• Hallo liebe Userinnen und User,

    nach bereits längeren Planungen und Vorbereitungen sind wir nun von vBulletin auf Xenforo umgestiegen. Die Umstellung musste leider aufgrund der Serverprobleme der letzten Tage notgedrungen vorverlegt werden. Das neue Forum ist soweit voll funktionsfähig, allerdings sind noch nicht alle der gewohnten Funktionen vorhanden. Nach Möglichkeit werden wir sie in den nächsten Wochen nachrüsten. Dafür sollte es nun einige der Probleme lösen, die wir in den letzten Tagen, Wochen und Monaten hatten. Auch der Server ist nun potenter als bei unserem alten Hoster, wodurch wir nun langfristig den Tank mit Bytes vollgetankt haben.

    Anfangs mag die neue Boardsoftware etwas ungewohnt sein, aber man findet sich recht schnell ein. Wir wissen, dass ihr alle Gewohnheitstiere seid, aber gebt dem neuen Board eine Chance.
    Sollte etwas der neuen oder auch gewohnten Funktionen unklar sein, könnt ihr den "Wo issn da der Button zu"-Thread im Feedback nutzen. Bugs meldet ihr bitte im Bugtracker, es wird sicher welche geben die uns noch nicht aufgefallen sind. Ich werde das dann versuchen, halbwegs im Startbeitrag übersichtlich zu halten, was an Arbeit noch aussteht.

    Neu ist, dass die Boardsoftware deutlich besser für Mobiltelefone und diverse Endgeräte geeignet ist und nun auch im mobilen Style alle Funktionen verfügbar sind. Am Desktop findet ihr oben rechts sowohl den Umschalter zwischen hellem und dunklem Style. Am Handy ist der Hell-/Dunkelschalter am Ende der Seite. Damit sollte zukünftig jeder sein Board so konfigurieren können, wie es ihm am liebsten ist.


    Die restlichen Funktionen sollten eigentlich soweit wie gewohnt funktionieren. Einfach mal ein wenig damit spielen oder bei Unklarheiten im Thread nachfragen. Viel Spaß im ngb 2.0.

[Reisebericht] Marrakesh im Dezember

War-10-ck

střelec
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Städetrip Marrakesh
Leider ist es schon eine Weile her, so dass ich mich nicht mehr genau an den Ablauf der Reise erinnere. Dennoch wollte ich nun mal aufschreiben, wie meine Eindrücke dieser Reise so waren, da es schon etwas sehr Prägnantes für mich war.
Seit einer ganzen Weile schon bin ich meist allein oder mit Freunden verreist. Der Trip nach Marrakesh sollte die erste Reise mit meiner Freundin zusammen sein. Damals waren wir gerade mal gut zwei Wochen zusammen. Aber an sich eine gute Möglichkeit rauszufinden, ob in der Beziehung wirklich alles passt.

An sich wollten wir in die Türkei, was aufgrund der damals schon etwas exotischen politischen Lage dann aber flach fiel. Zwei Freunde von mir waren schonmal in Marokko und haben vieles gutes berichtet also wurde kurzerhand gebucht. Sowohl Flug als auch Hotel bzw. besser Riad möglichst günstig. Einzig war uns wichtig nicht in der Neustadt zu sein sondern in der Medina, der Altstadt von Marrakesh in der es viele kleine Häuser, die Riads, gibt die zu Gästehäusern umgebaut wurden.

