"Sexualisierung" der Jugend/Kindheit

Also ich weiß nicht. Unter der Vorraussetzung, dass die "Kinder" bei den "Tätlichkeiten" unter sich bleiben, wenn sie Dieses und Jenes erforschen sehe ich kein Problem. Wir als die alten Säcke sollten nur dafür sorgen, dass sie sich nicht frühzeitig das Leben selbst schwer machen und falls doch gemeinsam Lösungen zu finden. Die Kleinen fangen mittlerweile einfach zeitiger an, das kann man nun gutheißen oder nicht, es bleibt dennoch ein Fakt. Und der erhobene Zeigefinger wird dort nicht helfen, der hat bei den meisten von uns auch nicht geholfen. ;)
 
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  • #43
Die Kleinen fangen mittlerweile einfach zeitiger an, das kann man nun gutheißen oder nicht, es bleibt dennoch ein Fakt.

Insbesondere nachdem Opuntia so schön dargestellt hat, dass Sexualität in der Jugend schon in vergangenen Zeiten "Praxis" war, aber öffentlich anders kommuniziert wurde, frage ich mich, ob es tatsächliche (statistische?) Fakten gibt, die das gesunkene Eintrittsalter für sexuelle Aktivitäten (oder Geschlechtsreife?) belegen. Anyone?
 
Hm, im bekanntenkreis gibt es eine (recht streng gläubige Christin) die zur Zeit regelrecht Sturm läuft gegen dieses Gender-Zeug in der Schule...
In vielen Belangen finde ich das quatsch - aber was da zum Teil zur Zeit in Schulen läuft finde ich dann doch Krass...

Scheinbar kommt das nun / oder ist in manchen Bundesländern schon in den Lehrplan das Kinder dann z.B. in der 6. Klasse In Aufsetzen dazu Stellung nehmen sollen ob sie Homo oder Heterosexuell sind und wenn sie Herero sind was sie über Homosexualität denken und warum sie das nicht mögen usw...
Und sich zu Sex-Stellungen äußern die sie interessant finden und was sie sich selber nicht so gut vorstellen können.

Wirklich vernünftiges Material habe ich dazu um ehrlich zu sein noch nicht gefunden (Wie den Lehrplan oder dessen Auslegung in der Realität) Aber irgend etwas sollte doch Privatsache bleiben und vor allem kein Zwang in einem Gruppenverband wie der Klasse ausgeübt werden über solche Themen zu reden und vor allem sich auch bestimmter Dinge schon im dem Alter bewusst zu sein.

Dagegen finde ich solche Geschichten wie vom TS überhaupt nicht schlimm - und ich glaube fast auch das die Bravo solche Themen auch schon vor 10 Jahren ebenso behandelt hat.
 
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  • #46
@drfuture: Das Problem ist solches Halbwissen. "Ich hab gehört Kinder sollen künftig das und das in der Schule machen, konnte aber selbst noch nichts Bestätigendes dazu finden". Die Sache mit den Aufsätzen und Stellungspräferenzen in der 6. Klasse ist mir auch neu und zugegebenermaßen würde sich mir auf den ersten Blick kein pädagogischer Sinn dahinter erschließen. Hat da jemand konkrete Infos zu? Tatsache oder Gerücht?

Die Einkehr von Gender-Thematik in alle Schulformen hat vor allem bei der Bildungsplanreform 2015 in BaWü ein großes Echo ausgelöst. Ich befasse mich momentan intensiv mit dem Thema anhand der Gegenpetition zu diesem Bildungsplan auf OpenPetition. Wenn man aber mal die Kommentare der UnterzeichnerInnen dort und die tatsächlichen bisher grob gehaltenen Inhalte der Reform vergleicht wird schnell deutlich, dass die Empörung absolut über das hinausschießt, was tatsächlich stattfinden soll. Im Großen und Ganzen legt die Reform es beispielsweise nur darauf an, Schulkindern Lebensentwürfe vorzustellen, die nicht der heterosexuellen Norm entsprechen und ihnen durchaus zu zeigen, dass diese genauso "normal" und akzeptabel sind. Es geht natürlich NICHT darum, die Gesellschaft zu Homosexualisieren etc.
 
