• Hallo liebe Userinnen und User,

    nach bereits längeren Planungen und Vorbereitungen sind wir nun von vBulletin auf Xenforo umgestiegen. Die Umstellung musste leider aufgrund der Serverprobleme der letzten Tage notgedrungen vorverlegt werden. Das neue Forum ist soweit voll funktionsfähig, allerdings sind noch nicht alle der gewohnten Funktionen vorhanden. Nach Möglichkeit werden wir sie in den nächsten Wochen nachrüsten. Dafür sollte es nun einige der Probleme lösen, die wir in den letzten Tagen, Wochen und Monaten hatten. Auch der Server ist nun potenter als bei unserem alten Hoster, wodurch wir nun langfristig den Tank mit Bytes vollgetankt haben.

    Anfangs mag die neue Boardsoftware etwas ungewohnt sein, aber man findet sich recht schnell ein. Wir wissen, dass ihr alle Gewohnheitstiere seid, aber gebt dem neuen Board eine Chance.
    Sollte etwas der neuen oder auch gewohnten Funktionen unklar sein, könnt ihr den "Wo issn da der Button zu"-Thread im Feedback nutzen. Bugs meldet ihr bitte im Bugtracker, es wird sicher welche geben die uns noch nicht aufgefallen sind. Ich werde das dann versuchen, halbwegs im Startbeitrag übersichtlich zu halten, was an Arbeit noch aussteht.

    Neu ist, dass die Boardsoftware deutlich besser für Mobiltelefone und diverse Endgeräte geeignet ist und nun auch im mobilen Style alle Funktionen verfügbar sind. Am Desktop findet ihr oben rechts sowohl den Umschalter zwischen hellem und dunklem Style. Am Handy ist der Hell-/Dunkelschalter am Ende der Seite. Damit sollte zukünftig jeder sein Board so konfigurieren können, wie es ihm am liebsten ist.


    Die restlichen Funktionen sollten eigentlich soweit wie gewohnt funktionieren. Einfach mal ein wenig damit spielen oder bei Unklarheiten im Thread nachfragen. Viel Spaß im ngb 2.0.

[Politik und Gesellschaft] [Streitschrift] Ist Fridays For Future eine urbane Öko-Hipsterbewegung?

Ist Fridays For Future eine urbane Hipster-Bewegung? Die Antwort muß man wohl mit ja beantworten, wenn es nach einer Streitschrift geht, die jetzt veröffentlicht wurde. Autor ist Clemens Traub, ein 22 jähriger Politikstudent und SPD-Mitglied. Der Titel seines Buches lautet “Future for Fridays – Streitschrift eines jungen FfF - Kritikers“.

Dabei ist Straub kein Gegner der Bewegung, sondern vielmehr ein anfänglich begeistertes Mitglied.
Er empfand es als etwas schönes, ein Teil von etwas ganz Großem zu sein. Tausende Menschen seiner Generation, die versuchten die Welt zu etwas besserem zu machen. Es fühlte sich irgendwie richtig an und es gab für niemanden einen Zweifel auf der richtigen Seite zu stehen.
Die Begeisterung, die er in der Stadt erlebt hatte, wurde aber in seinem Heimatdorf von seinen dortigen Freunden nicht geteilt, wie er feststellen mußte. Die fühlten sich von den Demonstranten bevormundet und empfanden eine Abwertung von Dieselfahrern und Fleischessern zu Menschen zweiter Klasse.

Traub war enttäuscht und er distanzierte sich von seinen alten Freunden, die er als dumm und rückständig empfand.
Doch dann begann er zu reflektieren und betrachtete die Bewegung und führende Personen.
Und er stellte fest, wie homogen die Gruppierung war. Das war kein gesellschaftlicher Durchschnitt, sondern Kinder aus der oberen Mittelschicht und der Oberschicht, ohne wirtschaftliche Probleme. Schon die Eltern hatten das Klassenbewusstsein allen anderen den Weg weisen und die eigenen Interessen über die aller anderen stellen zu können.

