Linux Fileserver - welches?

War-10-ck

střelec
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Hallo,
auf meinem Windows7 PC der für die Dateifreigabe verantwortlich ist und der als Media PC genutzt wurde wurden nun Trojaner gefunden. Nun hab ich keine Lust mehr auf Windows.

Ich habe im Grunde nur drei Anforderungen.
- Es sind mehrere NTFS Platten von 2 bis 3TB im PC verbaut die sollen im lokalen Netz freigegeben werden.
- Werden die Dateifreigaben nicht benutzt soll sich der PC in einen Ruhezustand versetzen in dem er kaum Strom verbraucht.
- Die Daten möchte ich über meinen Windows PC und mein Raspberry PI am Fernseher abspielen können.

Was nehm ich da am nutzerfreundlichsten für ein Linux-System?
 
Ich nutze für Server Debian, für Freigaben wie du sie willst kannst du zum Beispiel Samba oder NFS nutzen. Hat beides Vor- und Nachteile.
 
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  • #4
Das mit dem Standbye funktioniert auf den Systemen auch, ja? Muss da was konfiguriert werden für oder is das per default? Mit Samba hab ich minimal Erfahrung wird wohl darauf hinauslaufen.
 
Natürlich muss alles konfiguriert werden. Sicherlich gibt es auch Systeme bei denen das alles bereits vorkonfiguriert ist, aber da ein aktuelles zu finden welches genau das macht ohne jegliche Konfiguration ist meiner Meinung nach unmöglich.

Freenas oder sonstige Systeme sind hier natürlich weiter konfiguriert als ein nacktes Debian - dafür sind diese Systeme oft überladen und man hat mehr auf dem System als man braucht.

Ein Linux System schützt dich übrigens nicht vor Schadsoftware - es stellt sich nämlich hier die Frage wie dein Windows 7 Dateiserver infiziert werden konnte - wurde dieser wie ein normaler PC benutzt oder nur die Freigabe? Bei letzterem ist eine Infektion relativ unwahrscheinlich sofern man nicht Dateien automatisiert auf dem Datenträger ausführt/verarbeitet.
 
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  • #6
Mein Win7 PC wurde eben als Luder für alles genutzt, da sehe ich den Fehler ganz sicher nicht bei dem OS. Hing halt am Fernseher direkt und ich hab alle möglichen und unmöglichen Player drauf gehabt.

Darum ja jetzt auch ein Linuxsystem welches nur für die Dateifreigabe gedacht ist und der R-Pi als Mediaplayer. So ist dann alles fein säuberlich getrennt und der Server sollte sauber bleiben. Hmm wobei ich dann eigentlich auch wieder ein Windows nutzen könnte als Server.. mal sehen wie viel Aufwand die Linux konfiguration mit sich bringt. Kann ja eigentlich nicht so viel sein bei den geringen Anforderungen.
 
Kannst auch mal ausprobieren. Das ist en Fileserver auf Slackware Basis. Für die Dynamix WebGui gibt es auch ein S3 Plugin welches den Server bei nichtbentzung schlafen legt.
Ich sag dir gleich das unRaid nur bis 3 HDD's kostenlos ist, bei mehr Platten braucht man eine Lizenz. Ich habe mir so eine Lizenz geholt und betreibe damit nun einen 10TB Fileserver der meine Mediacenter versorgt usw.
FreeNas habe ich mir auch angesehen. Mich haben aber die Anforderungen an den Arbeitsspeicher abgeschreckt. Wenn sich da nicht so viel geändert hat, dann empfehlen die FreeNas Macher bei nutzung von ZFS immer noch ca. 8GB Ram.

Du kannst das alles natürlich auch mit Debian umsetzen. Es kommt halt drauf an wieviel Zeit du investieren willst bis dein Server richtig läuft.
Möchtest du eigentlich auch ein Raid aufsetzen?
 
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  • #9
Nein kein Raid. Momentan sinds glaub ich 2x 2TB und 2 oder 3x3TB. Alles ist voll gespiegelt und physisch getrennt. Richtig cool wär halt wenn ichs vom Galaxy S2 aus in Standbye setzen könnte.
 
Musst du dich mal über WOL bei Freenas informieren. Hab darüber schonmal gelesen und es auch vor 2 Jahren mal probiert zu nutzen.

Google sollte dir helfen..
 
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  • #11
Ich werd mir erstmal wohl FreeNAS und wenn das nichts ist ein Debian aufsetzen. Danke für die ersten Infos! Wenn ich irgendwo nicht weiter komme frag ich nochmal nach, erstmal schau ich selber nach obs irgendwie machbar ist. :)
 
@darkside40:

8 GB werden bei ZFS oft empfohlen, da das Dateisystem recht speicherhungrig sein kann (cache/deduplication z. B.). Laufen würde Freenas mit Einschränkungen auch mit weniger.
 
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  • #13
Ich hab ein E450 und 4GB RAM. Lohnt da das testen mit FreeNAS oder kann ich das gleich lassen? Was bedeutet mit Einschränkungen?
 
Mich haben die Specheranforderungen von FreeNas halt damals abgeschreckt. Denn als ich meinen Server konzipiert habe war speicher noch vergleichsweise teuer.

Btw. WOL sollte eigentlich so ziemlich jedes Board heute unterstützen und WOL Clients sollte es auch für Android geben.
 
Btw. WOL sollte eigentlich so ziemlich jedes Board heute unterstützen

Sag das nicht zu laut, das Board was ich meiner Ma gekauft habe unterstützt WOL leider nicht ...
Ich ging auch davon aus, dass soetwas mittlerweile standard ist.
 
@War-10-ck:

Lies dir mal durch. Besonders den Teil bezüglich des RAM. Testen kannst du es meiner Meinung nach schon.

Die Frage ist nur, muss es unbedingt ZFS sein? Würde bei deinen Ansprüchen nicht auch einfach ext4 oder btrfs reichen?

Noch eine Frage die ich mir stelle ist, ob vorhandene Platten mit NTFS unter Freenas überhaupt Sinn machen? Sollte ich richtig interpretieren, ist das wohl nur dazu gedacht vorhandene Daten auf das NAS mit ZFS zu kopieren. Aber da solltest du lieber jemanden fragen, der sich mit Freenas auskennt.
 
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  • #18
Mein rudimentäres Grundwissen in dem Bereich sagt mir, dass ich nicht einfach von NTFS auf ext4 oÄ wechseln kann. Dazu muss die HDD neu formatiert werden?! Und jetzt gute 10TB an Daten fix auszulagern um die Platten zu zu formatieren... ne dazu hab ich keine Lust.
 
Unter einem normalen Linux könntest du die Platten aber einfach einbinden und weiterhin mit NTFS nutzen. NTFS-3G unterstützt sowohl Lese- als auch Schreibvorgänge. Edit: Allerdings wird hierzu , was die ganze Sache etwas langsamer macht als unter Windows.

Wie das mit Freenas aussieht müsste dir jemand mit Freenas-Erfahrungen sagen.
 
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Also wenn du vor hast, bei einem unixoiden Betriebssystem zu bleiben, lohnt sich das Umschaufeln definitiv.

Der Zugriff ist um einiges performanter und wenn du mal Probleme mit dem Dateisystem hast, kann es im schlimmsten Fall auch mal notwendig sein, dass du eine Windows-CD zur Hand nehmen musst, um das Dateisystem zu reparieren.
 
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