Reality Winner: Whistleblowerin zu fünf Jahren Haft verurteilt

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Reality Winner, die bei einem NSA-Dienstleister tätig war, bekannte sich am Dienstag vor einem Bezirksgericht in Augusta im US-Bundesstaat Georgia, schuldig, geheime Informationen an Journalisten weitergegeben zu haben. Damit habe sie gegen den Espionage Act verstoßen und die Sicherheit der USA gefährdet. Die Whistleblowerin wurde zu 63 Monaten Haft verurteilt. Im Anschluss daran bekam sie zudem noch für drei Jahre strenge Bewährungsauflagen, .



Aufgrund einer Vereinbarung zwischen dem Richter und ihren Anwälten liegt das Urteil noch um die Hälfte unter den von der Staatsanwaltschft geforderten 10 Jahren Haft und einer Geldstrafe von 250.000 Dollar. , einen Bericht über einen Cyberangriff des russischen Militärgeheimdienstes von der Einrichtung, in der sie gearbeitet hatte, an eine Online-Nachrichtenagentur zu senden. Der NSA-Bericht vom 5. Mai enthielt Einzelheiten eines russischen Cyberangriffs 2016 auf einen US-amerikanischen Anbieter von Wahlsoftware, obwohl es keine Beweise dafür gibt, dass der Hack irgendwelche Stimmen beeinflusst hat. Die US-Webseite The Intercept hat am 5. Juni ein internes, vertrauliches Dokument des US-Geheimdienstes NSA über mutmaßliche russische Cyberangriffe veröffentlicht – und damit offenbar die anonyme Quelle verraten. Bereits kurze Zeit nach dem Erscheinen des Artikels wurde Reality Winner wegen der Weitergabe vertraulicher Informationen durch das FBI festgenommen.



Das schnelle Enttarnen der Quelle liegt auch am Vorgehen von The Intercept. Diese hatten den Leak nicht nur für einen Artikel verwendet, sondern auch direkt bei den Behörden um Stellungnahme gebeten: Laut Gerichtsakte schickte der Journalist einem Geheimdienstler Fotos des geheimen NSA-Berichts, mit der Frage, ob das Dokument echt sei. Diese hatten den Drucker, mit dem die Originaldokumente ausgedruckt wurden, aufgrund der digitalen Punktsignatur erkannt und so ihre Sicherheitslücke ausmachen können und eindeutig als Reality Winner identifiziert. Zudem geht aus dem Antrag auf Haftbefehl gegen Winner hervor, dass dieser Journalist den NSA-Dienstleister informierte, von wo das Dokument laut Poststempel abgesendet war: Augusta, Georgia, dem Sitz von Winners Arbeitgeber.

Bildquelle: , thx! (CC0 Public Domain)




Autor: Antonia
 
was hat sie gewonnen? nen langzeit-kuraufenthalt gegen unerträgliche blödheit?
 
Tja so ist es eben wen man Staats-Medien Vertraut ;)

Also bei dem The Intercept sollte wohl niemand mehr was Leaken geschweige denn was glauben ... ;D
 
Traurig, dass sie die Informantin nicht geschützt haben.
Das sollte allen Medien eine Lehre sein, Behörden als Gefahrenquelle für sich und andere anzusehen.
Hoffe, sie kommt bald raus und erhält dann einen guten Job.
 
Diese hatten den Drucker, mit dem die Originaldokumente ausgedruckt wurden, aufgrund der digitalen Punktsignatur erkannt und so ihre Sicherheitslücke ausmachen können und eindeutig als Reality Winner identifiziert.

Es macht also doch Sinn, dass ich den alten Laserdrucker mit Centronix-Schnittstelle vom Flohmarkt noch im Keller stehen habe. :T

Hab mal spaßeshalber einen Ausdruck von einem Laserfarbkopierer eingescannt und das Bild in die CMY Kanäle getrennt.
In dem Bild das der Farbe Gelb entspricht, war ein nettes Raster zu erkennen. Das ist übrigens einzigartig und dem jeweiligen Drucker zuzuordnen.