Bereits nach der Landung stellte sich uns die Frage, wie wir den im Voraus gebauchten Shuttle zum Hotel finden sollten. Bereits nach den ersten Anzeichen von Planlosigkeit stürzten sich die ersten Taxifahrer und hilfsbereiten Privatleute auf uns, um uns für die ihrer Meinung nach unschlagbarsten Preise direkt zum Riad zu fahren. Da uns mehr oder weniger die Wahl fehlte, einigten wir uns mit einem etwas seriös wirkenden Fahrer auf 20€ pauschal, der uns dann auch zuverlässig Richtung Medina fuhr. Bereits auf dem Weg dorthin der erste Kulturschock. Ich bin ja extremes Fahrverhalten schon aus Rumänien gewohnt, aber was man dort erlebt übertrifft alles. Ein Wunder, dass man nicht alle paar Minuten einen Unfall sieht, irgendwie scheint alles eingespielt zu sein.
Angekommen im Riad wurden wir von dem Besitzer und einem seiner Mitarbeiter begrüßt. Alles dauerte ein wenig länger, dafür sehr freundlich und zum ersten Mal in diesem Urlaub bekamen wir einen überragenden Minztee serviert. Nach einer Weile dann durften wir unser Zimmer beziehen. Sehr viel kleiner und spartanischer als von den Fotos gedacht. Aber für 120€ pro Woche für zwei Personen will man mal darüber hinwegsehen. Ebenfalls arrangierten wir uns damit, dass die Tür nicht wirklich abzuschließen war. Lediglich die Fernbedienung für die Klimaanlage/ Heitzung mussten wir beanstanden, um eine funktionierende zu bekommen.
Die Medina stellte sich als ein schier endloses Labyrinth aus Gassen und Wegen heraus. Überall Stände und Läden wo allerleih Souvenirs, Schmuck und Gewürze verkauft wurden. Ein krasser Kulturschock, wenn man in den engen Gassen von Mofas angehupt wird und an den Wänden Kuhschädel hängen. Hat aber auch etwas Faszinierendes. Niemand versucht sich zu verstellen, um den Erwartungen der Touristen zu entsprechen. Wie es dort so die Art der Menschen ist waren der Großteil der Verkäufer sehr aufdringlich. Etwas woran man sich erst gewöhnen musste. Genauso wie die Einheimischen, die einem freundlich den Weg zeigen möchten, nur um dann ein überzogenes Trinkgeld zu fordern. Wir haben gut zwei Tage gebraucht, um uns in dem Chaos wohl zu fühlen. Auch am Ende läuft man an teils nett aussehenden Geschäften nur schnell vorbei um nicht nochmal aufs Neue angesprochen zu werden wie großartig doch alle angepriesenen Waren seien.
Das Highlight der Medina ist ohne Frage der Djemaa el Fna, der große Marktplatz. Abends bauen Händler ihre Stände auf und man bekommt einiges Geboten, von Schlangebeschwörung bis zu dressierten Affen. Seit einigen Jahren sorgt die dortige Regierung für Kontrollen, so dass man sich bei den Ständen, die alle eine Nummer haben, recht sicher sein kann gutes Essen zu bekommen. Großartig ist der frisch gepresste Orangensaft, den man für wenige Cent kaufen kann. Ich trauere ihm heute noch nach, wenn ich in Deutschland Saft trinke. Das einzige was uns wirklich sehr gestört hat war abends der Rückweg vom Djemaa el Fna zum Riad. Aus unerfindlichen Gründen werden einige Wege der Medina nach Einbruch der Nacht gesperrt, so dass wir nicht denselben Weg zurück wie hin nehmen konnten. Die Leute die bereitstehen um den verlorenen Touristen den Weg zu zeigen fordern für zwei Minuten ihrer Zeit oft fünf Euro oder mehr an Trinkgeld und werden teils auch aggressiv. Dies ging soweit, dass uns zwei scheinbar Angetrunkene sehr aggressiv um unser gesamtes Geld erleichtern wollten. Wir konnten uns nur durch Weglaufen zum Riad retten, wo glücklicherweise der Besitzer mit einigen Freunden gerade vor der Tür saß. Generell sind die Menschen in Marrakesh sehr hilfsbereit und gastfreundlich, bestes Beispiel hierfür war unser Gastgeber. Leider machen diesen Eindruck ein paar Gauner zunichte. Man darf nur keineswegs von diesen wenigen auf die gesamte Bevölkerung schließen.



