[Sonstiges] Erfahrungspunkte und Levelaufstiege statt Noten an Wiener Schule

Bereits seit drei Jahren vergibt der Wiener Lehrer Christian Haschek keine herkömmlichen Schulnoten mehr, sondern Erfahrungspunkte. Seine Inspiration zog Haschek, der bereits während seiner Ausbildung über eine transparentere und modernere Art der Schülerbewertung nachgedacht hatte, aus den Fortschrittssystemen von Rollenspielen.

Sowohl für seine Schüler, als auch deren Eltern, hat der Bildungsvisionär zusätzlich eine eigene Internetpräsenz ( ) entwickelt, welche über den aktuellen Status und Fortschritt der schulischen Leistungen Auskunft erteilen soll.

Ähnlich wie man es aus Rollenspielen her kennt, gibt es nach einer bestimmten Anzahl erreichter Erfahrungspunkte einen Stufenaufstieg. Die Anwesenheit im Unterricht und eine produktive Wortmeldung werden nach Hascheks-System mit 5'XP' belohnt. Für ein Referat erhalten die Schüler 20XP und für eine hervorragende Hausaufgabe sogar ganze 35XP.

Dieses alternative Bewertungssystem könne es den Schülern erleichtern, ihren Leistungsstand besser einsehen zu können und in Erfahrung zu bringen, wie viele Punkte sie von der nächstbesseren/schlechteren Note trennen.

In seinem erklärt der Lehrer, dass sein System nicht vollkommen frei von Schwächen sei. Es bestehe die Gefahr, dass sich gute Schüler auf ihren gesammelten XP und der damit verbundenen Schulnote ausruhen könnten. Weiter berichtet er allerdings von komplett gegenteiligen Beobachtungen. Die Schüler einer höheren Stufe seien deutlich aktiver gewesen und halfen ihren Mitschülern, damit diese ebenfalls ihre Stufe erhöhen konnten. Er spricht dabei vom 'High-Level-Syndrome'. Die Schüler hätten eine größere Selbstsicherheit durch das Wissen, dass sie bereits eine bestimmte Punktzahl und somit Schulnote erreicht haben.

Abschließend betont Haschek, dass das System noch nicht für den großflächigen Einsatz geeignet sei und entsprechend an die Bedürfnisse anderer Lehrer und Unterrichtsfächer angepasst werden müsste, erwähnt zugleich aber auch, dass viele andere Lehrer von dem neumodischen Bewertungsansatz begeistert gewesen seien.

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Danke für den Hinweis auf diese Meldung an Fhynn & Localhorst
 
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Einerseits lustige Idee, andererseits praktische Idee, weitererseits Symptom der Leitungs(Sklaventreiber)Gesellschaft
 
Die letzten Jahre Schule waren für mich eben wegen Mathe die absolute Hölle.
Irgendwann, ich schätze so ab Klasse 10/11 hat sich bei mir im Kopf ein wichtiger Schalter nicht umgelegt und alles was dann in Mathe kam war so als ob ich aufeinmal Mandarin lesen würde.
Letzte Klasse wiederholt und dann auch nur deshalb das Abitur geschafft weil ich in Mathe die Antworten der Prüfungen auswendig gelernt habe, in Hoch auf genormte Tests und meinen idiotischen Mathelehrer der mich fortan wie nen Zurückgebliebenen behandelt weil ja Oberstufen Mathe so wichtig ist um in der Welt zu bestehen.
Scheiß auf ihn und diese Schule, der Typ würde von mir nichtmals dann ein Glas Wasser bekommen wenn er plötzlich brennend vor meiner Haustür stünde.
Ich bezweifle aber das mit XP die Situation anders gewesen wäre.
 
@Malfunctioning Eddie: gut zusammengefasst.

Ich hab das ähnlich erlebt und zwar begriffen, dass Mathe wichtig ist, aber bei >höhere Existenz< ich glaub Mathe wird hauptsächlich von absoluten Psychopathen oder Soziopathen unterrichtet, und da soll man Enthusiasmus für das Fach aufbauen? lächerlich...
 
Waldorf Schulen sind eine ganz gute Alternative zu der Irrenanstalt. Ich wünschte ich wäre auf eine Waldorf gegangen, dämliche und unwissende Mutter :m
Kein Wunder dass die deutsche Jugend so strunzdumm und interessenlos ist. In der Schule wird der naturgegebene Geist zerstört und jeder der sich dem Unterricht nicht anpasst wird mit ADHS diagnostiziert etc.