Wenn mal einer von euch einen Laser(farb)Drucker oder Kopierer kaufen will, dann nur Barzahlung und Rechnung ohne Namen. :beer:

Kann sonst scheiße laufen wie man jetzt weiß.:cool:
 
jeder vollhonk weiß, dass drucker seit 20 jahren nen fingerprint mitdrucken, aber ausgerechnet die NSA-trulla hat das "vergessen"? liegt wahrscheinlich am namen...
 
@Novgorod
Klar, bei dem Namen muss die NSA-Trulla ja froh sein, dass überhaupt alleine aufs WC findet.
Ich finde es beschämend, wie du mit einer Person umgehst, die selbstlos Informationen Preis gegeben hat und dafür eingeknastet wurde.
The Intercept ist alleinig für die Enttarnung verantwortlich.
 
Bei solchen Sichtweisen, kann ich nur jedem Informanten raten, es sein zu lassen. Zivilcourage? Vergesst es!
Selbst, wenn ihr die Fähigkeiten habt euch abzusichern, eine Trulla seid ihr auf jeden Fall, wenn ihr weiblich seid. Wer männlich ist, der wird hier sicherlich ebenfalls mit der "korrekten" Bezeichnung versorgt.
Investigativjournalisten braucht ja bekanntlich keine Informanten.
 
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@TBow: was das selbstlos angeht, bin ich nicht so sicher, es sieht eher nach trump-bashing aus, ist aber auch egal.. die trulla ist ne trulla weil sie 1. geheimdokumente auf dem firmendrucker gedruckt und 2. das original an einen reporter-dödel (ist das die politisch korrekte männliche bezeichnung?) übergeben hat.. snowden wusste wenigstens wie man dabei nicht fahrlässigerweise seinen arsch aufgerissen bekommt..

nicht falsch verstehen, ich habe überhaupt nichts gegen pfeifenblasen oder trump-bashing, aber wenn man sich derart dämlich anstellt wie z.b. brad manning oder eben diese trulla, hält sich meine märtyrer-sympathie ein wenig in grenzen.. :unknown:
 
Die sind eben nicht verantwortlich, wenn man eingeknastet wird, auch wenn sie Fehler begehen. Die Trulla ist man immer selbst.

uhm, im zweifel ist derjenige verantwortlich, der die straftat begeht - und zwar sowohl für eventuelle konsequenzen als auch für den eigenen schutz vor diesen.. und selbst in deiner welt, wo niemand für seine handlungen verantwortlich ist, solange das ziel (selbsternannt) nobel ist, wäre auch nicht der journalist an irgendwas schuld, sondern der böse staat mit seinen unmoralischen gesetzen.. der journalist hätte es sich wahrscheinlich nicht träumen lassen, dass die trulla geheimdokumente im eigenen büro ausdruckt..

snowden hat es ja auch hinbekommen, trotz ausgiebigem journalistenkontakt nicht im knast zu landen (jedenfalls nicht im US-knast ;))..
 
uhm, im zweifel ist derjenige verantwortlich, der die straftat begeht - und zwar sowohl für eventuelle konsequenzen als auch für den eigenen schutz vor diesen..
Richtig, ich wehre mich nur dagegen, dass die Investigativjournalisten keinerlei Schuld trifft. Sie sind jene, die damit täglich Umgang haben, sie waren es aber, die sträflich fundamentale Grundregeln verletzt haben.
Wenn schon, dann zitiert man daraus und das auch nicht in großem Maße, da schon vielfach Wortumstellungen, Wortänderungen und dergleichen verwendet werden, damit man Lecks eingrenzen kann.
Der Informant wendet sich eben vertrauensvoll an den Journalisten und lädt das Material nicht einfach irgendwo hoch, wo sie dann jeder sehen kann.


der journalist hätte es sich wahrscheinlich nicht träumen lassen, dass die trulla geheimdokumente im eigenen büro ausdruckt..
Von wo denn sonst? Die Daten stammen fast immer aus dem Umfeld des Informanten.
Darum gehen Journalisten meist sehr sorgsam mit dem Material um, damit die Quelle geschützt wird.


und selbst in deiner welt, wo niemand für seine handlungen verantwortlich ist, solange das ziel (selbsternannt) nobel ist,...
Hast du noch eine falsche Unterstellung auf Lager, oder war es das schon?
 
