HTPC und NAS kombinieren, Hardware Empfehlungen?

Quegra

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18 Aug. 2013
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Hallo,
da mir bereits in einem anderen Thread hervorragend geholfen worde, dachte ich, ich wende mich mit dieser Frage ebenfalls an euch.
Ich habe im Laufe des Jahres öfters mit dem Gedanken gespielt mir endlich einen HTPC zuzulegen, damit ich meinen alten WD Media Player endlich wegtun kann.
Da ich auch in einigen Monaten ausziehen werde und gerne einen eigenen NAS in der Wohnung haben würde, wollte ich das beides direkt kombinieren.
Dafür habe ich bereits folgendes geplant:
CPU: AMD A6-6400K Black Edition ( )
CPU Kühler: Scythe Shuriken Rev.B ( ) - oder lieber den Big Shuriken?
RAM: 4GB Corsair XMS3 DDR3-1600 ( )
Mainboard: ASRock FM2A85X-ITX ( )
Gehäuse: Fractal Design Node 304 ( )
Netzteil: be quiet! Pure Power L8-CM 430 W ( ) - ich weiß, etwas viel Power für mein Vorhaben, aber CableManagement wär echt praktisch!
SSD: bereits vorhanden
Festplatten: 4 * WD Red 3TB ( )

Zudem habe ich noch eine Frage bezüglich der Mainboard / Gehäuse Kombination:
mir gefällt das Fractal Design wirklich sehr gut, was mir jedoch nicht gefällt ist die unterstützte Mainboardgröße (Mini ITX). Jetzt habe ich ein weiteres Gehäuse gefunden, welches mir ebenfalls sehr gut gefällt, jedoch erst in der ersten Oktoberwoche diesen Jahres veröffentlicht wird (es handelt sich um das Bitfenix Phenom M ). Ich müsste die Hardware also einen Monat lose, ohne Gehäuse, betreiben, wenn ich zu diesem Gehäuse greifen würde.
Dafür hätte ich den Vorteil eines größeren Mainboards, welches mehr SATA Anschlüsse dabei hat, mehr RAM Steckplätze, mehr USB Ports, etc. pp.
Wie würdet ihr das an meiner Stelle anstellen?

Hier noch ein paar Nebeninformationen:
Ich wollte ungefährt bei 300€ (ohne Festplatten) bleiben.
Auf dem System soll Ubuntu in Kombination mit XBMC laufen und ein Software RAID für die Festplatten erstellen.
Das System sollte so leise wie möglich sein, da es im Wohnzimmer stehen wird (Festplattengeräusche sind ok, bei meinem aktuellen Rechner höre ich nur die Festplatten und das ist vollkommen verkraftbar)
BluRay Rips (~50GB) sollten ruckelfrei abgespielt werden können.

Besten Dank für eure Hilfe!
 
Komisch Config:

# Wozu diesen Stromfresser-Prozessor?
# Wozu 12TB Speicher?
# Wozu ein 430 Watt Netzteil für Hardware die nur 100 Watt zieht?
# Wozu Software RAID5?

Ich hab einen Mini-ITX PC auf Atom-Basis für den gleichen Zweck und der Spielt selbst Full-HD Filme ruckelfrei ab. Hat damals 370€ gekostet weil Intel Atom damals DIE Weltneuheit schlechthin war. Aber heute bekommst du einen brauchbaren HTPC für ~200€ der keine 30 Watt braucht.
 
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  • #3
# Wozu diesen Stromfresser-Prozessor?
-> Die Stromfresser CPU habe ich hier von entnommen:
# Wozu 12TB Speicher?
->12 TB Speicher, da das ganze ebenfalls als NAS dienen soll, worauf Filme, Bilder und Backups lagern.
# Wozu ein 430 Watt Netzteil für Hardware die nur 100 Watt zieht?
->Wie oben bereits beschrieben habe ich nach Netzteilen mit CableManagement gesucht, da die Gehäuse ja bereits nicht die größten sind und ich ungerne alles irgendwie da reinquetsche, sondern lieber alles ordentlich verlege.
# Wozu Software RAID5?
->Damit meine Dateien nicht sofort bei einem Festplatten Crash weg sind. Ich weiß, ein RAID ersetzt keine Backups, diese werden auch gemacht, jedoch nur von den wichtigen Dateien.