Das wäre aber Heftig, ich mein, die sind 12 Jahre alt. Als ob die schon wissen auf wen oder was die später mal stehen werden und welche Stellungen die geil finden. Aber vielleicht schätze ich die Jugend auch nur falsch ein.
 
ja @Kaesereibe - ich habe ihr Geschreibsel auch nie für voll genommen - daher ja auch extra die Kennzeichnung bei mir das es sich nicht um verlässliche Quellen handelt, habe das ganze Thema wieder vergessen - der Thread hier ist nur ein guter Grund sich nun mal damit zu beschäftigen.

--- [2015-07-08 14:13 CEST] Automatisch zusammengeführter Beitrag ---

OpenPetition finde ich da auch nicht so gut... habe nun mal ein wenig gelesen...

Tagesspiegel.de
In Baden-Württemberg sollen nach dem Bildungsplan 2015 die Lebensformen von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transsexuellen, Transgender und Intersexuellen (im Bildungsjargon LSBTTI-Menschen) nicht nur im Sexualkundeunterricht, sondern fächerübergreifend behandelt werden.
Sätze im baden-württembergischen Bildungsreformplan 2015 wie "Schülerinnen und Schüler reflektieren ihre eigenen Bedürfnisse, ihr Körperbild, ihre sexuelle Orientierung und ihr Verhalten in Bezug auf die von der Umwelt geprägten Vorstellungen und treffen selbstbestimmte Konsumentscheidungen"
Als mögliche Fächer nennt der Entwurf unter anderem Deutsch, Religion, Ethik und Geschichte. Im Sachunterricht, in Biologie, Sport, aber auch in Naturwissenschaften und Fremdsprachen sollen Kinder und Jugendliche auch lernen „sich selbst als Persönlichkeit wahrzunehmen und zu entfalten“.

Bei solchen Formulierungen kann ich die Angst so mancher Eltern schon ein wenig verstehen. Allerdings soll das Papier noch mal "überarbeitet" werden - und erst im Herbst diesen Jahres eine Offizielle Version vorgestellt werden....
 
Bei solchen Formulierungen kann ich die Angst so mancher Eltern schon ein wenig verstehen.

Verstehen lässt sich das, aber nicht ohne ein Mindestmaß an psychoanalytischer Polemik. Da geht es weder um Fragen der Würde noch um die des Glücks. Es ist völlig rätselhaft, was solche Menschen in solchen Fragen überhaupt als wertvoll anerkennen, und weshalb sie der Ansicht sind, dass Aufklärung über die Vielfalt der Sexualität damit unvereinbar ist. Gibt es von den Gegnern der Reform ein Thesen-Papier oder ähnliches?

@Paul Canaris:

Solche Ausflüge zu unseren Nachbarn bewirken ja geradezu einen Kulturschock.
 
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  • #50
@Munro: Das hier ist die (überarbeitete und finale) Petitionsschrift der Reformgegner (verfasst von einer einzelnen Person):

Die ganze Sache mit der Petition ist aber wohlgemerkt schon ein gutes Jahr her.

Ich kann die Sorgen der Eltern ehrlich gesagt kaum verstehen.
 
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"Mädchen werden sexualisiert"

Die Meldung, dass Hotpants und bauchfreie Shirts für Schülerinnen der Werkrealschule im baden-württembergischen Horb ab sofort verboten sind, hat im Netz hohe Wellen geschlagen. Über 10.000 Tweets fluteten das soziale Netzwerk innerhalb von Stunden, #Hotpantsverbot dominierte die Twitter-Trends.