Um einen guten Eindruck der unübersichtlichen Stadt zu bekommen haben wir spontan über unser Riad eine Stadttour gebucht. Zusammen mit drei anderen führte uns ein Guide zu allen wichtigen Punkten der Stadt. Eine der besten Entscheidungen, die wir dort getroffen haben. Mit einer großen Motivation und Freundlichkeit hat uns unser Fahrer viele interessante Dinge über die Geschichte der Stadt erzählt und ist auf unsere Wünsche eingegangen. Gegen Ende der Führung sind unsere drei Begleiter auf Wunsch zurück zum Riad gefahren wurden und meine Freundin und ich wurden für zwei Stunden in der Neustadt abgesetzt und anschließend wieder abgeholt – zusätzlich zum normalen Umfang der Tour.
Die drei wichtigsten und schönsten Stopps der Route waren die Menara Gärten, der El Badi Palace und der Palais Bahia. Hier sprechen einfach die Bilder für sich.



Zusätzlich wollte ich mir als Game of Thrones Fan unbedingt einen der in der 'Nähe' gelegenen Drehorte anschauen. Aït-Ben-Haddou ist eine Stadt am Fuße des Atlasgebirges. Warum auch immer haben wir vor dem Buchen der Tour nicht wirklich darauf geachtet, wie weit die Stadt entfernt ist. Am Ende war es eine gut fünfstündige Hin- und Rückfahrt in einem kleinen Bus mit Fahrer, der regelmäßig darauf zu vertrauen schien, dass Allah dafür sorgt, dass beim Überholen in der Kurve kein Gegenverkehr kommen würde. Das Ganze mit unzumutbaren Straßen quer durch das Gebirge. Zugegeben wir sind mit einem faszinierenden Ausblick und tollen Bildern belohnt worden. Bereuen tue ich nichts, ob ich das ganze nochmal mitmachen wollen würde weiß ich hingegen auch nicht. Das Ziel Aït-Ben-Haddou stellte sich ebenfalls als faszinierendes Fotoobjekt heraus. Leider sehr von Touristen überlaufen. Am Ende der Tour wurde gemeinsam mit der Reisegruppe in ein wirklich schlechtes aber teures Restaurant eingekehrt. Nunja, zumindest kommt nicht jeder zu einem Drehort von GoT und Gladiator.



Als dritte und letzte Tagestour haben wir für kleines Geld eine Kameltour gebucht. Die Organisatoren waren sehr freundlich und als Zugabe gab es in der Mitte der Tour bei einer kurzen Rast einen traditionell zubereiteten Minztee und überragende Pfannkuchen (oder sowas in der Richtung). Auf jeden Fall liegt mit das Reiten eines Kamels weit besser als Pferde. Einfach nur draufsitzen und die Tierchen erinnern sich an den beigebrachten Weg. Man trottet gemächlich vor sich hin und kann die Wüste bewundern.



Trotz teils auch negativen Eindrücken und Erlebnissen bei Weitem einer meiner schönsten Urlaube bisher. Ich kann nur jedem Empfehlen Marokko und Marrakesh im Speziellen zu bereisen. Ich habe für das jetzige Jahr bereits einen weiteren Trip nach Marrakesh, diesmal mit Abstecher nach Essaouira und einen Urlaub in Fes gebucht.
 
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LadyRavenous

in Schwarz
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Ich bin mal so frech und füge meinen Bericht von der Geschäftsreise hinzu. In 3 Wochen bin ich übrigens wieder unten, diesmal aber mit Ausflügen.

Der Anflug nach Marrakesch war bereits sehr faszinierend. Nachdem die Stadt im Landesinneren liegt, sah man erst einmal nichts. Besser gesagt viele Brauntöne. Einmal heller, einmal dunkler, aber auf jeden fall eines: viel Sand. Je näher wir nach Marrakesch kamen, desto häufiger mischten sich Grüntöne darunter. Kleine grüne Rechtecke, auf denen etwas (Datteln?) angebaut wird. Das nächste, was auffiel, waren die uniformen Gebäude. Sehr praktisch, um sich zu verlaufen.

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Hotel und Hotelrestaurant

Das Hotel Le Meridien N’Fis liegt in Flughafennähe, wodurch man ab und zu auch einen Flieger hört. Dies trügt allerdings nicht die gute Stimmung, die durch Hotelpool und Gartenanlagen verursacht werden. Jaja, viel Wasser wird dafür verwendet. Ein Hotel mit Hammam, Spa, kleinem Golfplatz und vielen anderen Annehmlichkeiten besitzt natürlich auch Restaurants. Eines für Snacks während des Poolaufenthaltes und zwei fürs Abendessen, wobei eines eher westliche Kost (Pizzen riechen äußerst lecker) anbietet, während das zweite marrokanische Gerichte serviert.