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sie waren es aber, die sträflich fundamentale Grundregeln verletzt haben.

nein, sträflich ist höchstens das ausplaudern von staatsgeheimnissen (also rein rechtlich, egal wie man das findet) - nichts was der journalist getan hat ist auch nur entfernt straf- oder zivilrechtlich von belang.. es wäre vielleicht (im sinne des pfeifenbläsers) ein bonus, wenn der journalist im umgang mit strunzdummen informanten geschult wäre und der trulla vielleicht erstmal per email erklärt hätte, wie man geheimdokumente vom arbeitsplatz rausschmuggelt.. das ist aber weder seine pflicht, noch ist es (zumindest in diesem fall) überhaupt in seinem interesse..

Der Informant wendet sich eben vertrauensvoll an den Journalisten und lädt das Material nicht einfach irgendwo hoch, wo sie dann jeder sehen kann.

der informant muss verdammt nochmal davon ausgehen, dass die information raus ist sobald sie raus ist! es geht um nicht weniger als den eigenen arsch - der journalist ist nicht mr. wolf, der alles für einen regelt; der journalist hat eine eigene prioritätenliste und der informantenarsch steht da sicher nicht ganz oben.. snowden hat seine sicherheit nicht irgendwelchen journalisten anvertraut, er hat lediglich verhandelt, wieviele informationen er zu dem zeitpunkt preisgibt, damit die westliche welt nicht gleich untergeht (ein kleines bisschen selbstbeweihräucherung ist immer dabei ;))..

Von wo denn sonst? Die Daten stammen fast immer aus dem Umfeld des Informanten.

und deswegen muss man eben selbst verdammt aufpassen, wenn man nicht zum märtyrer werden will.. für jemanden, der für die NSA arbeitet, ist es selten dämlich zu "vergessen", dass bürodrucker ihre ID mitdrucken - es gibt zahllose andere wege, die daten rauszuschmuggeln ohne zurückverfolgt zu werden.. wenn allein schon der inhalt des dokuments den möglichen leaker gefährlich eingrenzt, dann muss man eben grundsätzlich damit rechnen zum märtyrer zu werden oder wie snowden den eigenen arsch rechtzeitig in sicherheit bringen (ihm war auch klar, dass ihn der inhalt früher oder später verraten würde und nicht die inkompetenz von journalisten).. man kann aber nicht als straftäter irgendeine art von immunität erwarten wenn man mit der presse spricht, als wäre es das Continental hotel aus John Wick 2 (ja, die filmreferenzen häufen sich heute :D) - man ist immer für seinen eigenen arsch verantwortlich und zwar nur man selbst..
 
nichts was der journalist getan hat ist auch nur entfernt straf- oder zivilrechtlich von belang..
Das hat auch keiner behauptet. Auch Journalisten könnten ihre Quellen an die Behörden ausliefern. Das tun sie jedoch nicht, obwohl das völlig legal wäre.

... und der trulla vielleicht erstmal per email erklärt hätte, wie man geheimdokumente vom arbeitsplatz rausschmuggelt.. das ist aber weder seine pflicht, noch ist es (zumindest in diesem fall) überhaupt in seinem interesse..
Natürlich ist der Informantenschutz im Interesse aller Journalisten. Das ist gängige Praxis und verhilft den Journalisten zu Vertrauenswürdigkeit und garantiert ihnen auch in Zukunft Informationen. Auch in den USA gehen Journalisten sogar in Beugehaft, um ihre Quellen zu schützen! Diese zeigen sehr deutlich, dass deine Annahme falsch ist.
Siehe zB

der journalist hat eine eigene prioritätenliste und der informantenarsch steht da sicher nicht ganz oben..
Wenn er das tut, dann kann er seine Berufslaufbahn als Investigativjournalist an den Nagel hängen. Auch schadet er der ganzen Zunft, weil sie alle unter dem Vertrauensverlust zu leiden haben. Darum halten sie ja (fast) immer dicht und riskieren ab und an sogar strafrechtliche Verfolgung. Schon daran, dass es in Deutschland einen Informantenschutz gibt, zeigt, dass deine Mutmaßung falsch ist. Verankert nicht von einer popligen unteren Instanz, sondern vom Bundesverfassungsgericht!
 
