

Wobei auch bei Ikea nicht unbedingt alles für die mittelfristige Mülltonne sein muss.
Mein Favorit ist da immer noch Ivar (das Kiefernholz-Regalsystem). Die ersten Teile 1987 für meine Studibutze gekauft, 1997 diese im Arbeitszimmer aufgestellt und Teile nachgekauft (ist dann zwar ein paar Monate verschieden hell), 2007 ins Kinderzimmer damit und wieder Teile nachgekauft - im Prinzip unkaputtbar, egal wie oft man ab- und wieder aufbaut, das nenne ich nachhaltig.
Und wenn keiner mehr Kiefer haben will, gibt es immer noch ein perfektes Kellerregal ab.
 
Re: Reportage/Werbung/Kontrollbehörde

Es geht ja nicht um den Unterschied zwischen 60 und 120€ Jeans, eher der von 15 zu 50€ Jeans. Da merkt man die Qualität imho schon sehr.

Habe selber z. B. Hosen von Bonprix für deutlich unter 50 Euro. Und das schon seit Jahren. Ebenfalls T-Shirts vom Aldi, die auch mehrere Jahre halten.

Ein Bekannter von mir zieht aus Prinzip nur Markenklamotten an. Wenn ich sehe wie schnell die teilweise verschleißen kann ich nur mit dem Kopf schütteln.

Von daher ein klares "kommt darauf an".

Und falls ersteres, legst du für die Einrichtung eines größeren Zimmers 30-50k € hin...

Wir hatten uns letzte Jahr mal ein Angebot eines örtlichen Schreiners für Badmöbel geben lassen, da wir mit dem Gedanken gespielt haben, das Bad zu renovieren (70er Jahre). So viel teurer war der im Vergleich zu Fertigmöbeln gar nicht.
 
Wenn du dir nicht gerade deine Möbel beim Schreiner aus Massivholz fertigen lässt, dann wird das Zeug von der Konkurrenz auch nicht viel besser sein...
Das stimmt so nicht. Hier in den Einrichtungshäusern zahlst du für einen guten Kleiderscharank halt 2000 bis 3000€. Im IKEA halt "nur" 600 bis 700€. Da merkst du definitiv einen Unterschied. Ich meine hier auch keine Möbelhaus-Ketten (wobei die Qualität da gefühlt trotzdem noch einen Tacken besser als bei IKEA ist). Was du dann genau in ein Zimmer stellst um auf 30 bis 50k € zu kommen weiß ich nicht :confused: Dafür stell ich mir die Bude voll mit Möbeln im Kolonial-Stil + Deko :coffee:

Von daher ein klares "kommt darauf an".
Es geht nicht um die Marke, eher um die Verarbeitung. Gibt auch gute No-Name Sachen, aber imho halt nicht für die üblichen Dumpingpreise.
 
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  • #19
Nein die Wampe wird immer größer :p

/so und nachdem das geklärt ist, btt please :T
 
Also unsere Butze besteht zu 90% aus Ikea Moebeln, bis auf die Kueche. Und das fand ich schon nicht guenstig.

Wo hingegen ich nicht spare, sind z.B. Tapeten, Kleister etc. Da hab ich mal das billig Zeug geholt. Hoelle zu verarbeiten...

Genauso Werkzeug, die 50€ Bosh Maschine kommt einfach nicht gegen die 150€ teure Makita Maschine an. Zudem mir hochwertiges Werkzeug (Gerade Bohrmaschine/hammer, Schleifer etc.) ca. 50% am Zeit einspart.

Klamottem bin ich geizig. Lieber teurer, dafuer nur alle 5 Jahre ne neue Jeans :D Meine Frau ist da anders...teuer und regelmaessig :D
 
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