[Politik und Gesellschaft] Umfrage: Deutsche vertrauen dem Staat weniger als Online-Kriminellen

Das Vertrauen ins Internet scheint intensiv erschüttert zu sein. Nach einer repräsentativen Umfrage des Branchenverbandes Bitkom gaben 86 Prozent der Befragten an kein Vertrauen mehr in die Sicherheit ihrer Daten zu haben. Jener Umgang der Bundesregierung mit der bekannt gewordenen Überwachung der gesamten Welt mithilfe des Internets hat die Bevölkerung messbar enttäuscht.

Noch 2011 misstrauten nur 40 Prozent den staatlichen Stellen. Dieser Wert ist zuletzt rasant auf 71 Prozent angestiegen und nimmt weiter zu. Damit schneiden Behörden noch schlechter ab als private Unternehmen oder Online-Kriminelle. Nicht nur unsicher, sondern regelrecht bedroht fühlt sich inzwischen jeder zweite Internetnutzer (53 Prozent).

Quelle:
 
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Und ändern wird diese Umfrage überhaupt nichts...

Edit: Wobei, vielleicht bestärkt dass unsere Berufs-paranoiker im Glauben, dem Volk nicht trauen zu können - das schreit doch geradezu nach mehr Überwachung.
 
Deutsche trauen dem Staat weniger als Online-Kriminellen? Jap, sieht man ja an den Wahlergebnissen...


oh...wait...
 
Ich sehs an mir selber, wundert mich daher kein Stück.

Meine Erfahrung sagt halt wenn ein beamter das Maul aufmacht dann lügt er und wenn ers wieder zu macht dann hat er gelogen, genau wie Politiker. Wobei letztere ja wenigstens eher zum ausweichen tendieren.


Gerade in Foren wie diesem sollte es echt keinen Wundern, aus Sicht der breiten Masse dürfte es sich schließlich bei den Betreibern dieses Bretts schon um solche Online Kriminellen handeln.
Und wieviel wir denen trauen sieht man ja.
 
Aufgrund der technischen Kompetenz handelt es sich dabei eher um offline-Kriminelle :p

Edit: Das soll keine Aufforderung sein, zB den BND zu unterschätzen.
Aber die Politiker selbst...
 
Ich weiß nicht was ich von ner Umfrage halten soll, bei der sagenhafte 1000 Menschen repräsentativ befragt wurden.
Zieht man dann noch die 14-jährigen ab, deren Urteilsvermögen ich jetzt einfach mal anzweifle, werden nicht mehr wirklich viele aus der Stichprobe übrig bleiben...
 
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  • #11


Naja, das ist schon genügend genau.;) Eine Voll- oder Totalerhebung ist wegen der Grundgesamtheit einfach zu groß. Eine höhere Genauigkeit kann auch nur mit extensivem finanziellem Aufwand erkauft werden. Das ist hier überhaupt nicht notwendig, denn die Motiv- Kommunikations- und Meinungsforschung läuft ja parallel allzeit weiter. Bei einer Teilerhebung von 1000 Personen gilt sie als repräsentativ. Es dient also lediglich dazu das Ergebnis zu beglaubigen.
 
auf was bezieht sich das Misstrauen eigentlich?

Und wieso wird unterschieden zwischen staatlichen Stellen und Wirtschaft? Die Gefahr geht doch von allen aus.

Unsere Daten sind wie ein 1-Mio Koffer auf einem Berg. Jeder der auf den Berg kommt, kann sich den Koffer schnappen. Genauso kann sich jeder die Daten holen, wenn er es kann.
 
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  • #13
auf was bezieht sich das Misstrauen eigentlich?

Es geht im Allgemeinen um Datenwirtschaft. Also private Informationen und wem man sie gewährt oder verwehrt. Das Recht auf Privatsphäre gilt als Menschenrecht und ist in allen modernen Demokratien angeblich gesichert. Wer sich Zugang verschafft gegen Einwilligung, Wissen oder Gesetz - sollte einen guten Grund haben. Die Frage, wem vertraut man seine Daten eigentlich an und wie werden sie zum Vorteil oder Nachteil verwendet, berührt diesen Thread.

Also, wer kann einen grundgesetzlichen Anspruch zum Schutz vor Mißbrauch personenbezogener Daten bei der Datenverarbeitung gerecht werden?

dazu.
 
Eine Umfrage im Seniorenheim hätte vermutlich was anderen ergeben, aber würdest du die als repräsentativer ansehen?

Die Umfrage eines anderen Auftraggebers hätte etwas anderes ergeben.

Je nach Formulierung der Frage ist jedes Ergebnis möglich.

Bei dieser von Bitcom in Auftrag gegebenen Befragung wird nicht mal das durchführende Institut genannt.

Nur sehr wenige Institute besitzen das Know How, auf der Basis von 1000 Befragten einigermaßen repräsentative Ergebnisse zu kriegen.
 
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  • #15


Selbstverständlich wird die ARIS Umfrageforschung erwähnt.
 
So ein bisschen was von Bild hat der Bericht bzw. die Schlagzeile dann aber doch.
Ich wage mal zu behaupten, dass Online-Kriminellen noch weniger vertraut wird, als Staat und Privatunternehmen zusammen.
Dass trotzdem so viele Menschen auf Online-Kriminelle hereinfallen, liegt vermutlich daran, dass diese alle kein Schild vor sich hertragen. ;)
 


Selbstverständlich wird die ARIS Umfrageforschung erwähnt.

Nicht in der von Dir verlinkten Quelle.

Abgesehen davon: ARIS ist gewiss nicht für bundesweite Repräsentativbefragungen qualifiziert. Institute, die das können, sind:

forsa
die Forschungsgruppe Wahlen
infas
infratest dimap
Institut für Demoskopie Allensbach (IfD)
Ipsos
TNS Emnid

Bei Aris rufen sie vermutlich solange an, bis sie 1000 Personen haben. Das werden hauptsächlich Arbeitslose, Alte und überhaupt Leute sein, die man leicht per Festnetz erreicht.
 
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  • #18

Es ist ja wohl klar, dass wissentlich Online-Kriminellen nicht vertraut werden kann. Das mach ja auch wenig Sinn.;) Das man aber neben sich schaut und niemand sein Verständnis erweitert hat etwas kurzsichtiges.

Edit:
@Nero:

Das ist kein Wettbewerb.;)
 
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@Nero:

die Umfrage ergibt Sinn, wenn bei der jetzigen und der vorherigen Umfrage die selben 1000 Leute befragt wurden. Dann sieht man eine Veränderung....

aber meiner Meinung ist mir egal wer Mist mit den Daten macht. Alle sind gleich ...
 
Wer sich Zugang verschafft gegen Einwilligung, Wissen oder Gesetz - sollte einen guten Grund haben.
Ich finds schon zweifelhaft, wenn sich jemand Zugang zu Daten ohne die Einwilligung der betroffenen Person verschafft. Wenns aber dann auch noch gegen das Gesetz verstößt, dann rechtfertigt das für mich auch kein noch so guter Grund mehr :confused:
 
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