Bei den Intel CPUs in dem Preissegment habe ich immer das Gefühl, dass diese es nur gerade so schaffen Full HD Videos abzuspielen. Ich hätte aber gerne noch ein bisschen Puffer, sodass er Full HD Videos abspielt ohne bei > 50% CPU Auslastung zu sein.
 
Ich würde mir mit dieser CPU keinen HTPC bauen. Kenn zwar Typen die sich aus ihren alten Core2Quad Zockerkisten HTPCs bauten aber mir liegt viel an Energieeffizienz. Die Leistung der CPU ist auf jeden Fall mehr als ausreichend. Was den Speicher betrifft bezweifle ich ernsthaft das du diesen für ein paar Filme und Backups benötigen wirst, aber wenn du knapp 500€ für Festplatten aus dem Fenster werfen willst ist das deine Entscheidung. Zu dem Thema kann ich dir ein paar nette Geschichten erzählen falls Bedarf besteht. Beim Netzteil würde ich gerade weil es ein HTPC werden soll in Richtung externe Pico-PSU tendieren. Mit ein, zwei Y-Kabel gibt's auch genug Stromstecker für die Platten. Meine Frage zum RAID bezog sich nicht darauf ob du generell ein RAID benötigst sondern warum du ein Software-RAID planst. Fällt dir zB. eine Festplatte aus prügelt dir die Paritätsberechnung die Performance in's Bodenlose. Spätestens wenn deine CPU ein oder zwei Tage auf 100% Last rennt (Abschalten geht nicht sonst fängt der Rebuild von vorn an) um dein RAID5 nach einen Plattencrash zu resyncen wirst du nichtmehr besonders glücklich sein. Aber auch zu dem Thema kann ich dir ein paar nette Geschichten erzählen. 1080p MKVs lassen sich zB. auf einem Atom D2500 mit gerade einmal 25 Prozent Auslastung abspielen.
 
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# Wozu diesen Stromfresser-Prozessor?
-> Die Stromfresser CPU habe ich hier von entnommen:

Das Ding hat 65 W TDP. Gut, im Idle-Modus wird der weniger brauchen. Über den Idle-Modus wirst du wohl eher selten hinauskommen. Je nach Forum wird heftig über die Bedeutung der CPU in HTPCs gestritten. Es kommt permanent das Argument, dass so eine CPU auch dann mal Leistung bringen kann, wenn Leistung benötigt wird und z.B. eine Atom-CPU schlapp macht. Als Beispiel werden dann immer gern irgendwelche aufwendigen XBMC-Skins hergenommen.

Willst du "viel" Kohle investieren, nimmst du einen Core i3 und taktest den runter. Reichen würde auch ein mit niedriger Watt-Zahl (kenn mich da nicht aus) oder ein Atom. Ich empfehle gern . Die Vorteile:

  • integrierte CPU
  • integrierte GPU
  • Netzteil schon dabei (90 W Notebook-Brick - reicht vollkommen)
  • Toslink- und HDMI-Anschluss vorhanden
  • Wlan ist ebenfalls auf dem Board mit drauf
Natürlich gibt's vergleichbare oder auch bessere Boards von anderen Herstellern. Zotac ist halt auf HTPCs spezialisiert. Du bekommst damit ein Stück Hardware, auf dem alles Benötigte schon drauf ist. Nachteil ist, dass du etwas basteln musst, da die Strom- und USB-Anschlüsse sehr knapp bemessen sind.

# Wozu ein 430 Watt Netzteil für Hardware die nur 100 Watt zieht?
->Wie oben bereits beschrieben habe ich nach Netzteilen mit CableManagement gesucht, da die Gehäuse ja bereits nicht die größten sind und ich ungerne alles irgendwie da reinquetsche, sondern lieber alles ordentlich verlege.

