Proprietäre Systeme klonen

Fhynn

Wird jetzt vernünftig.
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Tach,

Szenario:
Fujitsu, HPE Server haben idR proprietäre Raidtreiber, die nicht wirklich offen liegen. Ich kann also mit externen Tools kein Image von dem Quatsch ziehen. Jetzt ist es aber so, dass wir reihenweise Server beider Hersteller haben (primär Fujitsu) und die entsprechend vorinstallieren, bevor sie zum Kunden gehen.

Wie realisiert man das wenn Acronis & Co da nicht mehr mitarbeiten? Ausrollung über PXE und Co habe ich mich noch nie mit beschäftigt ob das in dem Fall überhaupt funktionieren würde.

Ich kann nicht jedes mal jemand in der Werkstatt parken der da nach unserem Schema F die ganzen Server installiert, da ist der bei einer 20er Lieferung ja 5 Tage beschäftigt wenn er den ganzen Quatsch per Hand durchboxen muss. Wir hatten vorher Lenovo und Terra Systeme mit 0815 Intel Raidcontroller, da hat man einen mit aktuellestem Updatestand fertig gemacht, mit Acronis gesichert und auf alle weiteren Modelle draufgeklatscht. Geht jetzt nicht mehr.

Wir haben idR ein Image mit Win 2019 Essentials und die Basis ist eigentlich immer gleich (Primergy TX1310), abd und an auch mal größere Modelle, aber der RAIDController ist immer gleich im Niedrigsektor.

Ich halte mich zwar idR raus aus der ganzen Vorkonfiguration für den Kram, aber mir tun die Kollegen mittlerweile Leid :D Mit den Lenovo Dingern war es niemals ein Problem, leider ist der ST50 als "Einsteigerprodukt" sowas von unbrauchbar geworden und fällt viel zu häufig aus das wir halt geswitcht sind zu Fujitsu/HPE.

LG
 
Wäre HDD ausbauen und eine bitweise Kopie der Festplatte👎 z. B. mittels dd denn vielleicht eine Option? Oder habt ihr das schon probiert?
 
habe auch gerade an dd gedacht, weil Linux es da herzlich wenig interessiert, welches OS da installiert ist.

Eigentlich will ich hier aber nichts sagen, weil ich das Problem nicht richtig kapiere. Warum beschwert sich Acronis & Co würde mich mal interessieren. Ausrollung über PXE habe ich auch beruflich noch nicht gemacht. Letztlich ist das eine Online-Installation des Images über Netzwerk? (Das ist die sicht des Clients der das PXE OS bekommt, aber wie es sozusagen rausgesendet wird weiß ich auch nicht).

Bitte nicht meckern Fhynn ob meiner Einmischung hier, aber Thom's Vorschlag finde ich auch gut.
 
Images sind sowas von 2000er ... :p
Spaß beiseite... Eine Möglichkeit zu schaffen Computer automatisiert zu installieren gehört unter anderem mit zu meiner täglichen Arbeit ;). Nur das ihr vermutlich keinen 4stelligen Betrag ausgeben wollt...

Ein Image ist zu starr. Wenn für irgend eine der Komponenten (OS, Treiber, Software, BIOS?) Ein Update kommt musst du ein oder mehrere Images neu erstellen.

Sinnvoller ist es hier die Arbeit in die Automatisierung der Installation zu investieren. Ganz nebenbei sollte man in der it wiederkehrende Prozesse möglichst nie von Hand machen... Das rentiert sich ist schon bei wenigen vorgesehenen Wiederholungen das ganze programatisch zu erfassen.

Umsetzen könntest du das kostenlos entweder mit oder über die WDS Server-Rolle eines bestehenden Windows Servers + Wsus + Grouppolicy preferences.

Die letztere Lösung ist zwar mit Bordmitteln und dürfte mit neuesten Windows Versionen im Zweifel zuverlässiger funktionieren, ist aber voraussichtlich langsamer.

Sonst gibt es für das Thema Kaufsoftware, wenn ihr MS Partner seit mit Actionpack dann evtl MS configmgr das dürfte der Primus sein (das kann ich auch an meisten helfen ;)) sonst baramundi oder matrix42

Wie man vorgeht liegt dann leider etwas an der Software. Aber wie du Eingangs schon erwähnt hast startet man per pxe ein Minios (100 bis 400mb) übers Netzwerk, von dort aus wird zuerst das OS mit Treibern etc installiert und im Anschluss kommt noch die passende Software. Das ganze geht entweder komplett ohne Integration oder wiederum je nach verwendeter Software auch mit einem Wizard beim installieren und dynamischer Auswahl der spezifischen Software.
 
nur mal so off-topic gefragt, wie wird PXE gesendet quasi? Der empfang oder die Installation leuchtet mir ein, aber wie wird es ins Netz "gestreamt"? Bedarf es da einen Server, welcher?

