Abartige Verehrung von Nazis in der Bunderepublik

KaPiTN

Boomer ♪♪♫♪♫♫♪
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Daß nach dem Krieg in der Bundesrepublik Kommunisten nicht hofiert wurden und auch sonst niemand, den die Gesellschaft, an der sich ja wenig geändert hatte, noch kurz davor ausgegrenzt hatte, mag ja historisch verständlich zu sein.

Aber, daß man im Jahre 2014 in Deutschland immer noch die Legende vom deutschen Widerstand hochhält, finde ich einfach nur ekelhaft.

Wohlgemerkt hat es natürlich in den 12 Jahren der Diktatur Widerstand gegeben. Aber offiziell versteht man unter dem "deutschen Widerstand" nicht den Aufstand gegen den Nazianalsozialismus, sondern den Aufstand von überwiegend Nazis gegen Hitler.

Wie kann es sein, daß der auch der aktuelle Bundespräsident einen Nazi als Lichtgestalt der Geschichte bezeichnet und als Vorbild für Menschenwürde , Freiheit und Demokratie?

Wie kann man sich mit geraden Rücken zu der Verantwortung bekennen, die aus den schlimmen Taten der Vorfahren resultiert, wenn man stolz solche Lügen vor sich herträgt?
 
Damit wir auch alle über das gleiche reden:

Mir persönlich wäre es auch lieber, wenn man Gruppen wie die Edelweißpiraten, die Weiße Rose und die ganzen namenlosen Widerständler etwas mehr in den Vordergrund rücken würde, aber das ist nunmal ne Bundeswehrveranstaltung und ich denke vor allem für die hat diese Widerstandsgruppe um Stauffenberg auch etwas Sinngebendes.

Aber offiziell versteht man unter dem "deutschen Widerstand" nicht den Aufstand gegen den Nazianalsozialismus, sondern den Aufstand von überwiegend Nazis gegen Hitler.

Ist mir neu, von dieser "offiziellen" Sprachregelung höre ich zum ersten Mal. Zum deutschen Widerstand gehören eigentlich alle, die sich gegen Hitler und die Nazi-Diktatur aufgelehnt haben.
 
Durch Infiltration konnten teils Menschenleben gerettet und der Widerstand (...auch in anderen Ländern) weiter ausgebaut/aufrechterhalten werden.
Deshalb sollten auch von jeher antifaschistische und antirassistische Widerständler der ersten Stunde wie Moltke meiner Meinung nicht unerwäht bleiben besonders wenn es "nur" um die Widerstandsgruppe Stauffenberg geht.
 
ist ja im Prinzip nichts schlechtes, aber was Adi und seine Freunde daraus gemacht haben entbehrt eben jeglicher Moral.

Allein wenn man schon nicht den Hitlergruß machte, wurde man unter Umständen verhört oder erschossen. Von daher finde ich den Widerstand gegen Nazis/Hitler schon wichtig. Eine Verehrung von Nazis kann ich hier nicht erkennen.

Außerdem glaube ich kaum, dass der TS zur Zeit des Nationalsozialismus gelebt hat und weiß, wie es damals wirklich war. Vielleicht sollte man die ganze Aufregung einfach mal ruhen lassen und lieber aktuelle Themen diskutieren in Preußen Deutschland!
 
Aber, daß man im Jahre 2014 in Deutschland immer noch die Legende vom deutschen Widerstand hochhält, finde ich einfach nur ekelhaft.

Du verstehst die Verdrehung der Tatsachen recht gut. Den Widerstand aus dem OKW könnte man mit dem Widerstand der Weißen Rose vergleichen, ist er aber nicht. Er kam überwiegend aus der Aristokratie und dem Adel. Offiziere sahen ihre Anschauung von einer anderen Plattform her, hatten sie doch vorab den Eid auf den Führen geschworen über den Tod hinaus. Das macht natürlich etwas mehr her, anders als bei den Geschwistern Scholl.