Genau in letzteres verschlug es mich. Anstelle des marrokanischen Weines, entschied ich mich für einheimisches Bier. Eigentlich wollte ich nur eine Kleinigkeit, jedoch war die Portion Couscous mit Gemüse großzügig bemessen. Das Gericht war angenehm würzig, mit leckerem Gemüse, karamellisierten Zwiebelringen, Mandeln und luftigem Couscous. Was mir besonders gut gefiel, waren die dazu gereichten Chilipaste und Safransauce. Stimmung wie aus 1001 Nacht machte sich abends breit

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Nach einem anstrengenden Tag mit Sightseeing und Hotelpool, wollte ich unbedingt ein Fleischgericht probieren. Als Einzige im Lokal – alle anderen waren im mediterranen Restaurant – entschied ich mich zunächst für einen Lamm-Kebap. Das Fleisch war angenehm zart. Auch wenn die Portion klein ausschaut, reichte sie mir dank dazu gereichtem Brot mit Butter doch aus. Als Getränk wählte ich das zweite einheimische Bier, Flag. Bei einer zweiten Flasche Bier – 0,25l! – und einer Suppenschüssel voll Obst und Zitronensorbet ließ ich den Abend ausklingen.

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Altstadt

Der erste vollständige Tag wurde dem Sightseeing gewidmet, schließlich bin ich ja nicht nur privat hier und will auch etwas sehen. Grobe Richtung sollte die Altstadt sein mit u.a. dem Ziel Geschenke zu kaufen und nach einer Ausflugsmöglichkeit für morgen zu schauen.
Die erste Sehenswürdigkeit lag praktischerweise auf dem Weg: La Koutoubia, eine Moschee mit Gartenanlage, die ich mir natürlich nicht entgehen lassen konnte. Dort traf ich auf zwei Engländerinnen, mit denen ich anschließend durch die Altstadt streifte. Ach ja, Straßen überqueren gleicht einem Abenteuer, da es keine Fußgängerampeln gibt. Irgendwie erinnerte mich das Ganze dann doch an Indien. Dieser Vergleich tauchte auch später im Laufe des Tages mehrmals auf. Die Moschee ist die Größte von Marrakesch und gleichzeitig eine der ältesten in Marokko. Das Minarett dient gleichzeitig zur Orientierung

Anschließend ging es über viele kleine Gassen, wo sich Fußgänger, Motorräder und Pferdefuhrwägen (eher Eselkarren) den Platz teilen, mit vielen Läden – warum kommt mir wieder das Bild von Indien in den Sinn? – zum berühmten Place Jemaa el Fna. Der zentrale Marktplatz beherbergt viele Stände, die Orangensaft anbieten, kleine Verkaufsstände, aber auch Schlangenbeschwörer und Leute mit Affen, die sie zum Fotografieren – gegen Geld natürlich – umhertragen. Gegen Abend versammeln sich hier auch Gaukler, Geschichtenerzähler und viele weitere Märchengestalten. Ich begnügte mich mit frischem Saft, bevor wir uns in den weiteren Gassenwirrwar der Souks stürzten.

Dort, in den Souks, habe ich blöderweise verpennt Fotos zu schießen. Auf jeden Fall sehenswert, Handeln ist Pflicht und man bekommt garantiert nicht das, was man will. So war es jedenfalls in meinem Fall. Zum Glück verstehen die Händer ein „Non, merci!“ oder ähnliches – jedenfalls bei mir. Die beiden Engländerinnen hatten da etwas weniger Glück.
Nachdem die beiden Mädels sich für ein Hammam entschieden und mir nicht danach war, strolchte ich alleine weiter. Feststellung: alleine als Frau ist kein Problem. Man wird vielleicht mal angeschaut, maximal angehupt, aber das wars. Richtig angenehm. Ich habe mir das deutlich schlimmer vorgestellt, insbesondere in den Souks.
Auf dem Weg zurück zum Hotel lagen viele kleinere Gärten.

