OpenSUSE im Windows-Netzwerk

Teufelskreis

NGBler
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Hi,

auf der Arbeit haben wir ein Windows-Netzwerk. Da alle erforderliche Software auch unter Linux läuft und ich meinen eigenen Laptop mitbringen kann, versuche ich darüber ins Netzwerk zu kommen (OpenSUSE Leap). Es gibt einen Server, der heißt Alpha, welcher unter Ubuntu läuft. An Alpha liegen zwei Festplatten. Die Windowsrechner können auf die Alpha-Platten mit \\alpha\platte1 bzw. \\alpha\platte2 zugreifen, während ich über ssh (bzw. sftp) auf Alpha zugreifen muss, aber ssh://alpha nicht bekannt ist, sondern ich muss die IP von Alpha eingeben und mich über /mnt/... zu den Platten hangeln muss. So weit, so gut. Auf Alpha läuft auch ein Webserver (ein Mediawiki), auf den ich regelmäßig zugreifen müsste. Die Windows-Rechner tragen einfach in die Adressleiste ein und alles ist gut. Wenn ich das aber mache, macht mein Firefox daraus "http://alpha.com". Wenn ich versuche, über die IP zuzugreifen, leitet der mich von weiter auf , was er wieder nicht findet, weil alpha kein dem Linux bekannten Server ist. Ich habe bereits versucht, mein Benutzerkonto für Samba freizuschalten. Außerdem habe ich versucht, den Server in der /etc/named.conf und in der Zonendatei meinem DNS bekannt zu machen, führt aber weiter zu Umleitung auf alpha.com und über die IP kommt weiterhin Server nicht gefunden... Was kann ich noch versuchen? Die Drucker konnte ich alle problemlos finden, die auf alpha über samba den Windows-Rechnern zur Verfügung gestellt werden.
 
Ich kenne euren Server nicht, schätze aber, dass dieses Verzeichnis mittels WebDAV realisiert wird. Wenn dem so ist, solltest Du einmal dazu lesen und das Verzeichnis mit davfs2 mounten. Auch solltest Du, wie beschrieben, die gewöhnlich angebotenen Freigaben ähnlich problemlos mounten können, wenn Du einen Benutzernamen und Kennwort angibst.
 
Du kannst im Firefox ausschalten:
about:config schrieb:
browser.fixup.alternate.enabled

Wenn das Verzeichnis mit Samba realisiert ist, kannst du entweder mit winbind oder mit sssd auf die Dienste zugreifen bzw mit cifs die Netzlaufwerke ohne Beitritt zur Domäne mounten:


Könntest du nicht auch einfach einen Eintrag in der /etc/hosts vornehmen, statt einen kompletten Nameserver auf einem Laptop zu bemühen? Bind (ist er doch, oder?) sieht für mich nach Overkill aus, maximal würde ich da dnsmasq nutzen.
 
Also ich würde auch erstmal die Hosts-Datei bemühen, bevor ich da mit nem DNS-Resolver spiele. Gut, dnsmasq, das phre4k vorgeschlagen hat, ist echt easy zu konfigurieren und kann auch ne Menge, aber trotzdem Overkill.

Die Mediawiki-Geschichte würde ich Firefox sauber beibringen und dann mit Lesezeichen arbeiten, die dürfen nicht autovervollständigt werden.

Was deine Samba-Shares angeht, kannst du da nicht mit smb:// drauf zugreifen? Weil das wäre eigentlich das Einfachste. Gut, CIFS läuft auch, aber eigentlich gibt es für Linux auch SMB-Clients. Wenn du über SSH arbeiten möchtest, kannst du dir mal ne Config-Datei in ~/.ssh/ legen, die Syntax ist in der Manpage von ssh_config beschrieben.
 
Ohja wenn samba installiert ist, sollte smb://benutzer@server problemlos gehen.
Mache ich mit Dateimanager pcmanfm genau so, Login Details speicher ich im Keyring und wichtige Verzeichnisse sind in der Lesezeichenleiste.
Beim Klick auf den Netzwerkordner wird gleich verbunden und fertig.

Wenn die Namensauflösung nicht richtig tut und es nur um einen Client geht, würde ich wie Metal_Warrior einfach die hosts Datei anpassen.

--- [2016-09-27 22:46 CEST] Automatisch zusammengeführter Beitrag ---

Ohja wenn samba installiert ist, sollte smb://benutzer@server problemlos gehen.
Mache ich mit Dateimanager pcmanfm genau so, Login Details speicher ich im Keyring und wichtige Verzeichnisse sind in der Lesezeichenleiste.
Beim Klick auf den Netzwerkordner wird gleich verbunden und fertig.

Wenn die Namensauflösung nicht richtig tut und es nur um einen Client geht, würde ich wie Metal_Warrior einfach die hosts Datei anpassen.
 
Klingt mir eher danach, als ob die Adressauflösung nicht (richtig) konfiguriert ist bzw. nicht korrekt über dhcp bezogen wird. Was steht denn in der /etc/resolv.conf drin?

Und zum Samba-Problem:
Wie sehen denn Deine Mountparameter aus? Manchmal muss man neben Username und Passwort auch noch die Domain übergeben, wenn ich mich recht erinnere. Ist aber schon länger her.
 
Wie sehen denn Deine Mountparameter aus? Manchmal muss man neben Username und Passwort auch noch die Domain übergeben, wenn ich mich recht erinnere. Ist aber schon länger her.

i.d.R. macht man das mit einem Delimiter, der standardmäßig als Punkt eingestellt ist, also z.B. [kw]DOMAIN.Username[/kw].
 
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  • #8
Guten Morgen,

danke für die vielen Antworten und sorry, dass ich mich erst so spät melde. Der Eintrag in der hosts-Datei und das Deaktivieren von browser.fixup.alternate.enabled hat schon mal Wunder bewirkt, um auf das MediaWiki zuzugreifen.

Außerdem ist es mir durch smb://alpha danach möglich, die Festplatten wie unter den Windows-PCs einfach zu mounten statt mich immer durch die Ordnerstruktur zu klicken. Super, vielen Dank, das hat sehr geholfen, jetzt klappt alles wie es soll :) :beer:
 
Würde dir dennoch x-systemd-automount empfehlen:

Code:
Expand Collapse Copy
//127.0.1.1/data   /mnt/alpha/data cifs    credentials=/etc/samba/credentials/alpha,noauto,x-systemd.automount,x-systemd.device-timeout=7 0 0
 
Schön dass es klappt!
Haben die anderen trotzdem Lust, genauer über die Namensauflösung zu sprechen? Bei mir ging die in fremden Netzwerken auch oft nicht, obwohl das ja eigentlich der Router (lokaler DNS) regeln sollte.
War bisher immer zu bequem dem auf den Grund zu gehen aber jetzt bin ich grad neugierig.

Wenn jemand was aus dem ff weiß, wär ich dankbar :)
Kann das aktuell auch nicht vor Montag selbst testen
 
Nachdem der TS Bind installiert hat würde ich fast darauf tippen das die dns-anfrage nur lokal war und er das "firmennetz" als lokal erkannt hat - daher in seinem eigenen dns gesucht hat > nichts gefunden hat (da er ja den von der Firma nutzen sollte).
 
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