Mittlerweile ist das "normal" geworden - wie pervers ist denn das?!
 
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  • #25
Die letzten Jahre Schule waren für mich eben wegen Mathe die absolute Hölle.

Du sprichst mir aus der Seele. Ich war im Matheunterricht nur dazu gut, dass mein Lehrer seine Aggressionen an mir abbauen (vielleicht auch aufbauen) konnte, wenn ich die Aufgabe auch nach der fünften Erklärung noch nicht verstanden hatte oder ich meine Hausaufgaben mal wieder vollkommen falsch "interpretierte". :D

Waldorf Schulen sind eine ganz gute Alternative zu der Irrenanstalt.

Das sehe ich um ehrlich zu sein ganz ähnlich. Ich habe mich, aus Unwissenheit, darüber sehr gerne amüsiert und den ein oder anderen Scherz macht man immer noch, aber nachdem ich einige Leute von der Waldorfschule habe kennenlernen dürfen, hat sich mein Bild vollkommen verändert. Im Nachhinein wäre ich ebenfalls lieber Waldorfschüler gewesen, Namen tanzen hin oder her, aber die Vorteile scheinen wirklich zu überwiegen.
 
Wann musst du denn Differenzialgleichungssysteme lösen? Im Alltag? Wenn du es im Beruf brauchst, dann muss es dir eben in der Ausbildung oder im Studium gelehrt werden. Wieso soll denn die gesamte Bevölkerung sowas lernen müssen nur weil es ein geringer Teil im Endeffekt benötigt?

Mit dem Argument, könntest du aber Schule quasi auf null zusammenstreichen.
Von meiner Warte hätte ich dann niemals Biologie, Musik, oder den Deutsch-Oberstufenstoff gebraucht. Wie soll das funktionieren?

Mathe kannst du dir genauso beibringen, wenn du es unbedingt lernen willst. Du lernst die Grundrechenarten, wie das Lesen und Verstehen von Texten. Du hast die Werkzeuge, ist doch vom Prinzip das gleiche Paar Schuhe.
Man merkt dass du keine Ahnung von Mathe hast :)
 
@SomeChap: Das Video macht es echt schwer, dich ernst zu nehmen. Wenn ich an die Studenten-Politik denke, die mit kolektiven nicht-erscheinen bei Pflichtklausuren den Klausurenzwang ausgehebelt haben. Ergebnis des Bildungsstreiks 2009 der Studenten war, dass (zumindest in NRW) die Anwesenheitspflicht in Vorlesungen gesetzlich verboten wurde (Hochschulzukunftsgesetz nennt sich das ganze). Das heißt, der Student kommt und geht, wann er will, wenn er halt nicht zur Klausur geht, hat er nicht bestanden, wenn er nicht zur Vorlesung geht, muss er gucken wie er den Stoff nachholt, keine Bimmel, die ihn zwingt, zu einer bestimmten Uhrzeit irgendwo zu sein. Im Berufsleben ist es vielleicht wichtig, sich auf Uhrzeiten zu einigen. Wenn ich eine Konferenz abhalten möchte, aber am Ende alleine im Konferenzraum stehe, hat ja auch niemand was davon. Wenn ich in der Schule auf Toilette musste, habe ich das entweder in der Pause gemacht oder bin halt gegangen, wenn ich zurückkam und der Lehrer fragte, wo ich war, sagte ich halt auf Toilette, ist doch kein Ding :unknown:. Wenn ich etwas ganz wichtiges loswerden wollte, beispielsweise weil mir ein Schritt nicht klar war, der der Lehrer (oder heute der Prof) gemacht hat, dann hab ich halt einfach "Stop" gerufen, ohne meine Hand zu heben, hat wunderbar funktioniert. Ich habe mich auf die staatlich verordnete Pause gefreut, weil ich dann mit gleichaltrigen Spaß haben konnte, hat doch nix damit zutun, dass ich mich bewegen muss, wenn ich nicht will, setz ich mich halt schon vor den nächsten Klassenraum...
 