Mein HTPC (1 x SSD, 1 x 2TB-Platte, 1 Cine S2, Kartenleser, Fernbedienung, Frontdisplay) braucht im Betrieb 40 W. Ein 430W-Netzteil liegt da außerhalb jeglichen Verständnisses. Der HTPC soll ja stundenlang laufen.

Da ein HTPC nicht nur praktisch sondern auch schön sein soll, hab ich ein . Ok, eins mit Display würde ich mir heute nicht mehr holen. Das mini-ITX-Board kommt sich darin richtig verlassen vor. In dem Gehäuse hast du mehr Platz als du benötigst.

Bei den Intel CPUs in dem Preissegment habe ich immer das Gefühl, dass diese es nur gerade so schaffen Full HD Videos abzuspielen.
Ganz falsch. Es ist vollkommen irrelevant, ob eine CPU FullHD schafft oder nicht. Beim Abspielen von Videos ist ausschließlich die Hardwarebeschleunigung der Grafikkarte relevant. Inzwischen schafft aber auch die Intel HD Graphics problemlos FullHD. In meinem HTPC steckt ein IONITX-Motherboard. D.h. Atom-CPU mit Nvidia-GPU. Die CPU ist im TV-Betrieb bei ca. 20%, was wohl auf XBMC zurückzuführen ist. Mit Mplayer wäre die CPU-Auslastung noch wesentlich niedriger.
 
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  • #6
Also erst einmal zu den Festplatten.
Bei 4 * 3 TB Festplatten hätte ich im RAID nur noch 9 GB. Meine Filmbibliothek macht sich zur Zeit mit etwa 4 TB breit, dazu kommen Hörbücher, Musik, und Software was noch einmal ~1TB ausmacht.
Jetzt brauche ich immer noch Platz für die ganzen wichtigen Daten, wie Bilder und Videos, wobei das auch noch einen beachtlichen Teil ausmachen dürfte.
Dann hätte ich nur noch 3 TB freien Speicher, was meiner Meinung nach nicht zu viel ist, oder? Die Geschichten kannst du gerne erzählen!
Wenn ich eine Pico PSU verwenden würde, dann hätte ich doch ein unschönes Loch, wo eigentlich das normale Netzteil sein sollte im Gehäuse, oder?
Aber wenn es ohnehin keine Platzprobleme gibt, dann kann ich auch ein schwächeres Netzteil ohne CableManagement nehmen.
Wenn ich nach einem Festlattencrash den HTPC 2 Tage wegen des Resynchs nicht benutzen kann ist das in Ordnung, 2 Tage würde ich aushalten. Alles wirklich wichtige ist ja ebenfalls auf anderen Festplatten gesichert, ich müsste nur 2 Tage ohne Filme/Serien auskommen müssen.
Wie sieht es denn bei dem Atom mit untouched BluRays oder 3D aus? Schafft der das auch ohne Probleme? Wenn ja, dann wäre das eine echt gute Alternative zum AMD.

Ein Zotac Board würde ich ungerne nehmen dieser CIR Infrarot Empfänger nur mit ASRock Boards funktioniert, oder gibt es auch Alternativen für andere Boards? Also wichtig wäre halt von komplett aus per Fernbedienung hochzufahren.

Welcher i3 würde sich denn anbieten? Geht beim runtertakten die Garantie verloren oder nur beim übertakten?

Bei dem Gehäuse würde ich ganz gerne beim Fractal Design oder Bitfenix bleiben. Stellt sich immer noch die Frage ob sich das Warten auf den Bitfenix lohnt?

Ganz falsch. Es ist vollkommen irrelevant, ob eine CPU FullHD schafft oder nicht
Indirekt ist die CPU dennoch relevant da die Grafikeinheit in dieser integriert ist.
 
