Auto mit längerer Standzeit, auf was achten?

Kampfmelone

süß und saftig
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Hallo,

Ich bin gerade beim Autokauf und habe da ein entzückendes Exemplar, das, weil Rentnerfahrzeug, wenig gefahren wurde, in den letzten Jahren quasi nicht mehr.
Konkret geht es um einen Ford Fiesta, 5 Türer, 80 PS, BJ 2002 und zwischen 17 und 20 tkm. Leider ist die Batterie leer, daher kein genauer Zählerstand.

Meine Frage wäre nun, auf was genau ich achten muss. Bei meinen Recherchen habe ich oft fälle gefunden, bei denen es um ein halbes Jahr oder Überwinterung ging. An was ich mich noch erinnere wäre:

Verrostete Bremsen
Bremsflüssigkeit (zieht Wasser?)
Motoröl, wobei es auch als unnötig bezeichnet wurde
Motor mit gezogener Sicherung vom Starter drehen lassen, damit Öldruck aufgebaut wird

Batterie sowieso, genauso wie Reifen (Standplatten), das ist klar.

Was ich schon sehen konnte, die Bremsen sehen extrem verrostet aus, auch die Radschrauben. Es sind im Moment Winterreifen drauf, daher denke ich auch im Winter abgestellt, mit Sicherheit nicht "konserviert", also evtl. mit Salz und Co abgestellt.

Was sagt ihr zu den von mir erwähnten Punkten? Auf was sollte man noch achten?

schonmal vielen Dank!
 
Die Batterie ist vermutlich tiefentladen, das ist normalerweise der Tod für Bleiakkus... (KA ob Regenerationsladen wirklich was bringt, Bleiakkus sollten immer randvoll gelagert werden)

Ansonsten: Bist du bei einem Automobilclub? Die bieten in ihren Werkstätten Gebrauchtwagenchecks an und finden normalerweise alle üblichen Fehler.

Wichtig ist auch das Testen von Funktionen die man gerade (und länger) nicht braucht...
Ich habe mir einen Gebrauchtwagen im Winter gekauft und dann im Sommer gemerkt dass die Klimaanlage defekt ist...
 
Verrostete Bremsen hinten trommeln ? ich bin ganz ehrlich, ich fahr einmal den berg runter dann hat sich das erledigt :D aber man kann auch einmal vorher gut mit einer drahbürste auf ner bohrmaschine drüber, das schont die beläge.
Bremsflüssigkeit (zieht Wasser?) irgendwann sollte man diese sowieso mal wechseln
Motoröl, wobei es auch als unnötig bezeichnet wurde
Motor mit gezogener Sicherung vom Starter drehen lassen, damit Öldruck aufgebaut wird wenn du sowas machst, bitte nicht zu lange, sonst geht dir noch der anlasser hopps

Batterie sowieso, genauso wie Reifen (Standplatten), das ist klar.

Was ich schon sehen konnte, die Bremsen sehen extrem verrostet aus, auch die Radschrauben. Es sind im Moment Winterreifen drauf, daher denke ich auch im Winter abgestellt, mit Sicherheit nicht "konserviert", also evtl. mit Salz und Co abgestellt.

Was sagt ihr zu den von mir erwähnten Punkten? Auf was sollte man noch achten? wenn er nicht angehen sollte, ich hatte es bei eine 2 jahre stehendem auto einmal das dieses, was nurnoch ca 10 liter im tank hatte nicht angehen wollte, dieser kleine spritrest war schlichtweg "schlecht " geworden. ist wohl darauf zurück zu führen das ein teil der bestandteile verflogen ist. im großen und ganzen würde ich auf rost achten. ich weiß nicht wie gut du dich auskennst, jedoch würde ich den guten leuten erst geld in die hand drücken wenn ich sehe das der motor läuft.

schonmal vielen Dank!

was soll er denn so grob kosten ?
 
Nach so langer Zeit muss man auch wenn man mit dem Auto regelmäßig gefahren ist mal eine neue Batterie kaufen.

