Geplante Obsoleszenz - eure Meinungen und Erfahrungen

Cybercat antwortete auf meine Aussage, nahm also bezug darauf. So funktioniert Sprache.

zu deinem Beispiel: Viele Autos sind mit einer hochentzündlichen Klimaanlagen-Flüssigkeit ausgestattet (HFO-1234yf). Hin und wieder geht eines durch unglückliche Umstände in Flammen auf. Deiner Logik nach wissen die Hersteller also genau dass diese Flüssigkeit zum Brand führt, und planen damit (weil GEPLANTE Obsolenz). Das halte ich für Paranoid.
 
@Ungesund
Du hast seine Aussage aber verdreht.
Ich stimme dir auch zu - Apple hat das vermutlich aus designtechnischen Gründen gemacht, aber nicht jeder befürwortet das, wenn er über die Sache mit den Akkus bescheid weiß.
Viele kapieren das nichtmal.

Zu deinem Auto Beispiel:
Gehen wir mal davon aus, dass, sobald sich diese Flüssigkeit entzündet sowieso alles zu spät ist.

Das ist bei Akkus aber eigentlich nicht der Fall, aber im genannten Beispiel geht dadurch das ganze Gerät kaputt.
Dass sich diese Akkus aufblähen halte ich sogar für sehr wahrscheinlich, da ich das selbst bereits bei alten Nokia Akkus hatte und auch Freunde habe, denen das bei einem Galaxy S3 Akku (austauschbar...) passiert ist.

Wie viele kennst du denen das Auto durch Entzündung besagter Kühlflüssigkeit abgefackelt ist?
Das mit den Akkus ist einfach eine bekannte Situation - man muss doch als Hersteller nicht dafür sorgen, dass das vorherbare Versagen eines Verschleißteiles auch bei Nichtbenutzung des Gerätes weitere Teile in Mitleidenschaft zieht.
Wenn ich in Google eingebe "Handy Akku aufgebläht" finde ich dutzende Beispiele, aber zu "HFO-1234yf auto brennt" gibt es nicht viel (jetzt mal ganz einfach ausgedrückt).

GreeZ psp
 
Eventuell OT, aber zu dem HFO-1234yf... Wenn es "nur" brennbar wäre, wäre es ja egal. Wenn das Kühlsystem soweit beschädigt ist das es austritt und sich am Krümmer entzünden kann dürfte das Auto Eh einen Totalschaden haben.
Außerdem fackelt nur das Kältemittel ab. Dadurch gerät das Auto selber nicht in Brand.
Das schlimme daran ist, wenn die Verbrennungsrückstände davon durch die Lüftung in die Fahrgastzelle kommen.
Wenn dieses Kältemittel verbrennt entsteht Fluorwasserstoff. Auch bekannt als Flusssäure.
Nach einem Test in dem eine Verbrennung im Motorraum absichtlich herbeigeführt wurde, dachten die Tester die Scheiben seien beschlagen.
Aber die waren nicht beschlagen sondern verätzt.
Sitzt das Unfallopfer eingeklemmt im Wagen und dieser Extremfall tritt auf, haben die Insassen andere Probleme als nur ein kaputtes Auto.
Aber weil dieses Kältemittel die Ozonschicht nicht schädigt und Millionen in die Entwicklung geflossen sind, wird daran fest gehalten. Weil es in jede Klima eingefüllt werden kann in der auch R-123 zum Einsatz kommt.

Man kann eine Klima auch mit Co2 betreiben. Aber dafür ist eine komplette Neuentwicklung der Klimaanlage nötig. Außerdem kann man dann mit dem Kältemittel kein Geld mehr verdienen.
Kurz nach dem Mauerfall gab es eine Firma in der Ehemaligen DDR die einen Kühlschrank auf den Markt bringen wollte der als Kältemittel ganz normales Butangas verwendet. Von der Menge her soviel wie in einem Einwegfeuerzeug.
Die Kältemittel-Lobby hat das erfolgreich verhindern können mit der Begründung, dass Butangas brennbar ist. Verstehen muß man das jetzt nicht:unknown:
 
In solchen Fällen muss sich eben irgendwann jemand trauen, der auch die Ahnung hat und das auf den Markt werfen...

