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Der _NSAKEY war ein Variablenname, der 1999 im Service Pack 5 von Windows NT 4.0 identifiziert wurde. Als Entdecker gilt Andrew Fernandes, Spezialist der Cryptonym Corporation, Morrisville, North Carolina.[1] Eine erste Beobachtung machte jedoch schon der britische Experte Nicko van Someren zwei Jahre zuvor.[2]
Der Chaos Computer Club bezog am 3. September 1999 dazu Stellung, dass der Schlüssel offensichtlich für den Gebrauch durch die National Security Agency (NSA) bestimmt ist und den Schutz durch die Verschlüsselungsverfahren in der CryptoAPI des Betriebssystems von Microsoft umgehen kann.[3] Die Zugriffsmöglichkeit reicht zurück auf alle Betriebssysteme von Microsoft ab Windows 95.
Das ist nur eine der Sicherheitslücken, die sich durch diverse Windows Versionen zieht. Es gibt definitiv einige mehr, die sich vielleicht nicht komplett durch ziehen, aber zumindest durch einige Versionen.
Das Rechtemanagement ist deshalb kaputt, weil es keinen wirklichen Schutz bietet, in vielen Fällen sorgt es nur für noch mehr Fehlverhalten, als es verhindert.
Benutzer unter Windows 95-2000/NT: 95 hatte damals afaik überhaupt keine Accounts unterstützt. Unter 98 konnte man sich mit "Abbrechen" ebenfalls einloggen, mit vollem Zugriff auf alles natürlich. Unter Windows 2000 wurde dieser Fehler dann pseudo-gefixt. Ist man dann über die Hilfe zum Drucken-Menu gegangen, wurde man ebenfalls automatisch und ohne Eingabe eines Kennworts eingeloggt. - Herzlichen Glückwunsch.
Windows XP: Hier wurde default ein Administrator-Account ohne Passwort angelegt. Strg+Alt+(2xEntf), Benutzername Administrator, kein Passwort und schon war man als solcher eingeloggt.
Windows Vista war dermaßen zugekleistert mit Bestätigungsdialogen, dass man nach ca 3 Tagen ohnehin ausnahmslos jede Meldung mit Ja und Okay bestätigt hat, ohne sie gelesen zu haben. Ist natürlich schön, wenn ich für alles Administratorrechte und Bestätigungen brauche, aber wenn diese blind erteilt wird, dann nützt der beste Schutz nichts.
Windows 7: Geschützte Systemdateien - Einige Systemdateien wurden speziell geschützt, so dass auch kein Administrator Änderungen daran durchführen konnte - eigentlich. Das hat zumindest der Explorer verhindert, denn über eine root-Konsole (Eingabeaufforderung mit Adminrechten) konnte man die Dateien einfach auf einen beliebigen Benutzer umschreiben lassen und dieser konnte ab dann natürlich darüber verfügen. Normalerweise sollte das nicht möglich sein. Natürlich könnte man jetzt sagen, dass Linux dieses Feature ebenfalls mitbringt, als root kannst du jede Datei, auch von anderen Nutzern "übernehmen", allerdings ist das wohl bewusst konzeptioniert. Unter Windows war die Idee eigentlich, dass auch ein Administrator nicht an die Dateien kommen sollte.
Das ist nur eine Auswahl an Lücken bzw. Fehlern im Rechtemanagement von Windows. Wenn du google bemühst und dich ein bisschen informierst, dann wirst du sehen, dass es sehr viele weitere gibt. Ich wollte einfach mal zumindest für die bisherigen Systeme immer mal ein Beispiel nennen. Für Windows 8 / 8.1 sind mir tatsächlich keine derartigen Lücken bekannt, noch nicht. Ob das nun daran liegt, dass Windows 8 perfekt ist oder einfach daran, dass ich weder Interesse noch Zeit dafür habe und dass es Windows 8 noch nicht lange genug gibt, dass derartige Fehler aufgefallen sind, kann ich dir nicht sagen.