Zwischen Freundin und Familie entscheiden?

Das hab ich nicht gesagt, obwohl es in vielen Kulturen gut funktioniert.
 
@War-10-ck:

Irgendwie reden wir aneinander vorbei, ich teile die Meinung von BurneR. Ich sahg dem TS auch dass er zu seiner Familie halten soll. Und wenn die beiden als Paar endlich Stellung in dem Drama beziehen würden so wird sich das mit seinen Eltern auch schnell lösen.

Aber es geht nicht dass dort ein die einen Eltern die anderen zur Weißglut bringen und man daneben steht und einen auf Schweiz macht.
 
Und was soll dann der TE großartig machen? Zu der Eltern der Freundin gehen und sagen "Dududu, das ist ganz böse!" oder n Streit mit der Freundin beginnen das die endlich ihre Eltern zur Vernunft bringt? Ansonsten stimme ich BurneR bei seinem Posting hier zu.
 
Bei der Trennungsquote heutzutage würde ich mir das gut überlegen, ob ich einen Bruch mit den Eltern riskiere. Zum Schluß bist du enterbt und die Freundin ist weg und du stehst mit leeren Händen da.
 
@Larius:

Hab ich doch schon gesagt oder? Da es zu keiner vernünftigen Aussprache von den beiden Eltern kommen wird. Im Endeffekt hätte man früher handeln solllen.

Aber was man jetzt noch tun kann ist meiner Meinung nach folgendes. Er entschuldigt sich bei seinen Eltern. Macht aber auch klar dass er sich nicht von ihr trennen wird. Vielleicht wenn die beiden wirklich nen Traumpaar sind, ziehen sie zusammen und werden von seinen Eltern unterstützt. Aber dafür muss man erst die Sache mit den Eltern klären und die sollen dann auch über den Aktionen von den anderen stehen und darauf nicht mehr reagieren.

Zu den anderen Eltern entweder die kommen damit klar dass Ihr Kind erwachsen wird und überwinden endlich ihre Verlustängste, so dass man weiterhin Kontakt haben kann was bedeutet die hören auf ihr Leben zu sabotieren, was bedeutet man lässt auch seine Eltern in Ruhe oder es herrscht Funkstille womit Sie ihre Verlustängste verwirklichen würden bis sie sich besinnen.

Es ist schwierig hier genau zu beraten weil man die Geschichte nicht ganz kennt.
 
Niemals! würde ich für meine Eltern oder sonst jemanden meine Traumfrau verlassen.

Geh einfach hin und gib deine Schlüssel ab - eventuell noch mit ihr gemeinsam.
Das ist vermutlich das schlimmste was du ihnen "antun" kannst, und wenn sie dann nicht zur Vernunft kommen hast du immer noch die richtige Entscheidung getroffen...

Edit:
Fraglich ist nur, ob die Eltern die finanzielle Abhängigkeit ausnutzen...

@Endor: Wenn er mit der Freundin Schluss macht und - wenn sie wirklich so gut passt - das später bereut, endet das auch mit ewigem Hass zu den Eltern.
Besser, er streitet mit den Eltern sowieso und behält die Freundin, mit der Wahrscheinlichkeit dass die Eltern es irgendwann einsehen.

Im Bekanntenkreis meiner Eltern gab es eine ähnliche Geschichte (nur dass hier den Eltern der Freund der Tochter nicht passte), dort endete der Druck der Eltern mit dem Selbstmord der Tochter - glaubt hier jemand, die würden nochmal genau so handeln? Allerdings war das noch "eine Generation früher"...
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich könnte mich mit keiner Familie identifizieren, die sich so...infantil benimmt. Du hast natürlich das Problem der finanziellen Abhängigkeit. In dem Fall rate ich dir an, Kooperation zumindest zu simulieren und am Ende mit "ihr habt mir keine Wahl gelassen" zu rechtfertigen.
 
Sie haben sich die Mühe gemacht, dich großzuziehen und finanzieren dich immer noch.

Dazu haben sich die Eltern bei der Zeugung des Kindes entschieden.

Sie haben die Pflicht, den TS bis zum Ende der ersten Ausbildung zu unterstützen. Dadurch aber nicht das Recht erworben, solche Ultimaten zu stellen.
 
@Chegwidden:

Richtig und in welchem Umfang? Eine eigene Wohnung müssen sie ihm nicht zahlen? Bis 25 daheim? Studentenwohnheim?
 
Sie haben die Pflicht, den TS bis zum Ende der ersten Ausbildung zu unterstützen. Dadurch aber nicht das Recht erworben, solche Ultimaten zu stellen.
Natürlich sind sie in der (juristischen) Pflicht, Unterhalt zu zahlen. Das entbindet den Unterhaltenen aber nicht von der (moralischen) Pflicht zur Dankbarkeit. Ich meine auch nicht, dass sich der TS alles gefallen lassen muß. Aber er muss auch nicht in der ersten Wut alle Türen zuschlagen. Ich vermute, dass es einen Kommunikationskanal gibt, den er (eventuell etwas später) dann noch nutzen kann.


dort endete der Druck der Eltern mit dem Selbstmord der Tochter
In dem Fall lag wahrscheinlich eine zusätzliche psychische Störung vor. Darauf kann die "Umwelt" ihr Handeln nicht abstellen (es sei denn, die Störung ist bekannt).
 
Das ist eine sau schwere Situation in der du dich da befindest. Dennoch, trenne dich auf keinen Fall von deiner Freundin. Egal wie lange das hält, ob bis nächste Woche oder bis ans Ende eures Lebens. Wenn du in der Situation tust, was dein Vater möchte, wird er versuchen, dich dein Leben lang auf die Art und Weise zu kontrollieren, abgesehen davon, dass du möglicherweise die Liebe deines Lebens verlierst.

