Freiwilliger Wehrdienst im Heimatschutz "Dein Jahr für Deutschland"

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Hallo! Vorab hoffe Ich mit diesem Thema nicht anzuecken.

Ich habe eine eigene Meinung, ich sehe eine große Gefahr für Deutschland mit diesem Projekt.
Mir macht es Sorge das immer mehr Staatliche Gewalt im Innern aufgebaut wird.
Ohne Scherz, ich habe das Gefühl das die DDR 2.0 gerade ensteht (Nein Ich bin nicht aus dem Osten, deswegen gerne Widerspruch wenn Ich was falsch auslegen sollte).
Sowohl eine Herr Seehofer als auch ein Herr Söder sind für mich aktuell das größte Problem.
Meine Frage wäre was haltet Ihr von dem Thema Freiwilliger Wehrdienst im Heimatschutz "Dein Jahr für Deutschland"?
 
Heimatschutz ist ein unfassbar dummer Begriff.

"Dein Jahr für Deutschland" find ich prinzipiell gut. Quasi sowas wie ein Mix aus Wehr- und Zividienst, der für jeden Pflicht war. Heute könnte man das auf viele Bereiche im Katastrophen/Zivilschutz, der sozialen Bereiche, dem Tierschutz und ähnlichen gesellsachftlichen Aufgaben unterbringen. Wobei es da mit dem Bundesfreiwilligendienst schon einen Ansatz gibt, der aber eben freiwillig ist.

Eine DDR 2.0 gibts nicht, auch wenn diverse Gestalten das regelmäßig behaupten. Ein massiver Ausbau der anlasslosen Massenüberwachung und immer umfassendere Polizei- und Geheimdienstbefugnisse dagegen schon...
 
Ich bin geneigt dir spontan in der Richtung Recht zu geben, wenn auch nicht in der selben Dramatik.
Eine Aufgabe der Wehrpflicht bestand ja darin dabei zu unterstützen, dass die Militärkräfte möglichst durchmischt sind mit der breiten Bevölkerung und eben kein "Staat im Staat" entsteht. So ein freiwilliger Wehrdienst wird aber denke ich genau das Gegenteil bewirken.
Ich halte es für einen Fehler, jeden der Bock hat an der Waffe und militärisch auszubilden, das sind tendenziell die, die genau nicht ausgebildet werden sollten
 
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  • #4
meine Angst ist das wenn es zu Widerstand in Deutschland kommt, oder gegen deutsche Gesetze diese Menschen mit Waffen der Polizei Unterstützung geben.
@BurnerR
Ich halte es für einen Fehler, jeden der Bock hat an der Waffe und militärisch auszubilden, das sind tendenziell die, die genau nicht ausgebildet werden sollten
Vielen dank du sprichst mir aus der Seele!

@Howard
Ich gebe dir grundsätzlich Recht, für mich sind Themen in Verbindung mit "Dein Jahr für Deutschland" auschlaggebend
Meine Angst lautet Amtshilfe im Innern:
DDR 2.0 Nein das wollte Ich auch nicht damit sagen - Meine Aussage zielte darauf raus was unsere Politik gerade macht immer mehr Überwachung trotz Proteste.
Eine Aussage von Herr Seehofer aus 2019:
„Man muss Gesetze komplizierter machen, dann fällt das nicht so auf“, sagte der CSU-Politiker bei einem Kongress in Berlin
hier mal sein Statement
 


Keine Wehrpflicht bedeutet ja automatisch freiwilligen Wehrdienst und man muß die Bewerber beurteilen. Da sehe ich bei diesem FWiH keine größere Gefahr und vor allem keine höhere Attraktivität für Ungewollte. Die Intention wird auch kein Aus-/Aufbau einer Armee im Inneren sein, sondern es geht um eine niedrige Einstiegshöhe, für potentielle Bewerber. In diesem Fall mit relativ wenig Militärischem. Die Hoffnung wird natürlich auch sein, daß da Leute dann doch noch auf dem Geschmack kommen.
 