Dass zu aufreizend gekleidete Mädchen nicht mehr in den Unterricht dürfen, hat eine kontroverse Debatte entfacht, die Fragen aufwirft: Werden mit dieser Maßnahme Mädchen sexualisiert, gar Opfer zu Tätern gemacht? Welche Rolle spielen Lehrer und Eltern? Warum trifft das Verbot keine Jungs? Und ist die Maßnahme nicht auch verständlich?

Warum das Verbot keine Jungs trifft? Die Antwort ist doch trivial:
Wie viele Jungs laufen denn bauchfrei und mit Hotpants durch die Gegend?
Ich glaube, wenn ich mein Beobachtung der letzten 20 Jahre so überdenke.. ungefähr exakt genau 0.

Nehmen wir mal an, da säße eine Frau aufreizend gekleidet und ihr gegenüber ein Mann.
Ist dann der Mann ein Gaffer, wenn er der Frau in den tief sitzenden Ausschnitt schaut?
Sollte man nun dem Mann möglichst gleich die Augen ausstechen, weil er ja ein perverser auf Titten fixierter Spanner ist? Müsste der Frau nicht klar sein, dass das ein natürliches Verhalten ist, wenn sie sich derart kleidet?
Ja, es liegt definitiv in der Natur des Menschen auf sexuelle Merkmale (Brüste, Vagina, Glied, Hintern etc) anzuspringen und den Fokus der Beobachtung darauf zu legen. Das hat nichts mit pervers oder Spanner zu tun, es ist einfach genetische Programmierung des Menschen, denn sonst, sind wir mal ehrlich, wäre die Spezies Mensch schon längst ausgestorben. (Bei Tieren ist das übrigens nicht großartig anders. Nur dass u.A. auf andere Dinge geachtet wird. Etwa auf Paarungslaute, die potentielle Partner von sich geben.)

Meine Meinung dazu ist, dass jeder sich so kleiden können sollte, wie er oder sie es möchte, solange dadurch keine Dritten belästigt werden. Allerdings sollte sich keiner wundern, wenn ein freizügiger bzw. aufreizender Kleidungsstil dann eben auch Blicke auf sich zieht. Das soll auf keinen Fall heißen, dass sexuelle Übergriffe dadurch legitimiert würden. Das auf keinen Fall!

In der Schule lässt sich sicherlich wiederum darüber streiten, was erlaubt ist und was nicht. Die Schule ist eben kein Freizeitort, sondern ein Ort, an dem auch die Erziehung junger Lebewesen zu gesellschaftsfähigen Menschen stattfinden sollte. Ein ordentlicher Kleidungsstil hat in dem Sinn dann auch etwas mit "angemessen" zu tun. In der Kirche läuft man ja auch nicht rum, als käme man frisch vom Straßenstrich, nur weil man sich so am wohlsten fühlt.
 
Warum das Verbot keine Jungs trifft? Die Antwort ist doch trivial:
Wie viele Jungs laufen denn bauchfrei und mit Hotpants durch die Gegend?
Ich glaube, wenn ich mein Beobachtung der letzten 20 Jahre so überdenke.. ungefähr exakt genau 0.
Wir "Jungs" sollten uns endlich mal emanzipieren. ;)

Dass zu aufreizend gekleidete Mädchen nicht mehr in den Unterricht dürfen, hat eine kontroverse Debatte entfacht, die Fragen aufwirft: Werden mit dieser Maßnahme Mädchen sexualisiert, gar Opfer zu Tätern gemacht?
Inwiefern ist oder war "das Mädchen" denn ein Opfer? Opfer wären hier allenfalls die männlichen Mitschüler, die aufgrund des Hämoglobindefizits im Gehirn noch schlechter in der Schule abschneiden.
 
Inwiefern ist oder war "das Mädchen" denn ein Opfer? Opfer wären hier allenfalls die männlichen Mitschüler, die aufgrund des Hämoglobindefizits im Gehirn noch schlechter in der Schule abschneiden.

Insofern, als das sie in der Freiheit der Wahl ihrer Kleidung eingeschränkt werden? :unknown:

Allerdings sollte sich keiner wundern, wenn ein freizügiger bzw. aufreizender Kleidungsstil dann eben auch Blicke auf sich zieht.

