ESC: Conchita Wurst (Diskussion)


Soll ich noch mehr deutschsprachige Musiker finden, die weltweite Anerkennung fanden? Das geht nämlich.
Speziell Japaner stehen furchtbar auf deutschsprachiges Zeug, es ist der Inverse-Weeaboo-Effekt. Aber auch in Lateinamerika sind deutsche Bands oft populär.
Es geht doch garnicht wirklich um die Sprache, es geht darum wie man sie rüberbringt.
 
Ich hab mir das nicht angeschaut, aber halt hinterher 1000x in den Nachrichten gesehen. Die Musik war nicht meins und einen Typen in Frauenkleidern, langen Wimpern und Vollbart anzusehen empfand ich auch nicht als Tageshighlight. Kann ja jeder halten wie er möchte.

Ich weiss nicht obs geschrieben wurde, aber ich denke viel Frust kam auch einfach von der Tatsache, dass nicht Deutschland sondern Österreich gewann.

Nachtrag: @ TheHSA: Scooter zb.
 
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  • #65
Diese Gutmenschen-Heulsusen-Alle-Haben-Sich-Voll-Lieb-Mentalität nervt inzwischen einfach. Mich zumindest.
Sorry.

Wobei das ja zwei verschiedene Dinge sind. Einmal gibts die, die sich drüber aufregen, dass der Kerl nicht von allen hochgehyped wurde, und dann die anderen die sich aufregen, dass er überhaupt Stimmen bekommt. Beides halte ich für total daneben und dämlich.

Dass bei so einem Wettbewerb nicht nur das Musikalische sondern eben auch die Show zählt sollte klar sein und ist ja eigentlich auch in Ordnung. Ist schließlich Entertainment. Da sehe ich kein Problem wenn jemand mit ner Show als Dragqueen punktet. Hat er halt gut ausgewählt.
 

Scooter singen doch auf Englisch oder irre ich mich da?
Ich meine gerade deutschsprachige Musik, nicht nur Musik aus dem deutschsprachigen Raum.
Bands wie Lacrimosa zB - ich kann die Musik nicht ausstehen, aber die Band hat weltweit Fans, obwohl (oder gerade weil?) die Band deutschsprachige Musik macht.
 
Aus Deutschland kam früher sogar sehr viel geile Musik. Angefangen von Kraftwerk, deren Ableger NEU!, Can, Rockgruppen alla Accept, den Scorpions, Toten Hosen. Nena... Viele selbst sehr bekannte Musiker wie David Bowie haben sich maßgeblich daran orientiert. Darum finde ich es um so trauriger das man heute mit so einem Schund an die Weltöffentlichkeit tritt... deutschsprachig ist davon vieles nicht was aber auch daran liegen mag das deutsch auch einfach eine sehr unmelodische Sprache ist :o
 
Manchmal zweifele ich, ob einige hier das Geschäft der Medien überhaupt kennen.

Womit sollen denn die Medien sonst ihre Zeilen füllen als mit Informationen (Geschwätz) ob jemand schwul ist oder nicht, fremdgegangen ist, geschieden wird, Alkoholiker ist, schwanger ist und wie lange er noch mit seinem Krebs zu leben hat. :D

Läuft die Kanzlerin mittlerweile eigentlich ohne Krücken? :p

(Über Fußballer und ihre Krankheiten rede ich grundsätzlich nicht. :D)

Ein einziges Blatt reicht als Tageszeitung eigentlich völlig aus. :T
 
Klar hätte das Lied nicht gewonnen, wenn die nicht so exotisch wäre.

Lordi hätte damals ohne ihre Aufmachung und die Bühnenschow auch nicht gewonnen.
Vielleicht hätten wir 2000 doch Knorkator mit dem Lied "Ick wer zun Schwein" hinschicken sollen - die scheiterten ja nur in unserem Vorentscheid ;)
Aber wir können es ja 2015 nochmal probieren ;)
 
Also so prinzipiell erwecken Schwule, Lesben und besonders Transgender bei mir Unbehagen, besonders letztere, da ich selbst der Überzeugung bin, dass der Wunsch nach einer Geschlechtsumwandlung meiner Gefühlswelt nach eine Emotionale-Störung ist.
Ich wurde als Jugendlicher mal ziemlich übel in einer Schwulen-Kneipe begrabscht. Seitdem achte ich auch immer peinlichst genau darauf in was für Etablissements ich eintrete :D.