„Das typische Milieu der meisten „Fridays for Future“- Demonstranten kenne ich gut. Es ist in gewisser Weise mein eigenes und das meines jetzigen Freundeskreises: Großstädtisch, linksliberal, hip. Arzttöchter treffen darin auf Juristensöhne. Gin-Tasting und Diskussionen über plastikfreies einkaufen und Zero Waste stehen nebeneinander auf der Tagesordnung. Veganismus zählt ebenso zum unausgesprochenen Kodex des hip-seins wie der Einkauf im Secondhand-Laden. und der Bioladen um die Ecke wertet die Lage der eigenen Wohnung selbstverständlich auf.“

Was ihn weiter noch unangenehm aufgefallen ist, ist der teilweise autoritäre Charakter von FfF. Es herrscht kein Pluralismus und die vorgeschriebenen Meinungen gelten als die einzig richtigen. Ihn stört die Arroganz gegenüber Älteren, die einfach mit „OK, Boomer“ abgetan werden, ohne daß sich die Mühe gemacht wird, sich inhaltlich mit Kritik auseinander zu setzen. Dabei hält er persönlich die Ansichten teilweise für wirtschaftlich naiv und ignorant gegenüber der Zukunft von Beschäftigten.
Der Bewegung fehlt das Bewußtsein, daß eine intensive Auseinandersetzung mit dem Thema Klima nur denen möglich ist, die keine existentiellen Sorgen haben. Aus einem Elfenbeinturm heraus wird der Lebensstil vieler sozial Schwächeren kritisiert, die aus finanziellen Gründen nicht immer die Wahl haben. Die werden als Klimasünder gebrandmarkt, weil sie im Discounter einkaufen und nicht im Bioladen.

Den Gesichtern der Bewegung wirft er vor, egoistische Ziele zu verfolgen, für Likes und um die eigene Karriere voranzubringen.
„Fridays for Future ist die Rebellion der Privilegierten, und die Bewegung bietet ihnen die perfekte Möglichkeit, ihren eigenen kosmopolitischen Lebensstil und das eigene Talent zur Schau zu stellen“
Wenn ein Aushängeschild der Bewegung mittlerweile ein Marketing-Team hinter sich, das sein Instagram-Accounts und Termine regelt, fragt man sich: Geht es ihr eigentlich noch ums Thema oder nur um Ruhm?



Quellen:


 

Der3Geist

always feed the fish

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....Ihn stört die Arroganz gegenüber Älteren, die einfach mit „OK, Boomer“ abgetan werden, ohne daß sich die Mühe gemacht wird, sich inhaltlich mit Kritik auseinander zu setzen. Dabei hält er persönlich die Ansichten teilweise für wirtschaftlich naiv und ignorant gegenüber der Zukunft von Beschäftigten..

So wie Aktuell hier im Board gut zu sehen ! :T

Dem Beitrag kann man nur voll und ganz zustimmen.
Wir wohnen auf dem Land, sind mittleren Alters und sehen vieles genauso.
Viele der Mangel sind Luxus Probleme, welche sich mit der "ok, Boomer" szene Verbinden.

Darum stimmen wir auch Dieter Nuhrs Kritik an Greta so gut.
Eine Göre, die von ihren Unternehmer Eltern in den Kampf geschickt wurde.
 

NoName1954

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Wahrscheinlich sind FFF, SFF und alle anderen Gruppen von einem gefährliches Virus befallen. Kein gesunder Mensch käme auf die Idee, die Basis unseres Lebens schützen zu wollen. :rolleyes:

So wie Aktuell hier im Board gut zu sehen ! :T

Siehst Du etwa wirklich einen Zusammenhang zwischen phre4ks dümmlich-provokantem Geseiere und FFF?

Darum stimmen wir auch Dieter Nuhrs Kritik an Greta so gut.
Eine Göre, die von ihren Unternehmer Eltern in den Kampf geschickt wurde.
Nuhr versucht, für Leute Humor zu machen, die keinen haben. Ansonsten lebt er von der Beliebtheit und Bekanntheit seiner Gäste. Zum Glück gibt es die Mediathek und einen Vorlauf.
 

dexter

Cloogshicer®
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Was für ein Knallkopp.
„Das typische Milieu der meisten „Fridays for Future“- Demonstranten kenne ich gut. Es ist in gewisser Weise mein eigenes und das meines jetzigen Freundeskreises: Großstädtisch, linksliberal, hip. Arzttöchter treffen darin auf Juristensöhne. Gin-Tasting und Diskussionen über plastikfreies einkaufen und Zero Waste stehen nebeneinander auf der Tagesordnung. Veganismus zählt ebenso zum unausgesprochenen Kodex des hip-seins wie der Einkauf im Secondhand-Laden. und der Bioladen um die Ecke wertet die Lage der eigenen Wohnung selbstverständlich auf.“
Was will der Boomer uns "neues" erzählen, was an Behauptungen und Vorurteilen nicht am Stammtisch schon durchgekaut und schenkelgeklopft wurde?
 