Das hat auch keiner behauptet. Auch Journalisten könnten ihre Quellen an die Behörden ausliefern. Das tun sie jedoch nicht, obwohl das völlig legal wäre.

du hast was von "sträflich vernachlässigt" gesagt :unknown:.. dann hätten wir das also geklärt..

Natürlich ist der Informantenschutz im Interesse aller Journalisten. Das ist gängige Praxis und verhilft den Journalisten zu Vertrauenswürdigkeit und garantiert ihnen auch in Zukunft Informationen.

vielleicht ist das in einer idealen welt der fall - dann gäbe es auch keinen bedarf an informanten, weil der staat nie böse dinge täte ;)..
in wirklichkeit steht die story an erster stelle und nachhaltigkeit oder gar ethik ist dabei in der regel ein interessenskonflikt.. wenn der journalist derartige prinzipien hat, ist es gut für den pfeifenbläser, aber er kann sich nunmal nicht darauf verlassen, weil es nicht sein recht ist! warum sollte ein informant darauf vertrauen, dass irgendein journalist für seinen arsch ggf. in beugehaft geht oder wenigstens nicht so dämlich mit geheiminformationen umgeht wie der informant selbst? das ist russisches roullette mit einer halbautomatik..

und nicht vergessen: ein informant, der mit der presse spricht, hat ein erhebliches interesse daran, die story bestmöglich professionell zu promoten - andernfalls würde er die sachen selbst anonym veröffentlichen oder wenigstens bei wikileaks hochladen.. das ist eben ein spiel mit dem feuer und wer meint, pfeifenblasen bestünde lediglich darin, geheimdokumente vom arbeitsplatz zum nächstbesten journalisten zu schmuggeln und dann hätte man automatisch immunität, der hat fortgeschrittenen realitätsverlust, der regelmäßig mit ein paar jahren knast kuriert wird...

Schon daran, dass es in Deutschland einen Informantenschutz gibt, zeigt, dass deine Mutmaßung falsch ist.

der informantenschutz schützt informanten in etwa so wie der katastrophenschutz katastrophen schützt ;).. er schützt den journalisten vor strafbarer mittäterschaft durch ein zeugnisverweigerungsrecht - mit dem pfeifenbläser selbst hat es überhaupt nichts zu tun (der hat bereits ein zeugnisverweigerungsrecht, weil er sich nicht selbst belasten muss, aber natürlich keine immunität vor strafverfolgung)..
 
du hast was von "sträflich vernachlässigt" gesagt :unknown:.. dann hätten wir das also geklärt..
Mit dieser Floskel meinte ich folgendes...
sträflich...
so, dass es eigentlich bestraft werden sollte; unverantwortlich, auf unverantwortliche Weise

Sprich, die Journalisten sind ihrer Verantwortung zum Schutze des Informanten nicht nachgekommen. Das auf unverantwortliche Weise.



in wirklichkeit steht die story an erster stelle und nachhaltigkeit oder gar ethik ist dabei in der regel ein interessenskonflikt.. wenn der journalist derartige prinzipien hat, ist es gut für den pfeifenbläser, aber er kann sich nunmal nicht darauf verlassen, weil es nicht sein recht ist! warum sollte ein informant darauf vertrauen, dass irgendein journalist für seinen arsch ggf. in beugehaft geht oder wenigstens nicht so dämlich mit geheiminformationen umgeht wie der informant selbst? das ist russisches roullette mit einer halbautomatik..
Wir reden noch immer aneinander vorbei.
Ich wiederhole, ich wehre mich gegen die Annahme, die Journalisten träfe keine Schuld an der Enttarnung.
Ich persönlich würde niemals auch nur textgetreu zitieren, da man damit den Behörden Informationen zur Enttarnung liefern würde.
Ein " ich zitiere sinngemäß" reicht doch vollkommen aus.