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Nach einem leckeren Frühstück ging es am nächsten Tag, heute, zunächst Richtung Neustadt. Den Fußgängerweg säumten lauter Olivenbäume. Auch die restliche Bepflanzung gefiel mir - Im Gegensatz zur Neustadt mit den vielen eher westlichen Geschäften. Daher machte ich kurzerhand kehrt und schlenderte wieder in die Altstadt. In der Neustadt gibt es, eigentliches Ziel, ein Shoppingcenter und einen der berühmten Gärten von Marrakesch.

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Was mir erneut auffiel war, dass es kaum Gewürzstände gibt. Diese wurden anscheinend stärker an den Rand gedrängt und sind auch von den Einheimischen weniger stark frequentiert. Diesmal gelang ich in Teile der Souks, wo mir keine Touris mehr über den Weg liefen. In der Nähe vom Hauptplatz gibts im Hinterhof einige nette Läden, während die Fassade schon zum Verweilen einlädt.

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Besonders faszinierend finde ich den Blick auf das Atlas-Gebirge.

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Geschäftliches Vergnügen

Nach den faulen Tagen fing schließlich die Konferenz statt. Auf jeden Fall gab es mehr als genug zu Essen. So wurden in den Kaffeepausen leckere Plätzchen und andere Süßigkeiten serviert.

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Natürlich musste es auch Social Events geben. Zum ersten Restaurant-Besuch (es müsste Dar Essalam gewesen sein) wurden wir in Pferdekutschen gefahren, wobei wir noch eine kurze Stadtrundfahrt bekamen. Die Kutschen fuhren selbst durch so enge Gassen, wo wir es kaum für möglich hielten, dass sie Platz haben. Dabei zwängten sich zudem Rollerfahrer und teils Eselfuhrwerke zwischen Pferdekutsche und Mauern. Während des Essens gab es verschiedene Aufführungen, insbesondere Tanz und Musik. Auch das Restaurant selbst war sehenswert. Vom Essen war ich leider zu begeistert, so dass ich kaum Fotos schoß, aber die Süßigkeit fand ich interessant. Sie bestand aus mehreren Lagen dünnem Teig, bestrichen mit einer Art Zuckerglasur, jedoch weniger süß und obendrauf Schokostreusel.

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Zum „richtigen“ Social Event fuhren wir mit einem Bus zu Chez Ali, was außerhalb der Stadt liegt. Dabei kamen wir an eher ärmeren Siedlungen, Märkten, aber auch an einer Shoppingmal vorbei.
Bei Chez Ali wurden wir mit Reitern und Musik begrüßt. Eine Tourifalle, allerdings eine schöne, die unsere Gastgeber ausgesucht haben. Essen war wieder einmal viel zu viel, aber lecker. Nach einer Suppe, landete eine große Tajine mit irgendeinem Fleisch auf unserem Tisch. Als wenn das nicht genug gewesen wäre, ging es mit Couscous mit Hähnchen und Gemüse weiter, bevor wir wieder die leckere, lustige Nachspeise bekamen. Dazu gab es, wie jedes Mal, Fladenbrot. Zum Abschluss wurde noch eine Show aufgeführt, wo es für uns zudem noch eine kleine Überraschung gab. Ich habe mich vor allem ans Schauen und Staunen gehalten, daher seht ihr kaum Fotos. Von Bauchtanz über Akrobatik auf dem Pferd, bis hin zu Musik wurde alles mögliche geboten.

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Fazit

Insgesamt hat mir Marrakesch sehr gut gefallen, auch der Trubel und die Hitze. Am liebsten wäre ich weiter gezogen, z.B. in die Sahara, ins Atlas-Gebirge oder zu den Küstenstädten, aber leider war dies nicht möglich. Wenn man nur kurz in Marrakesch ist, sollte man sich möglichst vorher um die Organisation der Ausflüge kümmern, insbesondere wenn man alleine unterwegs ist. Zu mehreren kann es sich lohnen einen Taxifahrer zu mieten. Für mich war das sicherlich nicht die letzte Reise nach Marokko, so viel steht fest.
Inzwischen kann man auch mehr Ausflüge am Tag zuvor übers Internet buchen.
 