Ich habs auch damals gegen den Widerstand meiner Eltern ein zweites Mal mit der Ex probiert. Was soll ich sagen? Es hat zwar nicht funktioniert (was eigentlich jedem von vornherein klar war, der es mitbekommen hat), aber richtig war es trotzdem.

Wie positioniert sich denn eigentlich deine Mutter zu dem Thema? Hast du mal versucht, mit ihr allein zu sprechen? Mütter sind aus meiner Erfahrung oftmals etwas differenzierter, was solche Streitigkeiten angeht.

Versuche nochmal mit deinem Vater zu sprechen. Versuch ihm nicht unnötig weh zu tun (indem du deine Freundin mitbringst o.ä.). Ich würde noch ein wenig Zeit (1-2 Wochen) ins Land gehen lassen und dann zu ihm gehen. Bitte ihn um ein vernünftiges Gespräch. Wenn das nicht möglich ist, gib ihm halt seinen Haustürschlüssel und stelle dabei klar, dass er nicht über dein Leben bestimmt.

Vom finanziellen Aspekt her ist das ganze natürlich kompliziert als Student. Ich denke in einer solchen Situation ist es zweifelsfrei nachweisbar, dass das Zusammenleben mit deinen Eltern unter einem Dach nicht mehr möglich ist. Alles weitere regelt dann das BaFöG, was deine genauen Ansprüche angeht. Da kannst du genau nachlesen, was dir genau zusteht. Im Zweifel musst du dir halt einen Nebenjob suchen, das wird zwar unbequem, aber sollte dir die Liebe wert sein.
 
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  • #37
Erst ein mal tausend Dank für all die guten Beiträge! Das hat mir den Anstoß gegeben darüber zu reden, ohne zu sehr auf eine Seite zu verharren.

Mit meiner Mutter habe ich das bewusst alles nicht geklärt, da ich sie für sehr zickig halte und mein Vater eigentlich die Vernunftsperson ist, mit der man sachlich sprechen kann.

Unser Gespräch zog sich über lange Zeit her, es führte zu keinen großen Ergebnissen aber war nicht umsonst.
Ich habe wieder und wieder betont, dass wir beide für diese Situation nichts könnten und einfach nur Ruhe haben wollen. Das Dauer-Gegenargument, welches ja nicht falsch ist, war denn immer wieder:
"Sag uns das nicht, wir haben nie etwas getan, das kommt alles von denen."

Als ich fragte, wieso ich jetzt dafür bestraft werde, kam eine gewisse Einsicht, dass vieles zu unüberlegt aus der Wut heraus gesagt wurde. Zwar hat er das nicht direkt zugegeben, aber dennoch mit seinen Aussagen zurück gerudert. Wahrscheinlich hat er es nicht erwartet, dass ich mich so sehr dagegen stemme.

"Ich war am besagten Tag sehr, sehr wütend. Wir hatten ja gar nicht damit gerechnet, dass du wirklich Schluss machst. Aber du musst verstehen, dass wir mit dieser Familie absolut nichts mehr zu tun haben wollen. Das heisst auch, dass wir deine Freundin nicht mehr bei uns sehen wollen."

Ein harter Schritt, wenn man bedenkt, dass vor einer Woche noch alle in bester Laune beisammen saßen. Obwohl ich ihn von meiner Unschuld an der Situation überzeugen konnte, konnte ich ihn nicht überzeugen, dass der Hass auf meine Freundin fehlgeleitet ist.

Ich sagte ihm, dass sie das nicht viel besser macht als ihre Eltern, die ebenfalls ihren Ärger an mir auslassen. Das sei ihm egal, er hat genug davon "der Bessere" zu sein.
Was mir noch in Erinnerung blieben waren seine Worte:
"Weisst du, du kannst als Freundin haben wen du willst. Selbst wenn du den letzten Assi aus einem schweren Elternhaus nimmst, wäre das okay, solange die uns nichts tun."

Traurig, dann findet ab sofort unser Beisammensein nur noch an neutralen Punkten statt, wo weder ihre noch meine Familie ist.
Gemessen dadran, dass ich viel Zeit mit ihr verbringe und nun sie nicht mehr mit meiner Familie verbinden "darf", heisst das aber auch, dass ich bewusst oder unbewusst auch meine Familie etwas seltener sehen werde.

Traurig, traurig. Sollte das etwas für's Leben sein, kommt wohl nur eine private Hochzeit zu Zweit in Frage. :rolleyes:
 
"Ich war am besagten Tag sehr, sehr wütend. Wir hatten ja gar nicht damit gerechnet, dass du wirklich Schluss machst. Aber du musst verstehen, dass wir mit dieser Familie absolut nichts mehr zu tun haben wollen. Das heisst auch, dass wir deine Freundin nicht mehr bei uns sehen wollen."
Verzeih mir, aber was für eine bescheuerte Aussage ist das denn bitte?

Was sagt denn deine Freundin zu der ganzen Sache?
 
Gemessen dadran, dass ich viel Zeit mit ihr verbringe und nun sie nicht mehr mit meiner Familie verbinden "darf", heisst das aber auch, dass ich bewusst oder unbewusst auch meine Familie etwas seltener sehen werde.
Ist doch gut - das haben sie davon, vielleicht lernt dein Vater was daraus.

Und wenn er lieber den Kontakt zu einem Kind verliert als das kindische Verhalten abzulegen...
 
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