Repräsentative Befragungen Wo ?

KidZler

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Hmm immer liest man das es irgentwo auf dieser Welt Befragungen zu irgentwelchen Themen gibt ....

Ich Frage mich nur wen die Befragen ? Mich hatt noch keiner Befragt ... und irgentjemand den ich kenne auch nicht ... 0o

Kann man sich da irgentwo anmelden ? Oder wie Läuft das ?

Editt:// Upsala Falsche ecke würd ich mal meinen Plz Switchen .... ^^
 
Solche Befragungen oder auch die klassische Sonntagsfrage werden in der Regel per Telefonumfrage gemacht.

Bei der Auswahl der Teilnehmer wird eigentlich immer ähnlich vorgegangen:
1. Geografischen Gesichtspunkten (Nord/Süd, Großstadt/Kleinstadt, ...)
2. Soziale Schicht des Haushaltes (i. d. R. über Wohnviertel)
3. Zufällige Auswahl der Person im Haushalt, die befragt wird ("Wer hat als nächstes Geburtstag")

Die Auswahl erfolgt dabei jeweils gemäß ihrem Anteil an der Gesamtbevölkerung. Die Auswahl der sozialen Schicht werden in der Regel über Wohngegenden (Schwabing <--> Kreuzberg) getroffen.

Die Daten sind dann aber immer noch nicht unbedingt 1:1 anwendbar. Bei der Sonntagsfrage wird zum Beispiel kaum jemand angeben, dass er NPD wählen möchte, manche Leute haben gar keinen Telefonanschluss und andere beteiligen sich aus Prinzip nicht an solchen Umfragen.
Solche Fehler müssen dann noch über Erfahrungswerte korrigiert werden (und nicht Pi mal Daumen, auch dafür gibt es mathematische Verfahren).
 
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  • #3
Solche Befragungen oder auch die klassische Sonntagsfrage werden in der Regel per Telefonumfrage gemacht.

Bei der Auswahl der Teilnehmer wird eigentlich immer ähnlich vorgegangen:
1. Geografischen Gesichtspunkten (Nord/Süd, Großstadt/Kleinstadt, ...)
2. Soziale Schicht des Haushaltes (i. d. R. über Wohnviertel)
3. Zufällige Auswahl der Person im Haushalt, die befragt wird ("Wer hat als nächstes Geburtstag")

Die Auswahl erfolgt dabei jeweils gemäß ihrem Anteil an der Gesamtbevölkerung. Die Auswahl der sozialen Schicht werden in der Regel über Wohngegenden (Schwabing <--> Kreuzberg) getroffen.

Die Daten sind dann aber immer noch nicht unbedingt 1:1 anwendbar. Bei der Sonntagsfrage wird zum Beispiel kaum jemand angeben, dass er NPD wählen möchte, manche Leute haben gar keinen Telefonanschluss und andere beteiligen sich aus Prinzip nicht an solchen Umfragen.
Solche Fehler müssen dann noch über Erfahrungswerte korrigiert werden (und nicht Pi mal Daumen, auch dafür gibt es mathematische Verfahren).

Also im Grossen und ganzen tottaler schwachsin ....

Hmm Schade ich dachte da gibts irgentwo was wo man sich eintragen kann ... 0o
 
Als Schwachsinn würde ich das nicht bezeichnen. Wenn so eine Umfrage professionell durchgeführt wird (Stichprobe groß genug, gute Schätzfunktionen, ...) kann man da sehr genaue Prognosen mit machen.

Und das man sich nicht eintragen kann, ergibt ja schon Sinn. Sonst würden ja nur die Personen an solchen Umfragen teilnehmen, die selbst aktiv geworden sind und sich haben eintragen lassen. Das wäre aber eine enorme Verzerrung und keine gute Stichprobe.
Hin und wieder ergibt sich aber die Möglichkeit, an Langzeitstudien teilzunehmen. Bei der wurden meines Wissens sogar alle Studenten eines Jahrgangs aufgefordert, daran teilzunehmen (haben also eine Möglichkeit bekommen, "sich einzutragen", wie du das nennst).

Infratest dimap hat auf seiner Website auch nochmal einige Informationen dazu zusammengestellt (die anderen Meinungsforschungsinstitute sicher auch). Falls dich das Thema interessiert, dann kannst du dir mal die über die verschiedenen Erhebungsarten und die zur Telefonbefragung anschauen.
 
Erklär doch mal. "Wozu?"

