Also selber kochen ist billiger, ja, aber auch nur dann, wenn man mit den Nahrungsmitteln auch richtig wirtschaften kann. Ich selbst hab das auch erst relativ spät gelernt
Wer kein Geld hat und immer Hunger, so wie ich früher

, muss automatisch ja über Alternativen nachdenken. Pasta alla Putanesca machst du dir in der KOchzeit der Nudeln - also 8 Minuten - und eine Portion kostet dich evtl. 50 Cent. Da kannst du nicht mal mit dem billigsten Cheeseburer mit halten. Gerade das billige Fleisch (Schmorfleisch, Suppenfleisch, Rippen mit viel Knochen) ist ja eh bilig. Wenn man das gescheit zubereitet aber mindestens so geil wie ein Filetsteak. Die Leute haben da einfach keinen Bock drauf - zumindest ist die Gesellschaft oft noch nicht so weit.
Ob das was mit Bildung zu tun hat? Keine Ahnung. Wieso kochen Leute in Kolumbien, China, Indien, Mexiko usw. aus billigen Sachen geiles Essen? Und ich meine wirklich geiles Essen! Großartig an der Bildung kann das nicht liegen. Wohl eher weil Menschen in den USA und Europa immer noch zu viel Geld für Fastfood haben, die Hürde dort was zu kaufen noch zu kein ist. In Deutschland schwenkt das ja gerade etwas. Auch junge Leute gehen bewusster Einkaufen. Das Kochen wird eher zum Hobby als zur ätzenden Pflicht.
Mal ehrlich - meine Mutter kann und meine Großmutter konnte auch nicht so sonderlich geil kochen. Damals gab es halt noch keinen MC Donalds. Denke die Versuchung wäre mit Sicherheit da gewesen. Darum ging es nach dem Krieg mit Dosenfutter und Bofrost ja auch so ab. Das war ja der Anfang von vorgefertigten Essen.
Zu deiner Frage, wieso Amerikaner selten kochen, kann ich soviel sagen, dass Essengehen auf der einen Seite einfach im Vergleich billig ist, auf der anderern Seite sagen Amerikaner von sich, dass sie sehr viel arbeiten.
Nein und Ja denke ich. Also Essen gehen war schon Sack teuer. Ich bin aus keinem Restaurant gekommen ohne Minimum 40$ ausgegeben zu haben. Wohlgemerkt rede ich vom Restaurant. Ein Burgerladen ist da sicher günstiger, allerdings hat der halt die beschriebenen Nachteile. Sättigt nur kurz, ziemlich fettig, viel Zucker usw. Ob das die Definition von
Quality Time ist? Also meine Wäre es nicht.
Das mit der Arbeit stimmt. Ist ja hier auch nicht viel anders. Ich meine wie oft gehen heutzutage berufstätige Erwachsene Essen? Gerade wenn der Job einigermaßen gut ist und man deswegen nicht gleich auf alles Andere verzichten muss. Aber: Ich will dann nicht in den MC Donalds sondern wo gescheites hin. Da spreche ich wohl für das Gros der Deutschen (denke ich?).