GreeZ psp
 
Und die Übersetzung auf die Teile außen?
Wie glaubst du funktioniert die Kraftübertragung?!
Hä?
Wann hattest du das letzte Mal einen Mixer in der Hand? Es gibt keine außenliegenden Zahnräder im oder besser am Mixer. Ausnahme ist allenfalls so etwas.
Dann gibt es aber nur ein Zahnrad am Mixstab und eins am Antrieb für die Schüssel. Und die sind in der Regel extra so gebaut, dass man nicht einfach dort hinlangen kann.

Die Rührstäbe selbst werden im Handmixer eingesteckt und somit innerhalb des Gehäuses arretiert und werden vom Rührwerk angetrieben (s. unten). Da gibt es keine außenliegenden Zahnräder. Natürlich gibt es immer dumme Blagen, die z.B. mit ihren in den Rührstäben hängen bleiben. Das hat aber weder etwas mit bestimmungsgemäßem Gebrauch zu tun, noch lässt sich das technisch vermeiden. Schließlich muss man ja irgendwie rühren können. :p

Hier sind mal Abbildungen, welche Zahnräder gemeint sind. Wenn ein kleines Kind sich an denen verletzen kann, hast du etwas ganz massiv falsch gemacht.

Da sieht man übrigens auch deutlich das eigentliche Problem. Eine Metallschnecke, die zwei butterweiche Plastikzahnräder antreibt, das kann auf Dauer nicht gut gehen.

Sitzt das Unfallopfer eingeklemmt im Wagen und dieser Extremfall tritt auf, haben die Insassen andere Probleme als nur ein kaputtes Auto.
Aber weil dieses Kältemittel die Ozonschicht nicht schädigt und Millionen in die Entwicklung geflossen sind, wird daran fest gehalten.
Ist doch genau der selbe Schwachsinn wie die Energiesparlampe. Fieberthermometer mit Quecksilber sind EU-weit verboten, weil sie angeblich zu gefährlich sind - durch die Funzel kriegen wir den Mist nun doch wieder frei Haus. Inklusive reichlich teurem Elektronikschrott.
 
Zuletzt bearbeitet:
Geplante Obsoleszenz ist sehr selten. Sehr häufig sind gerade bei Elektronik hingegen die "Mir doch egal Einstellung", komplette Ahnungslosigkeit beim Produktdesign und die Pfennigfuchserei. Als Fachredakteur bei ComputerBase und PC Games Hardware für Stromversorgung habe ich da einige Einblicke bekommen.
 
Wenn ich einkaufen gehe suche ich vergeblich nach Birnen, die nicht von Osram kommen (andere Marken haben meist nur LEDs).
Bei Ebay kann man die Birnen von früher noch bekommen, sind halt ziemlich teuer und meist nur niedere Wattzahlen.

GreeZ psp
Naja aber warum denn keine LEDs? Die die ich jetzt bei mir in der Lampe habe halten schon gut 2 Jahre und das bei nem Stromkreis bei dem die Birnen sonst meist nach nem Monat oder 2 rausfliegen und vom Licht her find ich die sogar besser als die Normalen. Müssen halt so leicht gelb getöntes Glas haben.
 
@Darkcloud
Wir haben auch welche, aber wenn du gute willst (ca 1000 Lumen) bist du bei 50 € pro Birne (Preis von vor ca einem Jahr).