Dann soll sich aber auch keiner wundern dass er diese Mädchen nicht abkriegt, sondern diejenigen die sich genug im Griff haben das nicht zu tun. Jaja ich weiß, Frauen die sich so anziehen sind eh billig und du würdest so eine nie wollen usw. usf. ;)
 
War ja früher afaik so, daß kurze Hosen wegen der Hitze getragen wurden. Wollte sicher keiner "nuttig" rumlaufen. Abweichende Kleidung wurde bei Jungen und Mädchen schräg angeguckt.
Einzelne Ausnahmen wahren tiefe Ausschnitte in der ersten Reihe bei 4-5er Kandidatinnen
 
Das man sich dem Anlass entsprechend kleidet und das diese Kleidung in ihrer Stoffmenge der Mode unterliegt sollte jedem klar sein.

Das Schule für Jugendliche einen großen Teil ihres Lebens und ihres sozialen Umfeldes ausmacht und daher weniger "Büro" sollte auch jedem klar sein.

Das Hotpans im Sommer eher normal als Nuttig sind, ebenso.

Die gründe sich so zu kleiden wie man es tut sind vielfältig und nicht mal eben "ich will wie ne Nutte aussehen" erklärt.

Das klingt hier wie nen Stammtisch von Männern im mittleren Alter, die ne Rechtfertigung brauchen jungen Mädels auf den Arsch zu glotzen und sich mit "sie will es ja so" rechtfertigen, irgendwie erbärmlich.
 
Das klingt hier wie nen Stammtisch von Männern im mittleren Alter, die ne Rechtfertigung brauchen jungen Mädels auf den Arsch zu glotzen und sich mit "sie will es ja so" rechtfertigen, irgendwie erbärmlich.

Oder vielleicht mittleren Alters mit 2 oder 7 von den Gören, wo jede Teil Deines Herzens ist und Du die anderen Schwanzträger als Bedrohung siehst?
 
von Männern im mittleren Alter, die ne Rechtfertigung brauchen jungen Mädels auf den Arsch zu glotzen und sich mit "sie will es ja so" rechtfertigen, irgendwie erbärmlich.
Du bist nicht die Einzige, die Probleme mit sexuellen Bedürfnissen im Alter hat. Die sind einfach da, und rechtfertigen sich nicht. Auch das sollte im Sexualkundeunterricht thematisiert werden.
 
/durchgewischt

Diskussionen dazu nicht hier, sondern wenn dann im Feedback oder per PM.
Weitermachen.
 
Leider sind beim durchwischen auch ein paar thematisch wichtige posts mit in den Orkus der Geschichte gefallen, da sie zum teil angreifend oder Themenwidrig waren, ist ja aber auch nicht schlimm #keinebeschwerde

Das hier würde ich gerne aber aufgreifen, da ich es für wichtig im Thema halte.
Oder vielleicht mittleren Alters mit 2 oder 7 von den Gören, wo jede Teil Deines Herzens ist und Du die anderen Schwanzträger als Bedrohung siehst?

Warum sollte das wichtig sein?
Es geht hier um die Sexualisierung von Jugendlichen und da spielen Eltern eine große Rolle.
Somit wird in diesem Beitrag klar, dass Eltern die Sexualisierung ihrer Kinder als Bedrohung ansehen.

Ich hab das schon öfter erlebt, dass Freunde mit den Eltern ihrer Freundinnen (besonders mit den Vätern) große Probleme hatten.
Das ist etwas, wo ich gerne nochmal nachfragen würde, weil es etwas ist, dass ich nicht kenne.

Mein Vater hat so nie reagiert, der hat sich eher bei mir beschwert, was für einen "komischen typen" ich da wieder mitgebracht habe.

Sind hier Väter unter uns, die das erklären oder zumindest beschreiben mögen? Würde mich wirklich interessieren.
 
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