Der PXE Boot selbst ist ja z.B. bei HP eine Bootoption. Mein Praktikum während der Umschulung dort lief das für die Firma nur so (naja nicht ganz ;) ), aber die Technik dahinter interessiert mich mal.
 
Gestreamt wird da nichts.

Der Client sucht über einen netzbroadcast einen pxe Server (bevor er eine ip hat). Dieser Antwort entweder selber und verteilt ip und pxe Infos oder der Client bekommt vom dhcp-Server eine ip und über die Option 60 die Info unter welcher IP der pxe-Server zu erreichen ist.

An den pxe Server sendet das pxe-bios eine Anfrage zum Laden eines Images und sendet dabei die mac-Adresse, IP und bios-guid zur Identifizierung. Je nachdem ob der PC berechtigt ist und ob ihm irgend ein Image zugeordnet ist, sendet der pxe-Server eine Adresse zum Download.

Der PC beginnt per tftp-Protokoll (das ist leider bis heute der Standart dir pxe, ist etwas langsam aber sicher. Die Geschwindigkeit lässt sich je nach Netzwerkkomponenten etwas optimieren. Es gibt Ideen / Pläne und zum Teil Software das über http abzubilden, dazu muss aber unter anderem das pxe-rom neu geflashed werden). Das zur Verfügung gestellt Betriebssystem-Image in den Ram zu laden und von dort zu booten.
Die Betriebssystem Images müssen wie beim Boot von cd oder usb-Stick out of Box bootbar sein.

Dienste dafür gibt es Diverse...

Der pxe Server
 
Ein Bare-Metal Backup hat nix mit dem Raidlevel zu tun.
Acronis gehört in den Müll.
Professionelle Installationen laufen unattended und benötigen niemanden zur Aufsicht. Ob per PXE oder Bootstick ist dabei vollkommen egal. Raid-Manager, Fujitsu Agents und all andren Müll per Hand jedes mal zu installieren macht auch keinen Sinn. Das BIOS sinnvoll einzustellen und das Raid zu erstellen braucht da noch am meisten Handarbeit, aber auch das geht bestens per Script in Sekunden.

Generell würde ich eher für einen geringen Aufpreis 1340 anbieten und auf Basis eines Hyper-V die virtuellen Maschinen aufsetzen/migrieren und vor allem auch sinnvoll sichern. Das ganze bietet für jeden Kunden einen enormen Mehrwert und für den Dienstleister.. nun.. Dienstleistung.
 
Aber bitte dann nicht 1x ad installieren und bei jedem Kunden das gleiche hyper-v Image verwenden :p
 
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  • #10
Wir arbeiten gar nicht mit DC, warum auch. Wir reden hier über 5 Clients mit einem Server der einfach die Datenbank hosted, alle melden sich gleich an, alles gut. Da lohnt sich der DC + Verwaltungsaufwand einfach nicht, gerade weil man ja im Idealfall ;) einen Backup DC haben sollte. Davon ab das sich alleine die Netzwerksettings bei jedem Kunden unterscheiden und das dann auch ewige Fummelei wäre.

Intern arbeiten wir alle auf Hyper-V / Terminalserver, der Host ist dabei also im Grunde egal. Beim Kunden halt nicht, die arbeiten alle Lokal in einer Workgroup. Gibt bei überortlichen Standorten dann schon Terminalserver etc., aber auch hier ohne DC.

PXE klingt einfach am sinnigsten. Wir sind halt eine kleine Klitsche die eher wenig Berührungspunkte damit hat, aber mich fuckt das ab 50 Fujitsu Clients aufwendig zu installieren, da nur Acronis 2020 den Controller überhaupt erkennt und es einfach krass nervt. Die Infrastruktur um alle 50 Clients mit Strom und Netzwerk parallel zu versorgen gibt es aber und das muss man sich irgendwie zu nutze machen.

Via Dockingstation klonen ... ich sags besser nicht, aber haben wir auch schon gemacht, nervt aber auch nur. Ich habe glücklicherweise mit dem ganzen Geraffel kaum was zu tun, aber wenn ichs machen muss weil sonst keiner da ist, nervt es mich einfach unfassbar. Mag ja sein das andere froh drüber sind, wenn sie 8h am Tag den Scheiss per Hand aufsetzen können, aber die Fehleranfälligkeit ist viel zu krass.

Hyper-V etc. sind andere Baustellen und auch nicht Thema :)
 
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