Gleich zwei Firmen, die sich mit der Sicherheit von Software beschäftigen, warnen vor Nachahmern der beliebten, aber nicht mehr erhältlichen App "Flappy Bird", die klammheimlich teure SMS verschicken. Sophos und Trend Micro berichten von Apps, die in alternativen Android-Märkten zum Download angeboten werden. Sophos analysiert die Rechte, die eine Nachahmer-App einfordert und stellt fest: Während die Original-App nur Zugriff auf das Internet möchte, will die Nachahmer-App wesentlich mehr Rechte, unter anderem auch die Möglichkeit, SMS zu verschicken.
Und das nutzt die App auch aus, wie Screenshots zeigen, die Sophos veröffentlicht hat: Die App gibt vor, eine Testversion zu sein, die abgelaufen ist und die man mit einer SMS reaktivieren kann. Dahinter steckt eine teure SMS-Mehrwertnummer. Sophos rät, Apps, die sich so verhalten, sofort zu löschen - schließlich wisse man nicht, was sie später noch tue.
Auch Trend Micro warnt vor Malware getarnt als "Flappy Bird". Die App, die in diesem Fall beschrieben wird, verbindet sich nach Angaben von Trend Micro im Hintergrund mit einem so genannten Command-and-Control-Server (C&C-Server), von dem die App Anweisungen empfängt. "Unsere Analyse der Malware zeigt, dass die App SMS verschickt und empfangene SMS verbirgt", erklärt Veo Zhang im Firmenblog. Das ist nicht alles: Die App soll außerdem Daten wie die Handynummer und die verwendete Mailadresse verschicken.