Wer hat die Daten an die Behörden weiter gesandt? The Intercept!
Wo sitzen die Experten für investigativen Journalismus? Bei The Intercept!
Wer müsste zwangsläufig um die Existenz der Druckerkennung wissen? The Intercept!
Wer gehört zur Gilde der investigativen Journalisten, die im allgemeinen sehr auf den Informantenschutz bedacht sind? The Intercept!
Wer hat täglich mit hoch brisantem Material zu tun und müsste mit dessen sicheren Umgang vertraut sein? The Intercept!
Wer war live bei den Snowden Enthüllungen dabei und wer weiß um die Macht der Behörden aus erster Hand, Informanten zu verfolgen? Mitstreiter von The Intercept!
Wer hat im Zuge der Snowden Enthüllungen zwangsläufig in Punkto Datensicherheit und Datenschutz viel gelernt? Mitstreiter von The Intercept!
Wer ist Schuld an der Enttarnung der Informantin? Ganz alleine sie selbst!
Du beschuldigst sie, sie hätte sich dämlich verhalten, siehst aber kein dämliches Verhalten bei den Journalisten. Das ist wohl mehr als gewagt.
Was kann es dämlicheres geben, als wenn man der NSA ein PDF Faksimile der Dokumente zurück sendet, um ihre Authentizität von denen überprüfen zu lassen?
Ok, es gäbe noch etwas dämlicheres - nämlich, den Originalbrief mit etwaigen Fingerabdrücken und DNS Spuren der NSA zurück zu senden. Das wars aber auch schon.
 
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Mit dieser Floskel meinte ich folgendes...

Sprich, die Journalisten sind ihrer Verantwortung zum Schutze des Informanten nicht nachgekommen. Das auf unverantwortliche Weise.

verantwortung suggeriert haftbarkeit, oder? sonst ist es keine verantwortung, sondern bestenfalls eine empfehlung.. passiert dem journalist deswegen irgendwas straf- oder zivilrechtliches oder bekommt er wenigstens vom presserat seine lizenz entzogen? nein? oh...
es sollte "eigentlich" bestraft werden, aber dir fällt nicht ein, gegen welches gesetz oder gegen welchen vertrag verstoßen wurde? welches gesetz würdest du ändern wollen, damit es nicht mehr "eigentlich" ist?

Ich wiederhole, ich wehre mich gegen die Annahme, die Journalisten träfe keine Schuld an der Enttarnung.

eine schuld ohne einen gesetzesbruch ist schwer nachvollziehbar, zumindest für jemanden, der die idee eines rechtsstaates schätzt.. sicher war der journalist eine der ursachen, aber schuld ist eine moralische (bzw. sogar juristische) wertung und ursachen gab es viele, z.b. die böse NSA, die unbedingt herumschnüffeln musste wem der drucker gehört ;) - und der böse staat erst, der die trulla in den knast gesteckt hat, denn ohne die bösen gesetze des staates wäre nichts von all dem passiert.. also im endeffekt ist jeder bürger schuld, der den staat unterstützt oder nicht wenigstens mit allen mitteln bekämpft :uglyngb: (hey, cooler smiley! :D)

Du beschuldigst sie, sie hätte sich dämlich verhalten, siehst aber kein dämliches Verhalten bei den Journalisten. Das ist wohl mehr als gewagt.
Was kann es dämlicheres geben, als wenn man der NSA ein PDF Faksimile der Dokumente zurück sendet, um ihre Authentizität von denen überprüfen zu lassen?