GreeZ psp
 
Eventuell OT, aber zu dem HFO-1234yf... Wenn es "nur" brennbar wäre, wäre es ja egal. Wenn das Kühlsystem soweit beschädigt ist das es austritt und sich am Krümmer entzünden kann dürfte das Auto Eh einen Totalschaden haben.
Außerdem fackelt nur das Kältemittel ab. Dadurch gerät das Auto selber nicht in Brand.
Das schlimme daran ist, wenn die Verbrennungsrückstände davon durch die Lüftung in die Fahrgastzelle kommen.
Wenn dieses Kältemittel verbrennt entsteht Fluorwasserstoff. Auch bekannt als Flusssäure.
Nach einem Test in dem eine Verbrennung im Motorraum absichtlich herbeigeführt wurde, dachten die Tester die Scheiben seien beschlagen.
Aber die waren nicht beschlagen sondern verätzt.
Sitzt das Unfallopfer eingeklemmt im Wagen und dieser Extremfall tritt auf, haben die Insassen andere Probleme als nur ein kaputtes Auto.
Aber weil dieses Kältemittel die Ozonschicht nicht schädigt und Millionen in die Entwicklung geflossen sind, wird daran fest gehalten. Weil es in jede Klima eingefüllt werden kann in der auch R-123 zum Einsatz kommt.

Man kann eine Klima auch mit Co2 betreiben. Aber dafür ist eine komplette Neuentwicklung der Klimaanlage nötig. Außerdem kann man dann mit dem Kältemittel kein Geld mehr verdienen.
Kurz nach dem Mauerfall gab es eine Firma in der Ehemaligen DDR die einen Kühlschrank auf den Markt bringen wollte der als Kältemittel ganz normales Butangas verwendet.

R-600a sagt dir was?
 
@Darkcloud
Wir haben auch welche, aber wenn du gute willst (ca 1000 Lumen) bist du bei 50 € pro Birne (Preis von vor ca einem Jahr).

GreeZ psp

Die Ikea-LEDs sind hervorragend, über 1k Lumen wird es allerdings schwierig.

Aber brauchst du wirklich so viel?
Ich habe eine solche LEDARE mit 400lm in einem 25m²-Raum, das reicht eigentlich.
Für präzise Arbeiten (bei mir zB Löten von SMD-Bauteilen) reicht es zwar nicht, aber da braucht man sowieso etwas anderes zum zuschalten...
 
Zuletzt bearbeitet:
@Pleitgengeier
Das sieht gut aus - jetzt müssten die Preise nur noch auf so 5 € fallen, das wäre perfekt!
Aber ich willö mal nicht meckern, 10 sind schonmal besser als 50.

GreeZ psp
 
jetzt müssten die Preise nur noch auf so 5 € fallen, das wäre perfekt!
Und wenn die Lampe nur 12€ kostet und dann 16,5W braucht, lohnt sich das finanziell auf jeden Fall, denn das Ding da dürfte einer 100W-Birne entsprechen.
Und in den 25.000 Stunden Lebensdauer braucht eine solche 2100KWh mehr, was 400-600€ entspricht.

Selbst wenn du die 5-15 Glühbirnen (2000-5000h Lebensdauer) geschenkt bekommen würdest, lohnt sich das extrem
 
Butangas.
Aber in herkömmlichen Gefrier/Kühlschränke müssten davon ~150Gramm.
Also weit mehr als wie in einem Einweg-Feuerzeug ist.
Hatte das auch nur vor Jahren mal in einer Reportage gesehen. War halt kurz nach der Maueröffnung.
 
Pleitgengeier, da gibts noch viel mehr. Schaltnetzteile werden in sehr viel Elektronik eingesetzt und sind oft Ursache für den Ausfall. Es gibt aber viel mehr Bauteile, die ausfallen können als nur die Elkos. Zudem hängt die Ausfallwahrscheinlichkeit der Elkos nicht nur von der Marke und Modell, sondern auch von den Belastungen ab. Gutes Schaltungsdesign mit optimal gewählten Bauteilen ist aber teuer.

Ähnlich verhält es sich bei anderen PC-Bauteilen wie Mainboards und Grafikkarten. Vielen Kunden ist es egal, zudem sind gute Produkte kaum zu erkennen. Teils erkennt auch der Verantwortliche beim Hersteller die Problematik gar nicht.
 
