Komponententester - Kleiner Erfahrungsbericht

Cybercat

Board Kater
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Hab das Teil in der Bucht gesehen. Für 10€ inkl. Versand aus China. Dachte mir, für den Preis kann man es mal riskieren.
So schlecht ist der gar nicht.
Erkennt Bauteile selbstständig und gibt auf dem Display das Messergebnis + das Schaltbild mit Pinbelegung aus.

Hier mal ein paar Bilder: (Stark runter gerechnet um Platz/Zeit zu sparen.)







Der verwendete 14 polige Textool-Sockel würde hier zu lande selber schon mit knapp 5€ zu buche schlagen.

Sockelbelegung ist:
1231111
2223333

Irgendwie passen die zu testenden Bauteile immer in den Sockel. Wie rum ist völlig egal solange nicht eine Zahl doppelt belegt wird.

Unbekannte/Defekte Bauteile werden mit einer Fehlermeldung quittiert. Meistens jedenfalls.
Man sollte doch schon darauf achten was man rein steckt. Ein defekter NPN-Transistor wurde fälschlicherweise als 2 Widerstände angezeigt.
Triacs erkennt der nicht. Werden als NPN-Transistor erkannt.

Getestet habe ich diverse Transistoren, Festinduktivitäten, Kondensatoren, Dioden, Widerstände und halt einen Thyristor.
Einen alten Unijunctiontransistor hatte ich auch noch irgendwo rumliegen, hab den aber nicht mehr gefunden. Hätte den auch noch mal gerne getestet.
Z-Dioden sollte er auch erkennen können solange die Durchbruchspannung unter der Betriebsspannung des Testers liegt. (9Volt)
Hab aber keine.

Für den der viel bastelt, könnte das Teil ein nützlicher Helfer sein.
 
Sieht interessant aus. Hast Du da vielleicht einen Link zur Hand wo man das kaufen kann?
 
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  • #3
Einfach bei ebay nach Komponententester suchen.
Hier ein zur Zeit noch aktueller Link:

Sogar noch über 2€ günstiger.:T
 
Kannst du was zur Genauigkeit und dem Messbereich speziell bei der Messung von Kapazitäten sagen?
 
Ich hab so ein Ding jetzt auch spaßeshalber bestellt. Habe auch noch eine alte Wheatstone-Messbrücke, mit der man ziemlich genau Widerstände und Kapazitäten ermitteln kann, aber das Gerät ist halt eher mühsam. Werde das dann mal ausprobieren wenn es da ist.
 
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  • #7
Kannst du was zur Genauigkeit und dem Messbereich speziell bei der Messung von Kapazitäten sagen?

Nicht viel.
Hab mal eben einige Vergleichsmessungen gemacht:

Folienkondensator mit 47nF (Hatte noch eine Tüte mit 10Stück auf der 1,60DM steht.) Hab 3 rausgepickt und diese Werte gehabt: 44,74nF, 46,41nF und 45,75nF

Neue LowESR Elkos mit 680µF: einmal 725,9µF und 728,0µF
Ein 2 Jahre alter 100µF Elko brachte 98,82µF


Ein Widerstand mit 470Ω Zeigte 469,1Ω und mit meinem 20 Jahre alten Multimeter waren es 471Ω
10kΩ waren 10,12kΩ, mit Multimeter: 9,93kΩ
10MΩ waren 10,72MΩ und mit Multimeter waren es 10,53MΩ

eine zweite und dritte Messung zeigte mit dem selben Widerstand mal 10,73MΩ und 10,84MΩ


Da Elektronik einfach nur mein Hobby ist reicht mir das im großen und ganzen. Nach den in den Tabellen angegebenen Toleranzen wäre das eigentlich noch im Rahmen.

Auf jedenfall schon erstaunlich, was man heutzutage für kleines Geld an Equipment bekommen kann.
 
Das Ding (oder eine Abart davon) habe ich auch, nutze es schon ein, zwei Jahre zur Komponentenerkennung. Gerade beim "Recaping" also Elkos tauschen bei alten Geräten ist das ein gutes Tool. Misst zwar nicht all zu super genau, aber es reicht um zu sehen wie stark ein Elko leakt, und generell zur Feststellung von Komponenteneigenschaften. Wirklich ein schönes Tool für das kleine Geld.

Der Dave vom EEV-Blog hat sich den auch letztens mal genauer angeschaut:
 
Tja, wenn man so verpackt, dann braucht man sich nicht wundern, wenn das Ding dann kaputt ist. :m

 
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  • #10
Meiner kam in einem kleinem Papkarton an. Das Teil war dazu noch mit Lupofolie umwickelt.
Gab an der Verpackung nichts auszusetzen.
 
Bin mal gespannt, hab auch einen bestellt. Wenns funktioniert - endlich kein Lupen-Farbcode-gesuche mehr bei den Widerständen :T
 
Habe so etwas ähnliches auch aus Shenzen bestellt, nur mit Farbbildschirm und eingebautem LiIon-Akku. Für den Preis einfach unschlagbar. Sollte jeder Hobbybastler oder auch Fachwerkstatt haben. So ein Teil hätte in meiner Lehrzeit (1977-1981)als Radio- und Fernsehtechniker locker einen vierstelligen Betrag gekostet. Würde das Teil jederzeit wieder kaufen. Bei mir ist auch noch eine IR-LED zum Prüfen von IR-Fernbedienungen integriert, das Sendesignal wird dann in oszilloskopischer Form dargestellt! Kleiner Tipp für Hobbyfunker oder auch Funkamateure: So etwas ähnliches gibt es auch als Frequenzzähler. Phänomenal, das Teil. Hält man nur neben das Funkgerät, drückt die Sendetaste und schon sieht man die Frequenz und auch CTCSS Subgruppenfrequenzen auf einen Blick! Da haben unsere gelben schlitzäugigen Freunde ne Menge sehr brauchbarer und preiswerter Tools im Angebot für kleines Geld.
 
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