Neue Distribution gesucht

Hank Moody

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Hi Leute,

unzufrieden mit der Ubuntu-Politik habe ich Canonical damals den Rücken gekehrt und bin über , , ( ) nun bei gelandet.

Richtig zufrieden war ich mit keiner Distribution - deshalb bin ich wieder auf der Suche nach etwas Neuem für meinen Desktop (die Server laufen mit Debian).

Voraussetzungen:
  • Paketverwaltung auf .deb-Basis
  • halbwegs aktuelle Pakete (kein Debian stable / Aktualität von Ubuntu reicht aus)
  • stabil & schnell
Momentan habe ich ins Auge gefasst, ist mir auch vor die Füße gefallen. sieht auch ganz nett aus, ist halt aber Arch.

Hat sonst jemand eine Empfehlung? Was nutzt ihr?
 
Interessant wäre, warum du mit den diversen Distributionen nicht zufrieden warst. Pauschal würde ich mal die Distribution Mint vorschlagen (Edit: Nee doch nicht. Die sind ja auf den stable bzw. LTS Zweig gewechselt. Somit sind die Pakete nicht halbwegs aktuell). Oder wenn ich mal das mit dem Paketformat ignoriere Mageia.
 
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  • #3
Interessant wäre, warum du mit den diversen Distributionen nicht zufrieden warst.
Am zufriedensten war ich mit CrunchBang, weil es verdammt schlank, schnell und intuitiv zu bedienen war - außerdem sah es gut aus. Ansonsten kurz mal meine subjektiven Kritikpunkte:

  • Ubuntu: Politik, Unity
  • Arch: ein Monat nicht updaten? Broken!
  • Fedora: war ganz nett, nutzt aber nicht .deb
  • CrunchBang: siehe oben, ist aber tot - BunsenLabs ist nicht das Selbe... :-D
  • SoldyXK: ganz okay, allerdings im Hintergrund sehr viel Gefrickel notwendig, damit der Kram läuft
Ich weiß, ich bin schwierig. Auf dem Desktop hab ich aber halt keine Lust zu frickeln, das muss laufen und relativ gut aussehen... was Neues kann ja auch nicht schaden. :unknown:
 
Bei einigen meiner Arch-Installationen komme ich auch nur alle paar Wochen mal zum updaten. Das macht eigentlich keine Problem. Außer es gab mal wieder eine oder mehrere Ankündigung wegen eines Updates auf der Internetseite von Arch. Dann kann es in der Tat unschön werden. Aber diese Ankündigungen kommen derzeit nicht oft vor.

Wenn ich ehrlich sein soll, fällt mir keine Distribution ein die deine Wünsche erfüllt. Ich denke wenn du dich von dem Paketformat deb verabschieden kannst, hast du bessere Chancen. Mageia oder OpenSuse im RPM-Lager zum Beispiel. Bei deb läuft es im Grunde genommen doch immer auf Debian bzw. Ubuntu oder einen Fork von beiden hinaus. Da hast du doch oft den Einfluss von Canonical oder die alten Pakete von Debian. Oder irgendwas halbgares und nicht stabiles. Was aber vielleicht noch denkbar wäre ist Debian mit den unstable Paketquellen. Die Pakete dort sind ja auch schon abgehangen aber zumindest etwas aktueller.
 
Würde da mathmos zustimmen. Du bist ein Fall für Debian Sid/Testing. Im Gegensatz zu Arch habe ich da bisher auch die Erfahrung gemacht, dass selbst die Testing-Versionen von Debian relativ stabil sind. Dennoch muss man, wie auch bei Arch, damit rechnen, dass es zu Problemen kommen kann.

Alternativ:
Du sprichst allgemein davon, dass Du immer halbwegs aktuelle Pakete haben möchtest. Lässt sich das vielleicht auch auf 1-2 Anwendungen reduzieren, die Du möglichst aktuell haben möchtest? Falls ja, würde ich Debian Stable anraten und die 1-2 Anwendungen von Hand nachziehen. Ich benutze nun schon seit dem Release Debian Jessie und dort wüsste ich für mich persönlich eigentlich nichts, was nicht aktuell genug wäre. Nur einen aktuellen Browser ziehe ich noch von Hand nach.
 
Am zufriedensten war ich mit CrunchBang, weil es verdammt schlank, schnell und intuitiv zu bedienen war - außerdem sah es gut aus.


Ansonsten waren das eigentlich nur nette Configs auf Debian Sid. Die findest du auch auf .

Ubuntu: Politik, Unity
Was ist mit ? Andere Maintainer, anderer Desktop.