Was nützen einem wenig Kilometer, wenn dafür das Auto von innen total verlebt aussieht? Also lieber mal auf den allgemeinen Pflegezustand schauen.
Öl neu, Bremsflüssigkeit kann, muss aber nicht.
Bremsen festgerostet ist kein Problem. Radschrauben ist eher ein Schönheitsfehler, aber z.B. nicht TÜV relevant.
Wenn das Auto im Moment keinen TÜV hat, mach mit den Besitzern noch aus, dass sie sich um TÜV kümmern sollen. Wenn das Fahrzeug da problemlos durch kommt, dann hat es schon mal sicherheitstechnisch für die nächste keine Probleme vermutlich.
War das Fahrzeug denn überdacht abgestellt?

Ansonsten, wenn die aktuellen Besitzer da noch sehr viel Geld für haben wollen wegen den wenig KM: Eher nicht nehmen und lieber ein Langstreckenfahrzeug nehmen was zwar vllt. viel viel mehr KM gelaufen hat, aber dafür auch bewegt wurde. Nur niedrige Kilometer sind kein Garant für ein gutes Fahrzeug. Ich weiß auch nicht, woher dieser Irrglaube immer kommt....
 
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  • #5
Der Karren soll 2.400 € kosten, für das Geld findet man ähnlich alte mit über 100 tkm.
Das Fahrzeug stand immer in einer Garage.
Die Radschrauben würde ich dann doch Tauschen, da ich ehrlich gesagt angst habe dass sie irgend wann nicht mehr rausgehen :) ist aber ja kein Act.

Bis auf ein paar Flecke auf den Sitzen sieht alles quasi neu aus, und das ohne dass er für den Verkauf noch mal geputzt wurde. Er wurde meist nur zum Einkaufen bewegt. Auch außen kein einziger Kratzer.
Auch ist der Verkäufer mir nicht unbekannt, ein wenig Vertrauen kann ich ihm schon entgegenbringen.

So "kleine" Sachen wie Ölwechsel machen halt relativ zum Kaufpreis nicht unbedingt so wenig aus wenn es sich häuft.

Ansonsten: Bist du bei einem Automobilclub? Die bieten in ihren Werkstätten Gebrauchtwagenchecks an und finden normalerweise alle üblichen Fehler.
Weiß jemand, was so etwas kostet?
 
Oha, da ist er ja wieder: Der Wagen, der von einem Rentner nur ab und zu zum Wasserkisten kaufen
benutzt wurde. Ansonsten hat er nur in der Garage gestanden. Ehrlich :D

Wenn Du keine Ahnung hast, dann frag Leute die sie haben: den einzig wahren TÜV
Mit 60 €uronen bist Du dabei



Sollten die jetzigen Besitzer, vermutlich die Kinder oder Enkel des Einkaufsrentners nciht damit
einverstanden sein, dann lass die Finger von dem Auto.
Wenn sie's gestatten, dann leih Dir eine Batterie und fahr zur Gebrauchtwagenuntersuchung.
Das habe ich früher auch gemacht und es lohnte sich!
Zwei Wagen die ich im zarten Alter von 18/20 Jahren kaufen wollte, hätte der TÜV fast sofort stillgelegt.
Hat mich eine Menge Geld sparen lassen :T
 
Blöde Frage:
Was heißt "mehrere Jahre"?
Hat das Auto länger als 7 Jahre abgemeldet gestanden, werden die Daten beim Kraftfahrt Bundesamt gelöscht und es ist eine Neuabnahme fällig. Die ist dann mal eine Ecke teurer als eine HU.
Kann mich auch täuchen:unknown:
 
Blöde Frage:
Was heißt "mehrere Jahre"?
Hat das Auto länger als 7 Jahre abgemeldet gestanden, werden die Daten beim Kraftfahrt Bundesamt gelöscht und es ist eine Neuabnahme fällig. Die ist dann mal eine Ecke teurer als eine HU.
Kann mich auch täuchen:unknown:

denke nicht bei bj 2002.
 
