Lucifer [Serie]

Hezu

Ruhe in Frieden
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Da es schon diverse verstreute Beiträge dazu im Serien/Filmlaberthread dazu gibt, dachte ich mir mal, das ich anlässlich des ComicCon-Trailers zu 2. Staffel einmal einen Thread zur Serie aufmache:

Wikipedia schrieb:
Die Serie handelt von Luzifer, der gelangweilt und unglücklich die Hölle und seinen Thron aufgibt, um in Los Angeles mit Hilfe seiner dämonischen Barkeeperin Mazikeen einen Nachtclub namens „Lux“ zu betreiben. Sein Verlangen, Schuldige zu bestrafen, hat er jedoch nicht verloren, weswegen er dem LAPD – genauer: Detective Chloe Decker – mit seinen übernatürlichen Fähigkeiten hilfreich zur Seite steht.

IMDB: 8.4/10

Der Trailer besteht zur Hälfte aus einer groben Zusammenfassung von Season 1 und einem Teaser auf Season 2.

 
Ich hab Staffel 1 auf Prime gesehen und sie hat mir gefallen. Die Grund-Idee ist solide und Lucifer als menschenbetörender Charmbolzen, dessen Göttlichkeit von einer abweisenden Polizistin zunichte gemacht wird, kommt sympathisch rüber. Meine Empfehlung hat es.
 
Ich fand die erste Staffel auch recht unterhaltsam (allein bei jeder Musiknummer von Lucifer musste ich ob der Titelwahl grinsen - ich sage nur: interessante Integration eines Songs von "The Police", wo ich gleich als mir der Titelname einfiel dachte: passt erstaunlich gut ;) ).

Die ziemlich hohe IMDB-Wertung verstehe ich allerdings trotzdem nicht. Im Kern ist es nämlich doch "nur" eine weitere Procedural-Serie, bei der eine Hauptfigur ein außergewöhnliches Gimmick hat. Spaß macht sie aber trotzdem.
 
Finde die Ähnlichkeiten zu "The Mentalist" ganz witzig - Charmbolzen mit Fähigkeiten hilft der Polizei Verbrechen aufzuklären mit einem gewissen Part Eigeninteresse.

Ich Finde Tom Ellis (Lucifer) spielt die Rolle auch so richtig gut! Auch D.B. Woodside (Amenadiel) hat einen gelungenen Auftritt. Lediglich Lauren German (Chloe Decker) glänzt nMn nicht so wirklich mit schauspielerischem Talent. Irgendwie immer die gleichen Sätze und den gleichen Gesichtsausdruck.

Genrell gefällt mir die Idee Lucifer nicht als die Wurzel des Bösen zu präsentieren sondern vielmehr als der Gefängniswärter der seinen Job aufgezwungen bekommen hat und im Grunde nicht böse ist sondern nur böses bestraft.

Auf jeden Fall eine schöne Serie, die einen gut unterhält aber nicht so wirklich fesselt.
 
Ich fand die ersten 1-3 Folgen ganz gut, aber irgendwie hat der Hauptdarsteller dann stark abgenommen. Einmal wirkt er mehr wie ein Bisexueller statt wie der Fürst der Finsternis und zweitens, ja zu Mentalistmäßig. Ich dachte eigentlich das würde eine abwechslungsreiche Serie werden (Man in the high castle hat mir extrem gut gefallen), aber jetzt wirkt es mehr wie ne Mentalist/CSI Neuauflage.
 

Zum einen meine ich hat er in einer Folge auch mal Anspielungen gemacht dass er auch bisexuelle Vereinbarungen machen würde zum anderen hat mich es hier und da auch gestört weil es den Vorstellungen nicht entsprach. Gleichzeitig hat man hier und da ja mal sein "wahres" Gesicht gesehen, dass den Vorstellungen wiederum gerecht wurde. Man kann sich also damit trösten, dass es eben eine Maske ist :D

Und der Cliffhänger am Ende der Staffel reizt mich ja so richtig und will wissen wie es weiter geht.
Wen betiteln sie als "Mutter" und wieso in der Hölle eingesperrt und wie entkommen....
 
Der Klassenclown wird aber soweit ich bisher gesehen habe nicht als Maske verkauft in der Serie leider :/.
Der heitere, leicht verballerte, verunsicherte Lucifer... reizt mich nicht so. aber ok bis zum ende der staffel schau ich noch xD
 
Stimmt - einzelne Folgen für sich betrachtet wird er teils wirklich so dargestellt. Über die Staffel betrachtet ist seine Bedeutung als Wächter der Hölle mehr und mehr erkennbar. Es ist am Ende halt doch die Story im Hintergrund die sich mit jeder weiteren Folge etwas mehr ergänzt und die Serie interessant macht. Ähnlich wie bei the Mentalist. Jede Folge ist irgendwie gleich aufgebaut, aber immer die Frage was ist mit RedJohn und kriegt er ihn endlich? Das war der Antrieb um weitere Folgen zu schauen.
 
Das war der Antrieb um weitere Folgen zu schauen.
Ich weiß nicht, ob das bei mir der Grund war oder nicht doch was anderes und wie das auf Lucifer zu übertragen ist.

