Marine tötet streng geschützte Schweinswale

Chegwidden

Hat sich hochgeschlafen-
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Im Meeresnaturschutzgebiet Fehmarnbelt in der Ostsee sind bei einer Übung im August dieses Jahres 39 bereits 2016 gefundene Minen gesprengt worden.
Insgesamt wurden 42 Minen gesprengt, die 39 waren in dem Schutzgebiet, in dem die seltenen und streng geschützten Schweinswale lebten.
Gerade im August ist die Paarungszeit dieser vom Aussterben bedrohten Walart.
Naturschützer fanden in den folgenden Wochen 18 getötete Schweinswale.

Bei der Sprengung einer solchen sogenannten Grundmine wird ein Krater von etwa 1,5 Meter Tiefe und 5 Meter Durchmesser in den Grund gerissen
und im Umkreis von bis zu 30 Metern stirbt jedes Lebewesen.
Auch in weiterer Entfernung werden Lebewesen getötet, beschädigt und gestört, da unter Wasser der Schall sehr stark ist.
Bei 39 bis 42 Sprengungen dürfte in diesem Naturschutzgebiet das Ausmaß der Zerstörung recht hoch sein.
(Im Jahre 2013 betrug die Schweinswalepopulation in der Ostsee bereits nur noch etwa 300 Tiere)

An dem Manöver beiteiligten sich Soldaten aus mehreren Nationen, die deutsche Marine mit einem U-Boot und sieben Schiffen.

Naturschützer und Abgeordnete der Grünen sprechen von einer Verletzung des Naturschutzrechts.

Das Verteidigungsministerium spricht von Gefahrenabwehr.
Das ist auch meiner Meinung nach nur eine faule Ausrede, da die Minen bereits 2016 gefunden worden sind und man Zeit genug hatte,
nach irgendwelchen anderen Lösungen zu suchen.
Ich glaube auch, dass das Verteidígungsministerium unter der Ministerin und Kanzleramtanwärterin Kramp-Karrenbauer mal so richtig
auf Kacke hauen wollten um den NATO-Partnern zu beweisen, dass nicht alles an Material so Scheiße ist, wie es ist und das Lachen
der anderen Länder ob unserer maroden Marine und Bundeswehr weniger wird.


 
Wenn man das liest, dann denkt man an Dynamitfischen.
Die Tiere sind aber nicht bei der Sprengung gestorben, sondern sie wurden Wochen später tot aufgefunden.
Ob es einen Zusammenhang gibt muß erst noch untersucht werden.

In der Nord- und der Ostsee liegen noch Millionen Tonnen an Munition, die immer instabiler werden. Der 1. Weltkrieg liegt schließlich über 100 Jahre zurück. Eigentlich müßten da die ausgebildeten Kräfte im Dauereinsatz sein, ob von Bundeswehr oder wer auch immer.
 
Da war mir die Flintenuschi noch lieber,
die hat nur Geld veruntreut und nicht wahllos rumgeballert :unknown:
 
  • Thread Starter Thread Starter
  • #5


Auch NATO-Truppen müssen sich an Gesetze, hier also an Vorschriften in Naturschutzgebieten halten.

Da man lange vorher wusste, dass da so viele Minen lagen, hätte man nicht übereilt handeln müssen, sondern Schutzmaßnahmen ergreifen.
Und wo soll man dann ballern? In einem echten Krieg? :eek:
 
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