Naja du das Ganze anscheinend nicht verstanden.
Es geht darum dass eine Institution (in diesem Falle der Staat) dich zwingt zum Zeitpunkt X am Ort X zu sein. An diesem Ort wirst du quasi gezwungen für dich absolut uninteressanten und vollkommen entbehrlichen Mist aufzunehmen. Weshalb nicht das lernen worauf du selbst Bock hast? Nö, dir muss etwas aufgezwungen werden und du musst es verinnerlichen!
Du fasst es als normal auf und dennoch ist es absolut pervers. Wenn du selbst Interesse an einem Thema/einer Tätigkeit zeigst dann lernst du es automatisch und nicht bewusst wie "heute Abend muss ich das und das lernen weil morgen Test ist". Verstehst? Autodidakt ist hier das Stichwort. Die größten Köpfe der Menschheit waren Autodidakten ;)
Schule ist absolut unproduktiv und schädlich für den kindlichen/jugendlichen Geist.
 
In Österreich zB gibt es keine Schulpflicht, sondern eine Unterrichtspflicht, die nicht in einer Schule abgeleistet werden muss. Auch müssen die unterrichtenden Personen für die Kinder, die ihrer Unterrichtspflicht ausserhalb der Schule nachkommen, keine Lehrer sein. Bestehen diese die alljährlichen Externistenprüfungen, dann gibt es keinen Grund sie zum Besuch einer anerkannten Schule zu verpflichten.
Das ist dem verfassungsrechtlich verbrieften Recht geschuldet, dass den Eltern die volle Erziehungshoheit zuspricht. Auch andere europäische Länder haben anstatt der Schulpflicht eine Unterrichtspflicht. Wer als Deutscher der Schulpflicht entfliehen will, der könnte in Österreich eine Alternative finden.

SomeChap schrieb:
Schule ist absolut unproduktiv und schädlich für den kindlichen/jugendlichen Geist.
Eine sehr gewagte These.
Besonders, da es Schultypen a la Waldorfschulen usw gibt.
Diesen Schultyp hat du ja schon selbst lobend erwähnt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Naja du das Ganze anscheinend nicht verstanden.
Es geht darum dass eine Institution (in diesem Falle der Staat) dich zwingt zum Zeitpunkt X am Ort X zu sein. An diesem Ort wirst du quasi gezwungen für dich absolut uninteressanten und vollkommen entbehrlichen Mist aufzunehmen. Weshalb nicht das lernen worauf du selbst Bock hast? Nö, dir muss etwas aufgezwungen werden und du musst es verinnerlichen!
Du fasst es als normal auf und dennoch ist es absolut pervers. Wenn du selbst Interesse an einem Thema/einer Tätigkeit zeigst dann lernst du es automatisch und nicht bewusst wie "heute Abend muss ich das und das lernen weil morgen Test ist". Verstehst? Autodidakt ist hier das Stichwort. Die größten Köpfe der Menschheit waren Autodidakten ;)
Schule ist absolut unproduktiv und schädlich für den kindlichen/jugendlichen Geist.
Bis zur zehnten Klasse. Das muss man als minderjähriger vielfältig aushalten, nicht nur in Bezug auf Schule. Danach ists doch ralle, kannst machen was du willst. Autodidaktisch ist nicht direkt der wesentliche Begriff, eher intrinsische Motivation.
 
Eine sehr gewagte These.
Besonders, da es Schultypen a la Waldorfschulen usw gibt.
Diesen Schultyp hat du ja schon selbst lobend erwähnt.

Ist keine These sondern ne Tatsache. Im Bezug auf Schule meine ich lediglich die staatlichen Schulen die Heinz so kennt, Hauptschule, Gymnasium.. und wie die alle heißen. Schule ist nichts grundsätzlich schlechtes nur das momentane Schulsystem ist sowas von beschissen, da verkorst eine ganze Generation nur weil es die Bürokraten nicht anders kennen und es für richtig halten. Zumal begünstigen die schlechten gesellschaftlichen Umstände die Einschulung von Kindern da die Eltern beide arbeiten müssen oder strunzdumm sind bzw. nicht die Möglichkeiten haben ihr Kind selbst zu unterrichten.

Bis zur zehnten Klasse. Das muss man als minderjähriger vielfältig aushalten, nicht nur in Bezug auf Schule. Danach ists doch ralle, kannst machen was du willst. Autodidaktisch ist nicht direkt der wesentliche Begriff, eher intrinsische Motivation.

Und bis dahin hat der Minderjährige weder eigenständiges Denken noch denken in Zusammenhängen gelernt. Später heisst es dann "Joa der Chef hats gesagt also muss es auch so richtig sein und nicht anders" und "Mach eine Ausbildung.. erledige einen Job für 8,50 die Stunde.. konsumiere.. gründe eine Familie".