Ich denke das man zum damaligen Zeitpunkt nur einen Umbruch wollte, der Führer und seine engsten Getreuen mussten dafür weg, der Faschismus war davon weniger betroffen, dachte man vielleicht sogar wieder an eine Monarchie? Den Krieg damit beenden, kann ich mir persönlich nicht vorstellen.

Bin aber ebenfalls der Ansicht das man dies Kapitel endlich mal in die Geschichte verbannen sollte, wenn man die damaligen Kinder und Enkel der Opfer doch heute ebenfalls nichts gutes zusprechen kann, zumindest nicht aktuell.
 
Die Offiziere haben doch nur rebelliert, weil Hitler das Militär entmachtet hatte. Das ging solang gut wie Hitler mit seinen Blitzkrieg, gegen Frankreich, Polen usw Erfolg hatte. Als aber der Russlandfeldzug zum Desaster wurde, konnten oder wollten, diese Offiziere das nicht mehr hinnehmen.
 
Die Offiziere haben doch nur rebelliert, weil Hitler das Militär entmachtet hatte. Das ging solang gut wie Hitler mit seinen Blitzkrieg, gegen Frankreich, Polen usw Erfolg hatte. Als aber der Russlandfeldzug zum Desaster wurde, konnten oder wollten, diese Offiziere das nicht mehr hinnehmen.

Die Offiziere haben doch nur rebelliert, weil Hitler das Militär entmachtet hatte. Das ging solang gut wie Hitler mit seinen Blitzkrieg, gegen Frankreich, Polen usw Erfolg hatte. Als aber der Russlandfeldzug zum Desaster wurde, konnten oder wollten, diese Offiziere das nicht mehr hinnehmen.

Teilweise. Man kann es lesen im "Erlaß über die Führung der Wehrmacht vom 4. Februar 1938." Zitat A. Hitler.: "Die Befehlsgewalt über die gesamte Wehrmacht übe ich von jetzt an unmittelbar persönlich aus." Bis Dato waren 16 Generäle abgelöst worden und Wilhelm Keitel und Alfred Jodl an die Spitze gesetzt worden. Nach Kriegsende wurde die Wehrmacht aus formalen Gründen nicht, wie etwa die Waffen-SS, als verbrecherische Organisation verurteilt.

Die Offiziere im OKW waren aber ab 1940 im Wehrmachtführungsstab Hitler unterbunden/untergeben, also schon vor dem großen Russlandfeldzug. Und sie waren maßgeblich mit in der Verantwortung als Stalingrad vor die Hunde ging und die Alliierten von der anderen Seite (Normandie) anrückten.

Das nun eine Handvoll Offiziere 1944 einen sogenannten militärischen Hochverrat begingen und dafür standrechtlich Hingerichtet wurden (andere später durch Roland Freisler im Volksgerichtshof - wo man auch die Geschwister Scholl aburteilte) ist mit einem heutigen Rechtsstaat nicht vereinbar, aber damals ging es um dass Überleben der nationalen Ansicht und um Deutschland, nicht um die Bevölkerung oder der Gewissensfrage, welche schon vor 1933 billigend in den Dreck verworfen wurde, und diese Tatsache war "allen" klar! Nur die wenigen welche Deutschland den Rücken rechtzeitig kehrten oder von Anfang an dagegen tatkräftig mit kleinen und großen Maßnahmen angingen, steht es heute zu dass ihr Name nicht vergessen wird! Aber erst den Eid bis in den Tod schwören und beim Zusammenbruch den Rückzieher machen ist in meinen Augen keine große Heldentat!
 
Peinlicher Thread.

Nö! Nur die Geschichte ist geschrieben worden und wird mitunter nicht immer richtig gedeutet! Tatsachen der Geschichte welche die Gegebenheiten aufzeigen werden manchmal zweideutig gesetzt. Das ist in keiner Weise Peinlich, es ist die Sichtweise die einen peinlich berühren könnte, aber die Sichtweise wurde ja auch nie richtig an den Schulen erklärt.
 
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