Na Ja Ich kenne die Rentner nicht. :D
Aber ich kenne einen der einen Opel Zafira gekauft, angemeldet und vielleicht 2x mit gefahren ist. Da wuchs das Unkraut oben aus der Motorhaube wieder raus. Der konnte froh sein das er nicht über einer Eichel oder Kastanie geparkt hat:cool:
 
Der Karren soll 2.400 € kosten, für das Geld findet man ähnlich alte mit über 100 tkm.

issup hat es schon gesagt: Autos können sich auch kaputt stehen. D.h. Dichtungen werden durchlässig, Dreck lagert sich ab, Korrosion setzt ein (in den Aggregaten). Hinzu kommt, dass die Kiste vermutlich nur Kurzstrecken gesehen hat, was für Autos potentiell sehr ungesund ist. Außerdem ist es ein Ford...
Batterie, Bremsen und TÜV werden deine kleinsten Probleme sein.

Ich würde mir für das Geld einen alten Toyota kaufen. Da haste vermutlich mehr von...
 
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  • #12
Oha, da ist er ja wieder: Der Wagen, der von einem Rentner nur ab und zu zum Wasserkisten kaufen
benutzt wurde. Ansonsten hat er nur in der Garage gestanden. Ehrlich :D

Wie gesagt, das Vertrauen ist da. Ich habe den Kontakt über eine Bekannte bekommen, die den alten Herren betreut. Dieser ist nicht mehr in der Lage sich um den Karren zu kümmern, seit 2 Jahren ist er nicht mehr gefahren, aber angemeldet, mit Versicherung und allem.

Bewegt wurde er wohl vor 3 Jahren das letzte mal.

Ich werde jetzt versuchen die Karre vom Fleck zu bekommen (erst mal mit nem Ladegerät, die Batterie ist wohl nicht ganz so alt) und dann ab zum Gebrauchtwagencheck, ihr habt ja Recht :D
tüv bräuchte er ja eh neu, eventuell kann man das ja Verbinden.

Ich würde mir für das Geld einen alten Toyota kaufen. Da haste vermutlich mehr von...
Ich habe schon nach Toyotas gesucht - habe jedoch keinen gefunden der meine Bedingungen erfüllt.

Ich habe vor damit die nächten 3-4 Jahre zur Hochschule zu fahren, Hin- und Rückfahrt zusammen 60 km, etwa 20 tkm pro Jahr mit sonstigen Fahrten also.
Auch sollte es nicht all zu klein sein (4 Türen sind Pflicht) und nicht untermotorisiert, und fast am wichtigsten: keine Kartoffel. Und günstig natürlich auch noch :D
 
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  • #15
was ist eine kartoffel ? :D :D

Eine Kartoffel ist für mich ein rundlicher Klein(st)wagen ähnlich Ford Ka, aber auch VW Up, Nissan Micra und ähnliche. So etwas kann ich gar nicht ab.
btw: aus welchem bundesland bist ud denn, vllt kann man dir ja dabei helfen ?

PLZ ist 89520, Baden-Württemberg

Mazda ist auch sehr zuverlässig. Bei deiner Kilometerleistung lohnt sich auch schon ein Diesel.

Anfangs habe ich Diesel gesucht, bin aber wieder davon abgekommen da die alle so teuer waren, allerdings habe ich BJ <= 2006 gesucht. Die 323er gefallen mir zwar, allerdings gibt es kaum noch welche nach BJ 2000, die Mazda 3 fangen dann mit Benzin erst bei so 5000 an.

Unterhalt ist ja auch nicht ohne, Steuern sind höher und in die Werkstatt wollen die Diesel wohl auch öfter, wie ich gelesen habe. Wie groß dieser Faktor ist weiß ich leider nicht.

Danke schon mal für eure Hilfe :T
 
Ich hatte schon einige Autos, momentan fahre ich einen Diesel und wüsste nicht warum dieser öfter in die Werkstatt sollte als ein gleich ausgestatteter Benziner (Turbo, Einspritzanlage, Kat). Falls du vorhast den Wagen bis zum Ende zu fahren, wird dieses Ende vom Motor her mit einem Diesel in fernerer Zukunft liegen als bei einem Benziner.
Da aber meistens nicht der Motor das Hauptproblem ist sondern dass alles andere, inkl. Karosserie, weggammelt, bin ich letztendlich bei einem Audi A2 TDI gelandet. Alles bis aufs Fahrwerk aus Alu, so ist er nur Aktiv zerstörbar.

