[DAU.cc] Erste Hausdurchsuchungen im Fall Lizengo

Offensichtlich hat es nur Zeit gebraucht, bis die Mühlen des Gesetzes arbeiten und Lizengo scheint es nun an den Kragen zu gehen. Lizengo wirbt mit „Günstig und legal“ auf seiner Homepage und suggeriert, dass es sich bei den dort verkauften keys um Lizenzen handelt, was schon der gut ausgewählte Name der Seite dem (un)geneigten Nutzer…

 
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Sind nicht die ersten, die das versuchen. In Anbetracht der heutigen Zeit finde ich das Lizensierungsmodell von Windows aber sowieso überholt. Früher als man gefühlt alle paar Tage einen neuen PC brauchte, der auch tatsächlich wesentliche Vorteile brachte, konnte man das noch so machen, einfach weil schon allein mit jedem Fertig-PC auch fast immer ein neues Zwangswindows mit kam und die neue Windows-Version auch tatsächlich was brachte. Aber spätestens so seit 2010 nimmt dieser Trend immer weiter ab. Keine wesentlichen Verbesserungen in der Hardware mehr (sondern nur noch reguläre langsame Evolution), keine wesentlich wichtigen neuen Features in der Software bzw. Windows mehr, usw. Im Prinzip könnte man wesentliche Arbeiten bis heute mit einem PC mit Windows XP machen, wäre da nicht das Supportproblem.

Obwohl man heutzutage mit Windows wohl sowieso nicht mehr das große Geld machen kann, versucht man bei Microsoft anscheinend nachwievor die alten Strukturen zu verteidigen. Das sieht man schon alleine an dem wohl bis heute streitigen Punkt, wann man eine OEM-Lizenz nun genau übertragen dürfe und wann nicht. Und an dem ganzen Ärgernisquatsch aka Aktivierung, Telefonaktivierung bei zu vielen Registrierungen (z. B. ein PC, der regelmäßig neu installiert wird), usw. In meinen Augen sollte Microsoft Windows entweder komplett kostenlos zur Verfügung stellen (um dann mit der restlichen Software, Appstore, Support, etc. Gewinn zu machen) oder sich ein neues Lizensierungsmodell überlegen.

Bin aber froh drum, dass ich schon vor über 12 Jahren auf Linux bzw. Opensource umgestiegen bin und mich mit dem Lizenzsierungsquatsch nur noch sehr selten beschäftigen muss. Leider geht das aber bis heute nicht immer bzw. für jeden.
 
Nunja - das mit XP stimmt halt nur "grob" ...
Die Welt bewegt sich nun mal weiter - ob man es möchte oder nicht.

Es gibt genug dinge die "früher" noch nicht unterstützt wurden und heute gang und gebe sind (wenn auch nicht bei jedem).
Seien es neue Video / Dateiformate, Webstandards, Protokolle (SMB etc.), W-Lan, neue Geräte-Arten...

Klar könnte man nun sagen "Das ist alles Software und hat nichts mit dem OS zu tun". Nur wo genau ist die Grenze?
Auch bei Linux ist der Kernel alleine nicht gaaanz so viel Wert. Dazu kommt das für die Strom und Leistungsoptimierung so manche "Software" Support aus dem Kernel benötigt / Dort passende Schnittstellen implementiert werden die z.B. die Akku-Laufzeit stark erhöhen können oder die Übertragungsraten in Medium X.

Zusätzlich darf man auch Angreifer nicht außer acht lassen... auch mit einem Linux von vor 12 Jahren wirst du heute nicht mehr arbeiten wollen.

Allgemein hat für Windows 10 denke ich 99% eh niemand nur einen Cent gezahlt.
Windows 7 gibt es durchaus legal noch immer sehr günstig zu Kaufen oder man hat daheim noch eine.
Selbst wenn man Windows 7 mal zum vollkommen offiziellen Preis von ~100€ mit schöner Box gekauft hat kann man nun Windows 10 mit dieser Lizenz nutzen und kommt somit auf eine Nutzungszeit von bisher ~15 Jahren für 100€ Ob das für den normalen Verbraucher wirklich soooo das Problem ist?

In Firmen ist das durchaus um den Faktor 1000x Komplizierter und ja da sollte / könnte man sehr viel am Lizenzmodell ändern. Nur Billiger wird es unterm Strich nicht werden - und auch für die Service-Leistungen von Linux-Distributionen wird im Enterprise-Umfeld ähnliche viel Gezahlt wir für Windows. Und auch dort gibt es spannend dicke Vertragswerke ....
 
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