Nichtzuortbarer Datenverlust

alter_Bekannter

N.A.C.J.A.C.
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Wie vielleicht schon über den Livesystemthread bekannt hatte ich bisher angenommen das einer der letzten Stromausfälle wohl mein Dateisystem gekillt hat. Das scheint entweder nicht das ganze Problem zu sein oder es ist wirklich viel abhanden gekommen. Da die gesuchten Daten im Backup alle vorhanden zu sein kann ich wohl auschließen das ich mir die Einrichtung eingebildet habe...

Was fehlt definitv:
SAMBA
RAID-Zeug (mdadm config und treiber fehlen unter anderem, im Backup aber scheinbar noch vorhanden)

Neuinstallieren muss ich wohl so oder so. Allerdings wüsste ich schon gerne was da schiefgelaufen ist. Leider gibt es auch nicht mehr wirklich Logs.:confused:

Wenn das System also irgendwie von außen zugänglich wäre, dann müsste ich wohl von Fremdzugriff ausgehen.:unknown:
Aber da es keine Einbruchsspuren gibt kann ich das wohl ausschließen.


Das Projekt hat allerdings ne Deadline, ich brauch das NAS wieder also werde ich den Systemstick wohl vernichten wenn der Fall nicht bis morgen geklärt ist. In dem Fall gehe ich einfach von einem Hardwaredefekt aus.:unknown:

Edit:
Da es vermutlich eh auf letzteres rausläuft:
Wie bekomme ich möglicht bequem das neue System mit den alten Einstellungen zum laufen?
Backup ist eine 1:1 Kopie des Bootmediums, Stichprobenkontrolle der Daten darauf 100% in Ordnung, die gesamte Struktur ist also auch noch da.
 
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Hi, ich muß gleich mal nachhaken weil ich nur wenig Ahnung habe: Backup ist nur das Bootmedium ohne Daten, soweit richtig?

Lässt sich das System denn noch booten? Vermutlich nicht oder?
Kannst du dein Backup des bootfähigen Zustandes nicht einfach rekursiv einspielen um zumindest den Stand wiederherzustellen, dass du in das OS kommst?

Ein paar Treiber nachinstallieren oder etwas neu konfigurieren was dort nicht enthalten ist, stelle ich mir leichter vor als die Daten wie an Ort und Stelle zu portieren - ich könnte mich aber auch irren.

Aber in jedem Fall würde ich die Daten so fern möglich (vorher!) sichern, so lange du darauf noch zugreifen kannst falls es doch ein Hardwaredefekt ist.
 
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  • #3
Daten in dem Sinne sind alle auf dem RAID5, Softwareraid.

Also ja Backup ist nur OS inklusive aller Programme und Konfigurationen.

Backup booten hab ich versucht, bootloader macht schwierigkeiten, werde deshalb nochmals eine Kopie davon machen und die dann mit der Super grub disk reparieren lassen.
Denke das sollte klappen.

Bzw was ich jetzt zuerst versuche ist nur die Systempartition selber eines frisch installierten Systems zu überschreiben.
 
Klingt logisch... leider hab ich aber selbst zu wenig Know-How wo man da ansetzen muß.

Wenn du das OS auf einer separaten Partition liegen hast, kannst du ja gemütlich "überschreiben".

Nur wenn das vorher nicht der Fall war, würde ich mich fragen woher das System die Information bekommt wo das SWAP liegt oder andere Laufwerke / Partionen. Macht das Sinn?
 
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  • #5
Je nach ANsatz, ich wollte jetzt erstmal relativ weit das neue System benutzen und nur auf Dateisystemebene überschreiben, also nur Konfigurationsdateien, den rest installier ich halt neu.

Oder viel eher apt intalliert den rest neu...

Aber ich denke prinzipielle könnte man dd auch längenangaben mitgeben. Aber dann müsste ich ja auch device id's ändern etc.
 
Naja, wenn du mit Längenangaben herumhantieren mußt, ist die Gefahr groß das du wichtige Daten überschreibst - aber ich weiß auch ehrlich nicht wie die Daten bei einem Linux System alligned sind - also ob du nicht per Zufall nen wichtigen Datenblock überschreiben könntest.

Scheiß Problem ;) :D
 
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  • #7
Hätte ich gleich gewusst das es eh am Arsch ist hätte ich gleich neu installiert, hab ja wie gesagt noch alle Konfigs.

