[Netzwelt] Die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen ist insolvent

57e8d3414953ae14f1dc8460da2932761d3dd9e4535977_640.jpg Die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU) ist insolvent. Wie vom Amtsgericht Charlottenburg bekanntgegeben wurde, hat der Verein, der vor 35 Jahren gegründet wurde, Insolvenzschutz beantragt. Grund hierfür ist die drohende Zahlungsunfähigkeit. Torsten Martini, Rechtsanwalt der Kanzlei Leonhardt Rattunde, wurde demnach zum Insolvenzverwalter bestellt.

Die Hauptaufgabe der GVU war der Kampf gegen gewerbsmäßige Anbieter von Medieninhalten aus illegalen Quellen. Hierfür waren unter anderem ehemalige Polizisten im Einsatz. Geldgeber waren neben der Film- und Musikindustrie auch namhafte Spielehersteller, der Pay-TV-Sender Sky Deutschland sowie verschiedene Verlage.

Zu den größten Erfolgen der GVU zählen unter anderem die Abschaltung von Kino.to im Jahr 2011, Durchsuchungen gegen Kinox und Movie4k im Jahr 2014 und in jüngerer Vergangenheit die Verhaftungen gegen mutmaßliche Movie2k.to-Betreiber im Jahr 2019 sowie die Abschaltung des Sharehosters Share-Online.biz sowie die Ermittlungen gegen die mutmaßlichen Betreiber im Jahr 2019.


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Vielleicht bekommen die ganzen Hoster nun auch weniger Abuse Mails, und man kann die Urlaubs Videos anderer Menschen auch nach 1 Woche noch komplett runterladen. Und muss sich nicht mehr Ärgern, wenn von 200 Files welche Fehlen.:beer:
 
Meinereiner fragt sich allerdings gerade, warum sie pleite gegangen sind. Liegt es daran, dass in den letzten Jahren viele auf Netflix&Co umgestiegen sind?
 
Scheinbar ist die Contentmafia zu geizig, diese Organisation aufrecht zu halten. :D
Oder wie haben die sich überhaupt finanziert?
 
Laut ist das ja ein Verein :D
Die Mitglieder sind die Filmindustrie und später auch Spieleindustrie, Microsoft, etc.
Beitrittsgebühr, Jahresgebühr? Keine Ahnung über die Höhe...
 
War vermutlich die einfachste Möglichkeit, eine nicht mehr benötigte Organisation loszuwerden. Es gibt ja einen quasi internionalen Nachfolger, die ACE (Alliance for Creativity and Entertainment), die das "Geschäft" der GVU weiterführt.
 
@Howard:

Ok. Aber auch die müssen sich finanzieren. Ist halt die Frage nach Aufwand und Ertrag. Und auf internationalem Parkett können die Ermittlungen sicher teuer werden. Vor 10 Jahren hätte sicher niemand auf dem Schirm gehabt, dass die GVU sich wegen Geldmangel auflöst. Von daher...:coffee:
 
Meinereiner fragt sich allerdings gerade, warum sie pleite gegangen sind. Liegt es daran, dass in den letzten Jahren viele auf Netflix&Co umgestiegen sind?

Entweder wurden die wirklich ausgestochen von anderen.
Oder die Firmen haben gemerkt, dass deren Arbeit keinen Effekt hatte. Siehe kinox.to. Oder was hier ja auch schon angesprochen wurde: Der Bedarf könnte durch Netflix und Co. gesunken sein. Das ganze stammt ja aus einer Zeit in der es schlicht keine Kundenfreundliche Geschäftsmodelle gab.
Ich würde tatsächlich letzteres versuchen. kinox.to mit ihrem SD Kram am PC Bildschirm, das macht doch heute kein erwerbstätiger Mensch vs. Netflix oder Amazon Prime am TV
 
Wenn ich alleine schon sehe, was wir auf Sky alles sehen und auswählen können.
Das ist so unbeschreiblich viel, dass wir da nicht mal Video on demand nutzen.
(Außer ganz selten mal mein Mann für Wrestling.)
Die Angebote der Mediatheken allerhand Sender sind auch mittlerweile ziemlich umfangreich.
Also für Film und Fernsehen dürfte der Aufwand einer Überwachung nicht mehr lohnen.

Bei anderen Dingen wie Spielen oder Programmen habe ich eher weniger Ahnung.
Es gibt doch auch schon reichlich Open Source, oder?
 
Und um die Liste der Streaming geschichte noch Fortzusetzen.

Ich mache es selber so, das ich z.b. Amazon Prime sowieso habe, Netzflix mit leuten Teile und Disney + im Angebot für 5€ gebucht habe, welches wir uns ebenfalls teilen.

Alles in allem für ~15€ eine sehr Große auswahl haben.
Runtergeladen habe ich schon lange nichts mehr.

Noch vor ~1 Jahr glühte unsere DSL Leitung mit BD Downloads, was sich nach und nach erledigt hat.
 
Geht mir auch so. Ich hatte früher hunderte GB Musik gesaugt, im Auto immer größere USB-Sticks.
Heute reicht Spotify für all das.

Die Filmindustrie sägt aber mit der dämlichen Fragmentierung bereits am eigenen Ast.
 
Das ist schon klar. Ok, ich drücke die Frage anders aus: Warum wurde der Geldhahn zugedreht? Nicht mehr nötig? Gibt's was besseres?

Also bei mir ist das nachwievor so, dass ich kein Netflix&Co habe und mir eventuell benötigtes Zeug auch weiterhin lade. Abgenommen hat aber zugunsten von Job, Freundin, etc. die Menge, da ich nicht mehr so viel Zeit habe. Drum rechnet sich auch kein Abo für mich.*


* Ok, in Zeiten von Social Distancing könnte man jetzt drüber streiten, dass so ein Abo für's Wochenende ganz nett wäre.
 
Das ist schon klar. Ok, ich drücke die Frage anders aus: Warum wurde der Geldhahn zugedreht? Nicht mehr nötig? Gibt's was besseres?

Wird wohl eher geringe Erfolg und die kleiner werdenden Downloads sein.
z.b. zu iLoad oder Goldesel Zeiten in verbindung mit den Abmahn Anwälten ein sehr Lukratives geschäft.
Heutzutage wohl eher weniger.
 
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