Zum Thema Pico PSU - das Loch ist doch auf der Rückseite, macht so also keine Probleme. Wenn das Designtechnisch doch wirklich stört würde ich einfach ein altes Netzteil ausschlachten und zur Blende umfunktionieren. Ein Notebooknetzteil eignet sich meiner Meinung nach einfach besser für die geringe Leistung die erbracht werden muss.

Ich hab mir vor 3 Jahren auch mal ein HTPC / Nas zusammengebaut, ebenfalls auf Linux Basis. Habe mich damals auch für nen Atom Prozessor entschieden, wirklich schnell ist zwar anders doch zum Filme abspielen, auch in Full HD, gar kein Problem. Wichtig war damals das die CPU VDPAU unterstützt da das ganze sonst nicht lief.
 
Denk in jedem Fall an folgende Dinge:

- Netzteile (ja auch 80 Plus zertifizierte) haben ekelhaft schlechte Effizienz bei <20% Belastung aka. wesentlich weniger als 70 Watt wird das HTPC nicht verbrauchen.

- Abmessungen - in die ganzen HTPC Gehäuse kannst du aus Platzgründen z.B. nicht beliebig grosse CPU-Kühler verbauen bzw. musst dir generell Gedanken machen wie die Komponenten reinpassen

- Kühlung + Geräuschentwicklung - ergibt sich auch aus obigem Punkt (viel Hitze + wenig Platz)

Über Software vs. Hardware Raid kann man sicher stundenlang diskutieren.
Ich persönlich verwalte mein Storage lieber über das Betriebssystem und nicht über eine Krüppel-Firmware (gut, davon abgesehen dass ZFS ~bisschen~ schlauer ist und mehr kann als so ein consumer-grade raid-controller)


Btw. was spricht denn gegen WD Player + NAS?
 
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  • #9
Also gegen WD Player + NAS steht folgendes:
Der WD Player
- hat keinen Netzwerkanschluss
- ist ätzend langsam
- hat ein weitaus schlechteres Interface (ich finde es ziemlich genial, wenn bei XBMC die Datenbank korrekt ist und alle Cover, Fanarts und Beschreibungen heruntergeladen worden sind und man diese schön übersichtlich parat hat)
- bietet keine AddOns (Twitch.tv, Youtube, South Park, etc.)
- Spielt nicht jeden Film problemlos ab (Codes Probleme?)

Ist halt schon ein wenig älter, hat mir früher gereicht, aber mittlerweile möchte ich mir den nicht mehr antun müssen.

Habt ihr denn nun konkrete Hardwarevorstellungen für mich?
 
Ich werf das nur mal als Option ein

Die Firmware fand ich ganz ansprechend, geräuschlos und klein ist das Ding auch.
Und du brauchst dann eben kein HTPC/NAS Hybrid.

Weil bei "Selbstbau"-NAS hats nämlich ein Geheimtipp, das nennt sich HP Microserver. Da packst du 4 Platten rein und fertig.
Z.B.:

(musst mal googlen)
Würd ich mir aber auch eh anschauen ob man da nicht ne low-profile PCI-E Grafikkarte reinbekommt.
 
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Oh Gott, nicht diese HP Microdinger. Das sind Server für Hartz 4 abhängige. Kenne einen Systemadministrator Looser der mit so einem Ding unter Windows Server 2003 ein AD mit 300 Clients aufgespannt hat, aber die Kiste raucht aus allen Löchern.
 
Wieso für Hartz 4 abhängige? Beziehst du das auf den Preis? Konnte im Internet nichts schwerwiegend Negatives über diese Teile finden, auser so kleinzeug wie: "HDD einbauen zu schwer".
 
Naja ist günstig, hat ECC RAM (!) und ist alles aus einer Hand.
Find ich jetzt besser als Eigenbau mit Consumer Billighardware.
 