Schon krass was alles unter Normalität verstanden wird :confused:
 
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  • #32


Wie dein Körper, die Umwelt und andere biologische Systeme grob funktionieren halte ich für durchaus brauchbar und sinnvoller als Integralrechnung. Es kann unter Umständen wirklich von Vorteil sein, dass man weiß, dass Menschen auch nur Tiere sind.
Musik, sehe ich irgendwo ein, aber ich gebe zu bedenken, dass weder Biologie noch Musik Hauptfächer sind, welche dich dein komplettes Schulleben über begleiten. Mathe hast du immer.

Texte zu lesen und zu interpretieren halte ich ebenfalls für deutlich wichtiger und nützlicher. Lesen musst du in fast jedem Beruf und selbst wenn es zuhause nur die Zeitung ist. Ja, selbst dort kann es hilfreich sein, mehr als 'nur lesen' zu können.
 
Was ist denn daran so verkehrt, dass man bei einem allgemeinen Abitur auch allgemeine Themen behandelt? Wenn man das nicht möchte, kann man sich doch frühzeitiger auf irgendwas "realitätsnäheres" spezialisieren (Fachabi/Ausbildung)...
Davon abgesehen geht es doch gar nicht so sehr um die Inhalte sondern um die methodischen Kompetenzen. Durch Mathe lernt man eben logisches Denken und Abstraktionsvermögen, u.a. deshalb, weil die Mathematik in sich geschlossen und logisch ist. Wenn man statt dessen lernt wie man seine Steuererklärung macht hat man es dagegen mit völlig willkürlichen Sachverhalten zu tun, mal davon abgesehen , dass die ganzen Inhalte bis man sie tatsächlich anwenden kann eh veraltet sind.
Im übrigen habe ich so ziemlich alle im Matheunterricht gelernten Inhalte später mal gebraucht. Natürlich haben dafür die Inhalte andere Fächer für mich erstmal keinen näheren Bezug zur Realität, aber aus den oben genannten Gründen halte ich es trotzdem für sinnvoll in einem breiten Beteich unterrichtet zu werden.

Zur News-Meldung: Für mich wäre so ein Notensystem die absolute Katastrophe gewesen, da ich meist erst 1-2 Tage vor einer Klausur wirklich damit angefangen habe mich intensiv mit einem Thema auseinander zu setzen und den Rest der Schulzeit eher entspannt verbracht habe :D
Dadurch habe ich gelernt, mich schnell, effizient und eigenständig in neue Themengebiete einzuarbeiten, was sich sowohl im späteren Studium als auch im Arbeitsalltag als unglaublich hilfreich herausgestellt hat. Dass man mit dem XP-System "lernt zu lernen" sehe ich noch nicht so richtig...
 
Und bis dahin hat der Minderjährige weder eigenständiges Denken noch denken in Zusammenhängen gelernt.
Ne, das fällt einfach unter Erziehung.

Ich war auf einer Gesamtschule da gabs schon immer upgrades, und zwar pro Fach, wenn man gut war bekam man ein upgrade wenn man in genug fächern das upgrade hat kann man abitur machen.
 
Wie dein Körper, die Umwelt und andere biologische Systeme grob funktionieren halte ich für durchaus brauchbar und sinnvoller als Integralrechnung. Es kann unter Umständen wirklich von Vorteil sein, dass man weiß, dass Menschen auch nur Tiere sind.
Das sind aber alles Dinge, die man größtenteils einfach nachlesen kann. Das hat absolut nichts mit dem Erlernen einer Kompetenz zu tun.

Musik, sehe ich irgendwo ein, aber ich gebe zu bedenken, dass weder Biologie noch Musik Hauptfächer sind, welche dich dein komplettes Schulleben über begleiten. Mathe hast du immer.
Damit hast du sicherlich recht. Der Grund, warum man Mathe eben als Hauptfach definieren muss, sieht man beispielhaft sehr gut an dir. Nämlich grenzenloser Hass gegenüber dem Fach ...