Meine Meinung zu diesem komplett-Thema:

Sie werden von mir akzeptiert und auch toleriert, solange sie mich nicht als Teil ihrer Welt sehen.
Ich rede weder positiv, noch negativ über sie, reiße mich aber auch nicht unbedingt darum mit ihnen konfrontiert zu werden.

Selbst habe ich den Wettbewerb eigentlich überhaupt nicht beachtet, ich habe erst als die Presse auf Conchita aufmerksam wurde von diesem Ereignis erfahren.

Conchita Wurst ist ein Phänomen, was sich vielleicht in medialer Gier nach neuen Dingen erklären lässt.
Vielleicht ist sie gerade deswegen so eingeschlagen.
Da hat man Jemanden, wo man mit dem Finger drauf zeigen kann, aber man gibt es nicht offen zu, aber jeder weiß es...
 
Soll ich noch mehr deutschsprachige Musiker finden, die weltweite Anerkennung fanden?
Tatsächlich gerne.
Speziell Japaner stehen furchtbar auf deutschsprachiges Zeug
Ich sprach natürlich auch ausdrücklich von der westlichen Welt. In Japan kenne ich mich noch weniger aus als im Rest der Erde.

was aber auch daran liegen mag das deutsch auch einfach eine sehr unmelodische Sprache ist
Melodisch jetzt im Sinne davon, wie die Briten Englisch reden? Mit vielen Schwankungen in der Tonhöhe und so? Das mag sein.
Aber dass man in der Deutschen Sprache keine schönen Texte schreiben kann, halte ich doch für mehr als zweifelhaft. Hör dir mal Musik von den Wise Guys oder Bodo Wartke an. Klar muss man nicht auf die Musik stehen.
Aber textlich ist da ganz viel tierisches Zeug bei.
 
Klaro, bin ja u.A. auch ein großer Franz Josef Degenhardt Fan. Ist halt alles nur bedingt Mainstream-Tauglich. Deutsche Texte gibt und gab es aber auch genug. Siehe Autobahn von Kraftwerk, das Zeug von Nena usw. Das mit der unmelodischen Sprache war eher so gemeint: ;)
 

Nena, Falco, Kraftwerk, Nicole, Heppner (mit und ohne Wolfsheim), Lacrimosa, Tokio Hotel (:confused:)...
Sind so ein Paar Beispiele, die mir spontan einfallen. Und das ist jetzt nur auf deutschsprachige Musik bezogen und nicht Künstler aus dem deutschsprachigen Raum, die so denken wie du und auf Englisch singen.
 
die Meinungen deiner Freunde sind auch immer deine Meinungen?
Oder hast du nur gleichgeschaltete Freunde?
 

Ich bin so froh, dass du kein Russisch kannst (oder doch?) und nicht die Äußerungen von Wladimir Schirinowski mitkriegst... dagegen ist Jakunin mild und moderat :D
 
Ein Putin-Freund sagt dazu

:m


Ich klicke an und lese:

Die USA ächten ihn - nun teilt Putin-Freund Jakunin kräftig gegen den Westen aus: Europa tanze nach der Pfeife der USA. Der Erfolg der Travestiekünstlerin Conchita Wurst zeige den "vulgären Ethno-Faschismus" des Westens.

Ich kann den Artikel von Jakunin nicht lesen, dieser Artikel wird auch nicht referiert, es wird nicht erklärt, was Jakunins Vorwurf bedeuten soll, ich erfahre rein gar nichts.

Ich bekomme nur das Signal, einen Reflexauslöser, dass ich als aufgeklärter und fortschrittlicher Westeuropäer über diese russischen Kaffer hämisch feixen soll, weil der nicht weiß, welcher Ton heute angesagt ist.
 
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