Solche Umfragen werden doch nur veranstaltet um Gewinne zu steigern oder um im Breich Politik herauszufinden, was die Leute gerne hören wollen.

@ TS,

ich bekomme übrigens ziemlich häufig Anrufe von angeblichen Marktforschern (mindestens pro Quartral eine :D) Ich legen regelmäßig auf.

Offensichtlich habe ich mal vor Jahren die Dummeheit begangen, auf so eine Anfrage einzugehen. Seitdem stehe ich wohl auf einer Liste, die von einem Institut zum nächsten weitergereicht wird. :D

Die Rufnummern landen alle auf der Sperrliste meiner Telefonanlage. :T
 
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  • #6
Hmmm ja gut das Argument das wen man sich einträgt das ergebniss verfälscht wird könnte schon sein .... Aber auf der anderen seite wer gibt dort schon freiwillig seine echten Daten an wen man angeruffen wird ?

Was ich mir aber bei solchen Veröffentlichten Umfragen denke ... das sie die Meinung Beinflussen sollen/können . Der Mensch hatt halt irgentwie so einen eingebauten herdentrieb ....

Umfragen zu Politik oder Wahlen sollte man irgentwie Verbieten .... Welchen Nutzen hatt so eine Umfrage ? Gut für Poltiker hatts eine "bekomm ich wählerstimmen durch den scheiss was ich erzähle".

Kann mir mal irgentjemand sagen wie uns so eine Umfrage weiterbringt ? Also Bürger ? Die hatt doch für uns garkeinen Nutzen ....
 
Und die Fragen werden so formuliert, daß ein erwünschtes Ergebnis dabei herauskommt.

Nehmen wir mal ein Beispiel aus der Politik. :D

Da wird zB gefragt wie hoch die Sozialkompetenz einer Partei eingeschätzt wird; und dann kommt ein tolles Balkendiagramm als Ergebnis dabei heraus.

Würde sich dadurch die Sozialpolitik ändern oder würde die jeweilige Partei daraus nur die Schlußfolgerung ziehen, daß sie ihre Sozialpolitik besser verkaufen muß? :p
 
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  • #8
Und die Fragen werden so formuliert, daß ein erwünschtes Ergebnis dabei herauskommt.

Nehmen wir mal ein Beispiel aus der Politik. :D

Da wird zB gefragt wie hoch die Sozialkompetenz einer Partei eingeschätzt wird; und dann kommt ein tolles Balkendiagramm als Ergebnis dabei heraus.

Würde sich dadurch die Sozialpolitik ändern oder würde die jeweilige Partei daraus nur die Schlußfolgerung ziehen, daß sie ihre Sozialpolitik besser verkaufen muß? :p

Natührlich müssen sie sich dan doch besser verkaufen ....

Aber die Frage steht immer noch im Raum .... Was bringt uns als Bürger so eine Umfrage :)

Ja gut man sieht vlt das 99% der anderen Bürger eine Partei für Assozial halten .... Nur glaub ich nicht das so eine Umfrage wirklich dan auch in den Medien auftaucht ...
 
Denk mal über den Sinn von Full-Quotes nach, die direkt unter dem Beitrag stehen. :D

Meinungsumfragen machen dann Sinn, wenn sie dazu beitragen die aktuelle Situation einer Gesellschaft zu beschreiben.

Da gibt es schon einige von abhängingen und unabhängigen Institutionen zur Positionsbestimmung. Aber diese Telefonanfragen sind nur Schnellschüsse, die dem Auftraggeber dienen sollen.
 
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  • #10
Hmm stimmt :) sehen aber Süss aus die Full Quotes ;D

Also halten wir fest es gibt umfragen die nutzen bringen ... Gesamtgeselschaftlich ... Und welche die wir eigentlich nicht brauchen ^^ Ok :)
 
Vor 50 Jahren haben Umfragen noch funktioniert. Die Leute fühlten sich geschmeichelt, wenn jemand irgendwie Offizielles ihnen Fragen stellte. Was ein Ding! Die Nachbarin und der Neffe laufen schreiend weg, wenn ich ihnen vpn meinen Wünschen und Meinungen erzähle. Und jetzt kommt einer, will das alles von mir wissen und schreibt es sogar auf! Ich bin wichtig, auf mich kommt es an.