War-10-ck

střelec
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Was war das denn für eine Konferenz? Ich will auch übers Geschäft dahin!
 

LadyRavenous

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:D

Essaouira ist diesmal auch geplant und ich bin schon gespannt. Kameltour war ich am überlegen. Mal schaun, wie viel Zeit wir am letzten Tag haben.
 

LadyRavenous

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Wie ihr vielleicht mitbekommen habt, war ich erst vor kurzem wieder in Marrakesch. Wieder das Hotel von der Konferenz, da gut und Pool, aber diesmal mit ein paar Ausflügen.

Vom Flughafen zum Hotel ging es diesmal mit easytransfer, was etwa 20 Euro für zwei Leute im Sammeltaxi kostet. Hotelshuttles kosten etwa genauso viel, günstiger sind Taxis, wenn man gut verhandelt.
Im August ists eigentlich zu heiß für einen Urlaub in der Ecke, aber wenns zeitlich kaum anders machbar ist :unknown: Wir hatten Glück und haben eine verhältnismäßig kühle Woche erwischt - 30 bis 37 Grad in Marrakesch und etwas über 40 in der Wüste.

Im Vergleich zu vor 3 Jahren fand ich die Händler angenehmer. Es waren z.B. weniger Hennafrauen unterwegs und wenn, haben sie nicht versucht dir einfach auf den Arm zu malen. Insgesamt waren viele Polizeikontrollen an den Zufahrtsstraßen in die Städte zu sehen und auch zivile Polizisten waren unterwegs. Ich weiß nicht, ob es mit den kürzlichen Verhaftungen in Essaouira zusammenhängt oder mit anderen Gründen. Jedenfalls fühlte ich mich ziemlich sicher. Bevor Taxis oder andere Fahrzeuge auf die Zufahrtswege zu den Hotels fahren durften, wurden sie kontrolliert. Genauso musste man durch n Mini-Securitycheck durch, bevor man im Hotel war. Der war zwar mehr zierde als sonst was, aber zumindest wussten die Angestellten innen, dass sie wieder mal eine Tür öffnen sollten.

Marrakesch

In Marrakesch ging es natürlich zum Hauptplatz Jemaa el-Fna, die Souks, Richtung Königspalast, Koutoubia und alles andere wichtige, was auf dem Weg liegt. Ich finde es am angenehmsten, durch die Gassen zu bummeln, in paar Lädchen reinzuschauen, am Hauptplatz Jemaa el-Fna Orangensaft oder einen sonstigen Saft zu kaufen und einfach die Atmosphäre zu genießen. In den Parks findet man Schatten, wenns einem zu heiß wird.

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Außerhalb gibt es - im Vergleich zu vor 3 Jahren - die Menara Mall. Die Mall selbst ist bis auf den Supermarkt (mit Alkoholecke!) und die Eisdiele recht uninteressant. Außen an der Mall gibts einige Restaurants, wobei mir das Elite am besten gefiel und kurz nach 20 Uhr fängt ein Wasserspiel am Brunnen mit passender Musik an.

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Berber, Atlas

Alle Ausflüge habe ich über Grayline gebucht, die in Marokko ein lokales Unternehmen unterbeauftragt haben. Auf Expedia und Tripadvisor findet man weitere Ausflüge.

Einmal wollten wir zum Hohen Atlas, der südlich von Marrakesch liegt und den man mit Glück auch von dort aus sieht. Im Endeffekt gibt es als Tagestouren zwei Möglichkeiten: entweder sieht man mehrere Berberdörfer und erfährt wie die Leute leben oder man kommt zum zweithöchsten Berg Afrikas. Auf die zweite Variante fiel unsere Wahl, genauer gesagt Splendid Imlil Mount Toubkal. Mit dem Minibus ging es bis zum Dorf Imlil, dort gings dann zu Fuß weiter zu einem Restaurant auf einer Anhöhe, von der man den Berg und ein paar andere umliegenden sieht. Imlil selbst ist ein Berberdorf. Mittagessen war genial, die Leute freundlich und am liebsten wär ich gleich wandern gegangen.