was dämlich ist, richtet sich immer auch danach, was auf dem spiel steht, deswegen sind die ansprüche an den menschenverstand höher, wenn es um den eigenen arsch geht als wenn es nur um eine story geht.. der journalist hätte sicherlich mehr rücksicht auf menschen mit intellektueller unfähigkeit nehmen können, ihre freunde hätten sie auf die drucker-ID hinweisen können, die NSA hätte einen drucker ohne fingerprinting ins büro stellen können, es gibt unzählige möglichkeiten wie es weniger dämlich ausgegangen wäre - nur unmittelbar ist man eben immernoch selbst verantwortlich, sobald man die entscheidung trifft gegen das gesetz zu verstoßen, egal wie vermeintlich nobel das ziel ist.. wenn sich mal wieder ein torrent-nutzer erwischen lässt und auch noch vor gericht doof anstellt, halten sich die mitleidsbekundungen doch auch in grenzen, oder?

und was die authentizität angeht, wie soll der journalist sie sonst prüfen? es ist gerade sein job, eine echte story von fakes zu unterscheiden, sonst könnte jeder daherkommen und behaupten, hitlers tagebücher gefunden zu haben ;)..
 
verantwortung suggeriert haftbarkeit, oder?
Ich habe da Wort sträflich verwendet, welches überhaupt nichts mit der strafrechtlichen bzw zivilrechtlichen "Strafbarkeit" zu tun hat. Das habe ich auch belegt, in welchem Kontext diese Floskel zu sehen ist.
Deine Interpretation von ich hätte sträflich -> Verantwortung -> strafrechtlicher bzw zivilrechtlicher Verstoß gemeint, ist eine Fehlinterpretation deinerseits. Nimm die Wortbedeutung eben so, wie sie ist.
Noch etwas, wenn ich eine strafrechtliche Verantwortung der Journalisten gesehen hätte, dann hätte ich das auch so kommuniziert. "In strafrechtlicher Weise vernachlässigt" vs "sträflich vernachlässigt" hätte ich ohne Mehraufwand hinbekommen.

Deine Aussage
nichts was der journalist getan hat ist auch nur entfernt straf- oder zivilrechtlich von belang.

du hast was von "sträflich vernachlässigt" gesagt .. dann hätten wir das also geklärt..
War ja von vorneherein unstrittig und bedurfte überhaupt keiner Klärung bzw Richtigstellung.

EDIT: Wenn Journalisten weit weg von "lege artis" handeln, dann könnte man sehr wohl eine zivlirechtliche Haftbarkeit klären lassen, Aber das will ich hier gar nicht breit treten.


wenn sich mal wieder ein torrent-nutzer erwischen lässt und auch noch vor gericht doof anstellt, halten sich die mitleidsbekundungen doch auch in grenzen, oder?
Der Vergleich würde nicht so sehr hinken, wenn du erwähnt hättest, dass man einen VPN Provider (Journalisten) dazwischengeschaltet hat.
"Der dämliche Torrentnutzer ist ganz alleine Schuld, selbst, wenn der VPN Betreiber die Identität des Nutzers wegen Unfähigkeit preis gibt. Den trifft überhaupt keine Schuld, der Nutzer ist der Dämliche."

und was die authentizität angeht, wie soll der journalist sie sonst prüfen?
Wie ich schon erwähnte - "Ich zitiere sinngemäß". Andere Investigativjournalisten bekommen es ja auch hin, ohne dass ihre Quellen reihenweise wegen ihres Handelns hops genommen werden.

das ist eben ein spiel mit dem feuer und wer meint, pfeifenblasen bestünde lediglich darin, geheimdokumente vom arbeitsplatz zum nächstbesten journalisten zu schmuggeln und dann hätte man automatisch immunität, der hat fortgeschrittenen realitätsverlust, der regelmäßig mit ein paar jahren knast kuriert wird...
Wie oft soll ich wohl noch erklären, dass es mir darum überhaupt nicht geht?
Also, noch einmal...
Mit der Aussage "die dämliche Trulla ist ALLEINE Schuld" bin ich keineswegs einverstanden und habe schon mehrfach dagegen argumentiert.
Du kannst gerne versuchen zu untermauern, wieso sie die alleinige Schuld trifft, die Aufdeckerjournalisten weder dämlich waren, noch einen Fehler gemacht haben. Vielleicht übersehe ich etwas und meine Argumente sind allesamt nicht schlüssig.
 