Heute wissen alle, dass die Interviewer ihren Job im Regelfall nur machen, weil ein Seifenfabrikant wissen will, ob sich ein rechteckiges oder ein rundes Stück Seife besser verkaufen wird. Deshalb ist es sehr kostspielig und unglaublich schwer, die für die Stichprobe gezogenen Personen ans Telefon zu kriegen oder bei ihnen in die Wohnung zu kommen.

Deshalb sind die meisten Umfragen so unzuverlässig wie das Ergebnis, wenn Du Dich mal kurz in Deinem Bekanntenkreis umhörst. Das gilt vor allem für Umfragen, deren Ergebnisse keiner Nachprüfung standhalten müssen, weil keine konkurrierenden Institute genau die gleiche Frage stellen.

Bei Wahlprognosen, Politbarometer etc. ist das anders. Solche Umfragen sind extrem teuer und werden nur von wenigen großen und vom Rundfunkt oder den Parteien subventionierten Instituten gemacht.
 

Das "wozu" ist immer so eine Sache. Es gibt natürlich Umfragen, die von Parteien in Auftrag gegeben werden, die sich besser positionieren wollen. Und viele kommen auch von Medien (und das sind auch häufig die, die mit Suggestivfragen ausgestattet sind; aber so etwas ist für mich keine Umfrage, sondern Wahlkampf).

Allerdings sind die Umfragen auch in der Forschung (Soziologie, Politikwissenschaften, Betriebswirtschaftslehre, ...) enorm wichtig und da wir dann auch tunlichst drauf geachtet, dass der Befragte nicht beeinflusst wird. Die NEPS wird zum Beispiel auch zum Großteil telefonisch durchgeführt. Aber das sind dann nicht 2-3 Fragen sondern eine Telefonumfrage dauert 30-60 Minuten.

Der zweite große Einsatzpunkt ist die Marktforschung.

Wenn zum Beispiel eine Zeitung ihre Preise erhöhen muss, weil sie kaum noch einen Deckungsbeitrag erwirtschaftet, dann wird sie das in den seltensten Fällen einfach so tun. Mit Hilfe einer Umfrage kann sie ungefähr abschätzen, wie viele Kunden sie bei welcher Preiserhöhung verlieren wird, ob es klüger wäre, zum Beispiel den Studententarif auszuklammern und so weiter.
Natürlich werden die Leute, die da angerufen werden, lügen was ihren Maximalpreis angeht, aber das kann man statistisch wieder einfangen.

Ein anderes Beispiel wäre, dass ein Tablet-Hersteller wissen möchte, wie wichtig seinen (potenziellen) Kunden die Aspekte Preis, Größe, Betriebssystem, ... ist. Solche Informationen werden dann mit einer ermittelt.

Du kannst hier dich natürlich drüber aufregen, dass beide Unternehmen nur ihre Gewinne steigern wollen. Aber ohne Preiserhöhung würde die Zeitung irgendwann Pleite gehen und mit einer Preiserhöhung nach Gefühl wird die Preiserhöhung eher zu hoch als zu niedrig ausfallen; eine Marktbefragung kommt dir als Kunde also entgegen.
Und genau so ist es mit den Tablets. Wenn der Hersteller weiß, dass dir eine angemessene Größe wichtiger ist, als ein Windows-Betriebssystem, dann wird er seine Produkte entsprechend designen, was dann aber auch ganz in deinem Sinne ist.

Wenn du immer wieder von den gleichen "Marktforschern" angerufen wirst, dann ist das nicht seriös. Wie schon oben beschrieben, würde eine seriöse Studie zufällig anrufen und sich nicht die Nummern aus einer Liste aussuchen.
 
Tatsache ist, dass speziell politische Umfragen absolut nicht repräsentativ sind und es vielleicht auch gar nicht sein können. Eine Stichprobe von 1000 Leuten kann m.E. die verschiedenen Meinungen der Millionen Wähler gar nicht angemessen abbilden. Je nachdem welche Kriterien man zur Auswahl seiner Stichprobe heranzieht kann man das Ergebnis mehr oder weniger in die gewünschte Richtung bringen.
Kurz gesagt: Zumindest die Umfragen zu Politik und Wahlverhalten bringen keinen Nutzen für die Gesellschaft.
 


Ermittelt wird nichts. Es wird nur versucht, etwas besser als Pi mal Daumen zu schätzen. Wie stets gehorcht das Modell auch hier einer ganz anderen Logik als die Wirklichkeit. Und vermutlich ist es bei dieser Analyse nicht anders als bei den restlichen multivarianten Verfahren: Wenn ich vorher an den richtigen Schräubchen drehe in SPSS, kriege ich als Ergebnis jeden Faktor, den ich haben will.

