Radeon 7870 verweigert Linux

CroneKorkN

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Hallo,

Setup

Asrock b85m ITX
Haswell i5
8 GB DDR3


Fehlerbeschreibung

Sobald irgendein Monitor an die Grafikkarte angeschlossen wird, Startet Linux nicht. Beim Bootvorgang ist beim Anzeigen des jeweiligen Distributions-Logos schluss. Ich habe Ubuntu, Fedroa und OpenSuse probiert. Die Graka macht allerdings ständig Lärm und heizt die Bude auf. Da ich 90% Linux benutze, keine schöne Sache und wenn ich Zocken will muss ich unter den Tisch krabbeln und Kabel tauschen.

Uner Windows läuft die Karte anstandslos.

Fehlersuche

Fglrx hat nicht geholfen.

Workaround

Ist schon ein paar Wochen her, aber ich habe nach Ewigkeiten ds bastelns herausgefunden, dass Linux startet, wenn man modeset nicht von einem Kernelmodul durchführen lässt. Oder so in der Art :unknown:
[src= /etc/default/grub]
GRUB_CMDLINE_LINUX_DEFAULT="quiet splash nomodeset"
[/src]
Allerdings liefen dann keinerlei Animationen, was unter Gnome3 sehr unschön ist. Ich benutze meine drei Monitore unter Linux jetzt immer mit der Haswell Grafik, was einigermaßen funktioneirt, allerdings ist das Bild am VGA doch recht schwammig.

Frage

Ist das nicht total ungewöhnlich, dass eine 7870 unter einer aktuellen Linux-Distro einfach nicht laufen will? Das sollte sie doch von Haus aus einigermaßen. Was kann ich noch tun?

Gruß,
Martin
 
  • Thread Starter Thread Starter
  • #3
Ich probiere es hauptsächlich unter den freien radeonhd Treibern, die Standardmäßig aktiv sind, wenn ich bspw. einen Live-USB-Stick starte. Ich mache jetzt mal einen Ubuntu-Stick, auf dem ich fglrx installiere, damit ich nicht mein Haupt-system zerstöre. Derweil habe ich es nochmal mit den Standardtreibern probiert. Das Ergebnis ist folgendes, wenn ich den Monitor an die Radeon stecke:
IMG_20140813_150230.jpg
Strg+Alt+F2 usw zeigen keinen Effekt.

Welche Logs hättest du gerne? Ich bin noch nicht dahintergekommen wie ich herausfinde, welches die Xorg-Log vom letzten mal hochfahren ist. Ich muss ja neustarten um an die Logs heranzukommen.

Danke schonmal.

edit:
Um sie zu posten, sind die anhänge zu lang und die Datein sind laut Anhang-Verwalter ungültig. Es ging nur als zip: Anhang anzeigen log2.zip
 
Zuletzt bearbeitet:
Uner Windows läuft die Karte anstandslos.
Da die Grafikkarte unter Windows läuft und unter Linux mit Deinem Workaround auch zu laufen scheint, würde ich einen Hardwarefehler fast ausschließen. *schieb*
Btw. hab ich persönlich noch keine AMD/ATI-Grafikkarte gefunden, die mir unter Linux Freude bereitet hat. Allerdings meide ich diesen Hersteller auch seit langer Zeit.

Allerdings liefen dann keinerlei Animationen, was unter Gnome3 sehr unschön ist. Ich benutze meine drei Monitore unter Linux jetzt immer mit der Haswell Grafik, was einigermaßen funktioneirt, allerdings ist das Bild am VGA doch recht schwammig.
Dein Setup hört sich recht interessant an. Mit einem einzigen Monitor passiert vermutlich das selbe, richtig? Läuft die Karte denn mit dem Vesa-Treiber?

...und wenn ich Zocken will muss ich unter den Tisch krabbeln und Kabel tauschen.
Inwiefern?


Grüße
Thomas
 
  • Thread Starter Thread Starter
  • #5
Für Linux nutze ich die Anschlüsse am Mainboard, HDMI, DVI und VGA, um unter Ubuntu drei Monitore nutzen zu können. Wenn ich zocken möchte krabble ich unter den Tisch, stöpsle den mittleren Monitor in die Radeon und fahre Windows hoch.

Btw. hab ich persönlich noch keine AMD/ATI-Grafikkarte gefunden, die mir unter Linux Freude bereitet hat.
Ich dachte wegen Linus Torvalds hätte ich mit ATI die besseren Karten, außerdem möchte ich nicht, dass AMD pleite geht :eek: Andere Menschen schreiben im Netz von Problemen mit Hybridgrafik, 3-Monitoren, Counterstrike. Aber ich möchte ja einfach nur ein Bild. Das scheint normalerweise zu funktionieren.

Momentan verzweifle ich noch an dem Projekt, Windows mit UEFI auf dem Laptop zu installieren, dann mache ich nochmal einen Ubuntustick mit FGLRX und poste die Logs.

MfG
 
Ich dachte wegen Linus Torvalds hätte ich mit ATI die besseren Karten,
Das war teilweise ironisch gemeint.

Nvidia liefert seit vielen Jahren erstklassige Treiber für Linux. Einige Treiberversionen hatten sogar eine bessere Performance und einen höheren Funktionsumfang als die Windowstreiber. Das hat Nvidia dann aber wieder abgeändert. Das "Fuck you" findet seine Begründung darin, dass Nvidia den Open-Source-Treiber fast gar nicht unterstützt und auch keinerlei Spezifikationen rausgibt, die zur Verbesserung der Open-Source-Treiber nötig wären.

Bei AMD sieht das etwas anders aus. Hab da mal gelesen, dass der Catalyst-Treiber selbst unter Windows eine absolut miserable Code-Basis hat, die eigentlich einen kompletten Rewrite nötig hätte. Die Performance des fglrx unter Linux liegt weiter hinter dem des Windows-Treibers zurück. Immerhin hat aber AMD ein paar Entwickler abgestellt, die die Entwicklung des Open-Source-Treibers vorantreiben. Der ist deswegen ein ganzes Stück besser als der Nouveau-Treiber für die Nvidia-Karten.

Die Situation mit Radeon-Karten ist mittlerweile wesentlich besser als noch vor 10 Jahren. Aber zur Qualität von Nvidia fehlt noch ein ganzes Stück. Und deshalb gilt unter Linux heute wie vor 10 Jahren, dass man Nvidia-Karten den AMD-Karten vorzieht.

Mittlerweile würde ich aber sogar soweit gehen, dass ich Intel-HD-Karten bevorzugen würde. In der Leistung sind die Teile mittlerweile für viele Sachen brauchbar. Und Intel liefert eigentlich schon immer erstklassige Open-Source-Treiber, die direkt im Kernel landen. Man muss also nichts selbst installieren. Beim Zocken wird's natürlich eng.
 
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