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Essaouira

Essaouira liegt direkt am Meer und galt früher als Hippie-Stadt. Heute sieht man davon nur noch wenig. Die Stadt ist in weiß-blau gehalten und hat einen eigenen Charm. Bei der Stadtführung ging es auch zum überlaufenden Markt, wo fast alle anderen die Krise kriegten, ich aber am liebsten länger geblieben wäre. Die Gewürze sind knapp günstiger als in Marrakesch und Fisch wurde natürlich als Mittagessen gewählt. Die Stadt hat mir insgesamt sehr gut gefallen und ich könnte mir vorstellen, dort ein paar Tage zu verbringen, zu baden, aber auch die Gegend zu erkunden. Die Händler sind hier etwas zurückhaltender als in Marrakesch und anscheinend gibt es kleine Feindseligkeiten zwischen den beiden Städten.

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Ouarzazate

Der letzte Ausflug führte uns nach Ouarzazate, einer Stadt zwischen Hohem Atlas und Antiatlas, in der einige Filmstudios liegen. Zunächst schauten wir uns aber die Kasbah von Ait Ben Haddou an, die ebenfalls für einige Filmdrehs verwendet wurde und die UNESCO-Weltkulturerbe ist. Wüste sehen, alte Altstadt, mit Ausblick - geil! Weiter ging es zu zwei weiteren Kasbahs von außen, bevor wir uns ein Filmstudio anschauten. Interessant, aber hat mich nicht vom Hocker gehauen, was vielleicht aber auch daran lag, dass sie den Touris das Geld aus den Taschen ziehen wollten. Wüste und Kasbah Ait Ben Haddou sind definitiv ein Besuch wert, aber bei Ouarzazate bin ich mir nicht sicher.

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Essen

Tajine - probiert: Kefta-Tajine, Fisch-Tajine, Hammel-Tajine mit Feigen und Walnüssen, Couscous-Tajine mit Gemüse und Huhn, Huhn-Tajine mit Kartoffeln, Gemüse und Salzzitronen
Harira: üblich als Fastensuppe, gabs im Hotel zum Frühstück
Pfannkuchen: lecker, belegt mit einer Creme aus geriebenen gebrannten Mandeln und Arganöl
Orangensaft: frisch gepresst
Einen Burger, weil Begleitung nix marokkanisches mehr essen wollte. Amerikanisches Essen ist gerade in in Marrakesch.
Obst: Kaktusfeigen, Wassermelonen, Honigmelonen und Orangen waren gerade reif.

In manchen Tourilokalen bekommt man auch Alkohol ausgeschenkt, aber meist muss man sich mit Wasser oder Softdrinks begnügen. Wasser wird meist in einer großen Flasche für den gesamten Tisch gebracht.
Übliches Bier: Flak und Casablanca, wobei Flak Speziale besser schmeckt als deren Pils. In Marokko wird vor allem Rotwein angebaut in einem Dreieck rund um Meknes. Guten Rotwein bekommt man ab etwa 33 Dirham. Er schmeckt trocken und ziemlich kräftig.

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Mitbringsel

Schalen, Gewürzdosen, Minitajine, Lederware, Gewürze, Arganöl sind die üblichen Mitbringsel, wobei man bei Leder und Arganöl durchaus hierzulande günstiger kommen kann. Bei Tajine und größeren Schalen sollte man beachten, dass man sie auch in einem Stück in die Heimat transportieren will.
Ich hatte wie fast immer vorsichtshalber eine Luftpolsterfolie dabei, was bei kleineren Keramiken auch hilft.
 

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  • #6
Im Novemer war ich in Fez, also mal etwas nördlicher in Marokko. Eine tolle Stadt, etwas weniger touristisch, man fühlt sich unter den Leuten wohler als in Marrakesh. Wer eine Empfehlung für ein Riad braucht bitte melden. Ich hatte noch nie was günstigeres mit so unglaublich freundlichen Menschen und gutem Essen.

Ein hab ich allerdings gelernt. Große mit Kreide auf die Koffer gemalte X beim Abholen des Gepäcks verheißen nichts gutes und Handschellen sind in Marokko scheinbar verboten. :rolleyes::T
 

War-10-ck

střelec
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  • #8
Kommt sicher noch irgendwann, mal schaun wann ich mich motivieren kann :)
 
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