Du solltest dir die Benziner/Dieselentscheidung wirklich gut durchrechnen und Überlegen und auch eiinen Blick auf LPG und Erdgas werfen.

PS: Bei 60km pro Werktag + Wochenendausflüge, Besuchsfahrten und Urlaub würde sich meiner Meinung ein Diesel oder Benziner mit Gasumbau auf jedenfall lohnen.


Gruß DM
 
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  • #17
Nur haben Benziner (in dieser Klasse) eben meist keinen Turbo, Partikelfilter kommt beim Diesel auch noch hinzu. Einen Diesel mit < 150.000 und BJ nicht all zu alt findet man leider nicht besonders günstig, wobei ich mich gerne des besseren belehren lasse.

LPG's findet man leider recht selten (Modelle die mir gefallen und bezahlbar sind) und man hat das Problem, dass man nie weiß ob verkauft wird, weil der Umbau Probleme macht.

Ich habe den Fiesta nun heute Probegefahren, sprang nach laden der Batterie sofort an, bin zur Tanke Reifen auffüllen. Nächster Schritt ist ab zum Tüv und checken lassen.
 
Hast du schon mal etwas rumgerechnet? Z.B. hier:
Selbst wenn ein Diesel pro Jahr 1/3 oder 1/2 mehr Wartungskosten verursacht, was bei mir seit kauf mit 125T bis jetzt mit 208T km definitiv nicht so war, rechnet sich das ab einer bestimmten Strecke pro Jahr.

Ich für mich habe das gefühl du hast dich entschieden, egal was für agumente kommen. Du solltest dich allerdings fragen was du möchtest:
Ein Auto womit du günstig und bequem pendeln kanst?
Ein Auto was dir vom optischen absolut zusagt? (währ bei mir aber definitiv kein Fiesta währe...)

Ich bin selbst inzwischen seit einiger Zeit student und bin vor dem Studium am Tag ca. 60-70 km gependelt. Mit meinem Diesel konnten selbst die Öffentlichen lange nicht mithalten. Inzwischen komme ich auf +/- 0 raus, da ich nicht mehr so viel fahre, aber 850-900 km für ca. 60€ sind bei jedem Urlaub und jedem Besuch bei der Familie ein Agument.

Letztendlich musst du halt schauen was du willst.

Gruß DM
 
Also ein Auto das drei Jahre stand ist hinüber. Das Benzin ist auf jeden Fall schlecht, und es würde mich nicht wundern wenn das Öl schon an manchen Stellen verharzt ist. Für das Geld - no Way!
ich hab den hier gestern gefunden , weil ich einen Shclachter kaufen wollte :
liegt knapp über deinem Budget, hat aber ne Gasanlage die schon soviel kostet wie das ganze Auto, und das ist ein Wagen von dem man was hat. Ich hab nämlich so einen und weiß wovon ich rede. Allerdings- fürn Studenten auch nicht ganz billig. Hat Durst und braucht auch mal die ein oder andere reparatur. Dafür absolut zuverlässig und ein echtes Eisenschwein - darin ist man sehr sicher aufgehoben.
 
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  • #20
Ich glaube gerne dass ein Diesel oder LPG auf Dauer billiger ist. Ich schätze jedoch die Chance, dass ein LPG Umbau Probleme macht, höher ein als bei einem "normalen" Benziner.
Mein Budget ist jetzt nicht unbedingt limitiert auf unter 3000 €, jedoch sehe ich es irgendwie nicht ein für einen 12 Jahre alten Diesel mit über 150, eher 200 tausend Kilometern noch über die 3000 € hinzulegen.
Außerdem müsste ich die Autos ja auch noch suchen, anschauen, was vor allem bei LPGs auch nicht so einfach ist. Den Fiesta kann ich sofort nehmen. Der kommt morgen zum Tüv und dann sehe ich weiter.
 
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