Und der Zeitintesivste part der Ersteinrichtung war eh die RAID initialisierung.:p

Dürfte also alles relativ schnell behoben sein, hatte nur gehofft das man mehr automatisieren kann. Hab halt auch keine Idee warum das Backup nicht Bootfähig ist, die fstab hab ich angepasst.:confused:
Wenn ich es hingekommen hätte ne Partition vom Image zu mounten hätte ich gleich den Ansatz mit Grub reparieren versucht aber so wollte ich das Backup erstmal nicht ändern.

Werde mir mehr USB Sticks kaufen damit ich mehrere identische Kopien zum experimentieren hab.
 
Beim nächsten mal bist zu schlauer - was immer du da gerade auch so fabriziert hast ;)

Geht mir mit meinen Linux Erfahrungen jedenfalls so - Trial by Error - aber bei mir läuft es flüssig... leider/Gott sei dank ;)

Du solltest vielleicht auch mal auf Debian wechseln... :D
 
Ganz ehrlich: Wichtige Konfigs rauskopieren, neu aufsetzen, Konfigs zurückspielen und die entsprechenden Dienste neu starten. Wer weiß, was genau alles beschädigt ist, dann lieber auf Nummer Sicher.

Das mit dem RAID hab ich dir im RAID-Thread kurz erklärt, der Rest ist eigentlich mehr oder minder Kindergarten. Kleiner Tipp, auch wenns keine Garantie für ne Früherkennung eines Ausfalls ist: smartmontools in Kombination mit munin. Smartmontools lesen die SMART-Werte deiner Platten aus und das recht regelmäßig (je nach Cronjob eher öfter als selten), munin kümmert sich um die grafische Aufbereitung (so ziemlich aller Daten, die du so von deinem System gern wissen würdest) und schreibt dir bei Überschreitung gewisser Werte E-Mails. So erkennt man recht früh irgendwelche Ausfälle oder kritischen Situationen.

Und dass Debian für dein NAS ne sehr gute Wahl wäre, hat dir ja theSplit schon gesagt.

Alles in Allem machst du dir die Sache eigentlich ziemlich schwer. Wenn ich da was von "dd mit Längenangaben", "mehrere USB-Sticks zum Experimentieren" etc. lese, kriege ich Ausschlag und hab gleich die Vermutung, warums bei dir so viel Ärger gibt. Du denkst wie ein Windows-Admin. Hör damit auf. Linux ist modular, fast jede Komponente ist einzeln nachinstallierbar, ersetzbar, neu installierbar etc. ohne schwere Komplikationen für das Restsystem.
Dir bootet dein System nicht mehr und die Bootflag ist für die Boot-Partition gesetzt? LiveCD, RAID assemblen (falls da das Rootsystem draufliegt), chroot aufs System und grub-install && update-grub - Fertig.
Dein Samba hat ne Macke? sudo apt-get remove samba* --purge && sudo apt-get install samba - fertig. Hast du dir nur die Konfig verkackt, reicht ein dpkg-reconfigure samba, und du hast wieder die Standard-Config.
Willst du was an einem Dienst ändern, kopier dir die Config-Datei als .orig und schmier wild in der anderen rum. Klappen deine Änderungen, ist alles gut, wenn nicht - alte Konfig zurückspielen, Dienst neu starten - kein Problem, alles wieder auf Anfang.

Du brauchst keine 4 Systeme auf einem Stick, wenn du nichtmal eines verstehst. Installier dir eines, versuche jeden Schritt der Installation zu verstehen, dann stellt dich auch so ein Ausfall nicht vor schier unlösbare Aufgaben. Booten und Kernel sind eh immer gleich, und die Paketsets, die man so hübsch "Distributionen" nennt, unterscheiden sich nur in wenigen Fällen wirklich grundlegend voneinander. Und wie gesagt, Testsysteme brauchst du eigentlich nie - ich spiel auch immer am Produktivsystem rum, und wir sind ne Feuerwehr. Wenns in die Hose geht, ist halt ein Dienst mal für 5 Minuten nicht erreichbar - üblicherweise kein Beinbruch (wir sind ja nicht die Leitstelle). Und sollte ich wirklich mal an nem kritischen Dienst spielen, hab ich sowieso ein zweites Terminal offen mit der Befehlskette, die alles innerhalb von 5 Sekunden auf Anfang setzt. Wie gesagt, arbeite nicht ohne Sicherungskopien der funktionierenden Configs, dann hast du auch kein Problem. Es gibt nur zwei Dienste, die man nicht ohne physikalischen Zugriff konfigurieren sollte: SSH und iptables. Aber ich glaube, davon bist du eh noch meilenweit entfernt...

Vielleicht hab ich doch noch was für dich:
https://ngb.to/threads/1760-Debian-Squeeze-Bootpartition-zerschossen
 
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