Arch: ein Monat nicht updaten? Broken!
Kann ich ebenso wie mathmos nicht nachvollziehen. Mein Homeserver läuft seit 2 Jahren mit Arch und ich vergesse ab und an mal ein paar Wochen, den zu aktualisieren. Ist noch nie was kaputt gegangen.

Fedora: war ganz nett, nutzt aber nicht .deb
Bist du Package Maintainer? Wenn nicht, sollte dir das Paketformat doch egal sein. Und die Tools zur Paketverwaltung lernt man doch recht schnell, oder?

Ich würde dir empfehlen, dir noch mal Fedora, Arch und Xubuntu näher anzugucken.
 
Ich nutze seit den betas schon elementary und bin damit sehr zufrieden. Die ui ist intuitiv und schick anzusehen (elementary tweaks machen den Rest). Für mich ist es die nutzerfreundlichste linux- distro, die ich bisher gesehen habe.
 
[*]Arch: ein Monat nicht updaten? Broken!
Also ich hab Arch teilweise fast ein Jahr ohne Updates gefahren - keine Probleme (zugegeben, Server, wo jetzt nicht ganz so viel läuft)
Ansonsten CentOS ist doch super? Ist doch völlig egal welches Format die Paketverwaltung hat solange sie sauber funktioniert.

Und: wieso kein debian stable mit Backports von den Sachen die du in aktuell brauchst?
 
Zuletzt bearbeitet:
Vor ein paar Wochen bin ich aus ähnlichen Gründen weg von Ubuntu und auf Manjaro gewechselt.


Manjaro "basiert" auf Arch, nutzt aber eigene Paketquellen und bietet Zugang zum AUR. Im Prinzip ist es ein Arch, das mehr auf Einfachheit und Stabilität ausgelegt ist. (Grafischer Installer, grafische Kernel Verwaltung, Codecs etc vorinstalliert, Updates werden getestet, grafischer Programminstaller und Updater...)

Nutze hier sowohl die XFCE Variante als auch die Openbox Community Edition.
Dank dem AUR findest du dort eigentlich jedes Programm, das es für Linux gibt.
 
Manjaro stand früher ja immer in der Kritik, dass Sicherheitsupdates erst sehr spät veröffentlicht werden. Hat sich da inzwischen etwas getan?
 
Manjaro stand früher ja immer in der Kritik, dass Sicherheitsupdates erst sehr spät veröffentlicht werden. Hat sich da inzwischen etwas getan?

Nein. Manjaro hat viel zu wenige Entwickler, um die Upstream-Patches effektiv zurückhalten zu können. Da gibt es keine Backports, sondern nur Verzögerung – während Arch z.B. eine kritische Sicherheitslücke stopft, ist das bei Manjaro noch 1 Tag bis 2 Wochen im Testing-Bereich.

Also lieber direkt Arch nutzen.

EDIT: Gibt übrigens am Kiosk, da ist ein Überblick über die wichtigsten Distros mit Vor- und Nachteilen drin.
 
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Manjaro stand früher ja immer in der Kritik, dass Sicherheitsupdates erst sehr spät veröffentlicht werden. Hat sich da inzwischen etwas getan?

Also zumindest bei kritischen Updates konnte ich keinen Unterschied zu Ubuntu feststellen. Kamen meist am gleichen oder am nächsten Tag.
Mit kritische Updates meine ich Sicherheitslücken, die durch die Medien gehen.

phre4k hast du da konkrete Beispiele, was da in letzter Zeit so lange im Testing war? Bin selber noch Manjaro Neuling...

Direkt Arch ist mir zu viel Gefummel. Manjaro ist einfach, schnell, funktioniert und Rolling Release - genau was ich gesucht habe.
 
@FTtk:
du schränkst das doch schon selber ein ...

manjaro ist ein Albtraum, sicherheitstechnisch.

alleine die Geschichte mit dem abgelaufenen Zertifikat vor ein paar Monaten: "einfach weg klicken die Warnung und dauerhafte Ausnahme setzten" war die Essenz dessen was die dazu sagten :m

die hatten auch mal die Paketsignierung praktisch nutzlos gemacht, kp ob das immer noch so ist, aber das ist mehr als nur besorgniserregend imho

unabhängig von der Geschichte mit den Paketen zeigt das, dass da entweder wenig Interesse an Sicherheit ist oder nicht ausreichend relevantes knowhow

kann ich also auch nur von abraten.


außerdem die benutzen doch auch die arch quellen und warten bis die sicher sind, dass der Kram nix kaputt macht, also am ende des Tages ist der einzige nennenswerte unterschied, dass man die DE nicht selbst installieren muss ...


edith sagt:
ok die Sache mit der Paketsignierung ist nicht mehr offen, ändert aber nichts daran, dass der Gesamtzustand fragwürdig ist.
 
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