KaPiTN

Boomer ♪♪♫♪♫♫♪

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Der Boomer ist 22 Jahre alt.
 

Ungesund

Feiner Herr

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Ist jetzt nix neues, oder? Jeder der sich mal ein bisschen politisch für was eingesetzt hat kennt die Jauchegrube in die man sich da begibt. Jede "Bewegung" hat ihre Dogmen. Das ist ja auch Teil deren Wesens: Viele Leute, die ein definiertes Ziel verfolgen. Deswegen ist

Es herrscht kein Pluralismus und die vorgeschriebenen Meinungen gelten als die einzig richtigen.

auch kein Kritikpunkt. Ich kann auch in die AfD eintreten und mich darüber beschweren dass da niemand was von meinem Programm für offene Grenzen hören will.

Diskutiert werden in Politischen-Zusammenschlüssen (oft in ermüdendem Detail, was der Herr Autor als SPD-Mitglied wissen müsste) die oftmals abstrakten Facetten der angeblichen Umsetzung des unveränderlichen Hauptziels, gewichtet nach Profilierungssucht der Wortführer. Meinungen die dieses Ziel (vermeintlich) direkt angreifen werden da natürlich Gruppendynamisch unterdrückt. Das liegt in der Natur der Sache. Parteien z.B. müssen sich in ihren Standpunkten, zumindest Vordergründig, klar definieren. Niemand tritt in die "Partei ohne klares Ziel bei der alle Leute eine andere Meinung haben" ein. Da sind wir nämlich bereits alle Mitglied, nennt sich Gesellschaft.

Und ja, oft sind die Köpfe die sich über abstraktere Themen Gedanken machen die derjenigen, die die Zeit haben sich diese Gedanken zu machen. Das führt gerne mal zu Weltfremden Ansichten und die so entstehenden Ziele sind oftmals radikal, aber offenbar müssen sie das sein, so dass kleine Splitter der Idee den trägen Gesellschaftskörper durchdringen und in abgeschwächter (/realistischer) Form letztendlich umgesetzt werden.

Manchmal braucht die Gesellschaft das um massive Probleme zu bewältigen und manchmal führen gut gemeinte Ziele in die Hölle. Man kann nur versuchen mit den Erfahrungen der Vergangenheit die Zukunft zu gestalten. Und die Erfahrung zeigt hier (exemplarisch) zum einen dass uns die Polkappen wegschmelzen und ich die Straßen von Hamburg bald mit der Gondola befahren und dass nicht gut sein kann, zum anderen aber auch dass "in Panik geraten" noch nie ein guter Handlungsgrundsatz war und sich menschliches Verhalten seit jeher, ohne direkte Betroffenheit des Einzelnen durch das zu bekämpfende Problem, nur langsam umsetzen lässt.

Und da das aktuelle Problem radikale Veränderung von jedem verlangt, ist das natürlich unpopulär bei jenen bei denen dieses Opfer nicht durch Gesellschaftlichen Status und Anerkennung ausgeglichen wird (aka "hip-sein"). Ob der Jupp im 1000 Seelen Dorf seinen alten Diesel abschafft und seinen Plastikmüll reduziert interessiert seine Nachbarn nicht, im ungünstigsten Fall wird er für einen Spinner gehalten. Im urbanen Lebensraum der Großstadt, in dem sich progressive Ideen durch die Masse der Menschen auf engem Raum und deren austausch viel eher verbreiten, gilt die selbe Veränderung der Lebensumstände als Lobenswert und als Vorbild für andere. Da ist man natürlich viel eher bereit Dinge aufzugeben, wenn das Soziale Umfeld dies so entschädigt.
Habe ich das nicht, so sehe ich nur was mir genommen wird. Und einfach nehmen lassen tut sich niemand gerne was.

Und da liegt auch einer der Gründe dass der FfF Gedanke nicht in der Mitte der Gesellschaft entsprungen ist, das liegt weniger an all-too-menschlichen Auto-Evil-Kategorisierungen wie "nach dem Geburtsjahr". So ist "Ok Boomer" eben auch die Nazikeule für Realitäten die man nicht hören möchte, und eine Ausprägung der sich ewig wiederholenden Auflehnung der jüngeren Generationen gegen die der Eltern. Sieht man ja nicht zum ersten mal. Kann man sich drüber aufregen, hat allerdings wenig Sinn.
 