Ob man damit ein Client-Server Netzwerk mit 300 Clients aufbaut oder nur ein Heimnetz betreibt ist ein großer Unterschied. Für mich persönlich würde so etwas nicht in Frage kommen, aber ich habe da ganz andere Anforderungen als an die eines klassischen NAS ( z.B. Virtualisierung mehrere Maschinen, rechenintensive Anwendungen (kein Folding@Home oder solcher Quatsch)).

Für einen NAS reichen die Teile leichtsam aus sofern man nur ein paar Clients hat. Bei über 40-50 Clients würde ich dann schon zu einem richtigen Rackserver greifen, aber der lohnt sich eh erst bei mehr Teilnehmern wenn man eh schon ein Rack wegen dem Switch hat. Wir sprechen hier dann über eine völlig andere Anwendung bei dem der Switch allein mehr als dieser NAS mit 4 Festplatten kosten würde.

Sofern man Platz hat kann man natürlich einen entsprechenden Big Tower kaufen und dazu (4-8)x3TB Platten, hier kann man auch leicht mal auf 12 Platten aufrüsten, natürlich ist das dann nur Consumer Hardware. Aber wenn ich mir den Platzverbrauch anschau und wie stabil diese HP Geräte zum Teil laufen würde das für die Heimnutzung eh nur in Frage kommen sofern man wirklich mehr als 4 Festplatten braucht. Es gibt aber auch günstige, gebrauchte Rackserver, aber die sind dann halt zum Teil doch schon recht abgenutzt (24/7 Betrieb über mehrere Jahre).

 
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Und was genau spricht noch mal gegen die ursprüngliche Konfiguration?
Ja, der Prozessor verbraucht viel Strom im Betrieb, im Idle ist der aber genauso sparsam wie jeder andere moderne Prozessor.
Auf keinen Fall ein Atom, sollte der Prozessor auch nur irgend wann mal etwas dekodieren- oder encodieren müssen was nicht per Hardware-Decoder beschleunigt werden kann, dann bist du mit nem Atom-Prozessor absolut am Arsch. Übrigens ist ein Atom selbst schon zu langsam um einen Samba-Share zuverlässig mit Gigabit zu versorgen, insbesondere dann nicht, wenn der Atom auch noch einen
Im Idle sparst du auch mit einem i3 nichts, allerdings bringt dir dann der Mainboard-Chipsatz eine gewisse Hardwarebeschleunigung für Software-Raids (ICH10) mit, dummerweiße zickt da Ubuntu z.Z. heftigst herum da im Rahmen der Umstellung auf dmraid als Standard anstelle des deutlich besser gepflegten mdadm letzteres zuverlässig zerschossen wurde, die Features des Intel-Chipsatz allerdings nur von mdadm verwendet werden können.

Das Netzteil ist zwar überdimensioniert, das hat aber keinen wirklichen Einfluss auf den tatsächlichen Verbrauch des Systems. Die Effizienz im Bereich zwischen 10-50W liegt bei so ziemlich jedem besseren Netzteil nur so rund um die 70-75%. Selbst die PicoPSU kommt in der Summe (Effizienz des Tischnetzteils multipliziert mit der Effizienz der MicroPSU) nicht nennenswert besser davon. (~85-90% jeweils für jedes der beiden Netzteile, vorausgesetzt du kaufst bereits ein sehr effizientes Tischnetzteil.)

12TB ist auch nicht verkehrt.
Gibt da übrigens einen ganz handfesten Grund der FÜR den Einsatz eines Software-Raids spricht: Wenn dir das Mainboard ab raucht, ist es ein Kinderspiel den Raid wieder her zu stellen. Neues Mainboard rein und der Raid läuft wieder. Geht dir ein Hardware-Raidcontroller über den Jordan, dann musst du immer Beten, dass es das gleiche Modell noch auf dem Markt gibt. (Zumal die meisten "Hardware"-Raidcontroller meistens auch nichts anderes sind als Mini-Rechner mit Embedded-Linux die den Raid per mdadm aufspannen...)