Texte zu lesen und zu interpretieren halte ich ebenfalls für deutlich wichtiger und nützlicher. Lesen musst du in fast jedem Beruf und selbst wenn es zuhause nur die Zeitung ist. Ja, selbst dort kann es hilfreich sein, mehr als 'nur lesen' zu können.
Da kommen wir schlicht nicht zusammen ;)
Das Interpretieren uralter Texte und Gedichte bringt mich absolut nicht weiter. Ich bestimme eher selten das Versmaß von wissenschaftlichen Abhandlungen und suche dann ein paar Aliterationen.
Außerdem: Wer in der zu Beginn der Oberstufe noch keine Texte lesen und ein Stück weit "zwischen den Zeilen" lesen kann, dem hilfst du auch dann nicht mehr dabei.

Was ich aber im Endeffekt ausdrücken wollte: Nur weil Mathe von vielen Leuten aus irgendwelchen Gründen gehasst und mit dem (vorgeschobenen) Argument "Das brauch ich gar nicht!" für nutzlos erklärt wird, heißt das bei weitem noch nicht, dass es wirklich nutzlos ist. Im Endeffekt wird jeder ein Fach finden, das für ihn persönlich sinnlos war. Allerdings nennt sich das Ganze nunmal "allgemeinbildend". Und Mathe ist einfach pure Logik, und davon haben viele sowieso viel zu wenig. Also sollte man das nicht noch weiter reduzieren.
 
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  • #36
Außerdem: Wer in der zu Beginn der Oberstufe noch keine Texte lesen und ein Stück weit "zwischen den Zeilen" lesen kann, dem hilfst du auch dann nicht mehr dabei.

Das stimmt. In Mathe ist es jedoch genau der gleiche Schuh, das lernst du dann nämlich auch nicht mehr. Ich würde sogar behaupten, dass der Hilfeansatz dort noch viel schwieriger ist. Das sage ich allerdings aus der Position heraus, dass ich in Mathe immer zum unteren und in Deutsch immer zum oberen Drittel gehört habe.

Mathe hat auf jeden Fall seinen Sinn, das will ich gar nicht bestreiten, jedoch nur bis zu einem gewissen Punkt, wie ich finde. Sobald die wirklich wichtigen alltäglichen Kompetenzen erlernt wurden, könnte man Mathe eventuell zum Nebenfach degradieren oder im Stoff eben nicht weiter nach den Sternen greifen, sofern ein Schüler nicht beabsichtigt, später in einem Berufsfeld tätig zu sein, indem ihm weitere Kompetenzen und weiteres Wissen der Mathematik weiterbringen und nützlich sind.

Mir hat es die letzten drei Jahre jedenfalls nichts gebracht. Nicht wirklich, zumindest nicht bewusst.

hätte, wäre, könnte - Ich wollte das Thema nicht zum Mathehass-Plädoyer nutzen. Ja, ich hasse Mathe. Nein, das wird sich in Leben aller Voraussicht nach nicht mehr ändern. :D
 
mMn ist die Fächeraufteilung wie sie heute gemacht wird nicht mehr zeitgemäss. Themen sind interdisziplinär und sollten auch so behandelt werden.
Die mathematischen Themen gehören eigentlich alle mit in die verschiednen Fächer. Exponentialfunktion, differentialgleichungen, Vektorrechnung, Statistik, das ergäbe viel mehr Sinn wenn man dies nicht nur sinn-konstruiert im Fach Mathematik behandelnwürde sondern jeweils im Kontext der Fächer in denen das wirklich Anwendung findet. Das wäre auch nicht deutlich schwerer.
 
Willst du Elektrodynamik im Gymnasium unterrichten? :D

Zumindest in technischen Gymnasien werden zB Differentialgleichungen 2. Ordnung am Beispiel LC-Schwingkreis oder Feder-Masse-Pendel erklärt, ist das im "normalen" Gymnasium anders?
 
Ja ist es, davon hab ich naemlich noch nie was gehoert :D Solche Sachen kamen dann im Ansatz (!) in Physik vor. Gott, war ich froh als ich Physik in der 11ten abwaehlen konnte...

Ansonsten: Das was der Agent sagt, Mathe ist zum kotzen und irgendwann in der 9ten bin ich da auch komplett ausgestiegen und habs immer gerad so auf eine 4 geschafft..
 
Ich meine damit, das es einen Themenblock "Bevölkerungswachstum" geben sollte, so als Beispiel, und in dem werden dann globale Auswirkungen besprochen (VWL), wie damit hier umgengangen wird (Politik), was exponentielles Wachstum ist (Mathematik) wie Menschen früher darüber gedacht haben (Geschichte) und wie berühmte Dichter das Thema aufgegriffen haben (Deutsch) und wie man das Thema in den USA betrachtet (Englisch).
 
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