[Technik] Automatischer Auto-Notruf eCall ab Oktober 2015

Ab Oktober 2015 sollen alle Neufahrzeuge mit einem automatischen Notruf-System Namens "eCall" ausgestattet werden.
Das On-Board-System ist mit einem Ortungssystem ausgestattet und nutzt die Airbags als Auslöser für einen Notruf. Bei einem Zusammenstoß im Straßenverkehr oder vergleichbaren Unglücken bei dennen die Airbags ausgelöst werden, soll das System von sich aus die einheitliche europäische Notrufnummer 112 anwählen und die genaue Position des Fahrzeuges durchgeben.

Das System soll zwar trotz des geschätzen Preises von 100 € pro Gerät für den Verbraucher kostenlos bleiben, jedoch wird wohl so oder so über höhere Autopreise oder Steuern, im Falle einer staatlichen Subventionierung, am Verbraucher hängen bleiben.

Beim Datenschutz bleiben zahlreiche Unklarheiten, vor allem zum Löschen von Ortungsdaten oder zur Verbindung des öffentlichen Systems mit vergleichbaren privaten, noch über weitere Zusatznutzen verfügende Anlagen.

Der Herbst kommenden Jahres, ist der Termin an dem die Hersteller neue Fahrzeugmodelle für den Einbau des Systems vorbereiten müssen.
Von den Abgeordneten wurde jedoch die Möglichkeit eingeräumt, die Periode bis zum Ausliefern der Geräte noch einmal zu verschieben.

 
Zuletzt bearbeitet:
D.h. jedes Mal wenn die Airbags losgehen sollten, tanzt der Rettungsdienst an, ohne menschliche Bestätigung?
Das wird teuer.
 
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  • #3


Es soll sogar Kosten sparen, weil durch die rechtzeitige Benachrichtigung der einzelnen Stellen unfallbedingte Staus deutlich verkürzt werden können.

Und wenn der Airbag losgeht, war der Aufprall so heftig das der Rettungsdienst meist eh notwendig ist.
 
Denn Airbags gehen nie aus Versehen los. Und bei jedem Unfall braucht es immer einen Rettungsdienst. Ja, doch, klingt absolut rational.
 
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  • #5


Also meine Airbags sind noch nie ausversehen los :confused:

Wenn das bei der Fahrt passiert oder gar auf der Autobahn, das will ich mir nicht ausmalen :eek:
 
Es kommt auch vor dass du nach einem harmlosen, langsamen Auffahrunfall den Notarzt brauchst weil der Airbag auslöste. Oder auch einen Leichenwagen.
Die Teile sind alles andere als unumstritten, für kleinwüchsige Menschen sind sie sogar lebensgefährlich.

Im besten Fall hat man einen ordentlichen Gehörschaden weil die Treibladung ungefähr so laut ist wie ein Schuss aus einem starken Revolver (.357 Magnum soll gut hinkommen)
 
In meiner ganzen Zeit in Internetforen habe ich gefühlte 75675567856875 Mal den Satz wiederholt "Nur weil du persönlich etwas nicht kennst, heisst es nicht, dass es nicht existiert".
Ja, Airbags können von sich aus losgehen. Aber das härtere Argument ist das zweite - nicht jedes Mal, wenn sie (selbst unfallbedingt) losgehen, ist ein Rettungsdienst notwendig.
 
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  • #8


Bei einem Unfall wird ein Notruf (eCall) ausgelöst, der einen Minimaldatensatz direkt an eine Notrufzentrale (PSAP) absetzt, gleichzeitig jedoch auch eine Sprachverbindung für den Fall aufbaut, dass ein Insasse des Unfallautos noch sprechen kann. eCall wird automatisch und manuell auslösbar sein.

Der Minimaldatensatz enthält unter anderem den Unfallzeitpunkt, die genauen Koordinaten des Unfallorts, die Fahrtrichtung (wichtig auf Autobahnen), Fahrzeug-ID, Service Provider-ID und eCall-Qualifier (automatisch oder manuell ausgelöst). Optional ist die Übermittlung von Daten von Bord-Sicherheitssystemen möglich, wie der Schwere des Unfallereignisses und der Zahl der Insassen, ob die Sicherheitsgurte angelegt waren, ob das Fahrzeug sich überschlagen hat usw.

Quelle:
 
Das klingt schon etwas anders. Vernünftiger. Solange eine Sprachverbindung immer aufgebaut wird, kann man unnötiges Eintreffen eines Rettungsdienstes verhindern.
 
Und schon wissen gewisse Behörden, wer wann und wo mit der Karre unterwegs ist.

Ein Schelm, wer böses dabei denkt...
 
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  • #12


Ne das ist chronisch :D

Wobei ich das hier zum oder wegen des Thema "Datenschutz" reingeschrieben habe.

Es wurde bereits bewiesen das alle Daten die es gibt abgefangen und analysiert werden, daher ist es logisch das auch diese Daten künftig von NSA, GCHQ und Co. abgefangen und benutzt werden.
 
Aber die ach so teure Technik... Wenn die eh schon da ist... floet.gif

Siehe Maut-Kameras...
 
Wenn du die Autobahn nutzt, brauchste nicht mal ein Navi/Handy, die haben doch die Mautstellen.
 
:rolleyes: sobald du nur ein stinknormales Navi oder ein Handy nutzt wissen "die" sowieso wo du rumgurkst
Seit wann senden Navis selber irgend welche Daten? Mir wäre das neu.
Ein stinknormales Navi empfängt zwar die Signale der Satelliten und errechnet anhand der Positionsdaten und Laufzeiten daraus dann die eigene aktuelle Position. Gesendet wird dabei aber nichts.
Wenn überhaupt, gibt es eventuell Daten preis, wenn ich ein Karten-Update durchführe. :rolleyes:

Grundsätzlich halte ich die Technik durchaus für sinnvoll, weil so ggf. schneller Hilfe angefordert und geleistet werden kann. Merkwürdig übrigens, dass m.W.n. immer noch nicht bundesweit möglich ist, bei einem "eCall" per Handy (Senioren-Handies haben häufig eine SOS-Funktion) automatisch den Standort an die Rettungsleitstelle zu übermitteln. Das wäre zwar technisch möglich und läuft, soweit ich weiß als Testprojekt in Niedersachsen, ist sonst aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht möglich.

Kritisch sehe ich allerdings die Sammlung der Daten vor dem Hintergrund, dass diese auch hier wieder Begehrlichkeiten wecken werden. Dumm ist allerdings, wenn man sich dann quasi selbst belasten muss, weil vielleicht Daten wie Geschwindigkeit gespeichert und/oder übermittelt werden.
Solche Daten sind zwar interessant, um die Schwere eines Unfalls einzustufen, könnten aber auch leicht zum Entzug der Fahrerlaubnis führen. Wobei das bei manchen Zeitgenossen aber vielleicht auch nicht tragisch wäre. ;)
 
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  • #19


Bei einem Handy kannst du den Standort nur "mitsenden" wenn das Handy GPS hat.

Ohne kannst du nur über die Verwendeten Funkmasten das Signal auf einige Kilometer eingrenzen, was im Notfall auch nicht hilft.
 
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