In einem anderen Serienthread habe ich mal geschrieben, dass ich solche Proceduralserien nicht so mag und sie hauptsächlich zum Einschlafen gucke.

Das gilt auch für Lucifer, galt für The Mentalist und ist aktuell bei den ganzen NCIS-Serien der Fall.

Dennoch gibt es auch hier Unterschiede, die meiner Meinung nach sehr an den Darstellern hängen.

Bei Navy C.I.S zum Beispiel, oder auch bei Castle, passt die Prämisse der Drehbücher nicht wirklich zu den Darstellern und der Ausarbeitung ihrer Rollen.
Gibbs in NCIS soll ein harter Hund sein, dem im Verhör niemand widerstehen kann, Becket soll eine der besten Polizisten in NY sein.
Nur, man nimmt es den Darstellern nicht wirklich ab. In Castle kommen die meisten Infos zum Verbrechen meist von den Nebendarstellern, nur am Ende soll dann Becket zusammen mit Castle die zündende Idee haben.
Gibbs kommt einfach nur sehr ungehobelt und ungebildet rüber, dass er die Verdächtigen im Verhör knackt liegt nur daran, weil das Drehbuch es so schreibst, nicht, weil er da besondere Techniken zeigt.

Anders bei The Mentalist. Jane hat schon übertrieben gute Menschenkenntnisse, aber der Darsteller bringt das eben überzeugend und wirklich mit Charme rüber, da nimmt man ihm das ab und guckt das einigermaßen gerne, obwohl die Geschichte doch auch oft hanebüchen ist.
Noch mehr gilt das für Criminal Intent, wo Vincent D’Onofrio sehr überzeugend den auch hier etwas übertrieben intelligenten und durchschauenden Detective spielt, so dass die Serie Spaß macht.
Und am meisten gilt dies für House, den Hugh Lauri einfach auch absolut überzeugend spielt.

Hier bei Lucifer finde ich klappt das nicht ganz so überzeugend, mir ist die Figur auch ein wenig zu aufgedreht. Aber es ist deutlich besser als zum Beispiel bei NCIS.

Aber ja, die Prämisse, dass der teufel nicht Schlecht ist, sondern nur die Schlechten bestraft, die finde ich auch ganz erfrischend.
 
Dann gefällt dir vllt Lie to me, das inhaltlich grob auf der Wahrheit (Hauptperson basiert auf den Wissenschaftler Paul Ekman) basiert und die Hauptdarsteller finde ich auch ganz gut gewählt.
 


Die offizielle Charakterbeschreibung von Charlotte veröffentlichte FOX gleich noch dazu: „Gefangen in der Hölle für tausende von Jahren durch Gott (ihren Ex-Mann), ist die Mutter der Engel endlich befreit und wandelt auf der Erde. Nach der Wiedervereinung mit Lucifer wird schnell klar, dass er ganz nach seiner Mutter kommt. Sie ist furchtlos und hat eine starke Überzeugung davon, wer sie ist und was ihr zusteht.

Jedoch teilen Mutter und Sohn nicht die gleiche Meinung, wenn es um die Menschheit geht. All das, was Lucifer an den Menschen fasziniert, findet Mama abstoßend. Diese Verachtung wird hervorgehoben durch den Fakt, dass Mama in einem menschlichen Körper gefangen ist, solange sie auf der Erde wandelt. Lucifer versucht verzweifelt die Pläne seiner Mutter herauszufinden, doch sie behauptet, nur Zeit mir ihrem Sohn verbringen zu wollen. Doch kann Mutter Teufel wirklich so unschuldig sein?“

Gegenüber TVLine sagt Showrunner Joe Henderson, dass diese Mutter-Sohn-Geschichte in der Mythologie und den Comics (auf denen die Serie beruht) nicht existiert. „Wir untersuchen die Frage, die viele Menschen noch nie gefragt haben. Es gibt viele verschiedene Richtungen, in die wir gehen könnten, wir haben uns für eine entschieden und sind sehr gespannt darauf“.



Irgendwie mag ich die Serie, auch wenn sie ständig Schwächen offenbart. Zu viele Stereotypen, die Dialoge kommen über unterschiedliche Folgen mehrfach vor, die Figur Lucifer Morningstars ist an vielen Stellen irgendwie zu metrosexuell gezeichnet - und für meinen Geschmack zu albern, zu unglaubwürdig, nicht tief genug. Außerdem nervt mich das plakative Darstellen Lucifers als völliger Narzisst, das kommt an vielen Stellen iwie blöd rüber, speziell an den Tatorten.

Aus meiner Sicht nahezu perfekt sind Maze und Amenadiel gezeichnet.

Bin gespannt auf Staffel 2 und vor allem Charlotte, Gottes Ex :D
 
Ich bin wegen "Prime" zufällig auf "Lucifer" gestoßen. Eine Serie, die ich nur wegen der furchtbaren Hitze ertrage. Da werden alle dummen Klischees eins nach dem anderen gründlich abgearbeitet, man denke nur an die Psychologin- einfach entsetzlich. Und dieser dauergrinsende Teufel, der zunehmend menschelt. Das sind Geschichten fürs Dschungelcamp, aber nicht für erwachsene Menschen.
 
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