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Ich habe da Wort sträflich verwendet, welches überhaupt nichts mit der strafrechtlichen bzw zivilrechtlichen "Strafbarkeit" zu tun hat. Das habe ich auch belegt, in welchem Kontext diese Floskel zu sehen ist.

aber es impliziert doch, dass es in irgendeiner weise bestraft werden sollte, allein von der definition her.. darum habe ich auch gefragt, weswegen und wie die handlung bestraft werden sollte (gerne auch außerhalb von StGB/BGB) bzw. welches gesetz du ändern willst, damit dieser vermeintliche mangel an gerechtigkeit ("gehört bestraft, wird aber nicht") korrigiert wird..

Der Vergleich würde nicht so sehr hinken, wenn du erwähnt hättest, dass man einen VPN Provider (Journalisten) dazwischengeschaltet hat.
"Der dämliche Torrentnutzer ist ganz alleine Schuld, selbst, wenn der VPN Betreiber die Identität des Nutzers wegen Unfähigkeit preis gibt. Den trifft überhaupt keine Schuld, der Nutzer ist der Dämliche."

der vergleich würde weniger hinken, wenn du eine passendere analogie benutzt hättest: der user verbreitet böse modkopien per VPN, sendet dabei aber seine echte IP-adresse per javascript-exploit an den FBI-honeypot ;).. hat dann der VPN-anbieter irgendwas sträflich vernachlässigt, weil er den user-traffic nicht auf versteckte identifizierbare daten geprüft hat?

Wie ich schon erwähnte - "Ich zitiere sinngemäß". Andere Investigativjournalisten bekommen es ja auch hin, ohne dass ihre Quellen reihenweise wegen ihres Handelns hops genommen werden.

das wird dann genauso "sinngemäß" dementiert.. "hat sich trump von russischen nutten anpissen lassen? wir haben hier ein video, das das sinngemäß zeigt" :confused:.. es kommt natürlich auf den individuellen fall an, aber hier klingt alles andere als das originaldokument nach reiner spekulation ("die russen haben die wahl gehackt?" :D).. andere quellen stellen sich ggf. nicht ganz so blöd an und bringen sich vor dem leak in sicherheit (wieder siehe snowden) oder versuchen zumindest, jegliche fingerprints/watermarks zu entfernen, was ihnen aber keine garantie gibt, dass man nicht doch irgendwas übersehen hat - aber wer überlässt schon seine sicherheit journalisten, deren job es ist, dinge zu veröffentlichen? meist schränkt bei solchen dokumenten allein schon der inhalt (sogar der sinngemäße) die gruppe der zugriffsberechtigten personen stark genug ein, dass ganz normale polizeiarbeit diese früher oder später ausfindig macht, wenn sie sich nicht in sicherheit bringen..

Mit der Aussage "die dämliche Trulla ist ALLEINE Schuld" bin ich keineswegs einverstanden und habe schon mehrfach dagegen argumentiert.
Du kannst gerne versuchen zu untermauern, wieso sie die alleinige Schuld trifft, die Aufdeckerjournalisten weder dämlich waren, noch einen Fehler gemacht haben. Vielleicht übersehe ich etwas und meine Argumente sind allesamt nicht schlüssig.

das habe ich doch schon im letzten post gesagt (dein zitat ist von viel weiter oben :confused:).. "schuld" bedeutet unmittelbare ursache und damit eine juristische oder zumindest ethische verantwortung - die sehe ich nur bei der trulla :unknown:.. es gibt zwar eine ganze reihe von ursachen für ihre einknastung, aber nur ihre eigenen handlungen sind die unmittelbaren ursachen, juristisch wie moralisch.. zumindest sehe ich nicht, warum der journalist eine größere mitschuld hat als z.b. der staatsanwalt, die NSA oder der druckerhersteller..
 
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