Beim Gehäuse würde ich allerdings an deiner zu einem Größeren raten.
Warum?
Bessere Luftzirkulation -> Weniger Lautstärke
Mehr Platz für Festplatten -> Den Raid kannste bei einem Software-Raid unter Linux nachträglich ohne Probleme erweitern (bzw. bei ausreichend Festplatten später sogar von Raid 5 in Raid 6 umbiegen - doppelte Parität)
Besseres Mainboard -> Die Vorteile sind dir ja schon klar

SSD fürs OS ist genau die richtige Idee, macht eh nicht wirklich Sinn das OS bei einem Raid5 noch irgendwo an den Rand zu quetschen, das verursacht nur Probleme.

Was die Kühlung angeht?
Größeres Gehäuse und dann nen Mugen drauf schnallen. So einen "kleinen" Prozessor mit 65W TDP bekommt der auch komplett passiv gekühlt. Du willst allerdings in jedem Fall 2 langsame/gedrosselte 120er vor den Festplatten platzieren, für eine möglichst konstante Betriebstemperatur bedanken die sich recht herzlich mit einer signifikant höheren Lebensdauer. Finger weg von 92er oder noch kleineren Lüftern, da ist der Lärmpegel bei einem entsprechenden Luftstrom zu hoch.
 
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4 Festplatten sind einfach laut, sowas würde ich nicht im Wohnzimmer haben wollen.
 
Das ist nur eine Frage der Entkoppelung / Dämmung. Sinnvoll entkoppelt in einem ordentlichen Gehäuse, gibt so eine Festplatte keinen Ton von sich. Das gilt natürlich nicht bei einem billigen Gehäuse wo die Festplatten direkt fest mit dem Blech verschraubt werden und dann alles in Vibrationen versetzen.
 
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  • #18
Also ich habe zur Zeit in meinem Desktop (Fractal Design Define R4, mit Dämmung) 2 WD Greens verbaut, und wenn alles externe ab ist, dann hör man die ab 1 m Abstand gar nicht mehr, da ist der Wind, der durch das Fenster zieht lauter, und damit kann ich leben. Das Ding soll ja keine 24 / 7 durchlaufen, während eines Filmes geht das leise Rauschen (was man vom Sofa wahrscheinlich ohnehin nicht oder nur kaum wahrnimmt) noch viel mehr unter.

@Exterminans
Meinst du denn, auch das Bitfenix Gehäuse sei zu klein? Etwas viel größeres wollte ich eigentlich nicht nehmen :/ Besonders viel Wert lege ich auch auf die Optik, und da gibt es meines Erachtens nur wenig sehr schöne.
In das Bitfenix passen immerhin Micro ATX Boards, das wäre ja schon einmal besser als das Fractal Design Gehäuse.
Und wie findet man am besten heraus, ob ein Kühler in ein Gehäuse passt oder nicht?
 
Ich kann da wirklich nur von abraten, ein so kleines Gehäuse für einen HTPC zu verwenden, zumindestens sobald da Festplatten mit drinnen stecken. So wie es ausschaut fehlt dem Phenom M dabei insbesondere eins: Eine Entkoppelung bei den Festplatten. Es bietet zwar Wechselrahmen, aber keine Entkoppelung was sich negativ auf die Lautstärke auswirkt.

Ich rate da für den Einsatz im Wohnzimmer eher zu so etwas:


Ja, es ist deutlich größer, aber es ist auch komplett lautlos von außen. Darüber hinaus sitzen 2 140mm-Lüfter direkt vor den Festplatten wo sie hin gehören. Zu guter Letzt: So übel ist die Optik auch nicht.
 
  • Thread Starter Thread Starter
  • #20
Das ist ja der gleiche, den ich auch als Desktop verwende, da kriegt man zwar viel rein (auch alles ordentlich verlegt), aber eine Nummer kleiner wäre mir doch lieber.
Woher entnimmst du die Information, dass die Festplatten nicht entkoppelt sind? Das Gehäuse ist noch nicht veröffentlicht, vielleicht ändern die da noch etwas?
 
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