Explodiertes Bauteil, vermutlich Thyristor

thom53281

SYS64738
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Ich schon wieder. :D

Habe hier gerade eine Platine in den Händen, da hat es ein Bauteil gesprengt.

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Meiner Meinung nach ist das ein Thyristor, vermutlich dieser hier:


Liege ich damit richtig oder bin ich auf dem Holzweg? Leider immer schwer einzuschätzen, wenn die halbe Bezeichnung weg ist. :(


Danke!
 
Grob: Kann sein das es das auch ist, einfach mal versuchen und gucken.
Aber erst mal schauen wieso das passiert ist :D

Gibt es kein Schaltplan von der Platine?
 
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  • #3
Ich hab die Platine von einem Bekannten nur in die Hand gedrückt bekommen. Habe also keinen Schaltplan und kann sie hier bei mir auch nicht testen, da sie nur einen Bruchteil der Schaltung darstellt.

Passiert ist das aufgrund einer Überspannung im Stromnetz. Auch etliche andere Geräte dort sind kaputtgegangen.
 
Dann Sollte es kein Problem sein, es sei denn es kommt wieder zu einer Überspannung im Stromnetz.
 
Es gibt noch einen TIP151. Leistungs-Darlington-Transistor der auch in einem TO220 Gehäuse steckt.:eek:

Aber an Hand der Beschriftung auf dem Überbleibsel tippe (Geiles Wortspiel) ich allerdings auch auf den Thyristor.

Bei den letzten 4 Zahlen unten könnte es sich um das Herstellungsjahr/Woche handeln. Deswegen andere Zahlen.

Andere Transistoren, AC151, MRF151, B151 scheiden schon wegen der Gehäuseform aus.
 
Vielleicht mal Bilder der Platine oben / unten machen. Da sollte man Thyristor oder Transistor unterscheiden können.
 
gibt auch noch Spannungsregler die die selbe Bauweise haben ;)
Wobei, wenn man die Zahlen aus dem Ebay Link mit den Übriggebliebenen vergleicht ist da schon verdammt viel Übereinstimmung mit dem verschmorrten Bauteil also denke ich mal schon dass Du da richtig liegst.

Die Idee von @der ist auch nicht so verkehrt. Wenn jemand mit Ahnung anhand der Leiderbahnen sehen kann welche anderen Bauteile wie damit verbunden sind, kann man schon erkennen was da angesteuert werden soll. Einfach wird das aber mit Fotos auch nicht, da man die Bauteile auf der einen Seite eher schlecht den Leiterbahnen auf der Rückseite zuordnen kann.
 
Der wichtigste Unterschied ist schon mal, dass Thyristoren praktisch immer mit Wechselspannung betrieben werden (mal abgesehen von einigen schweren Stromrichter-Schaltungen, die man aber auch schon seit vielen Jahren statt dessen mit GTOs baut und selbst das heute nur noch bei absoluten Hochleistungs-Anwendungen im Mittelspannungsbereich, überall sonst setzt man IGBTs und vertikale FETs ein.)

Eigentlich fällt mir nur ein Gebiet ein, in dem in den letzten Jahren bis Jahrzehnten Thyristoren nennenswert im Haushalt verbreitet waren: Als Phasenanschitt in Dimmern und Leistungsstellern für Gleichstrommaschinen.

Also mal drauf achten ob das Bauteil direkt am Netz hängt oder davor ein Glättungselement (Gleichrichter/PFC-Schaltung + ein Zwischenkreiskondensator) ist.
 
Kann es sein, dass du gerade einen Thyristor mit einem Triac verwechselst?
Oder etwas durcheinander würfelst?

Den als Drehzahlregler für Gleichstrommotoren wurden Thyristoren verwendet. Hab noch eine 12 Volt-Minibohrmaschine von Proxon die einen Thyristor beinhaltet.
Aber in Dimmern steckten schon immer Triacs drin. Hab nämlich selber mal in einer ähnlichen Schaltung, (Funksteckdose mit Ultraschall-Fernbedienung) statt einem Triac ein Thyristor verbaut.
Das Teil lief dann nur mit einer Halbwelle. Hat ne Weile gedauert bis ich den Fehler gefunden habe. Zu meiner Entschuldigung, ich war 15.
 
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Unmittelbar vor dem Bauteil befindet sich ein Varistor für 230V, gehe also davon aus, dass das Bauteil mit Netzspannung betrieben wird. Nachdem anfangs keine kritischen Meinungen kamen, habe ich dort mittlerweile schon einen BT151 eingelötet, bitte nicht wundern. Der Varistor war auch explodiert.
 
Kann es sein, dass du gerade einen Thyristor mit einem Triac verwechselst?
Oder etwas durcheinander würfelst?
Aber in Dimmern steckten schon immer Triacs drin. Hab nämlich selber mal in einer ähnlichen Schaltung, (Funksteckdose mit Ultraschall-Fernbedienung) statt einem Triac ein Thyristor verbaut.
Das Teil lief dann nur mit einer Halbwelle. Hat ne Weile gedauert bis ich den Fehler gefunden habe. Zu meiner Entschuldigung, ich war 15.

Triacs bestehen aus 2 antiparallelen Thyristoren, darum habe ich dazwischen nicht unterschieden. Wichtig ist dass der Thyristor/Triac bei Betrieb an Wechselspannung im Nulldurchgang (des Stromes um genau zu sein) erlischt.

Den als Drehzahlregler für Gleichstrommotoren wurden Thyristoren verwendet. Hab noch eine 12 Volt-Minibohrmaschine von Proxon die einen Thyristor beinhaltet.
Bist du da wirklich sicher?
Klingt komisch, ist aber möglich - muss aber sehr alt sein, also aus einer Zeit in der es noch keine FETs gab.
Thyristoren an Gleichspannung muss man löschen und das ist alles andere als Trivial.
Oder meinst du eine Bohrmaschine die mit 12V~ betrieben wird? Ich dachte da jetzt nämlich an einen Akkuschrauber

Bei sehr hohen Spannungsfestigkeiten haben FETs hohe Widerstände, so dass bei großen Strömen viel Verlustleistung in diesen Auftritt - Thyristoren dagegen haben eine Flussspannung von wenigen Volt.
Aus diesem Grund hat man lange Zeit bei schweren Stromrichtern - wo die Schaltelemente mit Gleichspannung aus dem Zwischenkreis gespeißt werden - den Aufwand des löschens in Kauf genommen, bis hier der IGBT ein direkt schaltbares Element mit ebenfalls geringer Flussspannung ermöglichte.
 
Ist eine über 25 Jahre alte Version von dem Teil hier:
Läuft mit 12-18 Volt=

Im Leerlauf ist die Drehzahl bei langsamen Umdrehungen unsauber. Aber unter Last wird wird je nach Belastung die Spannung erhöht um die Drehzahl konstant zu halten.
 
Woher weißt du, dass die Drehzahl mit einem Thyristor geregelt wird?

Hast du eine Dokumentation der Schaltung oder ähnliches?
Würde mich wirklich interessieren wie das realisiert wurde
 
Hatte das Teil schon mal offen. Die Platine ist recht überschaubar.
Kann die ja mal bei der nächsten Gelegenheit noch mal auf machen und ein Foto machen.
 
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