Ist es denn sicher, dass auch die, die nur das eine Jahr machen, Dienst an den Waffen machen?
Ich denke eher, dass die mehr unterstützende Arbeiten im sozialen oder handwerklichen Bereich leisten.
 


Ja.

3 Monate Grundausbildung.

Und in den weiteren 4 der 7 Monate sind noch das Erlangen erweiterter Kenntnisse für den Einsatz im Rahmen allgemeiner Sicherungsaufgaben und Objektschutzaufgaben sowie Ausbildung und Einsatz mit den Handwaffen Pistole P8, Maschinengewehr MG 3, Panzerfaust sowie Erlernen von Verhaltensweisen gegenüber unkonventionellen Sprengfallen enthalten.
Was da jetzt in Verbindung mit evtl. THW und anderen zivilen Organisationen stattfindet, ist einerseits lokal abhängig, desweiteren so von mir nicht als Info zufinden.
 
Das THW hat keinerlei gemeinsame Ausbildung mit der Bundeswehr. Insbesondere, um die Einsatzkräfte im Ausland vor einer Assoziation mit Militär zu schützen. In Einsatzfällen im Inland sieht das anders aus (vgl. Deicheinsätze beim Jahrhunderthochwasser etc).
 
Von mir aus kannste Ruhig nen Jahr sinnlos im Wald rumirren mit dem Gefühl, dass es irgendwie den Staat schützt :unknown:
 


Bei Verbindung dachte ich nicht an gemeinsame Ausbildung, sondern evtl. Ausbildung durch Fachleute z.B. des THW.
Aber auch das war nur Raten, weshalb ich da "evtl" schrieb.

Da wird nur etwas davon, daß die Tätigkeit einen mit anderen Menschen, die sich ehrenamtlich in den zivilen Rettungs- und Hilfsorganisationen engagieren, zusammenbringt.

Irgendwie wird das, vermute ich, ein heimatnahes Abbummeln sein, sofern es keine Kooperationen gibt. Wieso? Weil die Grundausbildung mit anderen Rekruten gemeinsam durchgeführt wird, aber es dennoch dafür nur 11 Standorte gibt. Die Spezialisierung auf Heimatschutz soll dann "überall" möglich sein?

Wie gesagt, ich halte das ha nur für Marketing.

Was soll eine Spezialausbildung Heimatschutz sein? Es gibt ja Sanitätsausbildung und Pioniere als Spezialausrichtung bei der Bundeswehr.

Wenn ich jetzt böse wäre, würde ich jetzt sagen, Freiwilliger Wehrdienst im Heimatschutz ist nur eine Ausbildung für den Volkssturm. :D ;)
 
@KaPiTN:
kampf-knarrenbauer bzw. Seehofer Jugend geht leider net so gut von der Zunge, hätten sie bei der Ernennung mal drauf achten sollen.
 
Also vom Prinzip ist das eine Form von , der aber im Gegenssatz zu den üblichen Freiwilligendiensten deutlich besser bezahlt wird und damit eine weitere Bevorteilung ggü. den klassischen Diensten erhält.

Das wird halt ein bisschen angestrichen, dass es etwas für die Gemeinschaft ist (Corona-Hilfestellungen etc) dient aber im Kern dazu, die Bundeswehr zu stärken und entlasten, damit sie ihre richtigen Soldaten nicht mit so Lächerlichkeiten im Inneren belasten muss.


Ich weiß auch nicht was man sich davon verspricht. Für die gute Durchmischung (Querschnitt der Bevölkerung) wird sich da weiterhin nichts tun und die Leute die richtige Freiwilligendienste machen, machen das aus überwiegend für die Sache und nicht wegen der Moneten. Die werden dann auch nicht für mehr Moneten + Grundausbildung da rangehen.
 
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