Seedy

A.C.I.D

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Sia schrieb:
Okay, noch mal langsam zum Mitschreiben:

Boomer ist eine Geisteshaltung. Boomer ist aber auch ein Alter.
Die meisten Boomer sind in der Zeit zwischen 1945 und 1970 geboren.
Nicht jeder Boomer (Geisteshaltung) ist in der Babyboomer-Zeit geboren.
Wann ich mit "Boomer" das Alter meine und wann die Einstellung, obliegt der Interpretation des Lesers. Ich lege mich da nicht fest, die Grenzen sind fließend.

Man kann auch mit 22 ein Boomer Mindset haben :unknown:
Edit:
Schau dir nur den Amthor an, keine Ahnung wie alt der ist, aber sein Kopf hat im 1917 noch gegraben.
 
Zuletzt bearbeitet:

KaPiTN

Boomer ♪♪♫♪♫♫♪

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Würde Tauber das lesen, würde er sicher "q.e.d" antworten.
Statt sich inhaltlich mit seiner Kritik auseinanderzusetzen wird er arrogant als Boomer abgetan.
Also genau die Haltung, die er moniert.
 

NoName1954

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Der Boomer ist 22 Jahre alt.
Amthor ist 27. :rolleyes:

Lt. Jetzt-Interview war Traub bei FFF-Demos in der Stadt dabei und wohl auch von der Sache angetan. Als er dann wieder heim zu Muttern ging, war die Dorfjugend von seiner Denke nicht überzeugt.
Kann an Traub selbst liegen und an seiner altklugen Art und auch daran, dass sich auf dem Land die Zahl der Arzttöchterchen und Juristensöhnchen in äusserst engen Grenzen hält. :rolleyes:

14,90 € sind bei FFF besser angelegt als für eine sogenannte Streitschrift, die dumpfe, längst ausgelutschte BILD-Parolen (zugegeben in flotter Schreibe) zusammenfasst.

Ein Auszug aus dem Klappentext des Verlags gibt dann auch Aufschluss über die angesprochene Käuferklientel:

"Seine These: Sie [die Klimabewegung] treibt die soziale Spaltung unserer Gesellschaft aktiv voran und riskiert einen Bürgerkrieg:
Hier die gebildeten Klima-Eliten - dort die tumben Klimazerstörer."


Ahne es schon länger:
Friedliche Demontrationen stürzen unser Land ins Chaos. Jetzt kann uns nur noch die AfD retten.

@Ungesund: Interessanter Text. Gibt es auch eine Quelle dazu?
 

Ungesund

Feiner Herr

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Ne, ich glaube das ist so ein trendy Kampfbegriff den man jedem der nicht in absoluter Selbstaufgabe lebt an den Kopf werfen kann.

Das habe ich gerade geschrieben wie es mir in den Kopf kam, sollte auch eher meine Sicht auf die Dinge und meine Schlüsse wiederspiegeln, ich diskutiere ja nicht direkt gegen irgendwen hier, da erscheint mir Quellen suchen als weniger nötig und war hier jetzt auch dem Schreibfluss hinderlich... :o
 

NoName1954

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@Trolling Stone: Muddu den ngb-Boomerbeauftragten phre4k fragen. :cool:

@Ungesund: Hier ist noch ein Redakteursplatz offen. Du müsstest nur noch etwas Überzeugungsarbeit :beer: leisten, dann schlagen Dich bestimmt viele vor. ;)
 

dexter

Cloogshicer®
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Statt sich inhaltlich mit seiner Kritik auseinanderzusetzen wird er arrogant als Boomer abgetan.
Also genau die Haltung, die er moniert.
Ich sehe bei dem keine Kritik, sondern arrogantes pseudowichtiges Gewäsch.
Ein konservativer Quotenneger (ich gehöre ja auch dazu aber... trotzdem schlimm alles, machen wir weiter so, weil Arbeitsplätze und so)
 

NoName1954

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Der Bub erinnert mich an Trixi und ihre Alibijuden.
Die Bürgerkriegspassage muss man mehrfach lesen. Sie entfaltet erst dann ihre volle Pracht.
 
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