Prinzipiell sollte man sicher aber mal ein paar Dinge vor Augen führen:

billigen Scheiß produzieren ist eine Sache, der Mythos von der zeitgenau geplanten Osoleszenz eine andere.
Wenn nicht gerade ein elektronischer Zähler verbaut wurde (und das würde in den meisten Fällen dann schon rausgekommen sein) dann ist das mit der zeitgenau geplanten Osoleszenz nur Verschwörungstheorie und nicht die Wahrheit.

Viele Schwachstellen lassen sich nicht so genau planen. Das Risiko wäre da viel zu hoch, dass die Geräte noch in der Garantiezeit kaputt gehen.

Die Wahrheit ist, es wird überall gespart, weil sich nur der billige Scheiß an die breite, geizige Masse verkaufen lässt.

Und zu dem Punkt ist dann auch zu sagen, klar, ein Zahnrad aus Metall kostet dann vielleicht 10cent mehr als eines aus Kunststoff.
Nur, 10cent mal 10Mio Geräte ist dann einiges.
Und nur so rechnen Unternehmen.
Kunden neigen natürlich dazu es nicht zu verstehen warum keine Teile eingebaut wurden die das Gerät halt 2€ teurer gemacht hätten aber dafür länger gehalten hätten.

Zusammenfassend gesagt, nachgewiesene Fälle von geplanter Osoleszenz gibt es kaum.
Meinungen, Vermutungen, Befürchtungen und Bullshitgelaber dazu aber mehr als zum 11.September.
 
Die Maus Razr Deathadder hat folgendes Problem. Das Mausrad ist im inneren an so einem "Plastikkugellager" befestigt und nach einer Zeit gibt es ein Verschleiß, sodass das Mausrad keinen "Grip" mehr hat und die Maus es nicht mehr registriert, wenn man das Rad dreht.

Kann man durch Tests nicht herausfinden, wie viele Umdrehung so ein Mausrad und das eingebaute Plastik bis zum Verschleiß bei normaler Nutzung aushält?

Auf diese Weise könnte man sehr wohl statistisch herausfinden, wie lange das Material aushält und dementsprechend kann man das bei den normalen Usern auch anpassen, sodass die Maus erst nach der Garantie nicht mehr funktioniert. Natürlich gibt es bestimmt auch welche, die eine Maus intensiver benutzen und das Rad sich vorher schon verbraucht, aber im Durchschnitt wären das Ausnahmen und einen Gewinn würde man trotzdem machen, da die meisten es erst nach zwei Jahren verbrauchen.
 
billigen Scheiß produzieren ist eine Sache, der Mythos von der zeitgenau geplanten Osoleszenz eine andere.

Naja, dazwischen gibt's noch irgendwo ein "Design life", also eine bestimmte Nutzungsdauer, für die ein Gerät dimensioniert ist. Und das ist durchaus etwas sehr reales, was so ziemlich jede Firma im technischen Bereich macht.
Damit kriegt man sicherlich nicht hin, dass jedes verkaufte Gerät nach X Tagen oder Y Benutzungen die Hufe hochreißt, aber im statistischen Mittel wird es da doch sicherlich ziemlich klare Trends geben. Für die allermeisten Bauteile/Fertigungsverfahren/wasauchimmer gibt es inzwischen immerhin schon langjährige Erfahrungen auf die man in der Entwicklung zurückgreifen kann.
 
Kann man durch Tests nicht herausfinden, wie viele Umdrehung so ein Mausrad und das eingebaute Plastik bis zum Verschleiß bei normaler Nutzung aushält?

Auf diese Weise könnte man sehr wohl statistisch herausfinden, wie lange das Material aushält und dementsprechend kann man das bei den normalen Usern auch anpassen, sodass die Maus erst nach der Garantie nicht mehr funktioniert.


könnte schon.
Aber wie viele Leute würden sich dann genau von der Marke eben nichts mehr kaufen?

Oder sollten die Leute so lernresistent sein?
 
Razer ist ja schon ein wenig dafür bekannt billigen mist zu produzieren der dann auch noch recht teuer ist. Sind durch ihr "Gamer" branding trotzdem recht erfolgreich.
 
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