[Technik] Ende des Routerzwangs zum 1. August

D-Link_DI-524.jpg Bislang konnten Internetprovider ihren Kunden bestimmte Endgeräte vorschreiben. Ab 1. August ist dies nun nicht mehr . Doch was heißt das nun konkret für den Einzelnen?


Was ändert sich?

Im Grunde muss jeder Internetprovider bei Neuverträgen dem Kunden alle benötigten Informationen und Zugangsdaten kostenlos und unaufgefordert zur Verfügung zu stellen, um ein mit dem Anschluss kompatibles Endgerät betreiben zu können. Das kann ein Endgerät des Internetproviders sein, muss aber nicht. Zudem müssen Kabelprovider ab dem Stichtag die Spezifikationen zu ihren Schnittstellen veröffentlichen, damit die Endgeräte von den Herstellern dafür angepasst werden können. Bislang verkaufte Kabelrouter können kompatibel sein, müssen es aber nicht. Wer sicherstellen möchte, dass ein bestimmtes Endgerät mit dem eigenen Anschluss kompatibel ist, der sollte bei der Hotline seines Providers nachfragen.


Wer profitiert von der Regelung?

Im Grunde profitieren zunächst einmal alle Neukunden und alle Kunden mit Vertragsverlängerungen - unabhängig vom gewählten Provider. Sie müssen in jedem Fall ab sofort ein eigenes Endgerät verwenden können. Bei Bestandskunden kommt es vielmehr auf den Provider an. Manche gewähren auch diesen ab sofort Routerfreiheit, andere bieten den Kunden den Wechsel in einen Neuvertrag an.


Wie läuft die Umstellung in der Praxis ab?

Auch das kommt sehr stark auf den Provider an. Bei DSL läuft die Identifizierung des Kundenrouters auch weiterhin über die Zugangsdaten des Providers ab. Wurden diese bislang vom Provider unter Verschluss gehalten oder "verschleiert", so werden diese zukünftig dem Kunden zur Verfügung gestellt. Bei Kabelinternet ist der Ablauf zwischen den Kabelprovidern unterschiedlich. Während bei Vodafone/Kabel Deutschland es bereits ausreichend sein soll, eine beliebige Seite im Browser aufzurufen, um automatisch zu einem Aktivierungsportal zu gelangen, so hilft bei Unitymedia nur der Gang zur Hotline um ein eigenes Endgerät freischalten zu lassen. Dort wird dann mittels MAC-Adresse und Seriennummer das gewünschte Endgerät fest dem Kabelanschluss zugeordnet. Die Zugangsdaten für die Einrichtung der Telefonie sollen dann im Kundencenter abrufbar sein.


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Ich persönlich find das zunhächst einmal einen Schritt in die richtige Richtung. Einzig bei Unitymedia scheint mir der Zug noch nicht ganz angekommen zu sein. Router über die Hotline anmelden, dann Telefonie-Zugangsdaten heraussuchen, Telefonie separat nochmal einrichten. Scheint mir alles unnötig kompliziert, fast so als wolle man das so, damit möglichst wenige fremde Endgeräte im Netz sind. Vor allem interessant sind auch die von Unitymedia genannten Voraussetzungen für Endgeräte:

Kompatibel zum Datenübertragungsstandard DOCSIS 3.0
Unterstützung von 24 Download- sowie 8 Upload-Kanälen
Unterstützung von IPv4, IPv6 sowie Dual Stack Lite
Unterstützung des SIP-Standards für Telefonie

Der einzige Router, mit dem man den Anschloss so vollumfänglich nutzen kann, ist wohl die AVM Fritzbox 6490. Wer auf Telefonie verzichten kann (oder sich einen eigenen SIP-Client bastelt), der kann wohl noch einige wenige andere Endgeräte verwenden.
 
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