--- Automatisch zusammengeführter Beitrag ---

Tatsache ist, dass speziell politische Umfragen absolut nicht repräsentativ sind und es vielleicht auch gar nicht sein können. Eine Stichprobe von 1000 Leuten kann m.E. die verschiedenen Meinungen der Millionen Wähler gar nicht angemessen abbilden.
Das kommt ganz auf die Homogenität der Grundgesamtheit und auf die Stabilität der Meinungen an. Früher waren Wahlprognosen sehr zuverlässig. Heute haben sie an Zuverlässigkeit verloren, weil die Leute sich heute so entscheiden und morgen anders.

Der Zufallsfehler von Stichproben bestimmter Größe bei gegebener Grundgesamtheit lässt sich berechnen.
 
Ermittelt wird nichts. Es wird nur versucht, etwas besser als Pi mal Daumen zu schätzen.
Natürlich kann man auch mit eine solchen Analyse nur schätzen, aber eine solche Schätzung ist immer noch besser, als einfach nach Gefühl zu entscheiden.
Zumindest die richtige Tendenz wird damit eigentlich immer abgebildet.

Und vermutlich ist es bei dieser Analyse nicht anders als bei den restlichen multivarianten Verfahren: Wenn ich vorher an den richtigen Schräubchen drehe in SPSS, kriege ich als Ergebnis jeden Faktor, den ich haben will.
Wenn du davor schon weißt, was du haben willst und deshalb das Ergebnis manipulierst, kannst du es (aus wissenschaftlicher Sicht) gleich ganz lassen.
 
Der Zufallsfehler von Stichproben bestimmter Größe bei gegebener Grundgesamtheit lässt sich berechnen.
Sicher kann man, aber wird das auch gemacht?
Leider hab ich noch bei keiner politischen Umfrage einen Fehlerbalken gesehen. Kennst du dich da aus und kannst die Fehlergröße abschätzen? Das würde mich wirklich interessieren!
 
Sicher kann man, aber wird das auch gemacht?
Bei Hochrechnungen (=Wahlprognosen) doch immer, weil die genau sein müssen. Kein Fehlerbalken, aber es wird gesagt, FDP mit hoher Wahrscheinlichkeit drin oder nicht drin, und später sicher drin oder nicht drin.

Bei anderen Umfragen (Relevanz politischer Themen etc.) eher nicht. Die müüsen nicht so genau sein, so genau wissen die Befragten es ja selbst nicht.

Wenn du davor schon weißt, was du haben willst und deshalb das Ergebnis manipulierst, kannst du es (aus wissenschaftlicher Sicht) gleich ganz lassen.

Du kennst doch das Spiel, Faktoranalyse zum Beispiel. Die Maschine bietet massenhaft Optionen an, Anzahl der gewünschen Faktoren, Anzahl der gewünschten Iterationen, welche Berechnungsmethode, ich hab das nicht mehr alles im Kopf.

Diese Optionen sind mir eigentlich schnuppe, was ich will, ist ein Rechenergebnis, das ich interpretieren kann. Und dann spiele ich eben solange mit den Optionen herum, bis ein interpretierbares Ergebnis dabei herauskommt. Das Ergebnis ist also weitgehend Glücksache. Aber wenn im Bericht steht, eine Faktoranalyse habe zu diesem oder jenen Resultat geführt, klingt das vollkommen anderes, zumindest für jeden, der sich nicht selbst schon mit SPSS abgequält hat.

Und das ist wichtig, das ist die Hauprfunktion der schließenden Statistik, sie spendet Vertrauen und Selbstvertrauen. Aus Deinem Beispiel mit den Tablet-Schuster: Er hat gewisse Ahnungen, was der Kunde will. Er ist aber unsicher, und wenn's schief geht, ist er der Dumme. Er würde also ängstlich ans Werk gehen, und Angst darf man beim Berksteigen keine haben.

Von dieser Verzagtheit erlöst ihn der Datenklempner. Er fragt und rechnet, bis die Ahnung des Tablet-Schusters bestätigt wird. Der stürzt sich mit Karacho in die Schlacht, und deshalb sind seine Chancen gaz gut, sie auch zu gewinnen.

Früher haben die Leute einfach gebetet. Mit Gottes Hilfe fühlten sie sich stark. Heute mit Hilfe der Daten.
 
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